Space Honig Rezept: Zubereitung und Inhaltsstoffe

Cannabis Honig, auch als Space Honig bekannt, ist eine spannende Fusion aus zwei beliebten Naturprodukten: Honig und Cannabis-Extrakten oder Blüten. Hier erfährst du, wie du ihn selbst machen kannst, was du beachten musst und welche Eigenschaften Cannabis Honig mit sich bringt.

Was ist Cannabis Honig und warum ist er besonders?

Cannabis Honig, auch als Space Honig bekannt, ist eine spannende Fusion aus zwei beliebten Naturprodukten: Honig und Cannabis-Extrakten oder Blüten. Damit enthält dieser Honig Cannabinoide wie CBD (Cannabidiol) und THC (Delta-9 Tetrahydrocannbinol), je nach verwendetem Extrakt. Die Idee hinter Cannabis Honig ist grundsätzlich eine leckere und vielseitige Art zur Integration von Cannabis in den Alltag zu haben.

Honig ist seit sehr langer Zeit für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und wird früher wie heute häufig als Hausmittel bei Erkältungen oder zur Beruhigung von Schleimhäuten eingesetzt. Denn Honig enthält wertvolle Antioxidantien und kann auch beruhigend auf den Magen wirken, sowie bei der Verdauung helfen. In Verbindung mit den Cannabinoiden der Cannabispflanze kann damit ein Produkt entstehen, das sowohl gut schmeckt, als auch in seiner potenziellen Wirkung besondere Eigenschaften aufweist.

Honigglas und Hanfblätter

Wirkstoffe: Cannabinoide, Terpene und ihre Rolle

Die beiden Hauptkomponenten, die wir uns ansehen müssen, sind Cannabinoide und Terpene. Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die in der Cannabispflanze vorkommen und für die berauschenden und medizinischen Wirkungen verantwortlich sind. Es gibt über 100 bekannte Cannabinoide, wobei Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) die bekanntesten sind. Terpene sind Ölverbindungen in der Hanfpflanze, die für Geruch, Geschmack und medizinische Wirkungen verantwortlich sind.

Warum Cannabinoide ein Fett-Trägermedium brauchen

Cannabinoide wie THC und CBD sind lipophil, das heißt, sie lösen sich in Fett, aber kaum in Wasser. Da Honig aber hauptsächlich aus Zucker und Wasser besteht, können die Wirkstoffe nicht direkt aus den Blüten mithilfe von den Honig extrahiert werden. Die Lösung besteht darin, die Cannabinoide in einem fetthaltigen Trägermedium zu extrahieren. Hierfür eignen sich neutrale Öle wie Kokos- oder MCT-Öl besonders gut.

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Dieses mit Cannabis angereicherte Öl wird anschließend mit dem Honig zu einer homogenen Masse vermischt (emulgiert). Mit diesem Schritt kannst du sicher stellen, dass sich die Wirkstoffe aus den Blüten lösen und gleichmäßig im Honig verteilen. Denn so können sie im Anschluss auch gleichmäßig vom Körper aufgenommen werden.

Wichtigster Schritt: Decarboxylierung

Rohes Cannabis enthält die nicht-psychoaktive Säureform THCA. Um diese in das wirksame THC umzuwandeln, ist der Prozess der Decarboxylierung notwendig. Ohne diesen Schritt würde dein Honig kaum eine psychoaktive Wirkung entfalten. Dieser Schritt ist sowohl für Blüten als auch für Extrakte wichtig und für eine erfolgreiche Zubereitung unverzichtbar.

Heize deinen Backofen zuerst auf 105 °C vor. Zerkleinere deine Cannabisblüten grob und verteile sie gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech oder in einem ofenfesten Einmachglas. Lasse die Blüten für ca. 30 - 40 Minuten im Ofen. Achte darauf, dass sie nicht verbrennen und lass die Blüten vor der Weiterverarbeitung etwas abkühlen.

