Vegane Schokolade mit Kokosblütenzucker: Herstellung, Eigenschaften und Vorteile

Vegane Schokolade wird zunehmend beliebter, da immer mehr Menschen pflanzliche Ernährungsweisen bevorzugen. Daher bieten wir bei Jalall D’or auch gern ein paar vegane Alternativen bei unseren schokolierten Nüssen und Früchten an. So gibt es z. B. unseren Schoko-Beeren-Mix auch in veganer Variante. In veganer Zartbitter-Schokolade bieten wir Dir unsere edlen Marzipankugeln, kleine Ingwerhappen oder auch gefriergetrocknete Himbeeren an.

Woraus besteht vegane Schokolade?

Doch woraus besteht vegane Schokolade eigentlich? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Hauptbestandteile und die Herstellung dieses köstlichen Leckerbissens und ihre Besonderheiten.

Kakaobohnen als Grundlage

Wie bei herkömmlicher Schokolade bilden Kakaobohnen die Basis für vegane Schokolade. Kakao übertrifft sogar grünen Tee, schwarzen Tee und Rotwein in Bezug auf Phenolgehalt und antioxidative Kapazität. Je höher der Kakaoanteil, desto mehr gesunde Flavanole. Die wissenschaftlichen Belege für die Gesundheitsvorteile von Kakao-Flavanolen sind überzeugend.

Zucker: Kokosblütenzucker als Alternative

Zucker ist ein wesentlicher Bestandteil von Schokolade, einschließlich der veganen Variante. Typischerweise wird Rohrzucker oder ein anderer pflanzlicher Zucker verwendet, um vegane Schokolade zu süßen. Alternativen wie Kokosblütenzucker oder Ahornsirup können ebenfalls verwendet werden, um eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen zu erzeugen.

Was genau ist Kokosblütenzucker? Bei Kokosblütenzucker (auch Kokoszucker) handelt es sich um ein Süßungsmittel, das aus dem Saft der Blüten der Kokospalme (Cocos nucifera) gewonnen wird. Der exotische Süßmacher stammt aus tropischen Regionen. Zu den Hauptanbaugebieten für die zur Gewinnung notwendigen Kokospalmen zählen Thailand, Sri Lanka, Indonesien und Teile Südamerikas.

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Kokosblütenzucker Kristalle und Kokospalme

Der Kokosblütennektar wird aus den Blütenständen der Kokospalme gewonnen, bevor sich dieser zur Frucht weiterentwickeln kann. Dazu werden die einzelnen Blütenstände abgebunden und täglich frisch angeritzt. Der Kokosblütennektar tritt an der Schnittstelle aus und kann direkt vom Bauern, der zuvor die Palme erklommen hat, mit einem Behälter aufgefangen werden.

Der Nektar wird anschließend eingekocht und getrocknet, bis er kristallisiert. Dann erfolgen die Zerkleinerung und das Aussieben, um ein streufähiges Produkt zu erhalten. Das Ergebnis ist ein feinkörniger brauner Zucker, der optisch an Rohrzucker erinnert, allerdings weniger grob in der Struktur ist.

Herstellungsdetails von Kokosblütenzucker

Der Nektar wird nach dem reinigenden Sieben über der offenen Herdflamme in einem großen, pfannenartigen Topf unter ständigem Rühren schonend bei einer Temperatur von ca. 60 - 70 ºC eingekocht. Dieser Prozess kann sich über Stunden ziehen. Zunächst entsteht der Kokosblütensirup. In größeren Betrieben wird der optimale Zuckergehalt mit einem Refraktometer bestimmt, der Kleinbauer verlässt sich auf seine Erfahrung.

Zur Gewinnung von Kokosblütenzucker wird der Erhitzungsprozess weitergeführt. Anschließend wird die Hitze reduziert und die Kristallisation zum Zucker setzt unter dauerhaftem Rühren ein. Der fertige Zucker muss nur noch gesiebt werden. In einer anderen Produktionsvariante wird der Zucker zum Erkalten in Formen gefüllt, wodurch ein fester Block Zucker entsteht. Dieser muss dann noch vermahlen bzw. gerieben werden.

Kakaobutter, Emulgatoren und Aromen

Kakaobutter ist das Fett, das aus den Kakaobohnen extrahiert wird. Sie verleiht Schokolade ihre glatte und cremige Textur. In veganer Schokolade wird Kakaobutter verwendet, die nicht mit Milchbestandteilen vermischt ist. Dies stellt sicher, dass die Schokolade rein pflanzlich bleibt.

