Warum wirft Steve Aoki Torten? Die Hintergrundgeschichte, Entwicklung und Kontroverse seines Markenzeichens
Steve Aoki, der US-amerikanische Superstar-DJ und Produzent, begeistert seine Fans nicht nur mit packenden Sounds und spektakulären Bühneneffekten, sondern auch mit einem unverwechselbaren Ritual: dem sogenannten „Caking“, bei dem er Torten ins Publikum wirft. Was zunächst wie ein alberner Gag wirkt, hat sich zu einem festen Bestandteil seiner Performance-Kunst und Identität entwickelt. Doch wie entstand dieses Markenzeichen, warum hält Aoki daran fest, und welche Kontroversen begleitet das Tortenwerfen?
Die Entstehung der Tortentradition
Die Tortenschlacht ist mittlerweile Steves Markenzeichen. Begonnen hat das Ganze mit dem Song „Turn Up The Volume“ von Autoerotique, welcher unter Aokis Label im Jahr 2011 veröffentlicht wurde. Im Musikvideo explodieren Torten in den Gesichtern von Menschen, als Promoaktion für die Single stellte der US-Amerikaner dies bei seinen eigenen Auftritten nach. 2009 trat er beim berüchtigten Coachella-Festival auf und wollte seinen Zuschauern eine richtig geile Show bieten. Seitdem probierte der DJ ständig neue verrückte Stunts aus und kam so ein paar Jahre später auf die Tortenwurf-Aktion: „Ich habe meinen Kameramann das filmen lassen und es online gestellt. Es ging ziemlich schnell viral.“
Er übernahm den Gag regelmäßig für seine Performances und hat mittlerweile über 10.000 Menschen auf der ganzen Welt beworfen. Das sogenannte „Caking“ ist mittlerweile zu Aokis Markenzeichen geworden.
Das Ritual: So läuft das Caking ab
Bei jedem Auftritt bekommt mindestens ein Fan eine solche Zuckerbombe mitten ins Gesicht. Fans halten sogar Schilder mit der Aufschrift „Cake Me“ in die Höhe und rufen, dass sie eine Torte abbekommen möchten. „Wir haben ein Spezial-Team an Kuchenbäckern, die mit uns die Welt bereisen und die perfekte Konsistenz zum Werfen kreieren.“ Der Star-DJ ist mit einem eigenen Team von Konditoren auf Tour, um immer die besten Wurfgeschosse parat zu haben.
- Die Torten werden vor Ort gefertigt, um Frische und optimale Konsistenz sicherzustellen.
- Steve Aoki wählt die Fans meistens selbst aus, oft mit deren Zustimmung.
- Manche Fans machen mit kreativen Plakaten oder Aktionen auf sich aufmerksam, zum Beispiel mit Postern wie „Es ist mein Geburtstag, wirf mir den Kuchen zu“.
- Aoki ist treffsicher. Jede Torte landete im Gesicht des Angezielten, ob in der Front-Row oder in den hinteren Rängen.
Für viele ist es wie ein Ritterschlag - einmal von Steve Aoki „gecaked“ zu werden, eine Torte des EDM-Stars ins Gesicht zu bekommen.
Lesen Sie auch: Gefahren von Honig für Babys im ersten Lebensjahr
Einzigartige Momente und Prominente Gäste
Bei seinen Shows ist die Tortenschlacht ein absolutes Highlight. Steve Aoki war der erste große Name im Line-up von Parookaville und hat dort zur Premiere 2015 besonders Eindruck gemacht. Festival-Planer Bernd Dicks bekam auf der Mainstage von dem US-Amerikaner ein ganz besonderes Geschenk zum 41. Geburtstag. Nach dem Musikevent legte der 47-Jährige weiter im Zürcher Nachtclub Kaufleuten auf. Dort warteten die Partygäste gespannt auf das Highlight jedes Aoki-Auftritts: die legendäre Tortenschlacht.
Dabei bringt Aoki nicht selten prominente Freunde auf die Bühne. So nahm beispielsweise der Starschauspieler und „Fast and Furious“-Legende Vin Diesel an einer Tortenschlacht teil.
Wichtige Momente und Fan-Aktionen
- Zu Beginn des Jahres diente die Tortentradition als Gender-Reveal des Ehepaars Aoki. Gemeinsam mit seiner Frau Sasha enthüllte der DJ live auf der Bühne das Geschlecht ihres Kindes: Sasha drückte ihrem Gatten die Torte ins Gesicht, zum Vorschein kam die blaue Füllung.