Alternative: Extrakte decarboxylieren. Heize deinen Backofen auf 105 °C vor. Gib das Extrakt in einen kleinen, ofenfesten Silikonbehälter. Erhitze das Extrakt für ca. 20-30 Minuten. Du wirst sehen, wie es anfängt zu blubbern. Das ist das CO2, das entweicht. Wenn die Blasenbildung nachlässt, ist der Prozess abgeschlossen.

Zutaten und Material (Beispielrezept)

  • 500 g hochwertiger Honig, möglichst aus der Region oder in Bio-Qualität
  • 5-10 g getrocknete und aktivierte Cannabisblüten oder aktiviertes Extrakt deiner Wahl
  • 2-3 Esslöffel neutrales Öl (z. B. Kokosöl oder MCT-Öl)
  • 1 Teelöffel Soja- oder Sonnenblumenlecithin (optional, als Emulgator)
  • Materialien: Einmachglas mit Deckel, Kochtopf für Wasserbad, Ofen, feines Sieb oder Tuch

Schritt-für-Schritt Zubereitung

Mit Blüten

  1. Gib die decarboxylierten Blüten zusammen mit dem Öl in ein hitzebeständiges Glas.
  2. Erhitze das Glas in einem Wasserbad bei ca. 70-80 °C für 1 bis 2 Stunden.
  3. Filtere anschließend das warme Öl durch ein feines Sieb oder Käsetuch.

Mit Extrakt

  1. Wenn du decarboxyliertes Extrakt verwendest, ist der Prozess deutlich schneller.
  2. Gib das Extrakt direkt in das erwärmte Öl (ca. 60-70 °C) und rühre es gut um, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Dies dauert nur etwa 10-15 Minuten.

Honig und Öl vermischen

  1. Erwärme den Honig ebenfalls leicht im Wasserbad auf ca. 40 °C.
  2. Gib nun langsam das Cannabis-Öl und das Lecithin hinzu.
  3. Rühre die Mischung kräftig für mehrere Minuten, bis eine gleichmäßige, homogene Masse entsteht.
  4. Fülle den fertigen Cannabis Honig in ein sauberes, luftdichtes Glas. Lagere ihn kühl und dunkel, um seine Haltbarkeit und Wirksamkeit zu erhöhen.
Wasserbad mit Einmachglas

Alternative Methoden: Slow Cooker und Tinktur-Methode

Slow Cooker: Wickeln und Binden des Cannabis: Wickle die 15 Gramm decarboxyliertes Cannabis in das Seihtuch und binde es mit der Schnur gut zu. Lege das Seihtuch mit dem Cannabis in das Einmachglas. Gieße den Honig über das Cannabis-Seihtuch im Einmachglas. Stelle das Einmachglas in den Slow Cooker. Fülle den Slow Cooker so weit mit Wasser auf, dass das Einmachglas vollständig bedeckt ist. Stelle den Slow Cooker auf niedrige Temperatur (maximal 40°C) und lasse das Ganze für 8 Stunden garen. Nach 8 Stunden schalte den Slow Cooker aus und lasse den Honig abkühlen. Entferne das Seihtuch und presse so viel Honig wie möglich aus dem Seihtuch. Verschließe das Einmachglas und stelle es zum Lagern an einen kühlen, dunklen Ort.

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Tinktur-Methode: Ermittele die richtige Dosierung: Zunächst solltest du eine genaue Vorstellung von der Stärke deiner Cannabis-Tinktur haben und diese bereits getestet haben. Gib die gewünschte Menge Honig und Cannabis-Tinktur in das hitzebeständige Glas. Fülle den großen Kochtopf mit Wasser und stelle das hitzebeständige Glas hinein. Erhitze das Wasser, sodass der Honig nie 40°C überschreitet. Rühre die Mischung kontinuierlich um, bis sich beide vollständig miteinander verbunden haben. Nimm das Glas aus dem Wasserbad und lasse den Cannabis-Honig abkühlen. Sobald er abgekühlt ist, fülle den Honig in einen luftdichten Behälter um und bewahre ihn an einem kühlen, dunklen Ort auf.

