Rezept: Schoko-Brownies mit Himbeeren – saftig, fudgy und fruchtig

Ein guter Brownie sollte im Inneren kompakt, saftig und außen ein bisschen knusprig sein. Richtig schön "fudgy", wie die Amerikaner sagen. Dabei hat mir genau das bei meinem allerersten Brownie, den ich in Amerika gegessen habe, so überhaupt gar nicht gefallen. Ich empfand das Backwerk als viel zu süß, zu klebrig und zu üppig. Schon nach dem zweiten Bissen hatte ich das Gefühl, dieser Brownie würde nicht nur ein dickes Polster auf meinen Hüften hinterlassen, sondern zusätzlich meinen Magen verkleben. Keine schöne Vorstellung und schon gar kein schönes Esserlebnis.

Heute weiß ich: Die Amerikaner lieben überzuckriges Gebäck. Bei vielen Rezepten, die ich seitdem aus amerikanischen Büchern nachgebacken habe, hatte ich zuvor die angegebene Zuckermenge stark reduziert. Und trotzdem war das Gebäck noch immer super süß. Das ist gut zu wissen, wenn man einmal Cupcakes, Cookies oder Cheesecake nachbacken möchte - oder eben auf der Suche nach dem perfekten Brownie-Rezept ist. Es hat eine gute Zeit lang gedauert, bis für uns und unseren persönlichen Geschmack das beste Brownie-Rezept gefunden haben. Denn bei Brownies, die teils mit mehr als 450 g Zucker gebacken wurden, stellten sich bei uns die Nackenhaare auf.

Warum Himbeeren zu Brownies passen

Diese Brownies mit Himbeeren sind einfach nur göttlich! Wie es sich für Brownies gehört, schmecken sie herrlich schokoladig und haben eine sehr weiche Konsistenz. Der intensive Schokoladengeschmack wird durch die Himbeeren perfekt ergänzt. Die Kombi von Schokolade und Früchten ist ja altbewährt und eigentlich immer gut. Ausgerechnet bei dem extrem schokoladigen Teig, der auf der Zunge zergeht, ist ein fruchtiger Gegenspieler optimal. Deshalb gehört mein Rezept für Cheesecake-Brownies mit Kirschen auch zu meinen Lieblingsrezepten. Neben Kirschen eignen sich aber auch verschiedene Beeren ganz wunderbar. Mein Favorit sind Himbeeren in Brownies. Die sorgen zusätzlich noch für einen kleinen Farbklecks auf dem Kuchenteller.

Himbeer-Brownies aufgeschnitten mit frischen Himbeeren

Tipps für perfekte fudgy Brownies

  • Tipp Nummer eins: Bloß nicht Kalorien zählen. Ja, in einen Brownie-Teig kommen vieeel Schokolade, Zucker und Butter. Aber Fett ist schließlich ein Geschmacksträger. Und es verleiht euren Brownies eine schön weiche Textur.
  • Tipp Nummer zwei: Gute Schokolade verwenden. Gerade beim Brownie backen solltet ihr auf eine gute Schokolade zurückgreifen. Denn sie verleiht eurem Gebäck den typischen Geschmack. Dabei gilt unserer Meinung nach: Je dunkler, desto besser. Wir verwenden zum Backen gerne Zartbitterschokolade mit einem Kakaoanteil von 70 %. Ganz wichtig: Keine Kuvertüre verwenden! Die ist nur zum Überziehen von Kuchen, Torten oder Pralinen gedacht - und hat einen höheren Fettanteil.
  • Tipp Nummer drei: Den Teig nicht "überrühren". Habt ihr eure Eier-Zuckermasse schön aufgeschlagen, solltet ihr die restlichen Zutaten nur noch kurz untermengen - immer so lange, bis gerade so ein Teig entsteht. Nur so werden eure Brownies schön weich und kompakt. Ein paar Mehlspitzen im Teig machen dabei nichts aus.
  • Tipp Nummer vier: Schokolade und Butter nach dem Schmelzen gut auskühlen lassen. Schokolade und Butter, die ihr nach dem Schmelzen über dem Wasserbad unter die Zucker-Ei-Masse rührt, sollte also nicht mehr heiß sein. Am besten ist es, wenn ihr sie gut 20 Minuten abkühlen lasst. Ist das Gemisch noch zu warm, besteht die Gefahr, dass eure Brownies hart werden.
  • Tipp Nummer fünf: Die richtige Backzeit austüfteln. Die Backzeit ist bei guten Brownies das A und O. Dabei ist nicht nur jeder Ofen anders, sondern auch jeder Geschmack. Die einen mögen ihre Brownies am liebsten super weich, die anderen vielleicht etwas mehr durchgebacken. Nach etwa 20 Minuten immer mal wieder in den Ofen schauen und testen, wie weit eure Brownies gegart sind. Sind sie in der Mitte noch flüssig und wobbelig, wenn ihr an der Form wackelt, vertragen sie noch ein paar Minütchen. Tendenziell lieber zu früh, als zu spät aus dem Ofen holen.

