Bedeutung und Herkunft des Ausdrucks "Tausche Montag gegen Schokolade"
Viele suchen nach originellen Wegen, den ungeliebten Wochenstart zu versüßen und dabei taucht immer häufiger der humorvolle Spruch "Tausche Montag gegen Schokolade" auf. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Wendung, wie ist Schokolade in unsere Kultur gekommen und welche Bedeutung besitzt sie heute?
Die Geschichte der Schokolade: Herkunft und Entwicklung
Das Wort Schokolade leitet sich vom Namen des ersten kakaohaltigen Getränkes, dem Xocóatl oder Xocólatl ab (Nahuatl: Xócoc ‚bitter‘, atl ‚Wasser‘; also ‚bitteres Wasser‘ oder ‚Kakaowasser‘) der Azteken. Dabei handelte es sich um eine Mischung aus Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer.
Das erste Mal wurde der Kakaobaum (Theobroma cacao) vermutlich um 1500 v. Chr. von den Olmeken genutzt, die im Tiefland der mexikanischen Golfküste lebten. Um 600 n. Chr. wurde der Kakao dann von den Maya angebaut. Die Azteken gaben dem mit kaltem Wasser vermischten Kakaogetränk den Namen: Xocolatl. Mit Hilfe eines Holzquirls, heute spanisch „Molinillo“ genannt, schlug man die Flüssigkeit schaumig auf.
Nach Überlieferung der Maya war die Kakaopflanze göttlichen Ursprungs. Zu Ehren des Kakaogottes Ek Chuah wurde im April ein Fest gefeiert, das Tieropfer und das Verteilen von Geschenken beinhaltete. In Mexiko sind vergleichbare Feiern belegt. Dort wurden die Samen der Kakaopflanze ausschließlich als Getränk zubereitet; dieses war erwachsenen, dem Adel entstammenden Männern vorbehalten.
Kakao galt als berauschendes Lebensmittel und war damit - nach Ansicht der Azteken - für Frauen und Kinder ungeeignet. Bevorzugt wurde es von Kriegern, Priestern oder zur Opferung vorgesehenen Personen getrunken. Sowohl Hernán Cortés als auch ein Mitglied seiner Expedition, Bernal Díaz del Castillo, berichteten, dass der aztekische König Montezuma kakaohaltige Getränke in großer Menge zu sich genommen hat.
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Kakao als Zahlungsmittel
Moctezuma II. verfügte über eine gewaltige Anzahl dieses Zahlungsmittels Kakao. Als Zahlungsmittel taugten sie nur, wenn sie von perfekter Gestalt waren, eine gleichmäßige Farbe aufwiesen und aus bestimmten Gegenden Mexikos stammten. Besonders beliebt war der Kakao aus Xoconochco, dem heutigen Bundesstaat Chiapas. Aus dieser Gegend musste man den üblichen Tribut in Form von Kakao sehr guter Qualität an den Herrscher abliefern. Für einen guten Sklaven musste man ca. 100 gute Kakaobohnen bezahlen.
Die Einführung von Schokolade in Europa
Als Kolumbus Amerika entdeckte, bemerkte er die Bedeutung des Kakaobaums nicht, obwohl er mit Kakao in Berührung kam. Erst 1528 wurde der Kakao von den spanischen Eroberern unter Führung von Hernán Cortés nach Europa gebracht. 1544 wurde Schokolade erstmals als Getränk am spanischen Hof getrunken. Die Schokolade schmeckte den Europäern ungesüßt jedoch nicht. Populär wurde sie erst nach der Zugabe von Honig und Rohrzucker.
1673 schenkte der Holländer Jan Jantz von Huesden erstmals öffentlich Schokolade in Bremen aus. Erst im 18./19. Jahrhundert wurden größere Mengen von Kakaobohnen in Bremen gehandelt. Da sie sehr teuer waren, konnten sich Schokolade zunächst nur reiche Adlige leisten.
- Erfindung der Pressung und Zermahlung: Der Holländer Coenraad Johannes van Houten spaltete die Kakaobutter vom Kakao ab, heute ein üblicher Vorgang.
- Durch Einführung von günstigerem Kakao aus Amazonien, dem Forastero, wurde Schokolade zum Massenprodukt.
Herstellung von Schokolade: Technische Entwicklung
Die industrielle Herstellung von Schokolade ist technisch anspruchsvoll, so dass die Angabe eines Rezeptes zur Herstellung von qualitativ hochwertiger Schokolade im kleinen Maßstab schwierig ist. Soll aus der Kakaomasse Schokolade werden, wird sie, abhängig vom gewünschten Produkt, mit Zucker, gegebenenfalls auch Kakaobutter und Milchprodukten (heute fast ausschließlich in trockener Form, zum Beispiel als Milchpulver) vermischt.
Diese Schokoladenmasse wird nun in Walzwerken zu einer hochpastösen Masse fein vermahlen, sodass insbesondere die Zuckerkristalle auf eine durchschnittliche Größe von 10-20 Mikrometer reduziert werden. Hauptziel dieser Maßnahme ist die Eliminierung der durch große Partikel hervorgerufenen Sandigkeit der Schokoladenmasse im Mund. Heinrich Stollwerck, Sohn von Franz Stollwerck und genialer Maschinenbauer, erhielt 1873 das Reichspatent auf seinen Fünfwalzenstuhl. Diese Konstruktion lieferte ein feineres Mahlergebnis und verarbeitete die doppelte bis vierfache Menge in gleicher Zeit.
