Schokolade mit Birkenzucker selber machen: Rezept und ausführliche Anleitung
Ich verrate euch heute mein Grundrezept für selbstgemachte vegane und glutenfreie weiße Schokolade aus nur 4 Zutaten und ohne Rohrzucker! Ich hatte schon lange den Wunsch eine weiße vegane Schokolade mit alternativem Süßungsmittel zu kredenzen. Denn nach meinem Grundrezept für dunkle vegane und zuckerfreie Schokolade hat die weiße Schokolade für mich einfach noch gefehlt! Nun kann ich euch ein Rezept für eine vegane und zuckerfreie weiße Schokolade aus nur 4 Zutaten präsentieren. Von dem Ergebnis bin ich total begeistert.
Warum selbstgemachte Schokolade?
Die Kunst der Schokoladenherstellung liegt darin, das Beste aus natürlichen Zutaten herauszuholen. Wenn Du Schokolade selber machst, weißt Du genau, was in Deiner Schokolade steckt - keine versteckten Zusatzstoffe, nur pure, hochwertige Zutaten. Zudem bietet das Selbermachen eine kreative Freiheit, die industrielle Schokolade nie bieten kann. Du kannst den Süßegrad, die Textur und die Aromen ganz nach Deinen Wünschen anpassen.
Grundprinzipien für weiße, zuckerfreie Schokolade
Herkömmliche weiße Schokolade besteht in der Regel aus Kakaobutter, Zucker und Milchpulver sowie Vanille. Und anders als dunkle Schokolade enthält sie keine Kakaobohnen. Genau das ist die Krux an der Geschichte. Bei weißer Schokolade kann man nicht so schön mit dem Kakaogehalt spielen, wie bei einer Zartbitterschokolade. Damit sich die weiße Schokolade überhaupt Schokolade nennen darf ist Kakaobutter wichtig, aber die spielt uns in die Hände, denn das Fett hat keine Kohlenhydrate.
Du möchtest weiße Schokolade selber machen, aber ohne Zucker und ohne viele Kohlenhydrate? Dann kann ich dir mit diesem Rezept vielleicht behilflich sein. Bei dieser Schokolade ist besonders, dass sie einfach das Milchpulver weglassen und stattdessen auf andere Zutaten setzen kann. Damit hat die Schokolade tatsächlich keine verwertbaren Kohlenhydrate, wenn man Erythrit oder andere geeignete Süßungsmittel verwendet.
Zutaten (Basisrezept, ergibt etwa 1 Tafel oder 1 Silikonform)
- 60 g Kakaobutter
- 40 g rohes Kakaopulver (zuckerfrei) - alternativ kann man auch weniger Kakao verwenden für eine hellere Schokolade
- 1 EL Nussmus (Cashewmus empfohlen; alternativ Mandelmus)
- 1-2 EL Süße nach Wahl: Erythrit (Puderform) oder Birkenzucker/Xylit; bei Erythrit entsteht ein leichter "Crunch"
- etwas Vanille, Zimt oder Tonkabohne (optional)
Besondere Hinweise zu Süßungsmitteln: Birkenzucker (Xylit) vs. Erythrit
Birkenzucker, auch bekannt als Xylit, war meine zweite Wahl - hier ist die Menge an verwertbaren Kohlenhydraten um die Hälfte reduziert. Aber zum einen bleibt nach wie vor die Hälfte an Kalorien und zum anderen reagiere ich bei Verzehr von mehr als einem kleinen Stückchen Xylit-Schokolade mit starken Verdauungsbeschwerden. Kennt ihr das auch? Aufgeben ist nicht mein Ding. Also habe ich einfach mit Erythrit - einem durch Fermentation gewonnenen Zuckeralkohol ohne verwertbare Kalorien - weiterprobiert. Und siehe da: Das Ergebnis ist super lecker und auch nach Verzehr der halben Tafel habe ich keinerlei Verdauungsbeschwerden bemerkt.
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In rohem Kakao finden sich außerdem wichtige Antioxidantien, die das Herz-Kreislauf-System gesund erhalten können. Die enthaltenen Antioxidantien fördern eine gute Durchblutung und senken das „schlechte“ LDL-Cholesterin.
Ausrüstung und Vorbereitung
- Wasserbad (Topf mit Wasser und eine Edelstahlschüssel oder Schmelzschale)
- Schneebesen
- Silikonform oder Backpapier auf einem Blech
- evtl. Puder-Erythrit (zum besseren Einrühren)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Wasserbad vorbereiten: Fülle einen Topf mit Wasser und erhitze es auf 45-50 °C.
- Kakaobutter schmelzen: Gebe die Kakaobutter in eine Schmelzschale und setze diese in das Wasserbad. Lass' die Kakaobutter langsam schmelzen, während Du sie gelegentlich umrührst. Stell' sicher, dass kein Wasser in die Schmelzschale gelangt, da dies die Schokolade beeinträchtigen kann.
- Süßen: Nimm' die Schmelzschale aus dem Wasserbad. Füge Erythrit (idealerweise Puder-Erythrit) oder Xylit hinzu und rühre kräftig. Erythrit unterrühren. Die Kristalle werden sich nicht vollständig auflösen und sorgen dadurch für einen spannenden „Crunch“ in der Schokolade.
- Nussmus und Kakaopulver einrühren: Cashewmus, Kakaopulver, Vanille und 1 Prise Salz hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Die Kakaobutter sollte nicht zu heiß werden. Die Kakaobutter grob zerteilen und schmelzen. Jetzt im Winter kann man die Kakaobutter dafür einfach auf die warme Heizung stellen und immer wieder umrühren.
- Optional: Aromen und Zusätze: Wer mag, etwas Süße (z. B. Puder-Erythrit-Stevia) und Würze (z. B. Zimt oder Vanille) nach Wahl hinzufügen und in eine Schokoladen-Silikon-Form füllen.
- Gießen: Ein Blech mit Backpapier auslegen, Schokoladenmasse in der gewünschten Form darauf gießen. Ich habe beim Gießen darauf geachtet, dass das Ergebnis einer länglichen Schokoladentafel ähnelt - eurer Fantasie sind aber beim Gießen keine Grenzen gesetzt.
- Toppings: Abschließend Nüsse und Flower Power auf die Schokoladentafeln streuen. Du kannst die Toppings nach Belieben einzeln oder beides gemischt auf die Tafeln streuen. Ich mag die weiße vegane Schokolade besonders gerne, wenn ich sie mit ein paar gefriergetrockneten Beeren verfeinere.
- Aushärten: Die Tafeln auf dem Backpapier etwa 2 Stunden aushärten lassen. Die Schokoladentafeln zum Auskühlen 30 min in den Kühlschrank stellen. Wichtig: Die Schokolade sollte immer kühl gelagert werden, da sie sonst leicht schmilzt!
Varianten und Ideen zum Verfeinern
Ihr könnt eure weiße vegane Schokolade natürlich auch noch etwas verändern, beispielsweise durch die Zugabe von gehackten Nüssen, getrockneten Früchten oder anderen Gewürzen wie Zimt oder Tonkabohne. So könnt ihr ganz verschiedene Varianten zubereiten. Ich mag die weiße vegane Schokolade besonders gerne, wenn ich sie mit ein paar gefriergetrockneten Beeren verfeinere. Die gefriergetrockneten Beerenmischung ist sehr spannend, denn die säuerliche und fruchtige Note gleicht die süße und eher schwere geschmackliche Note der weißen Schokolade sehr gut aus.
Als Topping eignen sich z. B. Mandeln und Berberitzen, Mandeln, Pistazien, gefriergetrocknete Himbeeren, Kokosraspel oder Gojibeeren. Hübsch verpackt, eignet sich die zuckerfreie Schokolade klasse als Geschenkidee.
Tipps für beste Ergebnisse
- Temperieren: Damit die Schokolade später schön knackig ist und glänzt muss sie entsprechend temperiert werden, d.h. die richtige Temperatur (zwischen 28 und 33 °C) beim Gießen haben.
- Kakaobutter nicht zu heiß werden lassen, der Schmelzpunkt liegt zwischen 28 und 36 °C.
- Bei Verwendung von Erythrit: Beachte, dass Erythrit schnell auskristallisiert und so einen körnigen Geschmack hinterlässt; die Kristalle können aber als "Crunch" gewünscht sein.
- Bei Xylit vorsichtig dosieren, da es bei manchen Menschen Verdauungsbeschwerden verursachen kann.
- Die Schokolade dunkel und kühl (nicht zu warm, max. 25 °C) lagern.
Rezeptübersicht als Tabelle
| Zutat | Menge | Funktion |
|---|---|---|
| Kakaobutter | 60 g | Fettbasis, sorgt für "Schokoladengeschmack" und Schmelz |
| Rohkakaopulver | 40 g | Schokoaroma; Rohkakao enthält Antioxidantien |
| Nussmus (z. B. Cashew) | 1 EL | macht die Schokolade cremig |
| Erythrit / Xylit | 1-2 EL | Süßung (Erythrit: kalorienfrei; Xylit: zahnfreundlich, kann Verdauung belasten) |
Weitere Rezeptideen und Kombinationen
Du kannst das Rezept auch verwenden um vegane Trüffel oder selbstgemachte Bounty Kokosriegel zu produzieren - oder Nussecken und Co. damit zu überziehen. Für einen persönlichen Touch kann man die fertigen Schokoladentafeln am Ende dekorieren. Mit diesen Rezepten als Basis kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen und Deine Schokolade individuell gestalten.
Probiert doch als Topping mal ein paar zerbröselte Dinkelkekse oder karamellisierte Mandeln. Ein Tipp für gute Ergebnisse: Wer mag, kann die fertige Masse mit gefriergetrockneten Himbeeren pimpen - hier sind dir natürlich keine Grenzen gesetzt.
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Kurzer Serviervorschlag
Die Tafeln können in Stücke gebrochen und in ein Einmachglas oder eine Dose gegeben werden. Wahrscheinlich wird die Schokolade die 2-3 Wochen aber sowieso nicht überleben, weil sie einfach zu lecker ist!
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