Schwedischer Blechkuchen: Rezepte für Silviakaka, Kärleksmums und mehr
Süß, luftig und vor allem richtig schön buttrig - das ist der schwedische Silviakaka. Wenn man mag, dann lässt sich der Silviakaka am ehesten mit unserem klassischen Butterkuchen vergleichen. Nach dem Backen wird der Teig großzügig mit einer Mischung aus geschmolzener Butter, Sahne, Eigelb, Zucker und Vanillezucker übergossen. Darüber streust du dann noch eine Schicht Kokosraspel. Danach muss der Kuchen gut auskühlen, damit die Glasur fest werden kann. Für eine typisch schwedische Fika, eine kleine gemütliche Kaffeepause, bei der man sich mit Familie, Freunden oder den Kollegen für ein paar Minuten zusammensetzt, die Arbeit Arbeit sein lässt und dazu eine Tasse Kaffee inklusive einem Stück Kuchen genießt, ist der Silviakaka einfach perfekt.
Silviakaka - Rezept und Tipps
Für den Teig:100 g Butter 100 ml heißes Wasser4 Eier250 g Zucker1 TL Vanillezucker200 g Mehl2 TL BackpulverFür die Glasur:100 g Butter100 g Zucker2 TL Vanillezucker2 Eigelb4 EL Milch50 g Kokosraspel.
Heize den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor und lege dein Backblech mit Backpapier aus. Schmilz die Butter in einem Topf und erhitze das Wasser. Schlage die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Füge das Mehl mit dem Backpulver hinzu und rühre beides gut unter. Gieße das heiße Wasser hinzu und mische anschließend die geschmolzene Butter unter, bis ein glatter und luftiger Teig entsteht. Verteile den Teig gleichmäßig auf dem Blech und backe ihn im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten goldgelb.
Schmilz in der Zwischenzeit die Butter für die Glasur in einem Topf. Gib Zucker, Vanillezucker, 2 Eigelb und Milch dazu und erhitze alles unter ständigem Rühren, bis eine cremige Glasur entsteht. Die Masse darf dabei nicht kochen. Verteile die warme Glasur gleichmäßig auf dem noch heißen Kuchen und streue die Kokosraspel darüber. Lass den Kuchen vollständig auskühlen, damit die Glasur fest wird und schneide ihn anschließend in Stücke.
Tipp: Verfeinere den Teig doch mal mit einem Teelöffel Kardamom im Teig. Das Gewürz wird traditionell in vielen typisch schwedischen Gebäckspezialitäten wie Zimtschnecken verwendet und verleiht auch dem Silviakaka eine besondere (nordische) Note.
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Kurzvariante Silviakuchen (leicht, schnell)
Schwedischer Silviakuchen (Silviakaka)3 Eier 180g Puderzucker 200g Mehl 1 El Backpulver 150 ml WasserDie Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren, das Mehl mit dem Backpulver mischen und vorsichtig unterrühren, Wasser ebenfalls unterrühren und in einer Form von ca. 20 x 30 cm bei 180 Grad Umluft 16 bis 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Für die Glasur 150g Butter 100g Puderzucker 1 El Vanillezucker 2 Eigelb KokosraspelnDie Butter schmelzen, den Puderzucker, Vanillezucker und das Eigelb zu geben und kurz erhitzen (nicht kochen, da das Eigelb sonst stockt). Die Glasur auf dem ausgekühlten Teig verteilen und mit Kokosraspeln bestreuen - ganz nach Geschmack mehr oder weniger. Glasur fest werden lassen.
Kärleksmums - Schwedischer Schokoladenkuchen vom Blech
Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und zudem steht Valentinstag vor der Tür. Schon zwei Gründe den Backofen anzuschmeißen und seiner oder seinem Liebsten einen Kuchen zu backen. Und dafür eignet sich der Schwedische Schokoladenkuchen Kärleksmums ganz hervorragend. Zartbittere Schokolade trifft auf Kakao und jede Menge Kokosflocken. Übersetzt heißt Kärleksmums soviel wie „Liebesleckerei“. Passt also irgendwie ganz gut zum Tag der Liebenden, auch wenn der leckere Schokoladenkuchen auch an anderen Tagen in Schweden zur Fika verzehrt wird.
Von der Konsistenz her ist der Kärleksmums nicht ganz so fudgy wie der Kladdkaka - der schokoladigste aller Schokoladenkuchen - kommt aber dafür mit einer fein-herben Espresso-Note und zarten Kokosflocken daher. Vom Kärleksmums existieren selbstverständlich sehr viele Abwandlungen. Kärleksmums wird in Schweden auch Snoddas, Chokladrutor oder Mockarutor genannt. Häufig wird auch anstatt einer Schokoladen-Ganache Backkakao und Butter anstatt Schokolade verwendet.
Für den Kuchen:450 g Weizenmehl Type 405250 g Butter weich250 ml Milch6 frische Eier Größe M Zimmertemperatur60 g Backkakao4 TL BackpulverPrise Salz350 g Zucker.
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Den Backofen auf 175° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Backform (ca. 30×40 cm) mit Butter einfetten und mit Backpapier auslegen. Die Butter zusammen mit der Milch in einem kleinen Topf geben und erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. In einer Schüssel Mehl, Backkakao, Backpulver und Salz vermengen. In einer weiteren Schüssel die Eier mit einem Handrührgerät schaumig schlagen und den Zucker langsam hineinrieseln lassen. Ungefähr zwei bis drei Minuten weiterschlagen. Anschließend die Mehl-Mischung unterrühren und die Milch-Butter-Mischung dazugeben, bis ein homogener Teig entstanden ist.
Nun wird der Teig in die Backform gegossen und auf mittlerer Schiene 20-25 Minuten bei 175° C gebacken. Nach ca. 20 Minuten sollte eine erste Stäbchenprobe gemacht werden, damit der Kuchen nicht zu trocken wird. Er darf ruhig ein wenig feucht sein.
Für die Ganache:250 g Zartbitterschokolade mind. Die Schokolade fein reiben und die Sahne in einem Topf erwärmen. Eine Tasse Espresso nach Belieben zubereiten. Sobald die Sahne kurz vor dem Siedepunkt ist, über die geriebene Schokolade gießen und die Masse 30 Sekunden setzen lassen. Danach langsam verrühren und dabei darauf achten, dass keine Luft in die Ganache geschlagen wird. Zum Schluss den Espresso zu der Ganache geben und glatt rühren. Die Masse abkühlen lassen, bis sie streichfähig ist. Die Ganache über den Kuchen verteilen.
Schwedischer Gewürzkuchen vom Blech (Mjuk Pepparkaka)
Ein weicher, saftiger schwedischer Gewürzkuchen vom Blech mit typischen Pfefferkuchen-Gewürzen - perfekt für den gemütlichen Start in die Vorweihnachtszeit. Saftig, weich und voll mit den typischen Aromen, die man sonst eher aus den skandinavischen Pfefferkuchen kennt - Zimt, Ingwer, Nelke, Kardamom. In Schweden nennt man ihn mjuk pepparkaka, „weicher Pfefferkuchen“. Es gibt ihn dort in allen möglichen Formen - klassisch als Gugelhupf, glasiert oder ganz schlicht ohne alles.
Ich habe mich für die einfache Blechversion entschieden, weil sie so herrlich unaufgeregt ist. Traditionell wird so ein Frosting übrigens gerne mit Preiselbeeren verfeinert - das bringt eine schöne fruchtige Säure. Und ganz ehrlich? Ich mag, wie das aussieht - fast wie eine kleine Schneelandschaft.
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Zubereitung: Heize den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor und lege deine Backform mit Backpapier aus. In einem Topf das Butter schmelzen, dann vom Herd nehmen und alle Gewürze einrühren. In einer großen Schüssel Eier und Zucker mit dem Handmixer mehrere Minuten lang hell und luftig aufschlagen. Mehl, Vanillezucker, Backpulver und eine Prise Salz darübersieben und mit einem Teigschaber vorsichtig zu einem glatten Teig verrühren. Die Milch zum abgekühlten Gewürz-Butter-Gemisch geben, dann die Mischung zur Eimasse gießen. Alles behutsam zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Den Teig in die vorbereitete Form geben (30 x 40 cm), glattstreichen und im unteren Drittel des Ofens etwa 30 Minuten backen, bis der Kuchen vollständig durchgebacken ist.
Das Frosting gleichmäßig auf dem abgekühlten Kuchen verstreichen und mit Kokosflocken bestreuen. Tipp: Im schwedischen Original wird der Gewürzkuchen meist i långpanna gebacken - also auf einem klassischen, flachen Backblech. Für mein Rezept nutze ich eine 30 × 40 cm Kuchenform, wodurch der Kuchen etwas höher und saftiger wird. Auf dem Blech gelingt er genauso gut, wird aber flacher.
Weitere typische schwedische Kuchen & Backtraditionen
Die schwedische Mandeltorte kennen wir doch alle. Wenn nicht selbst gebacken, dann haben wir uns bestimmt schon einmal ein Stück davon als Stärkung nach einem Einkauf in einem großen schwedischen Möbelhaus gegönnt. Kladdkaka (saftiger Schokoladenkuchen) Etwas Süsses, am besten schön Schokoladiges zum Kaffee? In schwedischen Cafés und Konditoreien kommt man an diesem Kuchen fast nicht vorbei. Kladdkaka, der schwedische Klebekuchen, ist ein sehr leckerer, einfach zu backender Schokoladenkuchen. Dieser Kuchen ist ein Klassiker der schwedischen Kaffee- und Kuchenkultur und von da her ist es nicht verwunderlich, wenn jeder schwedische Haushalt sein eigenes einzig wahre Rezept besitzt.
Was ist ein typisch schwedisches Dessert? Natürlich der berühmte Ostkaka. Es ist vor allem in Småland, aber auch in einer ähnlichen Variante in Hälsingland zu Hause. Es handelt sich um einen Käsekuchen, der am liebsten warm oder lauwarm gegessen wird. Dazu serviert man Marmelade und Sahne oder auch Früchte und Eis.
Praktische Hinweise und Backtipps
- Damit du die Backzeit optimal im Blick hast, hilft dir der Stäbchentest: Stecke ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn beim Herausziehen keine feuchten Teigreste mehr daran kleben, ist der Kuchen gar.
- Die Glasurmasse darf nicht kochen, sonst stocken Eigelb oder die Konsistenz wird zu fest.
- Viele schwedische Rezepte lassen sich gut auf dem Blech (långpanna) backen; das Ergebnis ist flacher, aber ideal für größere Runden bei der Fika.
- Nach dem Backen und Auskühlen sollten einige Kuchen, wie z. B. der Schokoladenkuchen, 1-2 Stunden gekühlt werden, denn dann schmecken sie oft am besten.
- Gewürze wie Kardamom, Zimt und Ingwer prägen den typischen nordischen Geschmack und können nach Belieben dosiert werden.
Rezeptübersicht (Kurztabellenform)
| Kuchen | Backform/Temperatur | Besonderheit |
|---|---|---|
| Silviakaka | Blech, 175 °C | Butter-Glasur mit Kokosraspeln |
| Kärleksmums | 30×40 cm, 175 °C | Zartbitter-Ganache + Espresso |
| Mjuk Pepparkaka | 30×40 cm oder Blech, 175 °C | Pfefferkuchengewürze, Frosting |
| Kladdkaka | Springform 26 cm, 180 °C | Klebrige, fudgy Konsistenz |
Schwedische Kuchen und Gebäck zeichnen sich durch eine große Einfachheit aus, aber trotzdem oder gerade durch die Konzentration auf das Wesentliche, ist schwedisches Backwerk so so lecker. Eine durchschnittliche Fika dauert übrigens 52 Minuten - also schnappt Euch ein Stück Silviakuchen und plauscht doch mal mit einer Nachbarin / Freundin / Bekannten, natürlich mit Abstand.
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