Schnelle, einfache Pralinen selber machen: Rezepte und Tipps

Raffaelos, Zimtkugeln oder Latte Macchiato Pralinés - selbstgemachte Pralinen schmecken einfach trölfmal so gut wie gekaufte. Und nicht nur deshalb, weil so unglaublich viel Liebe drin steckt. Genau das richtige also, um sie an Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach nur so an ganz liebe Menschen zu verschenken. Pralinen selber machen? In der Basis bestehen meine Lieblingspralinen meist aus einer Creme aus geschmolzener Schokolade. Diese wird mit Sahne, Milch oder ähnlichem aufgekocht und mit Gewürzen verfeinert. Ich persönlich platziere meine Pralinen am liebsten in kleine Papierförmchen.

Assortment selbstgemachter Pralinen in Papierförmchen

Warum Pralinen selber machen?

Pralinen sind das ideale kleine Geschenk. Pralinen selber machen ist ganz einfach! Und Schokolade schmelzen muss nicht immer kompliziert sein. Zartschmelzende Schokolade, gefüllte Köstlichkeiten und edle Dekorationen - selbstgemachte Pralinen sind nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Highlight für besondere Anlässe. Ob als liebevolles Geschenk, zum Verwöhnen der Liebsten oder einfach als kleine Nascherei für zwischendurch - die süßen Kreationen lassen sich nach persönlichem Geschmack gestalten. Und das Beste daran: Pralinen selber machen ist einfacher als viele denken!

Was brauche ich zum Pralinen selber machen?

Für ganz einfache Pralinenrezepte brauchst du kein spezielles Equipment. Hier reichen Teelöffel, eine kleinen Gabel und manchmal allein deine Hände. Hilfreich für aufwendige Pralinen sind eine Pralinentauchgabel, eine Pralinentauchspirale und ein Abtropfgitter. Wenn du kein Gitter griffbereit hast, nimm stattdessen ein sauberes Ofenrost. Es gibt außerdem praktische Pralinen-Sets, die dir bei der Pralinenherstellung unter die Arme greifen. Dann noch die Lebensmittel wie Schokolade aus dem Supermarkt und schon kann es ans Werk gehen!

Auf die Schokolade kommt es an

Eine der wichtigsten Zutaten von Pralinen ist Schokolade. Hier sollte man auf gute Qualität setzen. Achte speziell darauf, dass die Schokolade nicht zu viel Fett enthält. Kuvertüre eignet sich deswegen nicht. Der Anteil an Kakaobutter macht den Unterschied zwischen Kuvertüre und Schokolade: Laut Kakaoverordnung muss Kuvertüre aus mindestens 31 Prozent Kakaobutter bestehen, Schokolade aus mindestens 18 Prozent. Der höheren Fettgehalt in der Kuvertüre sorgt dafür, dass sie bei richtigem Temperieren glänzender, flüssiger und geschmeidiger wird und sich so besser verarbeiten lässt.

Grundmasse für Pralinen (Ganache) - Basisrezept

Pralinen-Grundmasse - Rezept Zutaten für 30 Stück: 200 g Zartbitterkuvertüre, 100 g Vollmilchkuvertüre, 100 g Sahne, 20 g Kokosfett.

Lesen Sie auch: Köstlicher Käsekuchen im Handumdrehen

Und so geht’s: Zartbitter- und Vollmilchkuvertüre grob hacken. Sahne erhitzen, Kuvertüre und Kokosfett darin schmelzen. Ganache in einen hohen Rührbecher geben, mit Folie bedecken und für 2-3 Stunden kühl stellen. Anschließend mit dem Schneebesen kurz aufschlagen. Die Grundmasse kannst du mit löslichem Espressopulver, getrockneten Früchten, Spirituosen oder gerösteten Nüssen verfeinern und zwischen den Händen zu Kugeln formen. Anschließend die Pralinen pudern (in Kakaopulver wälzen) oder mit gehackten Nüssen garnieren.

