Sterne zum Dessert – Alles zum deutschen Trailer und zum Film
Sterne zum Dessert („À la belle étoile“) ist ein französischer Film von Regisseur Sébastien Tulard, der auf der bewegenden Lebensgeschichte des Starkonditors Yazid Ichemrahen basiert. Der deutschen Trailer macht Appetit auf einen außergewöhnlichen Film, der seine Zuschauer in die Welt der Haute Pâtisserie entführt und zugleich eine emotionale Geschichte erzählt.
Worum geht es in "Sterne zum Dessert"?
Seit Yazid (verkörpert von Riadh Belaïche) ein kleiner Junge ist, hat er Freude an der Herstellung feiner Backwaren. Bereits seit seiner Kindheit kennt Yazid nur eine Leidenschaft: das Backen. Doch diese Leidenschaft ist in einem Umfeld geboren, das von Schwierigkeiten geprägt ist. Sein Elternhaus ist zerrüttet, er lebt in verschiedenen Heimen, in denen er immer wieder Gewalt erfahren muss. Das Backen von Torten, Teigen und Törtchen bleibt dabei die einzige Konstante in seinem Leben.
In der heimischen Küche nutzt er die stibitzten Zutaten, um daraus beispielsweise einen sehr schmackhaft aussehenden Schokoladenkuchen zu backen. Das Backen ist für Yazid wie ein Rückzugsort: Wenn sich der Protagonist ganz seiner Leidenschaft widmet und sich auf die Zubereitung einer raffinierten Süßspeise konzentriert, blendet er alles um sich herum einfach aus.
Das von Cédric Ido verfasste Drehbuch basiert auf der Autobiografie „Un rêve d’enfant étoilé“ des Patissiers Yazid Ichemrahen, der 2014 den Titel „Weltmeister des Eisdesserts“ errang. Die Hintergrundgeschichte des Protagonisten wird in aller Härte gezeigt, die Gründe für seine Heimaufenthalte sind erschütternd. Dramaturgisch folgt "Sterne zum Dessert" trotz seiner teilweise achronologischen Erzählstruktur im Wesentlichen der vertrauten Formel vom hindernisreichen Aufstieg eines begabten Underdogs.
Die Geschichte: Vom Heimkind zum Weltmeister
Als kleiner Junge lebt Yazid mit seiner alleinerziehenden Mutter Samia (gespielt von Loubna Abidar) in Épernay nordöstlich von Paris. Die beiden sind auf die finanziellen Zuwendungen des Sozialamts angewiesen; das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist schwierig. Trotz vieler Hindernisse und einer bewegten Kindheit in zahlreichen Pflegefamilien, ist er wild entschlossen, Konditor zu werden.
Lesen Sie auch: "Gib dem Affen Zucker": Hintergründe und Interpretation
Wir sehen, wie Yazid als Jugendlicher in einem Heim wohnt und dort wiederholt aneckt. Sein großer Traum aber bleibt: Patissier werden. Das Pendeln zwischen Heim und Restaurant, lange Überstunden und der harte Umgangston des Küchenchefs machen ihm zu schaffen. Doch sein Traum ist zu groß, als dass er sich von jemandem Steine in den Weg legen lässt. Mit Hartnäckigkeit und Einfallsreichtum gelingt es ihm, sich in der elitären Arena der Patisserie mit süßen Kreationen durchzusetzen.
| Lebensabschnitt | Herausforderungen | Meilensteine |
|---|---|---|
| Kinder- und Jugendzeit | Zerrüttetes Elternhaus, Heime, Gewalt | Leidenschaft fürs Backen |
| Jugendlicher | Mehrere Pflegefamilien, Konfrontationen | Ausbildung im Pariser Spitzenrestaurant |
| Junger Erwachsener | Harte Arbeitsbedingungen, soziale Hürden | Arbeiten bei Spitzenköchen in Paris und Monaco |
| Heute | Unternehmerische Herausforderungen | Weltmeister, eigene Konditoreien weltweit |
Darstellung und Besonderheiten des Films
Der Film schildert den Werdegang von Yazid auf mehreren Zeitebenen, die ineinander verschachtelt sind. Als 16- und 24-Jähriger wird er von dem algerisch-stämmigen Influencer Riadh Belaïche (auch bekannt als Just Riadh) gespielt, der seine erste Kinohauptrolle überzeugend bewältigt. Yazid wird im Laufe des Plots als überaus ehrgeiziger und fleißiger junger Mann gezeichnet - und zugleich liebe- und humorvoll als passionierter Nerd seines Fachs: Wenn er in den Himmel schaut, erkennt er als Sternbild prompt eine Kasserolle.
Tulard und sein Kameramann Pierre Dejon verdeutlichen die Leidenschaft für das Backen, indem der Bildhintergrund schwarz wird und wir dadurch mit Yazid in dessen innere Welt eintauchen können, in der es nur ihn und die diversen Zutaten gibt. Letztere werden in zahlreichen Detailaufnahmen erfasst, die zweifellos den Appetit anregen.
Die Vita des französischen Starkonditors Yazid Ichemrahen liest sich wie eine klassische Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte: In schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, biss sich das marokkanische Einwandererkind durch und lernte schon als Jugendlicher bei erstklassigen Ausbildern sein Handwerk. Das Ausnahmetalent am Schneebesen und Spritzbeutel wurde Souschef in einem Luxushotel in Monaco und später Weltmeister für Tiefkühldesserts. Heute besitzt der Selfmademan und Unternehmer edle Konditoreien in Europa sowie im Nahen Osten und beliefert zudem ganze Hotelketten mit seinen Köstlichkeiten.
Ein Film zum Lachen und Weinen, mit viel Herz, Humor und jeder Menge Seele. "Sterne zum Dessert", den man auf keinen Fall mit leerem Magen schauen sollte, erzählt die unglaubliche Geschichte eines Außenseiters, der sich zum besten Konditor der Welt hocharbeitet und als jüngster Franzose der Geschichte Patissier-Weltmeister wird.
Lesen Sie auch: Krimi-Klassiker parodiert
Vergleich und Einordnung
Für Fans von Filmen wie "Chocolat - Ein kleiner Biss genügt", "Die Köchin von Castamar" oder "À la Carte!" bietet "Sterne zum Dessert" faszinierende Einblicke in die Welt der gehobenen Küche und ein bewegendes Porträt eines Außenseiters. Im Film erlebt das Publikum sowohl dramatische, teilweise sehr düstere Momente als auch die hoffnungsvollen Erfolge, die Yazid mit seiner Leidenschaft erreicht.
Die Rezeptur des Films: Es geht um viel mehr als Patisserie - es ist eine inspirierende Geschichte über das Überwinden von Hindernissen und die Kraft der Leidenschaft. Trotz seiner persönlichen Rückschläge kennt Yazid nur ein Ziel: Der Beste in seinem Fach zu sein. Mit Kniffen und Können schafft er es, für die Besten des Faches zu arbeiten, und wird schließlich Weltmeister.
Ein kurzer Einblick in den Trailer
Der deutsche Trailer zu „Sterne zum Dessert“ macht neugierig, verschweigt aber die sehr düsteren Szenen, die der Film ebenfalls bereithält. Er stellt vielmehr Yazids Begeisterung für das Backen und seine Sehnsucht nach Erfolg in den Vordergrund.
Mit „Sterne zum Dessert“ gelingt Sébastien Tulard ein berührender und bildgewaltiger Debütfilm über die Welt der fantasievoll komponierten Süßspeisen und das Leben in hektischen Sterneküchen.
Lesen Sie auch: Zusammenhalt im Kaffeeglas: Eine Analyse
tags: #Sterne #zum #Dessert #Film #Trailer #deutsch


