Typisch ungarische Dessertrezepte: Eine süße Reise durch die ungarische Küche

Die ungarische Küche ist bekannt für ihre herzhaften Gerichte, aber sie hat auch eine reiche Auswahl an köstlichen Desserts zu bieten. Von traditionellen Kuchen bis hin zu raffinierten Cremespeisen ist für jeden Geschmack etwas dabei. In diesem Artikel werden wir einige der typischsten und beliebtesten ungarischen Dessertrezepte erkunden.

Beigli: Ein Klassiker zur Weihnachtszeit

Beigli ist ein traditionelles ungarisches Gebäck, das besonders in der Weihnachtszeit beliebt ist. Es handelt sich um eine Art Strudel, der mit einer Mohn- oder Nussfüllung gefüllt ist. Der Hefeteig wird dünn ausgerollt, mit der Füllung bestrichen und dann aufgerollt. Nach dem Backen wird der Beigli in Scheiben geschnitten und serviert.

Zubereitung von Beigli

Für den Teig wird zunächst Milch erwärmt und mit Hefe und Zucker verrührt. Dann werden Mehl, Salz, Butter und Eier hinzugefügt und zu einem Teig verknetet. Der Teig muss dann an einem warmen Ort etwa zwei Stunden gehen, damit er sich gut verarbeiten lässt.

In der Zwischenzeit können die Füllungen zubereitet werden. Für die Nussfüllung werden gemahlene Nüsse mit Puderzucker, Wasser, Löffelbiskuits, Sultaninen und Zitronenschale vermischt. Für die Mohnfüllung werden Mohn und Grieß mit aufgekochter Milch, Puderzucker, Sultaninen und Zitronenschale vermischt. Beide Füllungen müssen vollständig auskühlen, bevor sie auf den Teig gegeben werden.

Der Teig wird in vier Stücke geteilt und jedes Stück zu einem Rechteck ausgerollt. Auf zwei Teigplatten wird die Mohnfüllung und auf zwei Teigplatten die Nussfüllung verteilt. Die Teigplatten werden dann vorsichtig aufgerollt und die Seiten verschlossen. Die Rollen werden mit verquirltem Ei bestrichen und eine Stunde ruhen gelassen. Vor dem Backen werden sie mehrfach mit einem Spieß eingestochen, damit sie nicht aufplatzen. Die Beigli werden dann bei etwa 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten gebacken.

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Somlauer Nockerl: Das ungarische Tiramisu

Somlauer Nockerl, auch bekannt als Somlói Galuska, ist ein weiteres beliebtes ungarisches Dessert. Es wird oft als das ungarische Tiramisu bezeichnet, da es aus mehreren Schichten besteht und mit Schokolade und Sahne verziert wird. Die Somlauer Nockerl wurden in den 1950er Jahren von Karoly Gollerits, dem Oberkellner des Gundel Restaurants in Budapest, erfunden.

Zubereitung von Somlauer Nockerl

Für die Somlauer Nockerl werden drei verschiedene Biskuitböden gebacken: ein heller, ein dunkler mit Kakao und ein Nussbiskuit mit gemahlenen Walnüssen. Außerdem benötigt man Rumrosinen, eine Vanillecreme und einen Zuckersirup.

Die Biskuitböden werden in Würfel geschnitten und mit Rumrosinen, Vanillecreme, Walnüssen und Zuckersirup in einer Schüssel oder einem Glas geschichtet. Das Dessert sollte vor dem Servieren einige Stunden im Kühlschrank durchziehen. Vor dem Servieren wird es mit Schlagsahne und Schokoladensauce garniert.

Brotauflauf mit Mohn: Eine einfache und köstliche Süßspeise

Ein weiterer Klassiker der ungarischen Küche ist der Brotauflauf mit Mohn. Für die Zubereitung werden altbackene Brötchen oder Toastbrotscheiben in Stücke geschnitten und in eine Auflaufform gelegt. Anschließend werden sie mit Mohn bestreut. Milch, Honig, Vanillinzucker, Zitronenschale und Butter werden aufgekocht und über die Brötchen gegossen. Der Auflauf wird dann im Ofen gebacken, bis er goldbraun ist. Serviert wird er mit Vanillesauce oder Schlagsahne.

Varianten des Brotauflaufs mit Mohn

Der Brotauflauf mit Mohn kann auch kalt gegessen werden. In diesem Fall sollte er über Nacht im Kühlschrank durchziehen. Eine weitere Variante ist die Zugabe von Eiern. Dafür werden die Eier getrennt und die Eigelbe mit der Milchmasse verrührt und aufgekocht. Die Eiweiße werden mit Zucker steif geschlagen und auf den Auflauf gegeben.

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Baumkuchen auf ungarische Art: Ein festliches Gebäck

Baumkuchen ist ein traditionelles Gebäck, das auch in Ungarn sehr beliebt ist. Für die ungarische Variante werden Dinkelmehl und Weizenmehl verwendet, um ein leicht nussiges Aroma zu erzielen. Der Teig wird mit Butter, Eiern, Zucker, Vanille und Zitronenschale zubereitet. Anschließend wird er dünn auf eine Walze aufgetragen und über einer offenen Flamme gebacken. So entstehen die typischen Baumringe.

Zubereitung von Baumkuchen auf ungarische Art

Für den Teig werden Dinkelmehl und Weizenmehl in eine Schüssel gesiebt. In die Mitte wird eine Mulde gedrückt und die Hefe mit etwas Milch und Zucker verrührt. Die Hefe wird in die Mulde gegeben und mit etwas Mehl vom Rand bedeckt. Der Teig wird dann zugedeckt etwa 15 Minuten gehen gelassen. Anschließend werden die restlichen Zutaten hinzugefügt und zu einem glatten Teig verknetet. Der Teig wird dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt und in Streifen geschnitten. Die Streifen werden mit zerlassener Butter bestrichen und in einer Nuss-Zucker-Mischung gewälzt. Anschließend werden sie zu kleinen Kuchen geformt und gebacken.

Weitere ungarische Desserts

Neben den bereits genannten Desserts gibt es noch viele weitere köstliche ungarische Süßspeisen. Dazu gehören unter anderem:

  • Gundel-Palatschinken: Mit einer Nuss-Schokoladen-Füllung und Rum-Sauce flambierte Palatschinken.
  • Lángos: Frittiertes Fladenbrot, das mit Sauerrahm, Käse oder Knoblauch serviert wird.
  • Paprikás Csirke: Hähnchen in Paprikasauce, das oft mit Nockerln oder Reis serviert wird.
  • Dobostorte: Eine Schichttorte mit Schokoladenbuttercreme und Karamellglasur.

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