- Beim Tomorrowland 2014 backten die Mitarbeiter eine XXL-Torte von rund 900 Kilo - vier Tage Arbeit! Ein junger Mann machte seiner Freundin ein ganz besonderes Geschenk, indem sie die Tortenschlacht miterlebte.
- Der Fan, der den Spieß umdrehte: Ein Zuschauer warf die Torte zurück ins Gesicht von Steve Aoki, was zu einem Moment der Überraschung führte - inklusive Ausfall der Musik, weil Equipment getroffen wurde.
Künstlerische Motivation und Zweifel
Obwohl das Caking mittlerweile sein Markenzeichen ist, hat der 39-Jährige immer wieder Zweifel an dieser Tradition: „Ich kann einfach nicht anders als mich zu fragen, ob ich damit aufhören sollte. Würde das denn die Hater abschrecken? Oder würde es meine Kunst der Performance zerstören?“ Auch für seine crazy Bühnenshows ist der Amerikaner beliebt.
„Es ist wunderschön, wenn man einen Volltreffer landet - das Gefühl wird niemals alt“, erzählt Steve Aoki lachend im Interview. Doch die Aktion kommt nicht immer an: "Manche Menschen finden es absurd, manche hassen es, einige verstehen es." Aoki hat eine Entscheidung getroffen, die er groß ankündigt: Nur noch zu seinen Headline-Shows wird er Kuchen in die Massen werfen. Aber nur, so die bahnbrechende Neuigkeit, auf seine Hardcore-Fans der ersten Reihe. Das ganze begleitet Aoki mit einem Release: Dem Song „Cake Face“.
Kontroversen und Kritik
Das Showritual des 47-Jährigen löst aber nicht nur Begeisterung aus. Kritische Stimmen werfen dem Künstler schon länger Lebensmittelverschwendung vor. Unter dem Video kommentiert eine Nutzerin, dass „andere Menschen Hunger haben“, wofür sie viel Zustimmung erhält. „Schampus statt Wasser“: Steves Publikum ist also, sagen wir mal, speziell. „Verrückt ist, dass die Leute lieber mit einer Magnum-Flasche Champagner nass gemacht werden wollen als von normalem Leitungswasser.“
Lesen Sie auch: Die Risiken von Honig für Babys
| Kritikpunkt | Reaktion von Steve Aoki |
|---|---|
| Lebensmittelverschwendung | Beschränkung aufs Headline-Shows, Statement zu Bedeutung für die Performance |
| Sicherheitsaspekte | Eigene Konditoren für optimale Konsistenz, Auswahl der Fans |
| Aktion gegen kritische Stimmen | Musik-Release, Ankündigung nur noch „die hard“-Fans zu caken |
Doch so ein Kuchen ist nicht ganz ungefährlich. Neben der Tatsache, dass man von zu viel Torte dick wird, kann das auch ganz schnell ins Auge gehen. Wie contactmusic berichtet, verklagte Raymond Collins, ein Besucher des Steve-Aoki-Konzerts in Las Vegas, den DJ, nachdem er über Tortenreste ausgerutscht war und sich schwer am Kopf verletzte. Laut eigenen Angaben erlitt er psychische Schäden und den Verlust der Lebensfreude.
Wir sind uns bewusst, dass Kuchen und Torten zwei verschiedene Dinge sind, verzichten aber in diesem Text darauf, auf die Unterschiede einzugehen. #AllBackwarenMatter
Aktuelle Entwicklung und Zukunft
Steve Aoki liebt seine Fans und hat die Tortenschlacht in den letzten Jahren immer weiter perfektioniert. Er betont, dass er sich den Kuchen für exklusive Shows und Hardcore-Fans aufsparen wird. Also wenn ihr auch was vom Kuchen abbekommen wollt, solltet ihr zu seinen Shows kommen, wie der „Neon Future Experience“-Tour durch die USA und Kanada im Februar/März oder bei kommenden Shows in Manchester und London, oder in Vegas und Kanada.
Für alle die, die ihn für diese Tortenschlachten lieben, hat Aoki den Track „CAKEFACE!“ geschrieben und gratis veröffentlicht. Das Ritual bleibt also, auch wenn sich der Rahmen verändert - es bleibt ein Symbol für Aoki, seine Performance-Kunst und die besondere Verbindung zu seinen Fans.
„Parookaville ist das beste Festival“ - nicht zuletzt wegen seiner verrückten Shows und der einzigartigen Verbindung zwischen Aoki und den Fans.
Lesen Sie auch: Agavendicksaft oder Zucker: Ein detaillierter Vergleich
tags: #warum #wirft #steve #aoki #torten #hintergrund


