Tomatendünger selber machen mit Hefe und Zucker – Anleitung

Tomaten zählen zu den sogenannten Starkzehrern - also Pflanzen, die während der gesamten Wachstumsperiode einen besonders hohen Nährstoffbedarf haben. Damit Tomaten kräftig wachsen, stabile Pflanzen entwickeln und viele aromatische Früchte ausbilden können, benötigen sie vor allem eine ausgewogene Versorgung mit Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. Diese Nährstoffe unterstützen unter anderem das Blattwachstum, die Wurzelbildung sowie die Blüten- und Fruchtentwicklung.

Neben klassischen, im Handel erhältlichen Düngemitteln können auch einfache Hausmittel eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie sind kostengünstig, oft ohnehin im Haushalt vorhanden und lassen sich leicht in die Gartenpflege integrieren. Zwei herkömmliche Hausmittel aus der Küche lassen sich als sogenannte "indirekte Dünger" einsetzen: Zucker und Hefe.

Warum Hefe und Zucker bei Tomaten wirken

Zucker enthält zwar selbst keine Pflanzennährstoffe, ist aber ein echter Booster für das Bodenleben von Tomaten. Denn viele Mikroorganismen ernähren sich von Zucker und fördern dadurch die Zersetzung organischer Substanz im Boden. Das Ergebnis: mehr verfügbarer Stickstoff und damit bessere Bedingungen für Tomatenpflanzen.

Auch Backhefe - besonders abgelaufene - kann sinnvoll eingesetzt werden. Sie enthält Proteine und Vitamine, die das Wachstum von Mikroorganismen unterstützen. Zusätzlich helfen die Hefepilze, wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor für Pflanzen bereitzustellen. Hefe enthält zahlreiche Eiweiße und Vitamine, die für die Bodenorganismen nützlich sind.

Infografik: Wirkungsweise von Zucker und Hefe im Boden (Mikroorganismen, Nährstofffreisetzung)

Vorteile dieser Methode

  • kostengünstig und oft im Haushalt vorhanden;
  • einfach zuzubereiten und anzuwenden;
  • fördert das Bodenleben und die Zersetzung organischer Substanz;
  • verbessert indirekt die Nährstoffverfügbarkeit (vor allem Stickstoff).

Materialien und Zutaten

Für einen effektiven Bio-Dünger brauchen Sie:

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  • 1 Liter lauwarmes Wasser
  • 10 g Backhefe (frisch oder Trockenhefe)
  • 20 g Zucker

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Hefe zerbröseln und mit Zucker vermischen.
  2. Mit lauwarmem Wasser aufgießen und gut verrühren.
  3. Mischung etwa eine Woche gären lassen.

Ein besonders beliebtes Hausmittel ist Kaffeesatz. Er enthält unter anderem Stickstoff, Phosphor und Kalium und kann dadurch die Nährstoffversorgung von Tomatenpflanzen unterstützen. Zusätzlich verbessert er - leicht in den Boden eingearbeitet - die Bodenstruktur und kann das Bodenleben anregen.

Foto: Tomatenpflanzen mit Kaffeesatz eingearbeitet

Anwendung und Dosierung

Die gegärte Mischung kann verdünnt als Flüssigdünger gegeben werden. Als Faustregel eignet sich, die Gärflüssigkeit mit Wasser im Verhältnis 1:5 bis 1:10 zu verdünnen, bevor sie am Fuße der Tomaten angewendet wird. Tomatenpflanzen stehen im Frühling und Sommer häufig auf Balkonen oder Terrassen. Vielleicht hast du sogar einen Garten, in dem die Pflanzen beachtliche Höhen erreichen können. Um gut zu gedeihen, brauchen Tomaten aber auch einiges an Nährstoffen.

Zwar enthält Zucker keine förderlichen Mineralstoffe wie Stickstoff oder Kalium, allerdings ist er die Ernährungsgrundlage für viele Mikroorganismen. Auch Hefe lässt sich in diesem Zusammenhang hervorragend verwenden. Gerne auch welche, die laut Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist.

Wann und wie oft düngen?

  • In der Wachstumsphase regelmäßig, z. B. alle 2-4 Wochen, anwenden.
  • Vor allem während Blüte und Fruchtansatz erhöhte Nährstoffversorgung beachten.
  • Bei frisch gepflanzten Setzlingen vorsichtig dosieren, um Verbrennungen zu vermeiden.
Videoanleitung: Tomatendünger aus Hefe und Zucker herstellen

Tipps und Hinweise

  • Tomatenpflanzen stehen im Frühling und Sommer häufig auf Balkonen oder Terrassen; passe Menge und Häufigkeit an den Standort an.
  • Bekannte Hausmittel, um Tomaten zu düngen, sind beispielsweise verdünnte Jauchen aus Brennnesseln oder Beinwell; wie Sie diese herstellen und verwenden sowie Alternativen und mögliche Profi-Düngemittel haben wir hier für Sie zusammengefasst.
  • Die Mischung sollte nicht unverdünnt auf die Pflanzen gegossen werden; immer mit Wasser strecken.
  • Die Wirkung ist indirekt: Hefe und Zucker fördern das Bodenleben, das wiederum Nährstoffe pflanzenverfügbar macht.

Alternative Ergänzungen

Weitere Hausmittel, die die Nährstoffversorgung ergänzen können, sind Kaffeesatz sowie verdünnte Pflanzenjauchen. Bekannte Hausmittel, um Tomaten zu düngen, sind beispielsweise verdünnte Jauchen aus Brennnesseln oder Beinwell.

Zutat Funktion Empfohlene Menge (für 1 L Ansatz)
Wasser Trägerfluid, Gärmedium 1 Liter
Backhefe Fördert Mikroorganismen, liefert Proteine/Vitamine 10 g
Zucker Nahrung für Bodenlebewesen 20 g

Mit Zucker und Hefe lassen sich deine Tomatenpflanzen hervorragend düngen. Um gut zu gedeihen, brauchen Tomaten aber auch einiges an Nährstoffen. Mit zwei einfachen Hausmitteln lassen sie sich kostengünstig zusätzlich versorgen.

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