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Emulgatoren werden in Schokolade verwendet, um die verschiedenen Bestandteile zu einer homogenen Masse zu verbinden und die Stabilität der Schokolade zu verbessern. Häufig verwendete vegane Emulgatoren sind zum Beispiel Sonnenblumenlecithin oder Sojalecithin. Vegane Schokolade kann eine Vielzahl von Aromen und Zusätzen enthalten, um unterschiedliche Geschmacksrichtungen zu erreichen. Dies können (gefriergetrocknete) Früchte, Nüsse und verschiedenste Gewürze sein.

Herstellung vegane Schokolade: Temperieren und Gießen

Besonderheiten und Vorteile veganer Schokolade

Tierfreundlich

Der offensichtlichste Unterschied ist, dass vegane Schokolade frei von tierischen Produkten ist. Sie enthält keine Milch, keine Butter und keine anderen tierischen Bestandteile. Das macht sie zu einer tierfreundlichen Option für Menschen, die sich vegan ernähren oder tierische Produkte aus ethischen Gründen meiden möchten.

Gesundheitsbewusst

Vegan bedeutet nicht automatisch gesund, aber vegane Schokolade kann für einige Menschen eine gesündere Wahl sein. Sie enthält oft weniger gesättigte Fettsäuren als herkömmliche Schokolade, da sie keine Milchprodukte enthält. Zudem sind viele vegane Schokoladenprodukte frei von künstlichen Aromen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln. Wähle hochwertige Rohstoffe, halte den Kakaoanteil hoch und den Zucker niedrig.

Allergenfreundlich

Da vegane Schokolade keine Milch oder andere tierische Produkte enthält, ist sie für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milchallergien eine sichere Alternative. Außerdem bieten viele vegane Schokoladenprodukte glutenfreie Optionen für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.

Umweltfreundlich und nachhaltig

Die Herstellung von veganer Schokolade kann in einigen Fällen umweltfreundlicher sein als die Herstellung von herkömmlicher Schokolade, insbesondere wenn nachhaltige und fair gehandelte Zutaten verwendet werden. Viele vegane Schokoladenmarken legen Wert auf umweltfreundliche Praktiken und ethische Beschaffung von Rohstoffen.

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Um die Regenwaldrodung und andere Problematiken, die mit dem konventionellen Anbau von Palmen verbunden sind, nicht zu unterstützen, sollte man beim Kauf konsequent auf nachhaltig produzierten Kokosblütenzucker zurückgreifen. Die Mischkulturen des ursprünglichen Anbaus setzen sich neben Kokospalmen aus Bananen- und Papayabäumen sowie vielen anderen Nutzpflanzen zusammen, die das Auslaugen der Böden verhindern und der natürlichen Tierwelt ein Zuhause bieten. In solchen Mischkulturen können die Kleinbauern ganzjährig unterschiedliche Erträge ernten und müssen nicht auf Pestizide und künstlichen Dünger zurückgreifen.

Qualität, Verbraucherschutz und Hinweise

Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie frei von tierischen Produkten sind. Eine Untersuchung des CVUA Stuttgart aus 2024 zeigt: Während 93% der getesteten veganen Schokoladen die Vorgaben erfüllen, können bei industrieller Fertigung Spuren von Milch in ansonsten vegane Produkte gelangen.

Die Schmelztemperatur von Kakaobutter liegt bei etwa 28 Grad. Bei Raumtemperatur im Sommer kann die Schokolade also weich werden. Selbstgemachte vegane Schokolade hält sich kühl und dunkel gelagert mehrere Wochen.

Ist Kokosblütenzucker gesünder?

Die Vor- und Nachteile von Kokosblütenzucker gegenüber normalem Zucker wurden in den letzten Jahren viel diskutiert. Chemisch betrachtet ist er Kokosblütenzucker aber nicht unähnlich: Beide Zuckervarianten bestehen zu einem Großteil aus Saccharose. Trotzdem gilt Kokosblütenzucker als gesündere Süßungsalternative. Das liegt zum einen daran, dass er im Vergleich zu Zucker etwas mehr Mineralstoffe und Spurenelemente (etwa Kalium, Eisen, Zink) liefert. Das allerdings in so geringen Mengen, dass kein bedeutender Beitrag zur Bedarfsdeckung dieser Nährstoffe geleistet wird.

Ein oft angeführtes Argument für Kokosblütenzucker ist sein niedrigerer glykämischer Index (GI) im Vergleich zu Haushaltszucker. Der GI beschreibt, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Der glykämische Index der beiden Zuckervarianten liegt nur minimal auseinander: Haushaltszucker hat einen GI von 65, bei Kokospalmenzucker liegt er bei 54. Dieser Wert verschafft dem Exoten einen minimalen Vorsprung, gilt aber immer noch als hoch. Weil Kokosblütenzucker viel Saccharose enthält, ist er für Diabetiker nicht besser geeignet als Haushaltszucker.

Kokosblütenzucker (pro 100 g) Haushaltszucker (pro 100 g)
Kalorien 382 kcal 405 kcal
Fett 0,60 g 0,00 g
Eiweiß 1,20 g 0,00 g
Kohlenhydrate 93,00 g (davon Zucker 90,00 g) 99,80 g (davon Zucker 99,80 g)
Ballaststoffe 1,00 g 0,00 g

Praktische Tipps: Schokolade selber machen & Einkauf

Schokolade selber machen klingt aufwändig, ist aber überraschend einfach. Mit nur drei Grundzutaten zauberst du in 20 Minuten deine eigene vegane Schokolade. Vegane Schokolade selber machen ist einfach, macht Spaß und belohnt dich mit einem Produkt, das du guten Gewissens genießen kannst.

Wähle hochwertige Rohstoffe, halte den Kakaoanteil hoch und den Zucker niedrig. Das braune Pülverchen (Kokosblütenzucker) liegt seit einigen Jahren voll im Trend und gilt als Superfood-Süßmacher voller Vitamine und Mineralstoffe. Wer genauer hinschaut, erkennt: Die gesundheitlichen Vorteile von Kokosblütenzucker sind kleiner als gedacht. Dafür kann die Zuckeralternative mit ihrem besonderen Geschmack überzeugen.

Herstellung und Einsatz von Kokosblütenzucker in Schokolade (kurzes Erklärvideo)

Beim Kauf von Kokosblütenzucker immer auf Bio-Qualität achten. Um die Regenwaldrodung und andere Problematiken nicht zu unterstützen, sollte man beim Kauf konsequent auf nachhaltig produzierten Kokosblütenzucker zurückgreifen.

Marken, Geschmackstests und Verfügbarkeit

Mit dem zunehmenden Interesse an pflanzlicher Ernährung und veganen Lebensstilen ist die Verfügbarkeit von veganer Schokolade in Supermärkten, Bioläden und Online-Shops deutlich gestiegen. Besonders im Biohandel, aber auch in immer mehr Supermärkten, findet man tolle Alternativen, darunter Schokolade mit Kokosblütenzucker.

Unsere Erfahrungen und Verkostungen zeigen: Manche Marken überzeugen durch cremigen Schmelz und ausgewogene Süße, andere sind eher roh und wenig gesüßt. Beispiele aus dem Testfeld: iChoc (zart, nicht zu süß), Vivani (klassische Zartbitter, gut zum Backen), Ombar (cremiger Schmelz, Testsieger in der Rohkostkategorie), Dr. Goerg und Veganz (cremige, milchige Konsistenz auf Kokosbasis).

Die Preise variieren je nach Marke und Sortiment, doch viele Konsumenten finden, dass gute Zutaten ihren Preis haben. Schokolade ist ja immer noch ein Genuss- und kein Grundnahrungsmittel - und gute Qualität hat ihren Preis.

Verwendungsempfehlungen

  • Kokosblütenzucker kann Zucker beim Backen 1:1 ersetzen und verleiht eine Karamellnote.
  • Er harmoniert hervorragend mit Kakao, zum Beispiel in Schokolade oder Desserts.
  • Bei selbstgemachter Schokolade: Kühl und dunkel lagern, besonders im Sommer auf die Temperatur achten (Schmelzpunkt Kakaobutter ≈ 28 °C).

Vegane Schokolade mit Kokosblütenzucker ist eine köstliche, vielfaltige Alternative zur herkömmlichen Schokolade und eignet sich für Menschen mit verschiedenen Ernährungspräferenzen und -bedürfnissen.

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