Herstellung und Bedeutung des Schoko-Nikolaus mit Bischofsmütze
Sie schmecken beide himmlisch und sehen einander zum Verwechseln ähnlich: Der lange weiße Bart, die ungewöhnliche Kleidung, die füllige Statur - die Schoko-Ausgaben von Nikolaus und Weihnachtsmann können auf den ersten Blick nur von Profis auseinander gehalten werden. Auch wenn Mitra, Bischofsstab und Ring den Heiligen aus Myra eindeutig kennzeichnen.
Geschichtlicher Ursprung und religiöse Bedeutung
Die Figur des Nikolaus geht zurück auf den für seine Mildtätigkeit bekanntgewordenen Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Der als Freund der Kinder geltende Heilige soll um das Jahr 350 gestorben sein, vermutlich an einem 6. Dezember. Seine Gebeine wurden Legenden zufolge 1087 von italienischen Seeleuten aus dem inzwischen islamisch gewordenen Myra geraubt und nach Bari in Apulien gebracht.
Im mittelalterlichen Abendland wurde St. Nikolaus zum Nothelfer in allen möglichen Lebenslagen für Schüler, Liebende und Heiratswillige. Seefahrern galt er als Patron und Helfer bei Gefahren auf See. In zahlreichen Überlieferungen wird der Einsatz des Nikolaus zum Wohle der Kinder geschildert. Wer artig war, wird vom Nikolaus mit "Apfel, Nuss und Mandelkern" belohnt, wie es in einem bekannten Gedicht von Theodor Storm heißt. Heute bekommen die Kinder meistens Süßigkeiten.
Der Heilige Nikolaus hat Werte wie Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen und Benachteiligten gelebt - und er würde sich sicher auch heute dafür einsetzen, in Süd und Nord. Diese Werte sind auch für den Fairen Handel zentral. Der GEPA-Schokobischof soll an den „Heiligen Nikolaus“ erinnern, geboren um 286 nach Christus, der zwischen 345 und 351 in Myra, dem heutigen Demre im Süden der Türkei, als Bischof gewirkt hat.
Unterschied Nikolaus vs. Weihnachtsmann
Viele Menschen verwechseln heute den Nikolaus mit dem Weihnachtsmann, dabei haben beide Figuren unterschiedliche Ursprünge und Bedeutungen. Der heilige Nikolaus, Bischof von Myra, lebte im 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei und ist bekannt für seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Der Weihnachtsmann hingegen hat seinen Ursprung in der Folklore und wurde im 19. Jahrhundert stark von der Figur des „Santa Claus“ geprägt.
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Der weltliche Weihnachtsmann hingegen geht auf den niederländischen „Sinterklaas“ zurück, den die Auswandererfamilien mit in die Neue Welt nahmen. Er hat zwar im Kern dieselben Wurzeln, sein Gedenktag wurde jedoch auf Weihnachten verlegt und umgewidmet, sodass der Heiligenbezug verloren ging. So wurde aus ihm der in den USA bekannte „Santa Claus“ mit rotem Mantel und weißem Bart.
Aus kirchlicher Sicht hat der am Konsum orientierte Weihnachtsmann der Geschenke-Industrie nichts mit dem Bischof Nikolaus zu tun, der selbstlos Menschen in Not geholfen habe. In den vergangenen Jahren haben kirchliche Organisationen Initiativen gestartet, um das Andenken des Heiligen zu fördern und vom Weihnachtsmann der Werbung abzugrenzen.
Tradition und Wandel: Verbreitung des Schoko-Nikolaus
Noch in den 1930er Jahren waren Schoko-Nikoläuse in katholischen Regionen stark verbreitet. In den folgenden Jahrzehnten nahm die Bedeutung des Heiligen jedoch stark ab - auch "weil der Weihnachtsmann inzwischen in der Alltagskultur angekommen war".
Meistens ist der Weihnachtsmann alleine im Supermarktregal anzutreffen, denn bereits seit vielen Jahrzehnten ist er der unangefochtene Champion an der adventlichen Ladenkasse. Das Nordeuropa-Hilfswerk aus Paderborn wirbt seit 2002 mit ihrer Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" für das Nikolaus-Brauchtum und hat durch ihre Initiative dafür gesorgt, dass der Schoko-Bischof auf dem Vormarsch ist.
Seit diesem Jahr drücke man sich wohlwollender aus: "Wir sagen nun: Am 6." Aus Nord- und Ostdeutschland, traditionell nicht-katholischen Regionen, kam Kritik: „Die Gläubigen haben uns gebeten, ihre Lebensrealität zu akzeptieren. Der Weihnachtsmann ist in der Gesellschaft verwurzelt und kein bewusster Ausdruck gegen den christlichen Glauben“, erklärt Sr. Theresita.
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In der Tat tun sich viele große Firmen der Schokoladen-Branche wesentlich schwerer mit dem Nikolaus als kleinere Unternehmen, von denen selbst nur eine Handvoll Schoko-Bischöfe herstellt. So sind etwa von den beiden größten Schokoladen-Marken Milka und Lindt in Deutschland keine Nikoläuse erhältlich. Sehr wohl aber in Österreich, wo die Schokoladenfiguren des Heiligen auch im Einzelhandel einen etablierten Platz haben.
Initiativen und Fair-Trade-Projekte
Seit 13 Jahren schon wird der Schoko-Nikolaus durch MISEREOR und GEPA, dem von kirchlichen Organisationen ökumenisch getragenen „Fair Handelshaus“ mit Sitz in Wuppertal, pfiffig und engagiert unterstützt. Mitarbeiter von MISEREOR engagierten sich schon 2004 dafür, dass der erste fair gehandelte Schokoladen-Nikolaus auf den Markt kam.
Bis 2016 sind 1,8 Millionen Nikoläuse mit Mitra und Bischofsstab verkauft und jedes Jahr ausverkauft worden. 2017 werden weitere 428.000 Schoko-Bischöfe dazukommen. Sie sind erstmals auch in einigen Supermärkten zu kaufen. Vor allem Weltläden und kirchliche Aktionsgruppen engagieren sich für den heiligen Nikolaus und verkaufen ihn vor dem 6.
„Wir wollen den echten Nikolaus und seine Werte wiederentdecken, den Mann, der das Geld seiner Eltern an die verschenkte, die es wirklich brauchten, den Mann, der für Solidarität und Teilen steht“, erläutert Thomas Antkowiak. Und damit könne er eine Identifikationsfigur für den Fairen Handel sein. Den Menschen, die beispielsweise Kakao und Zucker anbauen, durch Fairen Handel ein besseres Leben zu ermöglichen.
Herstellung: Von der Bohne zur Schokofigur
Um das Jahr 1820, also vor rund 200 Jahren, sollen sich die ersten Konditoren an die künstlerisch herausfordernde und symbolträchtige Figur getraut haben und die ersten, manuell geformten Exemplare zum Verkauf angeboten haben. Wenige Jahrzehnte später schufen ebenfalls Konditoren die ersten Schokoladenhohlfiguren zur Weihnachtszeit. Doch für den Durchbruch zum Massenphänomen brauchte es die industrielle Fertigung in größeren Mengen.
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Dann, ab den 1950er Jahren, nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf und durch neue Verfahren konnte die Schokolade in verschließbare Formen gegossen werden. So entstanden die noch heute beliebten Relief-Weihnachtsmänner. Darauf aufbauend und, eine aus Dänemark stammende Erfindung nutzend, begann in der Folge die Herstellung von Hohlfiguren, die dann geschleudert werden, so dass die flüssige Schokolade innen an der Form gleichmäßig verteilt wird.
So entstehen die perfekt ausgeformten und mit vielen Details verzierten kleinen Kunstwerke. Ein Verfahren, dass auch bei Osterhasen eingesetzt wird - aber immer neu auf Basis frischer Kakaobohnen - denn aus Weihnachtsmännern werden keine Osterhasen und auch nicht umgekehrt.
Praxisbericht aus der Produktion (GEPA / Klett Schokolade)
Hergestellt werden die GEPA-Nikoläuse im schwäbischen Nehren. „Wir beginnen schon im Mai mit der Produktion der Weihnachtsprodukte, die bis Mitte November dauert“, erläutert Ulf Baum, Geschäftsführer von „Klett Schokolade“, vor Ort die Herstellung. Damit sich am Ende jeweils 20 Nikoläuse in Reih und Glied auf einer Verkaufsverpackung versammeln und stolz verkünden können: „Ein Produkt aus Fairem Handel!“, bedarf es eines ausgeklügelten Produktionsprozesses.
Zunächst stehen tonnenweise flüssige fair gehandelte Bio-Schokolade der GEPA in einem Edelstahltank bei 48 Grad bereit. Die Schokolade wird ständig gerührt, damit sich Kakaobutter und Zucker nicht trennen. Die Schokoladenmasse wird in eine Hälfte der Form gegossen, die zweite darauf gesteckt und 15 Minuten geschleudert. Danach werden die Formen von Hand geöffnet. Die Nikoläuse haben einen schönen Glanz und man kann genau die Konturen erkennen. 3.500 Nikoläuse werden pro Stunde hergestellt.
Handwerkliche Manufakturen und Produktvielfalt
In unserer Bean-to-Bar Schokoladenmanufaktur legen wir besonderen Wert auf die Qualität und Herkunft des Kakaos. Jeder Schokoladen-Nikolaus wird mit viel Liebe und Sorgfalt hergestellt. Im Pott au Chocolat ist die Herstellung unseres Schoko-Nikolaus oder Schoko-Weihnachtsmann noch echtes Handwerk.
Bei uns in Dortmund beginnt alles mit der Auswahl der besten Kakaobohnen, die wir zu feiner Schokolade verarbeiten, die anschließend in Formen zu filigranen, Hohlfiguren gegossen wird. Jede Figur wird danach einzeln in liebevoll gestaltete rote Geschenkverpackung verpackt, die mit einem schönen Etikett mit eigenem Design in größerer Auflage auch personalisiert werden kann.
