Vegane Nussecken ohne Zucker – ausführliches Rezept und Variationen

Diese leckeren veganen Nussecken werden kalorienreduziert, (fast) ohne Zucker und Butter zubereitet. Sie schmecken genauso gut wie herkömmliche Nussecken und man bemerkt dabei gar nicht, dass sie vegan und deutlich gesünder sind. Ich glaube, nichts habe ich in meinem Leben so oft gebacken wie Nussecken. Wann immer irgendeine Feierei ansteht, ich bring‘ die Dinger mit. Und immer sind sie am Ende bis auf den letzten Krümel leer.

Warum dieses Rezept?

Was mich bisher nur immer gestört hat: die sind leider so überhaupt nicht gesund. So gar nichts daran - außer die Nüsse vielleicht. Und vor Kalorien strotzen die auch. Deshalb hatte ich mir eigentlich auch schon vor Ewigkeiten vorgenommen die Teile mal gesünder zu backen. Und wenn ich schon dabei bin, dann gerne auch gleich vegan. Etliche Monate später: der Plan wird Wirklichkeit. Whoop whoop. Und es hat tatsächlich beim ersten Versuch geklappt.

Die veganen Nussecken habe ich übrigens abends um 21:00 Uhr gebacken, nachdem ich von meinem California Roadtrip und gefühlt unendlich vielen Stunden Flug nach Hause gekommen bin. Hätte es nicht beim ersten Versuch geklappt, wäre ich vermutlich dezent grumpy gewesen. Gott sei Dank, lief es überraschend smooth. Natürlich habe ich die Teilchen auch noch am selben Abend probiert. Und das Ergebnis war so gut! Man schmeckt so überhaupt nicht, dass die zum einen vegan und zum anderen deutlich gesünder sind. Die schmecken einfach geil.

Zutaten (Basis und Varianten)

Für dieses Rezept benötigst du nur ein paar einfache Zutaten, die du überall schnell besorgen kannst oder vielleicht sogar schon zu Hause hast. Mehl, Backpulver, Zuckerersatz und ein pflanzliches Fett brauchst du für den Teig. Zum Bestreichen für die mittlere Schicht benötigst du etwas Aprikosenmarmelade oder Apfel-Aprikosenmark. Außerdem gemahlene Nüsse, wie Haselnüsse oder Mandeln oder eine Mischung aus beiden Sorten für die Nussmasse.

  • 200 g Dinkelmehl oder glutenfreies Mehl (statt Weizenvollkornmehl kannst du auch normales Allzweckmehl, Dinkelmehl oder eine glutenfreie Mehlmischung verwenden)
  • 100 g Mandelmehl (optional)
  • 80 g Dattelpüree oder Dattelpaste oder 80 g ungesüßtes Apfelmus
  • 4 EL Mandelmus, Cashewmus oder Tahini (als Bindemittel für die Nussschicht)
  • ¼ TL Backpulver
  • so viel Wasser, dass der Teig zusammenkommt
  • 200-350 g Aprikosenmarmelade oder pürierte Früchte (z. B. Apfel-Aprikosenmark oder Dosen-Aprikosen ohne Zuckerzusatz)
  • 500 g gemahlene Nüsse (z. B. Haselnüsse, Mandeln oder eine Mischung)
  • 200 ml Wasser
  • 8 EL Mandelmus
  • 150 g Zuckeralternative (z. B. Erythrit, Kokosblütenzucker oder Datteln)
  • evtl. 20-50 g Zuckerersatz bzw. Süßungsmittel nach Wahl
  • 80-150 g vegane Butterersatz oder Kokosöl (oder Öl wie Rapsöl)
  • Zartbitterschokolade oder Kuvertüre zum Eintauchen der Ecken

Aus den bereitgestellten Varianten kannst du viele Anpassungen vornehmen: Wer jetzt keine Mandeln verwenden möchte, kann hier auch gemahlene Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne verwenden. Statt süßer Marillenmarmelade mit viel Zucker verwende ich gerne Dosen-Aprikosen ohne Zuckerzusatz und püriere sie. Du kannst die Nussecken relativ einfach glutenfrei zubereiten. Verwende einfach eine glutenfreie Mehlmischung. Auch Buchweizenmehl oder Reismehl kann ich mir hier gut vorstellen.