Einsteigerrezepte: schnelle und einfache Pralinen

Schoko-Nuss-Häufchen (blitzschnell)

Zutaten: 200 g Schokolade, 300 g Mandeln in Stiften, 50 g gehackte Mandeln. So geht‘s: Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Mit Mandelstiften und gehackten Mandeln vermengen. Mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen auf ein Backblech mit Backpapier setzen und gut auskühlen lassen.

Rumkugeln (für Anfänger)

Zutaten: 100 g Butter, 100 g Puderzucker, 200 g Schokolade (Vollmilch oder Zartbitter), 4 EL Rum (54 %), Vollmilchschokoladen-Streusel. So geht’s: Die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade geraten. Die geschmolzene Schokolade zur Butter hinzufügen und den Rum hineingießen. Zum Schluss kommt das Ganze für circa eine Stunde in den Kühlschrank. Hände mit kaltem Wasser befeuchten und kleine Kugeln aus der Schokomasse formen. Kugeln in Schokoladen-Streuseln wälzen und eine weitere Stunde in den Kühlschrank stellen.

Schlichte Zimtkugeln

Entstanden aus meiner Vorliebe für Zimt (denn der macht ja bekanntlich glücklich) und kleine Köstlichkeiten waren diese Zimtkugeln die ersten Pralinen, die ich jemals selbst hergestellt habe. Mein kleiner Bruder wünscht sie sich noch heute jedes Jahr zu Weihnachten von mir. Die weiße Schokolade fein hacken und beiseite stellen. Die Sahne in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Schokolade und Butter dazugeben. Danach den dritten Teelöffel Zimt mit dem Puderzucker vermischen. Die erkaltete Masse aus dem Kühlschrank nehmen und mit zwei Teelöffeln kleine Portionen abstechen.

Zimtkugeln mit Puderzucker

Kokos-Raffaelo-Variante (ganz ohne Schokolade)

Wer kennt sie nicht, die kleinen Kokosbällchen »ganz ohne Schokolade«. Zuerst muss die weiße Schokolade fein gehackt werden. Danach wird der Inhalt einer Dose Milchmädchen in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren vorsichtig erhitzt. Wenn die Creme heiß ist, kommt der Topf vom Herd und die weiße Schokolade, sowie 160 g der Kokosflocken dazu. Alles gut verrühren und in eine Schüssel abfüllen. Etwas ausgekühlt und abgedeckt kommen sie dann für etwa drei bis vier Stunden in den Kühlschrank. Mit zwei kleinen Teelöffeln werden die Kugeln nun portionsweise abgestrochen. Eine Mandel in der Mitte platzieren, das Ganze in die übrigen Kokosflocken geben und darin zu ebenmäßigen Kugel rollen.

Lesen Sie auch: Kuchencreme einfach und schnell selber machen

Latte Macchiato Pralinen (Kaffee trifft weiße Schokolade)

Wenn ich mich auf etwas um 15 Uhr am Nachmittag freue, dann ist das der gemeinsame Kaffee mit meinen Bürokollegen. Am liebsten mit mehr Milch als Kaffee und am liebsten süß und herzerwärmend. Mit diesem Gefühl im Kopf entstand diese eigene Pralinenkreation, in der herbe Zartbitterschokolade und starker, schwarzer Kaffee auf die zartschmelzende Süße feinster, weißer Schokolade treffen. Für die Kaffee-Masse dieser Latte Macchiato Kugeln müssen zuerst einmal Vollmilch- und Zartbitterschokolade gehackt werden. Danach wird in einem kleinen Topf die Sahne zum Kochen gebracht und wieder vom Herd genommen. Jetzt erstmal schön zwei bis drei Single-Päckchen löslichen Kaffee in die Sahne einrühren und im Anschluss die gehackte Schokolade darin auflösen. Für die helle Pralinencreme nun noch einmal Sahne erhitzen und in dieser diesmal die gehackte weiße Schokolade auflösen. In einem tiefen Teller zwei bis drei Esslöffel Kakaopulver bereit stellen. Nun mit einem Teelöffel etwas von der dunklen Kaffeecreme und mit einem weiteren Teelöffel etwa ein Drittel dieser Masse von der hellen Creme abstechen.

Spekulatiuspralinen (weihnachtlich)

Von der Grundidee her sind diese weihnachtlichen Spekulatiuspralinen wie meine Zimtkugeln aufgebaut. Die weiße Schokolade fein hacken und beiseite stellen. Etwa 6 Spekulatiuskekse grob zerkleinern, den Rest z.B. mit Hilfe eines Nudelholzes und einem Gefrierbeutel sehr fein zerbröseln. Die Sahne in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Schokolade, Butter, einen Teelöffel Spekulatiusgewürz dazu geben und verrühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Nun die 6 zerkleinerten Spekulatiuskekse dazugeben. Die restlichen feinen Brösel für später aufheben. Danach die Spekulatiusbrösel in einem tiefen Teller bereit stellen. Die erkaltete Masse aus dem Kühlschrank nehmen und mit Hilfe zweier Teelöffel kleine Portionen abstechen.

Spekulatiuspralinen mit Keksbröseln

Füllungen und Variationen

Pralinen selber machen - Füllung mit leckeren Köstlichkeiten: Du möchtest gefüllte Pralinen selber machen? Kein Problem! Das Grundprinzip ist leicht zu lernen und lässt sich beliebig abwandeln. Wichtig ist nur: gute Vorbereitung und sauberes Arbeiten. So geht’s: Die Schokolade schmelzen und temperieren - für Glanz und Halt. Eine Silikonform mit der Kuvertüre ausgießen, über Kopf abtropfen lassen und im Kühlschrank aushärten lassen. Die gewünschte Pralinenfüllung leicht erwärmen und in die Hohlkörper füllen (z. B. Ob du cremig, alkoholisch oder fruchtig gefüllte Pralinen möchtest - deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.).

Verzieren, Verpacken und schenken

Die einfachste Variante die Pralinen zum ummanteln ist meiner Meinung nach mit den Händen. Denn der Look darf auch etwas unperfekt werden. Dazu einfach etwas geschmolzene Schokolade in die Hände geben. Die gut gekühlten Pralinen musst du dann nur noch zwischen den Händen hin und her rollen. Hübsch verpackt: Verschenkst du die Leckereien zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zum Jubiläum? Schön sind kleine, verzierte Geschenkschachteln, die es in jedem Bastelladen zu kaufen gibt. Leg deine Meisterwerke nebeneinander, sodass jede einzelne Praline gut zu erkennen ist. Alternativ gibt es kleine Plastiktütchen mit Motiven zu kaufen.

Hübsch verpackte Pralinen als Geschenk

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Selbst gemachte Pralinen bleiben zwei bis vier Wochen frisch - je nachdem welche Zutaten verwendet wurden. Pralinen mit Früchten oder Sahne sollten innerhalb von zwei Wochen gegessen werden, Schoko-Nuss-Häufchen sind dagegen länger haltbar. Damit die Pralinen so lange wie möglich frisch bleiben, solltest du sie trocken und kühl aufbewahren, aber bitte nicht im Kühlschrank, da die Schokolade dort schnell weiß wird. Es empfiehlt sich, sie in einer kleinen Box zu lagern. Tipps zur Aufbewahrung von Pralinen: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern: Pralinen mögen keine Temperaturschwankungen. Bewahre sie idealerweise bei 15 - 18 °C auf - also in einem kühlen Raum, aber nicht im Kühlschrank, da dort Feuchtigkeit entsteht, die die Schokolade unansehnlich macht und die Qualität beeinträchtigt. Luftdicht verpacken: Damit die Pralinen weder austrocknen noch Fremdgerüche aufnehmen, solltest du sie luftdicht in gut verschließbaren Frischhaltedosen oder hübschen Pralinenschachteln aufbewahren. Einlagen aus Papier oder kleine Pralinenkapseln helfen zusätzlich, dass sie sich nicht gegenseitig beschädigen. Haltbarkeit beachten: Je nach Füllung sind selbstgemachte Pralinen etwa 1 bis 2 Wochen haltbar. Sahne- oder frische Fruchtfüllungen verkürzen die Haltbarkeit, während Zucker- oder alkoholhaltige Füllungen sie deutlich verlängern können.

Lesen Sie auch: Mascarpone Kuchen leicht gemacht

Weihnachtliche Ideen und persönliche Geschichten

Pralinen selber machen ist in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Für den ersten Advent habe ich für meine Familie einen schönen Adventskalender gebastelt. Jeder kennt den Trennt mit dieser berühmten Schokoladentafel mit Pistazien aus Dubai. Ich dachte mir …. Es lag für mich auf der Hand, eine Tafel Schokolade mit bretonischem Geschmack zu kreieren. Wieder eine kleine Idee für den Adventskalender. Dazu gibt es eine kleine Geschichte! Meine Maman bringt mir jedes Jahr zur Weihnachten 3 Packungen leckeren „Escargots de Lanvin“! Es sind kleine Pralinen in Schneckenform, gefüllt mit Nuss-Nougat-Creme, umhüllt von Zartbitterschokolade oder Milchschokolade. Wie jedes Jahr wird es von mir „Geschenke zum Naschen“ geben.

Pralinen selber machen: Anleitung für einfache Trüffel

Pralinenkunst vs. einfache Hausrezepte

Vorne weg möchte ich noch sagen, dass ich mich zwar an dem Begriff „Pralinen“ bediene, das Rezept jedoch nicht vergleichbar mit der Pralinenkunst ist, wie sie in einer Confiserie oder ähnlichem hergestellt wird. Einfache Rumkugeln oder kompliziertes Konfekt mit Füllung: Wer Pralinen selber machen möchte, kann selbst entscheiden, wie aufwendig es sein soll. Es gibt sehr viele einfache Rezepte, die man problemlos ohne Vorkenntnisse zu Hause zubereiten kann. Omas Lieblinge gelingen mit einfachen Handgriffen und etwas Geduld.

Weitere Anregungen und Experimente

Trüffes au piment d’Espelette, Bitterschokoladen Trüffeln mit Matcha Tee, Mini Schneemann Pralinen oder Tannenbaum-Formen: Es gibt unzählige kreative Ideen. Ich bereite sie immer gern mit meinem Sohn zu. Wir machen sie einfach so für uns, aber auch sehr gern zum Verschenken oder, wenn Gäste nach Hause kommen. Da kommt immer die Frage: „Wie hast du sie gemacht?“, „Es ist bestimmt ganz schwierig?“ ….. aber es ist eigentlich total einfach!

Kurze Rezeptübersicht (Tabelle)

Rezept Hauptzutaten Kühlzeit
Ganache-Grundmasse Zartbitter- & Vollmilchkuvertüre, Sahne, Kokosfett 2-3 Stunden
Rumkugeln Butter, Puderzucker, Schokolade, Rum ca. 1 Stunde + 1 Stunde
Kokos-Raffaelo Weiße Schokolade, Milchmädchen, Kokosflocken, Mandel 3-4 Stunden
Spekulatiuspralinen Weiße Schokolade, Spekulatiuskekse, Sahne, Butter kühl stellen bis fest

Ob du nun schnelle Geschenke suchst, etwas Kreatives ausprobieren oder einfach nur naschen möchtest - Pralinen selber machen ist ein wunderbar vielseitiges Vergnügen. Von der zarten Hülle bis zur raffinierten Füllung liegt alles in deiner Hand - und jeder Biss ist ein kleines Stück selbstgemachtes Glück. Ich würde mich riesig über eine kleine Bewertung freuen. Diese Rezepte könnten dir auch gefallen.

tags: #schnelle #einfache #Pralinen #selber #machen #Rezepte

Populäre Artikel: