Schoko Babka Rezept – einfach und lecker

Schokoladen-Babka ist ein beliebtes geschichtetes Hefeteiggebäck aus Ost- und Mitteleuropa. Die Konsistenz ist herrlich flaumig und saftig. Für die Füllung wird keine Schokocreme aus dem Glas verwendet, sondern eine selbstgemachte Paste aus Zartbitterschokolade, Butter, Zucker und Kakao. Typisch für Babka ist eine intensive Schokocreme sowie ein Zuckersirup für Glanz und Saftigkeit.

Zutaten (für eine Kastenform, ca. 30 cm)

  • 400-500 g Weizenmehl (Type 405) (je nach Variante im Rezept)
  • 65-80 g Zucker
  • 125 ml Milch (oder 100-125 ml je nach Rezept)
  • 14 g frische Hefe (oder 1 TL Trockenhefe)
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 2 Eier (Gr. M)
  • 1 Prise Salz
  • 75-280 g weiche Butter (je nach Rezeptvariante; ca. 80 g in vielen Anleitungen)
  • Etwas Butter für die Form, etwas Mehl zum Arbeiten

Für die Schokofüllung

  • 125 g Zartbitterkuvertüre (oder 100-130 g Zartbitterschokolade, 70% empfohlen)
  • 50-100 g Puderzucker
  • 30-60 g Backkakao
  • 60 g flüssige Butter (oder 60 g zerlassen)
  • 1 Prise Zimt
  • Optional: 1 EL Rum oder Amaretto
  • Optional: 70 g Pekannüsse (oder Walnüsse/Haselnüsse, gehackt)

Für den Sirup

  • 130-200 g Zucker
  • 80-140 ml Wasser
  • 1 Spritzer Zitronensaft und evtl. etwas Zitronenschale
Schoko Babka auf Holzbrett, geschnitten

Vorbereitung des Hefeteigs (Basisverfahren)

Mehl mit Zucker in eine Schüssel geben, die Milch leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen. Eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Hefemilch einfüllen. Für 10-15 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich ein Vorteig gebildet hat. Dann die restlichen Zutaten (Eier, Zitronenabrieb, weiche Butter, Salz) zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche einmal gut durchkneten, dann wieder in die Schüssel geben, abdecken und erneut gehen lassen.

Den Hefeteig am Abend vorher zubereiten: Mehl, Zucker, Hefe und Zitronenabrieb in einer Schüssel mischen. Die Milch leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen. Die Hefemilch in die Mulde gießen und für 15 Minuten abgedeckt gehen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten, den Teig mit Folie abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Die kühle und festere Konsistenz hilft später beim Rollen und Flechten. Wer es eilig hat, kann den Hefeteig bei Raumtemperatur ca. 1-1,5 Stunden gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Schokofüllung zubereiten

Die Kuvertüre fein hacken und über einem Wasserbad schmelzen lassen. Puderzucker und Backkakao sieben und mit Butter glatt rühren. Etwas Zimt hinzugeben. Beides zu einer cremigen Paste mischen. Optional 1 EL Rum zugeben - durch die Zugabe von Alkohol kann die Masse manchmal fester werden und lässt sich leichter verarbeiten. Die Schokomasse etwas abkühlen lassen, doch sie muss streichfähig bleiben; falls sie zu flüssig ist, warte lieber noch etwas mit dem Aufrollen, bis die Masse eine ähnliche Konsistenz wie Nuss-Nougat-Creme hat.

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Schoko-Füllung in Schüssel, Spatel

Rollen, Schneiden und Flechten

Am nächsten Tag: Eine Kastenform (Länge: ca. 30 cm) mit etwas Butter einfetten und mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig aus dem Kühlschrank nehmen und an einem warmen Ort nochmals 60 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen (z. B. 35 x 30 cm oder 45 x 60 cm, je nach Rezeptvariante). Die Schokoladenpaste auf den Hefeteig streichen und von der langen Seite beginnend eng aufrollen. Bei einer Kastenform von ca. 28-30 cm Länge empfiehlt sich, die Rolle so zu formen, dass sie in die Form passt.

Mit einem großen, scharfen Messer die Rolle mittig entlang der langen Seite halbieren. Nur 1-2 cm am Anfang ganz lassen. Die zwei Stränge wie eine Kordel bis zum Ende drehen und in die Kastenform legen. Alternativ die Rolle der Länge nach halbieren, sodass zwei Stränge entstehen, die mit der Schnittfläche nach oben locker miteinander verschränkt werden.

Nach dem Füllen ist es sinnvoll, den Babka für 15-20 Minuten in den Kühlschrank zu legen, ehe er aufgeschnitten und geflochten wird. Durch die warme Schokomasse ist er ansonsten schwer in Form zu bringen.

Teigrolle halbiert und verdreht in Kastenform

Zweiter Geh- und Backvorgang

Abgedeckt nochmals 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Den Backofen auf 170-190 °C Ober-/Unterhitze (Umluft meist ca. −20 °C) vorheizen. Manche Rezepte empfehlen 180 °C Ober-/Unterhitze. Die Babka im vorgeheizten Ofen ca. 35-45 Minuten backen, je nach Größe und Rezept bis sie goldbraun ist. Bei Bedarf nach etwa 30 Minuten locker mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

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Mit einem Holzspieß prüfen, ob der Schokoladen-Babka durchgebacken ist: Bleibt beim Einstechen kein roher Teig daran hängen, ist er gut.

Sirup und Glasur

Während die Babka backt, den Zuckersirup herstellen: Zucker mit Wasser und einem Spritzer Zitronensaft (und optional etwas Zitronenschale) in einem kleinen Topf verrühren und den Sirup zum Kochen bringen. Hat sich der Zucker vollständig aufgelöst, den Topf vom Herd ziehen und den Sirup abkühlen lassen. Den heißen Kuchen noch in der Form mit dem noch warmen Sirup bestreichen, er zieht ein, sorgt für Saftigkeit und Glanz. Den Babka in der Form etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Sirup aufkochen im Topf

Tipp zur Konsistenz, Haltbarkeit und Varianten

  • Der Teig sollte nach dem Kneten eine weiche, aber griffige Konsistenz haben.
  • Butter früh genug aus dem Kühlschrank holen: Ist die Butter zu kalt, wird die Schokopaste krümelig; sehr weiche Butter sorgt dagegen für eine gleichmäßige, streichfähige Creme.
  • Die Schokocreme rechtzeitig machen: Wenn die geschmolzene Schokolade noch zu warm ist, wird die Masse schnell zu weich.
  • Alternative Füllungen: Pekannüsse, Walnüsse, Haselnüsse oder Mandeln; für eine Walnussfüllung z. B. 80 g zerlassene Butter, 120 g brauner Zucker, 1 1/2 TL Zimt und 50 g gehackte Walnüsse verwenden.
  • Frisch aus dem Ofen schmeckt die Babka ganz besonders köstlich, denn dann ist die Schokolade noch warm und weich und das gesamte Gebäck schmeckt dadurch noch luftiger.
  • Die Babka hält sich in Backpapier und Frischhaltefolie eingewickelt locker 2-4 Tage; sie lässt sich gut einfrieren.
  • Wer mag, kann 1 EL Rum oder Amaretto zur Schokomasse geben - das kann die Masse fester machen und das Handling erleichtern.

Schritt-für-Schritt Kurzfassung

  1. Vorteig: Mehl, Zucker, lauwarme Milch und Hefe mischen, 10-15 Minuten ruhen lassen.
  2. Teig: Eier, Zitronenabrieb, weiche Butter und Salz einarbeiten, zu glattem Teig kneten. Über Nacht im Kühlschrank oder 1-1,5 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
  3. Füllung: Schokolade schmelzen, mit Puderzucker, Kakao, Butter und Zimt zu einer streichfähigen Paste verrühren. Optional Nüsse und Rum zugeben.
  4. Ausrollen: Teig rechteckig ausrollen, Füllung verteilen, aufrollen und der Länge nach halbieren.
  5. Formen: Stränge verdrehen/verschlingen, in gefettete Form legen.
  6. Gären: Abgedeckt nochmals 30-60 Minuten gehen lassen.
  7. Backen: 35-45 Minuten bei 170-190 °C (Ober-/Unterhitze). Nach dem Backen mit warmem Sirup bestreichen.
Step-by-Step Video: Schoko Babka formen und flechten

Varianten und Spezialtipps

Für einen besonders intensiven Geschmack empfehle ich Zartbitterschokolade mit 70-75 % Kakaoanteil; für eine mildere, kinderfreundliche Version 50-55 %. Die Menge an Butter und Eiern variiert je nach Rezept; reichhaltigere Teige erinnern an Brioche und ergeben besonders saftige Babkas. Wer keine Nüsse möchte, ersetzt sie durch Mandelmus oder lässt sie weg.

Beim Halbieren der Rolle hilft ein wirklich scharfes, großes Messer. Nicht sägen, sondern in einem Zug durchziehen. Vor dem Aufschneiden der Teigstränge kann ein kurzes Kühlen helfen - der Teig lässt sich dann sauberer schneiden. Und: Geduld lohnt sich - die Babka braucht Zeit, damit sich Aroma und Struktur optimal entwickeln.

Serviervorschlag

Die Schokoladen-Babka in Scheiben schneiden und frisch servieren, ideal zum Frühstück, Brunch oder Kaffee. Frisch aus dem Ofen ist sie besonders verführerisch, noch warm mit flüssiger Schokolade.

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Aufgeschnittene Scheiben Schoko Babka auf Teller

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