Gummibärchen vs. Schokolade: Sind Gummibärchen wirklich gesünder? Inhaltsstoffe und Nährwertvergleich

Fast jeder Mensch liebt Süßigkeiten wie Fruchtgummi, Schokolade und Co. Die Vorliebe für Süßes ist uns in die Wiege gelegt: Schon Babys bevorzugen instinktiv den süßlichen Geschmack von Muttermilch und lehnen Saures oder Bitteres ab. Doch immer häufiger stellen sich gesundheitsbewusste Menschen die Frage, wie sich verschiedene Süßigkeiten hinsichtlich Inhaltsstoffen und Nährwerten unterscheiden - und insbesondere: Sind Gummibärchen gesünder als Schokolade?

Fruchtgummis und Schokolade nebeneinander

Kriterien: Was macht einen Snack ungesund?

In der Frage, was einen Snack ungesund macht, spielen mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle. Zentral sind dabei der Gehalt an gesättigten Fetten, Transfetten, Zucker und Salz. Gesättigte Fette und Transfette sind bekannt dafür, den Cholesterinspiegel im Blut zu erhöhen, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann. Ein hoher Zuckeranteil führt nicht nur zu kurzfristigen Energiepeaks - auf die oft ebenso schnelle Tiefs folgen - sondern kann auch das Risiko für Typ-2-Diabetes und Gewichtszunahme erhöhen.

Außerdem fördert ein übermäßiger Zuckerkonsum die Entstehung von Karies. Salz, obwohl es in Maßen essenziell für die Gesundheit ist, kann in hohen Mengen den Blutdruck in die Höhe treiben und das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall vergrößern.

Inhaltsstoffe: Gummibärchen versus Schokolade

Gummibärchen

  • Bestehen hauptsächlich aus Gelatine, Zucker, Farbstoffen und Aromen.
  • Gelatine wird aus tierischen Knochen und Haut gewonnen und ist somit für Vegetarier und Veganer ungeeignet. Mittlerweile gibt es allerdings auch pflanzliche Alternativen (z. B. Agar-Agar).
  • In Gummibärchen kommt oft Glukosesirup zum Einsatz, der aus Stärke gewonnen wird. Dabei entstehen neben Glucose und Malzzucker auch Kohlenhydrate, die mehr als zwei Zuckerbausteine aufweisen.
  • Um Kalorien zu reduzieren, setzt die Süßwarenindustrie bei manchen Varianten Süßstoffe ein.

Schokolade

  • Bei Schokolade ist es wichtig, zwischen Milchschokolade und dunkler Schokolade zu unterscheiden.
  • Dunkle Schokolade enthält einen höheren Kakaoanteil, viele Mineralien und zuckerbedingt weniger „leere Kalorien“ als Milchschokolade.
  • Milchschokolade enthält nur wenig Kakao, dafür aber viel Zucker und Fett.
  • Weiße Schokolade besteht nahezu ausschließlich aus Kakaobutter, Zucker und Milchbestandteilen und ist eine wahre Kalorienbombe.
Nährwerttabelle Gummibärchen vs. Schokolade

Nährwertvergleich: Kalorien, Zucker und Fett

Gummibärchen Milchschokolade Zartbitterschokolade (85%)
Zucker (g/100g) 46 g 57,5 g 23 g
Kalorien (kcal/100g) 345 kcal 530 kcal 570 kcal
Fett (g/100g) 0,1 g 30 g 43 g
Proteine (g/100g) 6 g 7 g 9,2 g
Ballaststoffe (g/100g) 0 g 2 g 12 g

Die Tabelle zeigt, dass Gummibärchen deutlich weniger Fett und Kalorien enthalten als Schokolade - insbesondere im Vergleich zur Milchschokolade und noch mehr zur Zartbitterschokolade. Dafür ist der Zuckeranteil bei Schokolade - gerade bei Milchvarianten - meist noch höher als bei Gummibärchen.

Zucker steckt nicht nur in Softdrinks und Süßigkeiten, sondern auch in vielen nicht-süßen Lebensmitteln. Die WHO empfiehlt, nicht mehr als 25 g Zucker täglich zu sich zu nehmen, was etwa fünf Teelöffeln entspricht. Mit einer Tüte Gummibärchen oder einer Tafel Milchschokolade ist dieser Wert schnell überschritten.