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In den sogenannten Conchen (Concha, span. für „Muschel“, frühere Form des Gerätes) wird die Schokoladenmasse nun erwärmt und gerieben. Dies geschah ursprünglich in flachen, wannenförmigen Behältern mit hin- und herpendelnden Walzen. Das Conchieren dauerte bis zu 90 Stunden. Moderne Technik ermöglichte eine starke Verkürzung des Prozesses. Er führt zur Feuchtereduktion, zum Aromenaufschluss beziehungsweise zum Entfernen unerwünschter Aromabestandteile (vor allem der Essigsäure) und zur Versalbung der Masse. Für weiße Schokolade werden allerdings außer Kakaobutter keine Kakaobestandteile verwendet.
Um die Viskosität der Masse zu beeinflussen, wird zumeist Sojalecithin in einer Menge von maximal 0,2 % hinzugefügt.
Schokolade in der Gesellschaft: Nahrung und Medizin
Schon der Kammersänger Leo Slezak war den süßen Kochkünsten verfallen. Es wird als Grundstoff in reiner Form genossen und als Halbfertigprodukt weiter verarbeitet.
Die Verwendung von Kakao bzw. der Schokolade sowohl als Lebensmittel als auch als Medizin ist für Lateinamerika und Europa belegt. Schokolade wurde als generell kräftigend, leicht verdaulich und als Aphrodisiakum empfohlen. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als „Kräftigungsmittel“ verkauft.
Gesundheitliche Vorteile
Bitterschokolade fördert die Gesundheit: Kakao enthält Flavonoide und Polyphenole, die beide als gesund gelten.
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Feiertage und Symbolik: Schokolade als Trost und Genuss
Der 7. Juli steht ganz im Zeichen der Schokolade, denn an diesem Tag wird der internationale Tag der Schokolade (engl. World Chocolate Day) gefeiert. Der Ursprung und Beginn sind angesichts der vielen weiteren Aktionstage rund um Schokolade nicht eindeutig belegt. Sowohl der World Chocolate Day am 7. Juli als auch der International Chocolate Day am 13. September gehen auf denselben Initiator, die National Confectioners Assocation (NCA) zurück, doch die Daten unterscheiden sich bewusst.
Der Preis für Schokolade nimmt zu.
Kulturelle Rituale
Ähnlich wie die Zahnfee kommt bei dieser Familie an Halloween die „Tausch-Hexe“ vorbei. Die kleine Aria muss dann ihre Halloween-Süßigkeiten abgeben. Wenn die Kleine dann im Bett ist, tauschen Mama und Papa die Halloween-Süßigkeiten gegen ein Spielzeug aus. Am nächsten Morgen, wenn Aria vor die Tür schaut, erklären Emily und Levi ihr, dass die „Tausch-Hexe“ ihre Naschereien eingesammelt und als Dankeschön etwas zum Spielen da gelassen hat.
Für diese Familien-Tradition hagelte es im Netz heftige Kritik. Viele sind der Meinung, dass Kinder an diesem einen Tag im Jahr nicht auf ihr Zuckerlimit achten müssen. Andere machen sich Sorgen, dass die Kleine mit einem negativen Verhältnis zu Essen aufwächst. Aber es gibt auch einige Personen in den Kommentaren, die ihre Idee gut finden und nachmachen wollen. Nicht nur wegen des Zuckergehalts, auch wegen anderer bedenklicher Inhaltsstoffe. Denn einige Süßigkeiten-Klassiker bergen Risiken wie versteckten Alkohol, Allergie-Potenziale und sogar Erstickungsgefahr.
Medienkompetenz und die Rolle von Schokolade
Das Medienprojekt hilft Lehrkräften bei der Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht - und zwar crossmedial und unter Verwendung aktueller Nachrichten und Themen. Die Teilnahme ist kostenlos. Das praxisnahe Schulprojekt Ihrer regionalen Tageszeitung unterstützt Lehrkräfte dabei, Medien ganz leicht in den Schulalltag zu integrieren, und es hilft Schülerinnen und Schülern, fragwürdige von glaubwürdigen Informationen zu unterscheiden.
„Tausche Montag gegen Schokolade“ - Bedeutung des Ausdrucks
Der Spruch „Tausche Montag gegen Schokolade“ spiegelt den Wunsch wider, einen schwierigen oder ungeliebten Wochenbeginn mit etwas Süßem und Genüsslichem zu ersetzen. Dabei dient Schokolade als Symbol für Freude, Belohnung und Trost. Nach den langen und oftmals strapazierenden Ursprüngen des Kakaos und seiner Herstellung, hat sich die Schokolade heute fest als Genuss- und Kulturgut etabliert und wird als Mittel zur Bewältigung kleiner Alltagssorgen verwendet. Die Redewendung hat sich als beliebtes Meme in Social-Media etabliert und steht für den spielerischen Umgang mit Alltagsfrust.
| Herkunft | Bedeutung | Kulturelle Nutzung |
|---|---|---|
| Aztekisches Getränk Xocóatl | Trost, Genuss, Belohnung | Festkultur, Zahlungsmittel, Symbol für Freude |
| Europäische Einführung im 16. Jh. | Lebensmittel und Medizin | Apotheke, Adelige |
| Heute: Meme und Alltagssymbol | Versüßung des Alltags | Aktionstage, Familienrituale |
Ob als Grundstoff, Symbol, Familienritual oder Meme - Schokolade hat ihren festen Platz nicht nur im Alltag, sondern auch als Sinnbild für kleine Glücksmomente, mit denen wir die Widrigkeiten, wie den Montag, für einen Augenblick vergessen können.
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