Unsere Schoko-Nikoläuse und Schoko-Weihnachtsmänner gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, um allen Vorlieben gerecht zu werden. Neben der klassischen Vollmilchschokolade bieten wir auch dunkle Schokolade und feinste vegane “ohne Milch” Schokolade an.
Ein Schoko-Weihnachtsmann oder -Nikolaus ist nicht nur wegen seines Geschmacks beliebt, sondern auch wegen seiner optischen Erscheinung. Die Verpackung spielt eine wesentliche Rolle, denn sie macht die Schokoladenfigur zu einem echten Hingucker. Ob in klassischem Rot oder in festlichem Gold umwickelt - unsere Schoko-Nikoläuse und Schoko-Weihnachtsmänner sind liebevoll einzeln verpackt, um ihre Frische zu bewahren.
In unserer Manufaktur setzen wir auf Nachhaltigkeit und fairen Handel. Uns ist es wichtig, dass alle Beteiligten in der Produktionskette fair bezahlt werden und unter guten Bedingungen arbeiten können. Unsere Schoko-Nikoläuse werden daher aus fair gehandelten Kakaobohnen hergestellt, sodass wir sicherstellen können, dass die Kakaobauern für ihre harte Arbeit angemessen entlohnt werden.
Markt, Zahlen und Export
Heute sind Schoko-Weihnachtsmänner aus der Adventszeit nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2021 rund 160 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und Weihnachtsmänner hergestellt. Knapp ein Drittel dieser besonderen Begleiter durch die Weihnachtszeit werden exportiert und erfreuen die Menschen in Europa und Übersee.
Es gibt sie in vielen Größen, von Mini bis Maxi und in verschiedenen Sorten - etwa mit unterschiedlich hohem Kakaoanteil. Ihren ersten großen Auftritt haben sie am Nikolausmorgen, dem 6. Dezember, wenn die glitzernd eingewickelten Nikoläuse Groß und Klein erfreuen.
Soziale Aspekte und mediale Präsenz
Kurz vorm Weihnachtsfest droht die Geschichte des heiligen Nikolaus wieder im amerikanischen Weihnachtsmann-Kommerz unterzugehen. Leuchtende Augen, Weihnachtsmusik und jede Menge strahlende Lichter.“ Das schrieb die Leipziger Volkszeitung im vergangenen Jahr über die Ankunft der Coca-Cola Weihnachtstrucks. Sie zeigen einen weißhaarigen Herrn mit buschigem Bart und rosigen Wangen in roter Jacke, der eine Flasche der berühmten Brause trinkt.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht weltweit weiter auseinander. Schon zu Zeiten von Nikolaus waren krasse soziale Gegensätze ein Thema. Er selbst kam aus gutem Hause, aber statt wegzuschauen, hat er gehandelt und Arme vor Ausbeutung geschützt - man erzählt sich folgende Legende: Eines Nachts kam Nikolaus am Haus einer Familie vorbei, die so arm war, dass die drei Töchter als Prostituierte ihr Geld verdienen mussten. Um die jungen Frauen aus dieser Not zu retten, warf Nikolaus drei Beutel mit Gold durch das Fenster des Hauses.
„Wir wollen den echten Nikolaus und seine Werte wiederentdecken.“ … dass der echte Schoko-Nikolaus wieder in aller Munde ist - und mit ihm die Werte, für die er steht. Seit 50 Jahren zeigen wir gemeinsam mit unseren Partnern, was bewusster Konsum bewirken kann.
Praktische Tipps: Nikolaus finden und selbst gestalten
Für alle, die bis zum Nikolaustag keinen Schoko-Bischof im Laden gefunden haben, bietet die "Weihnachtsmannfreie Zone" zudem eine Last-Minute-Lösung: einen Bastelbogen mit Mitra, Bischofsstab und Rauchmantel zum Ausdrucken.
Ein personalisierte Schokoladentafel ist das perfekte Firmen Geschenk für Mitarbeiter und Geschäftsfreunde in der Vorweihnachtszeit. In unserer Manufaktur bieten wir die Möglichkeit, die Verpackung von Schokoladen-Weihnachtsmann und Co mit individuellen Botschaften oder Firmenlogos zu versehen.
Beispiel: Typische Produktionsschritte in Kurzform
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| Auswahl der Bohnen | Beste Kakaobohnen, oft fair gehandelt |
| Temporierung | Schokolade wird auf geeignete Temperatur gebracht und gerührt |
| Gießen & Schleudern | Formen werden gefüllt und geschleudert, 15 Minuten Schleudervorgang |
| Öffnen der Formen | Handarbeit: Formen öffnen, Nacharbeiten, Glanz prüfen |
| Verpackung | Individuelle Geschenkverpackung, optional personalisiert |
Ob Nikolaus oder Weihnachtsmann - beide Figuren haben ihren festen Platz in der Weihnachtszeit und bereichern diese auf ihre eigene Weise. Während der Nikolaus uns an die Werte der Großzügigkeit und Nächstenliebe erinnert, bringt der Weihnachtsmann Freude und Geschenke in die Herzen der Kinder.
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