Herstellung von Schokoladenostereiern grob erklärt
Mit dem Frühling naht auch Ostern, eine Zeit der Erneuerung, Feierlichkeiten und Traditionen. Zu diesen Traditionen gehören Ostereier, ein Symbol für Wiedergeburt und Fruchtbarkeit, das Jahrhunderte zurückreicht. Während die Wurzeln der Ostereier alt und vielfältig sind, ist die Entwicklung von Schokoladenostereiern als Feiertagsklassiker eine interessante Geschichte, die Geschichte, Kultur und Globalisierung vereint.
Kurzer historischer Überblick: Wie Schokoladenostereier entstanden
Im Mittelalter verbot die Kirche den Verzehr von Eiern während der Fastenzeit, was sie zu einer Delikatesse am Ostersonntag machte. Bis zur viktorianischen Ära hatten sich die eiförmigen Geschenke in hohle Pappovale unterschiedlicher Größen und verschiedener Verzierungen verwandelt, gefüllt mit Ostersüßigkeiten und leckeren Schokoladen. Der Aufstieg der Schokolade begann im 19. Jahrhundert, zeitgleich mit der Entwicklung der Schokoladenproduktion und der Konfektionierungstechniken.
Einer der Hauptpioniere der hohlen Schokoladen-Ostereier war das britische Süßwarenunternehmen Cadbury, damals bekannt als JS Fry & Sons. Bis 1875 führte Cadbury die ersten kommerziell produzierten Schokoladen-Ostereier ein, gefüllt mit gezuckerten Mandeln, die in dunkle Schokolade gehüllt waren. Diese köstlichen Leckereien gewannen schnell an Beliebtheit und wurden zum beliebtesten Ostergenuss im Vereinigten Königreich.
Konditoren nahmen den Trend auf und begannen zur Osterzeit Hasen aus Zucker und auch aus Schokolade zu fertigen. Dafür nutzten sie eiserne Gussformen, die vollständig mit flüssiger Schokolade gefüllt wurden. Anschließend schminkten sie die massiven Figuren und verkauften diese an Geschäftskunden oder an wohlhabende Privatkunden. Die schokoladigen Osterhasen waren wertvolle Einzelstücke.
Grundlegende Schritte der Herstellung von Schokoladenostereiern
Die traditionelle Produktion von hohlen Schokoladeneiern basiert auf Gussformen, Temperieren der Schokolade, dem Füllen (bei gefüllten Eiern) und dem Verschließen der Hälften. Um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten, entwickelten Hersteller spezielle Maschinen und Verfahren, um hohle Figuren industriell zu fertigen. Technologischer Vorreiter für die Serienproduktion war ein dänisches Unternehmen, das den Herstellungsprozess bereits 1926 vollautomatisieren konnte.
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1. Auswahl und Qualität der Schokolade
Bei der Herstellung von Pralinen oder Schokoladenostereiern legen Hersteller großen Wert auf die Herkunft und die nachhaltige Produktion des eingesetzten Kakaos. Zotter steht für Vielfalt, Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit und produziert 100% BIO + FAIR + BEAN-to-BAR. Die perfekte Milchschokolade für Ostereier ist nach Herstellerempfehlung beispielsweise Jivara von Valrhona: Diese Milchschokolade ist nicht zu süß, bleibt aromatisch und lässt sich perfekt mit anderen Zutaten wie Nüssen, Sahne oder Fruchtganache kombinieren.
2. Temperieren der Schokolade
Bei der Herstellung von Pralinen oder Schokoladenostereiern ist es wichtig, die Schokolade richtig zu temperieren. Die Schokolade sollte geschmolzen werden, aber nicht zu heiß. Am besten im Wasserbad oder ganz vorsichtig in der Mikrowelle. Die Temperatur der Schokolade immer mit einem Zuckerthermometer kontrollieren. Grundsätzlich gilt: Langsam schmelzen bei 42 bis 48 °C (Max 50 °C) und dann die Schokolade wieder auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen. Wichtig ist, dass die Schokolade NIEMALS auf kochendem Wasser steht und auch nicht zu heiß ist.
3. Formen ausgießen und Schalen erzeugen
Früher wurden metallene Formen genutzt, die später durch Kunststoff ersetzt wurden. Zu Beginn wurde die Schokolade in Formen aus Metall gegossen, die dann verschlossen und geschleudert wurden. Heute verwenden viele Confiserien und Hobbyköche Silikon-Schokoladen-Formen oder APET-Profiformen. Mit diesen Formen kann man größere Formen zaubern, wie Glocken, große Eier oder Schokoladen-Figuren. Für Ostern gibt es auch mittelgroße Ostereier-Silikonformen, um Schokoladenostereier einfach zu machen.
Typischer Prozess für halbe Schalen: Schokolade fein schneiden, in die Mulden geben, schmelzen, die Form leicht schütteln und abkühlen lassen. Die Schokolade schmelzen und damit die Mulden verzieren, kalt stellen. Dann die feste Schoko-Schalen mit Pralinenmasse „spachteln“, und wieder kalt stellen. Und noch eine letzte Schokolade-Schicht darauf auftragen. Danach die halben Ostereier von den Formen ablösen.
4. Füllen und verschließen
Bei gefüllten Eiern (z. B. Nussnougat-Creme zwischen zwei Schokoladenschichten) wird zunächst eine Schokoladenschale geschaffen, dann die Füllung eingebracht und anschließend mit einer weiteren dünnen Schicht Schokolade verschlossen. In Frankreich ist es Tradition, große Schoko-Ostereier gefüllt mit Fritures zu bekommen. Konkret bekommen die Ostereier eine Nussnougat-Creme zwischen 2 Schokoladen-Schichten versteckt.
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5. Dekorieren und Verpacken
Früher wurden gegossene Schokoladenhasen per Hand in Stanniolfolie eingewickelt. Heute erfolgt die Verpackung meist maschinell; dennoch sind dekorative Folien, Bänder und Boxen üblich. Konditoren schmückten die massiven Figuren künstlerisch, manche hatten Körbe oder Pfeifen - ungewöhnlich aus heutiger Sicht, damals aber beliebt. Für die Präsentation in Schaufenstern oder als Geschenkpackungen werden die Eier oft in liebevoll gestalteten Genuss-Boxen und Geschenkverpackungen präsentiert.
Handwerkliche Tipps für Zuhause
Pralinen selber machen ist echt nicht schwierig. Sie muss auch nicht teuer sein, einfach nur mit wenigen Zutaten und als Fett nur Kakaobutter und kein anderes pflanzliches Fett wie Palmöl. Für Pralinen oder Schoko-Ostereier nehme ich gern die Pralinen-Massen aus dem Shop (mit Haselnüssen, Kokosnuss oder Pistazien). Aber es geht auch, wenn ihr eure Lieblingsschokolade- oder Nuss-Brotaufstrich nehmt. Man kann sogar Marmelade (Orangenmarmelade am besten) nehmen! Es sollte nur nicht zu viel Wasser enthalten.
Es ist ein bisschen komplizierter als hier, aber wenn man es schnell erklärt, ist es die einfache Beschreibung. Es geht so schnell, wenn man die Schokolade in der Mikrowelle schmilzt (wird sogar von Valrhona empfohlen: 3 bis 4 Mal 30 Sekunden). In der Mikrowelle kann man sogar die Schokolade direkt in der Silikonform schmelzen und danach die kleinen Pralinen kurz im Tiefkühlschrank stellen.
Praktische Arbeitsreihenfolge zuhause
- Schokolade klein schneiden und temperieren (Wasserbad oder Mikrowelle).
- Form vorbereiten (sauber, trocken) und eventuell einfetten, wenn nicht silikon.
- Mulden mit temperierter Schokolade ausstreichen, kaltstellen.
- Füllung einbringen (Ganache, Nussnougat, Marmelade) - nicht zu feucht.
- Mit Schokolade verschließen, glattstreichen und erneut kühlen.
- Form öffnen, Eier entnehmen und dekorieren/verpacken.
Industrielle Produktion versus Handwerk
Um 1950 begannen die ersten Unternehmen in Deutschland mit der Serienfertigung des beliebten Saisonartikels als Hohlfigur. Der Durchbruch zur Serienproduktion der heute bekannten Relief-Hasen gelang bereits in den 1920er Jahren, als Konditoren kleinere Formen entwickelten und so erste Serienfertigungen möglich wurden. Zu Beginn der industriellen Fertigung wurden mehrere Kilogramm massive Schokolade in bis zu 80 cm großen Figuren verarbeitet; später verlagerte man sich auf leichtere, hohle Formen.
Im Jahr 2019 produzierten die in Deutschland ansässigen Schokoladen-Unternehmen rund 220 Millionen Osterhasen, von denen rund 114 Millionen in Deutschland verkauft werden. Rund 106 Millionen werden weltweit exportiert. Neben dem klassischen Osterhasen aus Vollmilchschokolade sind Schoko-Eier sowie kleine Lämmer, Küken oder Möhren aus Schokolade sehr beliebt.
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Nachhaltigkeit und Qualität
Viele Hersteller legen im Ostersortiment großen Wert auf die Herkunft und die nachhaltige Produktion des eingesetzten Kakaos. Zotter zum Beispiel verwendet ausschließlich Zutaten in Bio- und Fair-Qualität und produziert von der Kakaobohne bis zur Tafel (Bean-to-Bar). Solche Maßnahmen sorgen für Transparenz in der Lieferkette und bessere Arbeitsbedingungen für Kakaobauern.
Varianten und Füllungen
Die Optionen sind endlos: Miniatureier, riesige hohle Eier, Milchschokolade, Zartbitterschokolade. In Belgien stellen handwerkliche Chocolatiers exquisite Ostereier aus hochwertigen Zutaten und traditionellen Techniken her. In den Vereinigten Staaten sind Schokoladeneier oft mit Karamell, Nougat oder Erdnussbutter gefüllt. Einige Marken integrieren sogar Überraschungen wie Spielzeug oder Puzzles in ihre Eier, was für zusätzliche Aufregung sorgt.
| Produktion | Typische Merkmale | Beispiele für Füllungen |
|---|---|---|
| Handwerklich | Individuelle Formen, hochwertige Zutaten | Ganache, Nussnougat, Marmelade |
| Industriell | Serienfertigung, Hohlfiguren | Karamell, Nougat, Spielzeug |
| Feinkost/Chocolatiers | Single-Origin, BIO & FAIR | Pralinenfüllungen, Liköre, exotische Crèmes |
Praktische Hinweise für Versand und Lagerung
Auch an warmen Tagen müssen Sie nicht auf Pralinen und Schokolade verzichten: Damit Bestellungen in bester Qualität ankommen, versenden viele Hersteller per Kühlversand und legen Kühlpads bei, um die Köstlichkeiten optimal zu schützen. Schokolade sollte kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden, ideal sind Temperaturen um 15-18 °C.
Fazit für Praktiker
Pralinen und Schokoladenostereier selber zu machen macht Spaß und ist mit einfachen Mitteln umsetzbar: gute Schokolade, korrektes Temperieren, passende Formen und eine geschmackvolle Füllung. Ob als handgemachte Unikate oder in Serie produziert - Schokoladenostereier verbinden Tradition, Handwerk und kulinarische Kreativität und bleiben ein zeitloses Symbol der Osterzeit.
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