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Vorbereitung: Teig, Marmelade und Nussmasse

Fange damit an, den Backofen auf 175-180 °C (Ober-/Unterhitze) vorzuheizen. Alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig verkneten, dieser sollte der Konsistenz von Streuseln erinnern. Alternativ kannst du den Teig mit Knethaken und dann mit den Händen verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in etwa auf die Größe des Backblechs ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen oder in eine eingefettete 27,9 x 17,8 cm Backform drücken.

Aprikosenmarmelade oder Apfel-Aprikosenmark glatt rühren (ggf. leicht erwärmen) und den Boden damit bepinseln. Püriere die Aprikosen und verteile diese auf dem Mürbeteig, falls du frisches Fruchtpüree verwendest.

Für die Nussschicht das Wasser mit dem Nussmus und dem Süßstoff verrühren, bis alles gut vermischt ist. Kokosöl, Apfelmus, Erythrit und Gewürz (Zimt oder Pumpkin Spice) in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und die gemahlenen Nüsse unterrühren. Die Haselnüsse und Mandeln hinzufügen und verrühren, bis alles gut miteinander vermengt ist. Kleine Häufchen der Masse auf dem Blech verteilen und mit einem Löffel das gesamte Blech bedecken bzw. die Nussmasse Esslöffelweise auf der Marmelade verteilen und andrücken.

Teig ausrollen und mit Aprikosenmarmelade bestreichen

Backen und Schneiden

Vegane Nussecken im vorgeheizten Backofen für ca. 20-30 Minuten backen, bis die Nussmasse goldbraun ist. Mache die Zahnstocherprobe, ob der Teig durchgebacken ist. Nussecken-Platte noch warm vorsichtig aus der Form auf ein großes Schneidebrett heben; alternativ den Backrahmen entfernen. Bitte unbedingt schneiden, solange das Gebäck noch warm und weich ist: zuerst in Quadrate schneiden und diese dann diagonal halbieren, sodass Dreiecke entstehen. Ich nutze hier ein Lineal und teile erst die lange Seite in 8 cm Abschnitte, dann die kurze und zum Schluss halbiere ich die entstandenen Quadrate diagonal.

Nussmasse goldbraun gebacken

Schokolade und Finish

Sobald die Nussecken vollständig abgekühlt sind, die Zartbitterschokolade grob hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Jeweils die spitzen Ecken der Nussecken in die Kuvertüre tauchen oder damit bepinseln. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Ecken der Nussecken in die geschmolzene Schokolade tauchen. Auf einem Backpapier trocknen lassen.

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Spitze Ecken in Zartbitterschokolade tauchen

Aufbewahrung, Haltbarkeit und Einfrieren

Du kannst die Nussecken in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Bei uns werden die Nussecken nicht älter als 1 Woche. Kühl gelagert halten die Nussecken mehrere Wochen, in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt bleiben sie bis zu 3 Wochen frisch und saftig; danach werden sie langsam trocken. Du kannst die Nussecke auch einfrieren und dann auftauen. Friere sie dazu zunächst einzeln ein und wenn sie gefroren sind, kannst du sie zusammen einfrieren. Wenn du die veganen Nussecken auf Vorrat backen möchtest, kannst du sie einfrieren und bei Bedarf nochmal kurz aufbacken.

Tipps für das Einfrieren

  • Die einzelnen Ecken mit einem Stück Backpapier abtrennen.
  • In einen verschließbaren Gefrierbeutel legen.
  • Vor dem Servieren bei Bedarf kurz im Ofen aufbacken.

Varianten und Allergieoptionen

Wenn du Nussallergien oder Unverträglichkeiten berücksichtigen möchtest, kannst du die gemahlenen Haselnüsse und Mandeln durch Kokosflocken, gepufften Amaranth, Erdmandeln oder gemahlene Sonnenblumenkerne ersetzen. Bei einer Nussallergie kannst du die gemahlenen Haselnüsse und Mandeln durch Kokosflocken, gepufften Amaranth oder Erdmandeln ersetzen. Für meine No-Nut-Ecken habe ich gemahlene und gehackte Sonnenblumenkerne, ganze Buchweizenkörner und Erdmandeln verwendet. Solltest du die ganzen Buchweizenkörner nicht verwenden wollen, dann kannst du den Anteil auf die gehackten Sonnenblumenkerne drauf rechnen oder alternativ auch gehackte Kürbiskerne verwenden.

Wer Datteln statt raffiniertem Zucker verwenden will: Dattelmus machst du, indem du Datteln entsteinst und diese für 15 Minuten in warmem Wasser einweichst, dann pürierst. Datteln sind ein vollwertiges Lebensmittel, reich an Ballaststoffen und Mineralstoffen. Wenn man sie einweicht, werden sie deutlich weicher, sodass man sie zu einer Paste pürieren kann.

Gesundheitliche Betrachtungen

Nüsse und Mandeln stecken voller Vitamine und Mineralstoffe, sind wertvolle Eiweißlieferanten und zugleich noch sehr ballaststoffreich. Allerdings sollte auf der anderen Seite bei der Ernährung ein guter Ausgleich gewährleistet sein. Bei meiner zuckerreduzierten Variante ersetze ich Haushaltszucker durch Erythrit und etwas Kokosblütenzucker, letzterer gibt dem Mürbeteig noch eine kleine Karamell-Note. Wenn du Nussecken liebst, aber keine Lust auf Industriezucker hast, sind meine veganen Nussecken genau das Richtige. Eine sehr gute Zuckeralternative für meine veganen Nussecken ist das gesunde Süßungsmittel Kokosblütenzucker. Mit seinem niedrigen glykämischen Index ist er auch für Diabetiker geeignet.

Praktische Hinweise und Tricks

  • Die Nussecken lassen sich am einfachsten schneiden, wenn sie vollständig abgekühlt sind.
  • Der Mürbeteig sollte die Konsistenz von Streuseln haben; ggf. kurz kühlstellen.
  • Wenn der Teig sehr klebrig ist, kannst du ihn in Folie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er fester wird.
  • Die Nussmasse kann esslöffelweise verteilt und mit einem Löffelrücken oder den Händen angedrückt werden.
  • Backe die Nussecken im vorgeheizten Ofen ca. 20-30 Minuten; eventuell gegen Ende mit Alufolie abdecken, damit die Masse nicht zu dunkel wird.
  • Für besonders feuchte, saftige Nussecken eignet sich Apfel-Aprikosenmark oder Apfelmus in der Füllung.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Vegane Nussecken ohne Zucker

Rezeptübersicht (Kurzfassung)

Schritt Kurzbeschreibung
Teig Mehl, Backpulver, Süße, pflanzliches Fett mischen, zu Streuseln verarbeiten, Boden formen
Füllung Aprikosenmarmelade oder Apfel-Aprikosenmark aufstreichen
Nussmasse Wasser + Nussmus + Süßungsmittel aufkochen, gemahlene Nüsse unterrühren, verteilen
Backen 20-30 Min. bei 175-180 °C backen, warm schneiden, auskühlen lassen
Finish Spitzen in geschmolzene Zartbitterschokolade tauchen

Dieses Rezept für selbstgemachte vegane Nussecken ist super einfach und so lecker! Sie sind knusprig, saftig, nussig, schokoladig und überhaupt nicht kompliziert zu machen - ein tolles Back-Rezept für jeden, der nussige Kekse und frisches Gebäck gerne mag! Wenn du dieses Rezept ausprobiert hast, hinterlasse gerne einen Kommentar und eine Bewertung. Viel Spaß beim Backen!

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