Veganes Schoko-Kokos-Eis Rezept — einfach & cremig
Hier in Hamburg und vermutlich in den meisten hippen Großstädten ist es vielleicht kein Unding mehr, an veganes Eis zu gelangen, allerdings muss ich sagen, dass das Eis essen mit mehr als zwei Personen mitunter auch ganz schön ins Geld gehen kann und ich allein schon aus dem Grund gerne Eis auch selber mache. Das Schöne an der Eis-Eigenproduktion ist, dass man komplett frei in der Geschmacksgestaltung und der Zuckerzugabe ist.
Warum dieses Rezept?
Ich liebe Kokoseis, und die Kombination mit Schokolade ist einfach himmlisch! Schoko-Kokos-Eis vegan wird durch die Kokosmilch ganz besonders cremig. Kokosmilch punktet außerdem mit Laurinsäure, die gegen Krankheitserreger wirksam ist, da sie laut Studien Bakterien, Pilze und Viren abtöten kann. Das Rezept funktioniert mit wenigen einfachen Zutaten.
Zutaten (Beispiel: Popsicles für 8 Stück)
- 150 g Cashews (4 Stunden eingeweicht)
- 250 ml Wasser
- 60 g von der festen Masse, die sich in der Kokosmilch befindet
- 20 g Kokosöl (geschmolzen oder sehr weich)
- 2 EL Kokosblütenzucker (optional) oder alternative Süße nach Wahl
- Eine Prise Salz
- Etwas Vanille
- 25 g Backkakao
- 2-4 EL Pflanzenmilch (bei Bedarf)
- 80-100 g vegane Schokolade
- Nüsse, Beeren, Kerne, Kakaonips, Kokosraspeln oder Deko eurer Wahl
Alternative Basisvarianten und Süßungsmöglichkeiten
Da das Eis ohne weißen Zucker, Sahne und Ei auskommt, ist es etwas zickiger bei der Lagerung. Wenn ihr die Eismasse zu flüssig macht, schmeckt sie natürlich auch eher dünn. Aus dem Grund hab’ ich mich mal umgeschaut, was man so alles für Eis verwenden kann, um auf die Zugabe von Haushaltszucker verzichten zu können. Wie auch bei Backrezepten kann man hier mit süßen Früchten und Beeren arbeiten. Im Fall dieser Kokos-Schoko-Eiscreme sind das getrocknete Datteln. Ich finde den Begriff »getrocknete Datteln« immer etwas verwirrend - wirklich trocken sind die Dinger ja nicht, wenn man sie kauft. Schön weich, super klebrig und süß. Natürlich ist da auch Zucker drin, deshalb bedeutet das »ohne Zuckerzusatz« bei diesem Eis eigentlich nur, dass kein weißer Zucker zugesetzt wurde.
Vorbereitungsschritte
- Die Cashews weicht ihr mindestens 4 Stunden lang in der oben angegebenen Wassermenge ein - länger darf, kürzer nicht. Der Vorabend bietet sich für solcherlei Aktivitäten auch immer gut an.
- Stellt die Eisschüssel in die Kühltruhe und mindestens über Nacht lagern, falls eine Eismaschine verwendet wird. Es ist ideal, die Schüssel immer in der Kühltruhe aufzubewahren, damit sie jederzeit einsatzbereit ist.
- Wenn ihr Datteln statt Zucker nutzt: Die Datteln zusammen mit etwas Kokosmilch in einen Food Processor (oder starken Mixer) geben und cremig pürieren. Nach und nach den Rest der Kokosmilch dazugeben und mixen. Vanille Extrakt und Kakao dazugeben und untermixen.
Zubereitung - Schritt für Schritt (Popsicles-Version)
- Sind die Cashews eingeweicht, gebt ihr sie, zusammen mit dem Einweichwasser, in euren Hochleistungsmixer und gebt ordentlich Stoff. Wir möchten keinerlei Stückchen mehr haben!
- Habt ihr nun eine cremige Masse im Mixbehälter, fügt ihr den festen Teil der Kokosmilch, das Kokosöl, den Kokosblütenzucker (oder auch nicht), Vanille und Salz und ein Drittel des Kakaopulvers hinzu. Beginnt erstmal schööön langsam mit dem Mixen, anderenfalls habt ihr den Großteil der Zutaten am Behälterrand kleben.
- Nach und nach den Hebel auf den Tisch legen (die Drehzahl erhöhen), bis auch hier eine cremige Masse entstanden ist. Sollte das Ganze zu fest werden, gebt löffelweise etwas Pflanzenmilch hinzu. Die Masse darf keinesfalls flüssig werden!
- Die Eisformen werden jetzt zu einem Drittel mit der Eismasse gefüllt. Dann gebt ihr den Rest des Kakaos und ggf. noch einen Schluck Pflanzenmilch zu der restlichen Eismasse im Mixbehälter und wirbelt alles noch einmal durch. Die jetzt entstandene etwas schokoladigere Eismasse ergießt sich nunmehr auf das erste Drittel Eismasse, welches sich schon in den Formen befindet.
- In meinem Fall verschließe ich nun mittels Deckel die Form, stecke die Eisstiele hinein und ab in's Tiefkühlfach. Je nach verwendeter Eisform, kann sich diese Schlusssequenz bei euch etwas anders gestalten - ihr schafft das schon!
Zubereitung - Variante mit Eismaschine oder ohne
Die Masse in eine Eismaschine füllen und etwa 50-60 Minuten gefrieren lassen. Kurz vor Ende der Zeit die gehackte Zartbitterschokolade dazugeben und unterrühren lassen. Das fertige Eis für 1-2 Stunden ins Gefrierfach stellen und dann servieren. Alternativ ohne Eismaschine in eine gefrierfeste Box gießen, abdecken und mindestens 6-10 Stunden einfrieren.
Schokoladenüberzug & Finish
- Am nächsten Tag schmelzt ihr die Schokolade in einem Wasserbad und stellt euch eure Deko, gehakte Nüsse, Kokosraspeln etc. und einen Teller, der ins Eisfach passt, bereit.
- Jetzt weckt ihr die Eise aus dem Kurz-Winterschlaf indem ihr sie kurz in die flüssige Schokolade tunkt. Lasst ein bisschen Deko darauf rieseln und legt die hübschen Eise auf dem Teller ab.
- Arbeitet ein bisschen zügig und verfrachtet die Kunstwerke nochmal kurz ins Eisfach. Ca. 1 Stunde und ihr dürft das Eis genießen.
Tipps für maximale Cremigkeit
- Was echt wichtig ist, wenn ihr cremiges Eis herstellen möchtet, ist ein guter Mixer. Der Mixer sollte unbedingt so leistungsstark sein, dass er die Cashews und die restlichen Zutaten zu einer feinen Masse verarbeiten kann.
- Die Eismaschine sollte auf jeden Fall zum Einsatz kommen (falls Du eine hast) denn nur so wird das Eis wirklich cremig. Natürlich geht es auch ohne, aber durch das fehlende „Rühren“ beim Einfrieren, wird das Eis nicht so cremig. Du kannst nachhelfen, indem Du immer wieder im Einfrierprozess manuell durchrührst.
- Xanthan ist ein natürliches Bindemittel, das für eine atemberaubende Cremigkeit sorgt. Du möchtest es weglassen? Kein Problem, es wird trotzdem ein Eis, aber leider bei weitem nicht so cremig.
- Wenn das Eis gut durchgefroren ist, wird es recht hart - sobald ihr es aber wieder etwas antauen lasst, habt ihr ein leckeres und cremiges Eis parat.
- Zum Servieren die Masse nach etwa 30 Minuten im Gefrierprozess einmal mit einem Schneebesen umrühren, damit sie gleichmäßig erkaltet.
Wenige Zutaten, großer Geschmack
Ich sage nur: Super cremig, ultra schokoladig, leicht nussig, einen Hauch salzig und natürlich süß. Als wichtigste Zutat kommt natürlich Schokolade ins Spiel. Mittlerweile gibt es rein pflanzliche in so gut wie jedem Supermarkt. Sei es auf Basis von Hafer, Kokos oder Soja. Für den doppelten und intensiveren Schokoladengeschmack gesellt sich außerdem Kakao mit in die Mischung. Ich greife immer gerne auf Backkakao zurück. Dieser enthält oft keinen zugesetzten Zucker.
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Toppings & Serviervorschläge
- Zum Servieren könnt ihr gerne auf die Toppings eurer Wahl zurückgreifen. Mein Vorschlag wäre noch mehr Schokolade - natürlich - und knackige Mandeln.
- Wenn ihr Lust und Zeit habt, könnt ihr die Mandeln auch gerne noch kurz in einer Pfanne anrösten für einen noch intensiveren Geschmack.
- Weitere Ideen: Kokosraspeln, Kakaonips, gehackte Nüsse, frische Beeren.
Praktische Hinweise
- Ihr könnt nicht viel falsch machen. Einzig die Konsistenz ist beachtenswert.
- Wenn ihr die Eismasse zu flüssig macht, schmeckt sie natürlich auch eher dünn.
- Die klassischen, selbstgefertigten Eise (Apfelsaft in die Eiswürfelform gießen und einfrieren) kennen wir wohl alle aus Kindertagen. Ist ja mal ganz lustig, aber so ein richtiges Hochgefühl lösen sie, nachdem man den Geschmack ausgesaugt hat, auch nicht aus.
- Wer also darüber nachdenkt sich einen Hochleistungsmixer zuzulegen, dem kann ich den Vitamix TNC 5200 wärmstens empfehlen.
Nährwert & Kalorienhinweis
Dieses Eis hat einen entscheidenden Nachteil zu einem Eis auf Aquafaba-Basis: Es hat um einiges mehr Kalorien. Genauer gesagt hat eine Kugel Aquafaba-Schokoladeneis ~85 kcal Kalorien und das in einigen cashew-/kokosbasierten Rezepten ~169 kcal. Wenn Du das Eis als Dessert servieren willst, dann sieht es ganz toll in einer Eiswaffel aus.
| Variante | Hauptfettquelle | Besonderheit |
|---|---|---|
| Popsicles mit Cashew-Kokos | Cashews, Kokosöl, Kokosmilch | Cremig durch Nüssedichte; gut für Stieleis |
| Kokos-Schoko-Eis (ohne Zuckerzusatz) | Kokosmilch, ev. Datteln | Natürlich gesüßt durch Datteln; weniger weißer Zucker |
| Cashew-Kokos-Mandel Basis | Cashews, Kokosnussmilch, Mandelmilch | Xanthan für maximale Cremigkeit empfohlen |
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