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Nährstoffvergleich Süßigkeiten

Gesundheitliche Bewertung: Risiken und Potenziale

Gummibärchen: Der Schein trügt

Ebenfalls problematisch sind Gummibärchen und andere Süßigkeiten, die kaum essenzielle Nährstoffe bieten, dafür aber reichlich Zucker enthalten. Dieser kann den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen und fördert langfristig das Risiko für Diabetes und Karies.

Gesättigte Fettsäuren und Kalorien: In der Regel enthalten Gummibärchen wenig bis gar keine gesättigten Fettsäuren und haben auch einen vergleichsweise niedrigen Kaloriengehalt. Dies bedeutet, dass sie im Vergleich zu anderen Süßigkeiten eine etwas gesündere Option sein können. Allerdings kannst du die bunte Nascherei in Maßen ohne schlechtes Gewissen genießen, solange du dich ansonsten ausgewogen ernährst.

Wichtig ist, den Konsum von Gummibärchen zu kontrollieren und gegebenenfalls auf Varianten mit reduziertem Zuckergehalt zurückzugreifen.

Schokolade: Dunkle Schokolade als Pluspunkt?

Dunkle Schokolade kann in Maßen gesund sein. Durch den hohen Kakaoanteil ist sie reich an Antioxidantien, kann die Herzgesundheit fördern und sogar den Cholesterinspiegel senken.

Allerdings enthält sie auch viele Kalorien. Studien belegen, dass das Epicatechin im Kakao den Muskelaufbau fördert.

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Milchschokolade und andere Varianten enthalten meist viel Fett und zugesetzten Zucker. Weiße Schokolade steht wegen des hohen Fett- und Zuckeranteils besonders schlecht da.

Besondere Vorteile und spezielle Gruppen

Gummibärchen werden häufig als Snack für Sportler:innen direkt nach einer Trainingseinheit empfohlen, weil sie schnell verwertbare Kohlenhydrate (Glucose) liefern.

Durch die enthaltene Gelatine kann der Konsum in bestimmten Situationen - beispielsweise beim Muskelaufbau - theoretisch hilfreich sein. Jedoch fehlt dem Gelatine-Eiweiß die wichtige Aminosäure Tryptophan, weswegen es nur in Kombination mit anderen Eiweißquellen verwertet wird.

Schokolade - besonders Zartbitterschokolade - liefert viele Mineralstoffe und Antioxidantien und ist sogar für Diabetiker besser geeignet als die meisten Süßigkeiten. Die Proteine in der Schokolade können zusätzlich die Muskulatur stärken.

Alternativen und Tipps für gesundes Naschen

Trockenfrüchte zum Beispiel sind eine süße Alternative, die neben natürlichen Zuckern auch wichtige Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien bieten. Dennoch sollten sie nur in Maßen gegessen werden, da ihr Zuckergehalt sehr hoch ist. Nüsse und Samen sind weitere empfehlenswerte Snacks. Sie liefern gesunde ungesättigte Fette, Proteine und verschiedene essenzielle Mineralien, die zur Herzgesundheit beitragen und das Sättigungsgefühl fördern.

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Ranking: Die gesündesten Süßigkeiten laut HEIDELBERG24

  1. Gummibärchen (Light)
  2. Popcorn
  3. Puffreis
  4. Dunkle Schokolade
Infografik: Gesunde Snackalternativen

Fazit: Gibt es die „gesunde“ Süßigkeit?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gummibärchen im Vergleich zu Milchschokolade weniger Fett und Kalorien liefern, dafür aber ähnlich viel oder etwas weniger Zucker enthalten - dennoch fehlen ihnen wertvolle Mikronährstoffe und Ballaststoffe. Milchschokolade schlägt besonders in Sachen Fett und Zucker zu Buche und sollte bestenfalls nur selten genossen werden.

Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist aufgrund ihres geringen Zuckergehalts und der enthaltenen Antioxidantien die beste Wahl, wenn man nicht ganz auf Schokolade verzichten mag. Wie bei allen Süßigkeiten gilt: Die Menge macht das Gift!

Wer sich ausgewogen ernährt, kann gelegentlich und in Maßen sowohl Schokolade als auch Gummibärchen genießen, ohne die eigene Gesundheit zu gefährden.

Vergleich von Naschereien in einer Einkaufsszene

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