Zutaten (für ca. 9 Stück, 20x20 cm Form)

ZutatMenge
Zartbitterschokolade (mind. 65-70% Kakao)185 g (ca. 2 Tafeln)
Butter185 g, weich
Eier3 Stück (Gr. M) + 1 Eigelb
Zuckernach Geschmack (hier bewusst reduziert gegenüber vielen amerikanischen Rezepten)
Mehlgehäuft nach Rezept (ein paar Mehlspitzen reichen)
Kakaopulverzum Mischen mit Mehl
Prise Salz1 Prise
Himbeerenfrisch oder tiefgekühlt, Menge nach Belieben
Optional:Espresso für Intensität

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Die Schokolade grob hacken. Gemeinsam mit der Butter in einem Wasserbad über leicht siedendem Wasser platzieren und unter ab und an mal umrühren schmelzen lassen. Dabei aufpassen, dass die Schmelzschale das Wasser nicht berührt. Schokolade und Butter sollen nur durch den aufsteigenden Dampf des Wassers geschmolzen werden.
  2. Dann vom Herd ziehen und raumtemperiert abkühlen lassen. Klar, Rührei statt Ei wollen wir in unserem Teig sicher nicht haben. Schokolade und Butter, die ihr nach dem Schmelzen über dem Wasserbad unter die Zucker-Ei-Masse rührt, sollte also nicht mehr heiß sein. Am besten ist es, wenn ihr sie gut 20 Minuten abkühlen lasst.
  3. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Backform (20x20 cm oder alternativ runde Springform mit 22 oder 23 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und die Seiten eventuell leicht fetten, sollten sie nicht mit Backpapier bedeckt sein.
  4. Eier, Eigelb und Zucker in einer Rührschüssel mit dem Handmixer 4-6 Minuten lang cremig schlagen. Die Creme sollte deutlich "größer" werden und Spuren hinterlassen, wenn man mit den Mixerquirlen hindurch fährt. Den Mixer dann zur Seite legen, ab jetzt wird nur noch mit Kochlöffel gearbeitet.
  5. Nun zunächst die geschmolzene Schokoladenmixtur dazu geben und obacht wichtig: mit einem Kochlöffel in unterhebenden Bewegungen beimischen, bis der Teig ca. homogen aussieht. Auf keinen Fall dolle rühren, mixen oder schlagen. Die Schokolade nur unterziehen.
  6. Mehl und Kakao mischen, dann über den Teig sieben und ebenfalls nur homogen unterheben.
  7. Den Teig in die vorbereitete Brownieform füllen. Himbeeren verlesen, vorsichtig säubern und trocken tupfen. Dann über dem Brownieteig verteilen und die Himbeeren leicht andrücken, sodass sie schön vom Teig ummantelt sind.
  8. Für ca. 30-40 Minuten im Ofen backen. Die Backzeit variiert je nach Ofen und gewünschter Textur; die Stäbchenprobe bringt uns hier ausnahmsweise leider nicht weiter, denn der Teig soll ja etwas weicher sein als bei klassischem Rührteig. Unser Tipp: Nach etwa 20 Minuten beginnen zu prüfen und lieber etwas zu früh als zu spät herausnehmen.
  9. Den Brownie aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und noch mindestens 3 Stunden im Kühlschrank platzieren. Am besten schmecken die Brownies mit Himbeeren, wenn sie noch leicht warm sind - dann sind die saftigen Brownies innen noch schön cremig-schokoladig. Wer es etwas fester mag, lässt sie komplett auskühlen und kühlt sie.
Schritt-für-Schritt: Brownie-Teig in Form, Himbeeren darauf verteilen

Varianten und Tipps

  • Ihr könnt guten Gewissens auch tiefgekühlte Beeren nehmen. Auch TK-Früchte funktionieren gut, verlängern aber die Backzeit um ein paar Minuten.
  • Für vegane Himbeer-Frischkäse-Brownies wird der Teig mit geschmolzener Zartbitterschokolade und Haferdrink verfeinert, während Apfelmus für Feuchtigkeit sorgt. Die Himbeer-Frischkäse-Mischung verleiht dem Dessert seine einzigartige Note.
  • Bei den Früchten kannst du Blaubeeren oder Johannisbeeren verwenden. Die sauren Johannisbeeren passen perfekt zur süß-herben Schokolade.
  • Brownies lassen sich gut einfrieren: Am besten portionsweise (z. B. 2 Stück pro Gefrierbeutel) für maximal 3 Monate einfrieren.
  • Wenn ihr extra saftige, klebrige Brownies möchtet, holt sie früher aus dem Ofen oder verwendet eine kleinere, höhere Form. Für etwas trockenere Brownies nehmt eine flachere Form oder verlängert die Backzeit leicht.
Zubereitung der fudgy Brownies mit Himbeeren: Tricks & Timing

Häufige Fragen

  • Kann ich gefrorene Himbeeren verwenden? Ja!
  • Wie lange sind Brownies frisch? Für gute 2 Tage, länger im Kühlschrank oder eingefroren.
  • Warum keine Kuvertüre? Kuvertüre hat einen höheren Fettanteil und ist nur zum Überziehen gedacht. Für Brownies eignet sich normale Zartbitterschokolade besser.

Habt einen fantastischen und leckeren Tag Ihr Lieben! Was kam bei Euch als letztes aus dem Backofen gehuscht? Diese Himbeer-Brownies sind ein Liebesbrief an alle Schoko-Fans: himmlisch schokoladig, mit einer frischen Himbeer-Note und einer wunderbar weichen Konsistenz.

Lesen Sie auch: Blechkuchen mit Kirschen

Lesen Sie auch: Einfaches Roulade Rezept

Lesen Sie auch: Schoko-Kokos-Kuchen für Genießer

tags: #Rezept #Schoko #Brownies #mit #Himbeeren

Populäre Artikel: