Schokolade mit Galaktose: Vorteile und Verwendung
Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten der Welt. Schokolade kann heute mehr, als nur geschmacklich überzeugen. Produkte wie TaGa Schokoriegel - Minze oder TaGa Schokoriegel - Kokosnuss bieten ein großartiges Genusserlebnis und enthalten einen hohen Anteil an Edelkakao Flavonoiden.
Was ist Galaktose und warum in Schokolade?
Galaktose, auch Schleimzucker genannt, ist ein Einfachzucker. Galaktose ist ein Kohlenhydrat und zwar ein Einfachzucker (Monosaccharid) - genau wie Glucose (Traubenzucker) oder Fructose (Fruchtzucker). Galaktose existiert in zwei Formen: D-Galaktose und L-Galaktose. D-Galaktose ist die natürliche Form, die im Körper metabolisiert werden kann und häufig in der Natur vorkommt.
Galaktose kommt natürlicherweise in Milch und Milchprodukten als Bestandteil des Milchzuckers (Laktose) vor. Als freie Galactose - also nicht gebunden in Lactose - kommt der Zucker ebenfalls in manchen Lebensmitteln vor, aber in geringer Menge. Verschiedene Lebensmittel enthalten unterschiedliche Mengen an Galactose: Bitterschokolade (56 mg/100 g), Buttermilch (52,6 mg/100 g), Papaya (28 mg/100 g), Tomaten (23 mg/100 g), Milch (23 mg/100 g), Sojasoße (21 mg/100 g), Wassermelonen (15 mg/100 g), Datteln (11,5 mg/100 g) und Bananen (9,2 mg/100 g).
Physiologie: Aufnahme und Stoffwechsel
Der menschliche Körper nutzt Galaktose zur Gewinnung von Energie - vor allem Säuglinge verwenden Galaktose aus der Muttermilch als Energiequelle. Der Milchzucker wird im Verlauf der Verdauung in seine beiden Einzelzucker aufgespalten. Diese werden im Dünndarm aufgenommen, ins Blut abgegeben und dann zur Leber transportiert. In gesunden Menschen wird Galaktose über den Leloir-Stoffwechselweg abgebaut. Dabei wird Galaktose zu Glukose umgewandelt, die dann durch die Glykolyse (Zuckerabbau) als Energielieferant dient oder in der Leber und Skelettmuskulatur als Glykogen (Speicherform von Glukose) gespeichert wird, um als Energiereserve zu dienen.
Galaktose wird häufig in Tiermodellen genutzt, um gezielt Gehirnalterung hervorzurufen, um beispielsweise Medikamente zu testen. Galaktose ist KEIN Süßstoff, der keinen Einfluss auf den Zuckerhaushalt hat. Galaktose hat nur deshalb einen geringen Blutzuckeranstieg, da 80% der Galaktose in der Leber zu Glukose verstoffwechselt und dann als Glykogen gespeichert wird.
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Glykämischer Index, Insulin und Energie
Wegen der insulinunabhängigen zellulären Aufnahme von Galaktose hat sie nur geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Der glykämische Index von Galaktose liegt bei 20 (Glukose = 100). Galaktose benötigt im Gegensatz zu Glukose kein Insulin, um in die jeweiligen Zellen (Muskulatur, Leber) zu gelangen. Die insulinunabhängige Verarbeitung von D-Galactose zu Energie ist besonders für Menschen mit Insulinresistenz vorteilhaft.
Nur etwa 20% der aufgenommenen Galaktose sind kurz darauf im Blut als Glukose zu finden. Weiter gedacht: Wer Süßigkeiten mit Galaktose zu sich nimmt, sich aber nicht bewegt („mit der Galaktose-Schoki auf dem Sofa liegen“), wird die zu Glucose und Glykogen umgewandelte Galaktose kaum oder gar nicht verbrennen. Damit werden auf Dauer die Glykogenspeicher der Leber überlastet.
Potenzielle gesundheitliche Vorteile
Schätzungen zufolge nehmen wir durchschnittlich etwa 18-50 mg Flavanole pro Tag zu uns. Verschiedene Studien zeigen, dass bestimmte Sorten reich an hochwertigen Kakaoflavanolen sind, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile mitbringen. Flavanole erhöhen die Freisetzung von Stickstoffmonoxid in den Gewebezellen unserer Blutgefäße. Dies hat zur Folge, dass die Blutgefäße erweitert werden und somit ein besserer Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen stattfindet.
Galaktose gilt als antioxidativ, d.h. sie könnte dazu beitragen, Zellen zu schützen und somit Körperzellen und Gewebe länger fit zu halten. Galactose kann sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch die Gedächtnisleistung verbessern. D-Galactose ist in der menschlichen Muttermilch enthalten, wo er dem Gehirn und anderen Organen des Babys als insulinunabhängige Energiequelle dient.
Bei hartem Training bilden sich Milchsäure und Ammoniak im Muskel. Die Einnahme von D-Galactose vor oder während des Sports kann die Produktion von Ammoniak reduzieren und den Körper bei der Ammoniakentgiftung unterstützen. In Kombination mit Glukose ist Galaktose der perfekte Energielieferant für den Sport. Während Glukose als schneller Energielieferant wirkt, kann Galaktose über einen längeren Zeitraum konstant Energie liefern, was vor allem für Ausdauersportler wichtig ist.
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Studien und Anwendungsfelder
In der Studie von Mohammad et al. wurde untersucht, wie sich Galaktose im Vergleich zu Glukose auf Blutzucker, Insulin, Lipide und Fettverbrennung auswirkt. Die Blutzucker- und Insulinwerte waren niedriger, wenn die Frauen das galaktosehaltige Getränk zu sich nahmen. Außerdem wurde festgestellt, dass die Fettverbrennung höher und die Proteinverbrennung niedriger war, wenn Galaktose verzehrt wurde.
Eine weitere Studie von Duckworth et al. kam zu ähnlichen Ergebnissen. Die Blutzuckerwerte waren während und nach der Belastung mit dem galaktosehaltigen Getränk signifikant niedriger. Zudem hatten die Probanden während der Einnahme des Galaktose-Getränks ein signifikant geringeres Hungergefühl, was auf eine erhöhte Sättigung durch Galaktose hinweist und für eine Gewichtsabnahme von Vorteil sein könnte.
In Alzheimer-Modellen für sporadische Formen kann im frühen Stadium der Erkrankung eine Verbesserung der Energieversorgung durch orale Gabe von Galaktose erreicht werden. Experimente im Tiermodell zeigen, dass über die Nahrung verabreichte Galaktose im Gehirn als Energiequelle nutzbar ist und in einigen Alzheimer-Tiermodellen positive Effekte auf die kognitiven Fähigkeiten haben kann.
Risiken, Nebenwirkungen und Einschränkungen
Die bisherigen Erkenntnisse zur Wirkung der Galaktose sind im Wesentlichen im Tiermodell erforscht worden. Langzeitaufnahme von Galaktose verursacht dabei Fehlfunktionen in den Mitochondrien, so dass die Energiegewinnung der Gehirnzellen gestört wird. Zudem führt eine hohe Galaktose-Menge bei Ratten zu einer verringerten Reaktivität der Serotoninrezeptoren. Dadurch wird weniger Serotonin aufgenommen. Außerdem kam es zu einem Mangel an Gangliosiden, wichtigen Verbindungen in den Zellmembranen der Gehirnzellen, die für die Zellkommunikation wichtig sind.
Diese kurzfristig positive Wirkung geht jedoch bei chronischer Verabreichung verloren und es werden oxidative Schäden im Gedächtniszentrum schon bei relativ geringen mit der Nahrung verabreichten Mengen beobachtet. Geht man davon aus, dass die Tierbefunde auf Menschen übertragbar sind, dann hat der Ersatz von Haushaltszucker oder von Glukose durch Galaktose im Alltag der meisten Menschen eher negative Wirkung auf die Körperfunktionen und die Gehirngesundheit.
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Die parenterale Verabreichung von Galaktose führt in Tiermodellen zu Alterungsprozessen, Entzündungen oder oxidativem Stress, die wiederum die Entstehung von Krankheiten wie Diabetes, Demenz und Krebs begünstigen. Diese Nebenwirkungen wurden ausschließlich in Tiermodellen beobachtet, die auf die o.g. Weise durchgeführt wurden.
Wichtiger Hinweis: Menschen mit Galaktosämie, einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, dürfen keine Galaktose zu sich nehmen. Ihnen fehlen spezifische Enzyme, die für die Verstoffwechselung von Galaktose verantwortlich sind.
Galaktose in Schokolade: praktische Aspekte
Die Verwendung von Galaktose als Ersatz für die problematische Glukose erscheint zunächst attraktiv, da der Blutzuckeranstieg kurz nach der Aufnahme von Galaktose deutlich geringer ist. D-Tagatose und D-Galactose sind zwei Zuckervarianten mit niedrigem glykämischen Index, die den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen. Die Kombination beider Zuckervarianten ermöglicht eine intelligente Energiezufuhr, die die Leistungsfähigkeit von Gehirn, Nerven und Muskulatur unterstützt.
Verschiedene Forschungsergebnisse und Produktentwicklungen kombinieren das schokoladige Geschmackserlebnis mit intelligenten Zuckern, darunter Tagatose und Galactose, funktionellen Ballaststoffen, Tocotrienolen und weiteren interessanten Zutaten. Die sekundären Pflanzenstoffe, auch Flavonoide genannt, sind in unterschiedlichen Mengen auch in Schokolade enthalten. Flavanole, eine Untergruppe der Flavonoide, kommen in vielen verschiedenen Früchten wie Weintrauben, Äpfeln und Aprikosen sowie in Tee und Schokolade vor.
Obwohl Schokolade eine potenzielle Quelle von Flavanolen darstellt, greifen die meisten Verbraucher aus geschmacklichen Gründen auf Schokolade mit geringerem Kakaoanteil und höherem Zucker- und Fettgehalt zurück. Diese Schokoladen enthalten weniger Flavanole und sind für eine gesundheitsbewusste Ernährung eher ungeeignet. Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil und "schlechten" Zuckern enthält bis zu 200 mg / 100 g Epicatechin, eine wertvolle Art von Flavanolen.
Anwendungs- und Dosierungsempfehlungen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass maximal 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus freien Zuckern stammen sollten. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen Erwachsene durch eine Mischkost typischerweise zwischen 3 und 14 g Galaktose pro Tag auf. Laut Studien ist eine tägliche Aufnahme von bis zu 0,5 g Galaktose pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene verträglich, wobei eine maximale Aufnahme von 50-60 g Galaktose pro Tag als akzeptabel gilt.
Die Tagesdosis beträgt 3-mal täglich 1 TL Galactose, was 9 bis 12 g entspricht. D-Galactose Pulver ist eine beliebte Form, in der dieser besondere Zucker als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird. Es ist in der Regel hochrein und frei von Zusatzstoffen. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel sollten etwa eineinhalb Stunden vor einer Mahlzeit oder danach eingenommen werden.
Praktische Hinweise: Geschmack, Backen und Verträglichkeit
Galactose schmeckt nur schwach süß. Galactose ist nicht gut hitzeverträglich und sollte daher nicht zum Kochen und Backen verwendet werden. Galactose süßt nur schwach und ist daher kein guter Zuckerersatz, wenn Sie sehr süße Produkte wünschen. Wenn Sie es süßer mögen, geben Sie Goviosid hinzu, einen Zuckerersatz aus Erythrit und Stevia, der null Kalorien hat und genauso süßt wie Haushaltszucker.
Als dauerhafter Zuckerersatz ist Galaktose aufgrund seiner negativen Auswirkungen auf Leber und Gehirn jedoch nicht empfehlenswert. Ebenso wenig ist der regelmäßige Verzehr Galaktose-gesüßter Produkte geeignet. Sollten Sie mal ein Stück Schokolade oder andere Süßigkeiten mit Galaktose essen, wird dies im Einzelfall keine größeren Probleme verursachen.
Spezielle Einsatzgebiete und Produktinnovationen
Die bislang einzige Verwendung mit positivem Effekt, ist in der Frühphase sporadischer Alzheimer-Erkrankungen, um die Energieversorgung eines insulinresistenten Gehirns zu verbessern. In solchen Fällen ist eine hohe finanzielle Ausgabe sicher sinnvoll. Inzwischen wurde ein innovatives Präparat mit dem Namen Z3-MaxEnergie Pulver entwickelt. Es handelt sich dabei um eine einzigartige und optimal aufeinander abgestimmte Kombination von D-Galactose, D-Ribose und Isomaltulose.
Schokolade kann heute mehr, als nur geschmacklich überzeugen. Produkte wie TaGa Schokoriegel - Minze oder TaGa Schokoriegel - Kokosnuss bieten ein großartiges Genusserlebnis und enthalten einen hohen Anteil an Edelkakao Flavonoiden. Darüber hinaus überzeugen Sie mit der Funktionalität aus Tagatose-Galaktose, resistentem Dextrin als Ballaststoffen, Tocotrienolen und weiteren interessanten Inhaltsstoffen in den Rezepturen, die eine Reihe an gesundheitlichen Vorteilen bieten.
Tabelle: Vor- und Nachteile von Galaktose in Schokolade (Kurzüberblick)
| Vorteile | Nachteile / Risiken |
|---|---|
| Geringerer akuter Blutzuckeranstieg (GI ~20) | Langzeitrisiken in Tiermodellen: Mitochondrienschäden, oxidativer Stress |
| Insulinunabhängige Aufnahme, nützlich bei Insulinresistenz | Teures Produkt, höhere Produktionskosten |
| Unterstützt möglicherweise Gehirnenergie bei frühem Alzheimer | Schwache Süßkraft, ungeeignet zum Backen |
| Potenzielle antikariogene Wirkung | Nicht geeignet für Menschen mit Galaktosämie |
Fazit zur Verwendung von Galaktose in Schokolade
Schokolade mit Galaktose kombiniert das Potential von Kakaoflavanolen mit den Eigenschaften eines Zuckers mit niedrigem glykämischen Index. Die Kombination aus hochwertigem Kakao und intelligenten Zuckern wie Galaktose kann Verbrauchern ein Genussprodukt mit funktionellen Eigenschaften bieten. Die bisherigen Erkenntnisse zur Wirkung der Galaktose sind jedoch im Wesentlichen im Tiermodell erforscht worden. Als dauerhafter Zuckerersatz ist Galaktose aufgrund seiner negativen Auswirkungen auf Leber und Gehirn nicht uneingeschränkt empfehlenswert, während der gelegentliche Genuss galaktosegesüßter Schokolade im Einzelfall unbedenklich erscheint.
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