Slow Cooker Methode für Cannabis Honig

Variante: CBD-Honig (nicht-psychotrop)

Wenn du die Eigenschaften von CBD ohne psychotrope Wirkung nutzen möchtest, kannst du ganz einfach CBD Honig herstellen. Die Methode ist einfach: Verwende fertiges CBD-Öl wie Hanfblütenöl oder ein hochwertiges, bereits fertiges Hanfextrakt. Erwärme deinen Honig leicht (nicht über 40 °C) und gib die gewünschte Menge CBD-Öl hinzu. Füge auch hier einen Teelöffel Lecithin als Emulgator hinzu. Rühre die Mischung kräftig, bis das Öl vollständig im Honig emulgiert ist.

Diese Methode bringt zudem eine Option für eine präzise Dosierung mit sich, da du die genaue CBD-Menge bei gekauften Produkten ablesen kannst. CBD-Honig ist klassischer Honig, dem CBD-Extrakt zugesetzt wurde. Die Wirkung setzt langsam ein und ist subtil. Bei Unsicherheiten gilt: lieber niedrig starten.

Dosierung: langsam starten und Geduld haben

Die richtige Dosierung von Edibles allgemein und auch von Cannabis Honig ist die größte Herausforderung. Da die Wirkung abhängig von mehreren Faktoren erst nach 30 bis 120 Minuten einsetzt, besteht die Gefahr einer Überdosierung. Die goldene Regel lautet: Starte mit einer sehr kleinen Menge und warte ab!

  • Für Anfänger: Beginne mit einem halben Teelöffel (ca. 2,5-5 mg THC, wenn du die Stärke ungefähr ausrechnen kannst) und warte mindestens zwei Stunden, bevor du über eine weitere Einnahme nachdenkst.
  • Für Erfahrene: Auch erfahrene Konsumenten sollten bei einem neuen, selbst gemachten Produkt vorsichtig sein, da die genaue Konzentration schwer zu bestimmen ist.

Die Wirkung von Edibles ist nicht nur zeitverzögert, sondern auch intensiver und langanhaltender, da sich eine komplette Wirkung von 4-8 Stunden bis hin zu 12 Stunden strecken kann. Dies liegt daran, dass THC in der Leber zu 11-Hydroxy-THC umgewandelt wird, einem wirksameren Metaboliten.

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Grobe THC-Berechnung (nur Schätzung)

Beispiel Berechnung Resultat
10 g Blüten (15% THC) 10.000 mg × 0,15 = 1.500 mg → 70% Ausbeute → 1.050 mg Bei 500 g Honig ≈ 2,1 mg THC/g → Teelöffel (7 g) ≈ 14,7 mg THC
2 g Extrakt (70% THC) 2.000 mg × 0,7 = 1.400 mg → 80% Ausbeute → 1.120 mg Bei 500 g Honig ≈ 2,2 mg THC/g → Teelöffel (7 g) ≈ 15,4 mg THC

Wichtiger Hinweis: Die folgende Berechnung dient ausschließlich als grobe Schätzung. Die tatsächliche THC-Gehalt kann je nach Ausgangsmaterial, Decarboxylierung, Extraktionsmethode und weiteren Faktoren deutlich abweichen. Beginne daher immer vorsichtig und taste dich langsam heran.

Lagerung und Haltbarkeit

Cannabis Honig sollte an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden, um seine Haltbarkeit zu maximieren. Am besten bewahrst du ihn in einem gut verschlossenen Glas auf, um den Geschmack und die Wirksamkeit zu erhalten. Fülle den fertigen Cannabis Honig in ein sauberes, luftdichtes Glas. Lagere ihn kühl und dunkel, um seine Haltbarkeit und Wirksamkeit zu erhöhen.

Verwendungsideen

  • Tee: Gib einen Teelöffel Cannabis-Honig in deinen Lieblingstee und rühre ihn gut um.
  • Toast: Bestreiche deinen Toast mit einer dünnen Schicht Cannabis-Honig.
  • Joghurt oder Müsli: Verfeinere dein Frühstück mit einem Löffel Cannabis-Honig.
  • Marinaden und Saucen: Verwende Cannabis-Honig als Basis für Marinaden oder Saucen.
  • Im Backen: Ersetze Zucker oder normalen Honig teilweise durch Cannabis-Honig.
Honig im Tee

Sicherheits- und Rechtsaspekte

Die Herstellung von Cannabis-Edibles wie Honig für den Eigenkonsum bewegt sich in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone, da dies im Konsumcannabisgesetz (KCanG) nicht eindeutig geregelt ist. Auch CBD-Produkte dürfen in der EU offiziell nicht als Lebensmittel verkauft werden. Die Anleitung in diesem Artikel dient daher rein informativen Zwecken und stellt keine Handlungsaufforderung dar. Informiere dich immer über die aktuelle Rechtslage.

Wichtig: Die Weitergabe von Cannabis-haltigen Lebensmitteln an Dritte bleibt nach wie vor problematisch. Das gewerbliche Herstellen und Verkaufen von Cannabis-Edibles ist nicht gestattet. Bei CBD-Honig ist die Lage komplizierter: CBD gilt in der EU als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) und bedarf einer Zulassung, die bisher für die meisten Produkte fehlt. Daher werden sie oft als „Aromaprodukte“ deklariert, um das Verkaufsverbot zu umgehen. Deswegen sollten Verbraucher hier besonders aufmerksam sein und auf seriöse Anbieter achten.

Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen

  • Fange immer mit einer kleinen Dosis an, um herauszufinden, wie du auf den Cannabis-Honig reagierst.
  • Bewahre den Cannabis-Honig außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Beschrifte das Glas deutlich, um Verwechslungen zu vermeiden.
  • Konsumiere Cannabis-Honig nicht, wenn du schwanger bist oder stillst. Wende dich bei Fragen an deinen Arzt oder Apotheker.
  • Vermeide den gleichzeitigen Konsum von Alkohol oder anderen Substanzen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen.
  • Die Wirkung setzt verzögert ein; warte mindestens zwei Stunden vor einer Nachdosierung.

Tipps aus der Praxis

Ein Benutzer berichtet: "Ich habe das Canna in Kokosöl bei 80 Grad 1h im Wasserbad köcheln lassen. Nach abkühlen mit dem Honig gemischt, diesen nochmal im Wasserbad bei 40 Grad 2h köcheln lassen und dann durchs Sieb gegossen." Ein häufiger Ratschlag lautet, die Decarboxylierung in einem geschlossenen Gefäß durchzuführen, weil auf einem offenen Backblech ein Großteil der Terpene verlorengeht.

Wenn du bereits eine Cannabis-Tinktur zur Hand hast, ist die Herstellung von Cannabis-Honig ein Kinderspiel: Einfach Honig und Tinktur mischen, im Wasserbad sanft erwärmen (nicht über 40 °C) und abkühlen lassen.

Weitere Informationen und verantwortungsvoller Umgang

Cannabis-Honig ist eine köstliche und vielseitige Möglichkeit, das Beste aus der Cannabispflanze herauszuholen, ohne rauchen zu müssen. Ob du Cannabis aus medizinischen Gründen oder einfach nur zur Entspannung nutzt, dieser Honig bietet dir eine einfache und schmackhafte Option, um die Vorteile der Pflanze zu genießen. Denke immer daran, mit einer kleinen Dosis anzufangen und die Wirkung abzuwarten, bevor du mehr konsumierst.

Die Herstellung und exakte Dosierung, besonders bei THC-haltigen Produkten, bleibt anspruchsvoll. Bei Unsicherheiten gilt: lieber niedrig starten. Informiere dich über die aktuelle Rechtslage und vermeide die Weitergabe an Dritte.

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