Rezept: Schmelzende Schokokugel-Dessert
Bei diesem Schokokugel-Dessert steht Schokolade im Mittelpunkt: zart schmelzende weiße Schokolade, die sich über ein Eistörtchen mit Himbeeren ergießt und beim Gießen einer heißen Soße spektakulär 'implodiert'. Wenn du eine ausgefallene Nachspeise kreieren möchtest, ist unser Schokokugel-Dessert aus weißer Schokolade, die sich über ein Eistörtchen mit Himbeeren ergießt, genau das Richtige!
Zutaten
- 400 g weiße Kuvertüre (für die Schokoladenkugel)
- 4 Plastik-Kugeln (10 cm Durchmesser) oder Acryl-Hohlkörper
- 2 Kugeln Vanilleeis pro Portion
- Himbeeren (frisch oder TK)
- Physalis zum Garnieren
- Pistazien, gehackt
- Für die Karamellsoße: 50 g Wasser, 100 g Zucker, Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, 150 g Sahne (zimmerwarm), 1 EL Butter
Benötigtes Zubehör
- Wasserbad oder Simmertopf
- Thermometer (Temperatur der Schokolade kontrollieren)
- Gefrierfach
- Küchentuch, Pfanne oder heißes Wasserbad zum Anschmelzen
- Klebeband, Gläser oder Becher zum Ablegen der Kugeln
Grundprinzip
Die Schokokugel-Form erhältst du mithilfe eines Hohlkörpers - am besten eignen sich zwei Halbkugeln aus durchsichtigem Plastik, die sich in der Mitte zusammenstecken lassen. Nach dem Schmelzen der Schokolade über einem Wasserbad wird sie in die Form gefüllt, sodass sich eine einheitliche Kugel aus Schokolade bildet.
Das Besondere an den gefüllten Schokokugeln zeigt sich erst, nachdem du eine heiße Soße deiner Wahl - hier aus feinem, selbst gemachtem Karamell - über die Kugel gießt: Die Schokolade schmilzt und die Kugel fällt in sich zusammen. Die im Inneren der Schokokugel versteckten Torteletts mit Beeren und Eiscreme kommen zum Vorschein.
Schokolade richtig schmelzen (Temperieren / Impfen)
Im Wasserbad unbedingt aufpassen, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt, da diese sonst grisselig wird. Einen Topf mit einem Drittel Wasser füllen und erhitzen. Das Wasser sollte nicht brodelnd kochen. Eine kleinere Schüssel oder einen kleineren Topf darauf platzieren. Zwei Drittel der Schokolade in den kleinen Topf geben und sobald die unteren Stückchen geschmolzen sind, den Herd ausstellen und die Restwärme nutzen bis auch die letzten Brocken sich aufgelöst haben. Damit wird die geschmolzene Schokolade nicht zu heiß.
Idealerweise sollte die Temperatur der Schokolade zwischen 45°C und 50°C, auf keinen Fall höher als 55°C. Ist die Schokolade komplett geschmolzen (ich verrühre sie immer mit einem Backspachtel) gebe ich das restliche Drittel hinzu, sodass die gesamte Masse abkühlt und die restliche Schokolade trotzdem langsam schmilzt. Das Verfahren nennt man auch Impfen. Sobald die Kuvertüre sich aufgelöst hat, hat sie die perfekte Temperatur (29-30 °C).
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Herstellung der Schokoladenkugeln
- Schokolade schmelzen und jeweils 100 g in die Plastikkugeln gießen - die Kugeln verschließen und Schokolade anschließend gründlich verteilen. Gieße jeweils 100 g Kuvertüre in die Plastikkugeln, verschließe die Kugeln und verteile die Kuvertüre gründlich.
- Damit die Kuvertüre gleichmäßig fest wird, habe ich die Kugeln auf einem Beutel TK-Gemüse gerollt und dann ins Gefrierfach gestellt. Dort habe ich sie in den ersten 10 Min. alle 2 Min. gedreht.
- Wenn die Schokolade nicht mehr allzu flüssig ist, die Kugel für mindestens 1 Stunde in das Gefrierfach legen. Die Kugeln müssen mindestens 1 Stunde gekühlt werden. Anschließend lösen sie sich von alleine von der Plastikkugel.
- Die ersten Kugeln habe ich überhaupt nicht aus der Form bekommen, weil sie zu dünn und wenig abgekühlt waren. Ich habe mich über Zig Versuche für mich die Schokoladen-Menge für die 12-Zentimeter-Kugeln mit 100 bis 110 Gramm ermittelt. Damit halten die Kugeln und können aus der Form gelöst werden und schmelzen trotzdem noch sehr gut.
Karamellsoße (heiß servieren)
Koche das Wasser, den Zucker, die Vanille und das Salz in einem Topf auf und lasse es so lange kochen, bis der Sirup hell karamellfarben ist. In der Zwischenzeit den Zucker mit einem EL Wasser in einen Topf geben, aufkochen und karamellisieren lassen. Sobald das Wasser verdampft ist und der Zucker sich braun färbt, die Butter hineingeben und für 1 Min. hochkochen lassen.
Füge die Sahne hinzu, koche sie auf, füge die Butter hinzu und koche alles für ca. 1 Min. Die Soße muss beim Servieren ganz heiß sein, stelle die Soße also kurz vor dem Servieren her.
Kugeln aus der Form lösen und Serviervorbereitung
Eine Pfanne erhitzen und den Herd ausschalten. Die Kugeln aus der Plastik-Form nehmen. Am besten fasst man die Schokoladenkugel mit einem Küchentuch an und schmilzt ein Loch in die Kugel, indem man sie in kreisenden Bewegungen in der Pfanne bewegt. Anschließend eine Schüssel aus Edelstahl oder auf Glas mit kochendem Wasser füllen. Das Wasser nach 5 Min. abgießen und die Schokokugeln für 2-3 Min. in das heiße Wasser stellen, um die Unterseite leicht anzuschmelzen.
Anrichten und Servieren
- Platziere 2 Kugeln Eis übereinander auf einem Teller und stülpe die Kugel darüber. Platziere 2 Kugeln Eis übereinander auf einem Teller und stülpe die Kugel darüber.
- In einem tiefen Teller die Tartelettes, Beeren und etwas Minze drapieren. Dekoriere es mit Physalis und gehackten Pistazien.
- Dessert servieren und am Tisch mit der Karamellsoße übergießen. Die Schokoladenkugel schmilzt und das Eis kommt zum Vorschein.
Varianten & Tipps
- Tipp: Die in diesem Rezept verwendete weiße Schokolade kannst du je nach Geschmack auch durch Milch- oder dunkle Schokolade ersetzen. Experimentiere auch bei der Füllung, beispielsweise mit den Eissorten oder den Törtchen.
- Es geht aber auch heiße Schokoladensauce (das wäre aber schon sehr schokoladig) oder Himbeersauce aus TK-Himbeeren.
- Ich habe mich dazu entschieden, den Schokoball in einer Acryl-Kugel herzustellen, da mir die Kugeln rein optisch besser gefallen haben, als die Kugeln, die mit einem Luftballon hergestellt werden.
- Bevor es an die Herstellung der Kugeln geht, noch kurz zur “Füllung” der Kugeln: Unter der Kugel lässt sich jeglicher Nachtisch (Kuchen, Eis, Pudding, Mousse, etc.) verstecken. Durch die heiße Sauce schmilzt die dünne Schokoladenkugel und gibt in beeindruckender Weise den eigentlichen Nachtisch frei.
- In jedem Fall braucht ihr viel Geduld, Zeit und sehr gute Nerven.
Serviervorschlag
Das fertige Dessert wird so an die Gäste verteilt (im Moment nur ein Schoko-Ball auf einem Teller). Nur wir wissen, dass sich darunter noch etwas verbirgt. Durch die heiße Sauce schmilzt die dünne Schokoladenkugel und gibt in beeindruckender Weise den eigentlichen Nachtisch frei. Viel Spaß beim Nachmachen, eure Sally!
| Arbeitszeit | Kühlzeit | Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|
| ca. 60-120 Min. | mind. 60 Min. im Gefrierfach | mittel - geduld erforderlich |
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