Elegante russische Tortenkunst: Die besten Rezepte für Napoleon, Medovik und Vogelmilch-Torte
Die zarte Napoleon, die cremige Medovik oder doch die luftige Vogelmilch-Torte - wer könnte sich da schon entscheiden?! Die drei Kuchen sind nämlich für Viele die leckersten und somit nicht ohne Grund beliebtesten russischen Torten. Sie sind sowohl geschmacklich als auch optisch ein Highlight auf dem Esstisch. Ob der Napoleon, Medovik oder Vogelmilch-Kuchen - die drei russischen Torten überzeugen sowohl geschmacklich als auch optisch. Sie sind damit perfekt für einen besonderen Anlass. Überrasche deine Lieben mit einer der Torten zum Beispiel an Weihnachten und Ostern.
Napoleon-Torte - russischer Blätterteigklassiker mit zartem Vanille-Pudding
Die Napoleon Torte ist nicht nur in Russland, sondern inzwischen auf der ganzen Welt bekannt. Und das ist nicht verwunderlich, denn der köstlichen Geschmackskombination aus dem knusprigen Blätterteig und der zarten Vanille-Puddingcreme kann man nur schwer widerstehen.
- 500 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 250 g Butter
- 45 g Zucker
- 200 ml Milch
- 1 Ei (Gr. M)
Für den Teig Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Butter würfeln und mit dem Zucker zum Mehl geben. Die Masse mit den Händen zu Krümeln zerreiben. Milch und Ei hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und ca. 3 Stunden kühlstellen. Die Teigstücke Raumtemperatur annehmen lassen. Jede Teigportion auf einer leicht bemehlter Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mit einem Springformrand (⌀ 22 cm) oder einem Tortenring Kreise ausstechen. Ein Blech mit Backpapier belegen und je zwei Böden darauflegen. Die Böden mit einer Gabel einstechen, dann nacheinander für jeweils ca. 12 Minuten backen. Die Teigböden auskühlen lassen.
Für die Creme:
- 400 g gezuckerte Kondensmilch
- 200 ml Milch
- 2 Eier (Gr. M)
- 1 EL Speisestärke
- 1 Pck. Vanillezucker
Kondensmilch mit Milch in einem kleinen Topf aufkochen. Eier, Speisestärke und Vanillezucker glattrühren. 3 EL der Milchmischung einrühren. Dann schluckweise unter die restliche Milch-Mischung mischen. Unter Rühren zu einem Pudding kochen. In einen tiefen Teller füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig auskühlen lassen. Die Butter für ca. 10 Minuten hell-cremig rühren. Den ausgekühlten Pudding esslöffelweise hinzugeben und cremig aufschlagen.
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Mithilfe eines Tellers (⌀ 20 cm) die Tortenböden kleiner schneiden. Die abgeschnittenen Reste zerkrümeln und beiseitestellen. Teigböden auf eine Tortenplatte legen und mit je 2 EL der Creme bestreichen und schichten. Die geschichtete Napoleon-Torte mit Kondensmilch ca. 1 Stunde kühlstellen. Mit der restlichen Creme einstreichen und mit einem Palettenmesser glattziehen. Von der Mitte der Tortenoberfläche mit dem Palettenmesser ein spiralförmiges Muster einziehen. Die Napoleon-Schichttorte auf der Oberfläche und an der Seite mit den beiseitegestellten Kuchenkrümeln dekorieren und bis zum Servieren kühlstellen.
Die Torte hält sich gekühlt ca. 4 Tage. Neben dem klassischen Napoleon gibt es auch Varianten wie Napoleon Kuchen mit Bier-Blätterteig und Plombir-Creme, Napoleon mit Quark und Grand Napoleon mit Walnüssen und Karamellnote. Wer wenig Zeit hat, kann auch eine „Napoleon Torte für Faule“ oder Napoleon Törtchen ohne Backen zubereiten.
Medovik - Russische Honigtorte mit sauer-süßer Schmandcreme
Aus fluffigem Honigteig und süß-säuerlicher Schmandcreme bestehend, schmeckt Medovik himmlisch zart, weich und cremig. Mit ihren vielen dünnen goldenen und weißen Schichten ist die Honigtorte außerdem ein Hingucker auf dem Esstisch.
Butter, Honig, Zucker und Vanille aufkochen. Der Zucker löst sich nicht komplett, aber die Masse sollte einmal gut kochen. Die Eier schaumig rühren, dabei die heiße Honigmasse langsam nach und nach zugeben. Nicht zu viel auf einmal zugeben, damit die Eier durch die Hitze nicht gerinnen. Zunächst nur 600 g Mehl mit Backpulver mischen. Diese Mischung unter die noch warme Eimasse rühren/kneten. Den Teig dann auf die Arbeitsplatte geben und so viel Mehl zufügen, bis er nicht mehr (kaum noch) klebt. Es kann sehr unterschiedlich sein, wie viel Mehl benötigt wird. Die Konsistenz ähnelt nun einem festen Hefeteig oder weichen Nudelteig.
Den Teig in 16 Portionen teilen - entweder nach Augenmaß oder mit Hilfe einer Waage. Die Stücke dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Anschließend den Teig auf ein Stück Backpapier ziehen und mit einem Teller oder dem Boden der Springform einen ca. 26 cm großen Kreis ausschneiden. Mit einem Pizzaschneider funktioniert das einfach und schnell. Die Böden bei 160° Umluft oder 180° Ober/Unterhitze ca. 10 Min. knusprig golden backen.
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Sahne steif schlagen. Vanille, Puderzucker und Creme Fraiche unterrühren. Nach Geschmack mit Honig aromatisieren. Den ersten Boden mit 2-3 EL der Sahnecreme dünn bestreichen, dann den nächsten Boden auflegen. So fortfahren, bis die Böden aufgebraucht sind, dabei etwa 4-5 EL Creme übrig lassen.
Die Torte mit einem Teller beschweren und abgedeckt ca. 12 h kalt stellen. Dadurch zieht die Creme in die Böden ein und weicht diese wieder auf, so dass die typische Konsistenz der Torte entsteht. Die Teigreste in einem Mixer oder mit Hilfe eines Gefrierbeutels und Nudelholzes fein mahlen. Die Torte von außen mit der restlichen Creme bestreichen. Die Krümel komplett auf der Torte und am Rand verteilen.
Die Russische Honigtorte ist bei Testessern ausgesprochen gut angekommen. Der Geschmack ist fein säuerlich mit einer schönen, aber nicht zu aufdringlich süßen Honignote. Die vielen dünnen Lagen beeindrucken jeden - hier stecken die Werte wirklich im Inneren, ist die Russische Honigtorte von außen doch eher unscheinbar.
Varianten der Medovik:
- Orangen-Medovik
- Medovik mit Walnüssen
- Medovik mit Milchmädchen-Karamellcreme
Vogelmilch-Torte - Luftiges Soufflé auf zartem Tortenboden mit Schokoladenglasur
Allein schon mit ihrem außergewöhnlichen Namen macht die russische Vogelmilch-Torte einen neugierig. Ihr Geschmack ist nicht weniger einzigartig - luftiges Soufflé, zarter Tortenboden, der eine Mischung aus Mürbe- und Biskuitteig ist, und schokoladige Glasur zusammen vereint. Ein optischer Hit auf dem Esstisch ist die Vogelmilch-Torte auch noch dazu.
Für das Soufflé wird ein Teil der Sahnekrem traditionell mit Eidotter und Puderzucker schaumig gerührt, über Dunst oder im Wasserbad zu einer dicken Krem gequirlt und mit in lauwarmem Wasser aufgelöster Gelatine verbunden. Die Krem wird dann mit feingestoßener Vanille und, optional, rumgetränkten Zibeben, und Eigelb-Schaum locker vermischt. Die Tortenform wird mit feinem Öl ausgetreicht, das Soufflé eingegossen und gestockt. Die Schokoladenglasur verbindet das luftige Soufflé mit dem Tortenboden und gibt der Vogelmilch-Torte ihr elegantes Finish.
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Diese Torte muss 24 Stunden im Kühlen lagern und wird dann erst gestürzt.
Ursprung und Tradition der russischen Torten
Bereits in der Sowjetunion waren die Napoleon, Medovik und Vogelmilch-Torte berühmt. Man konnte sie in den sowjetischen Cafeterias zum Nachtisch bestellen oder in Lebensmittelgeschäften kaufen. Aber auch zu Hause hat man sie selbst gemacht. Vor allem auf einer Silvesterfeier musste mindestens eine der russischen Torten auf dem Esstisch stehen. Immer noch kann man sich ein Stück Napoleon, Medovik oder Vogelmilch-Torte in russischen Kantinen gönnen.
Der Vorteil der drei russischen Torten ist, dass sie am Vortag - Napoleon und Medovik sogar noch früher - zubereitet werden können. Denn sowohl die russische Blätterteig-Torte als auch die Honigtorte schmecken in den nächsten Tagen noch leckerer.
Klassiker und moderne Geschmacksideen
Neben den klassischen Rezepten für russische Torten gibt es verschiedene Geschmacksvariationen davon. Wie wäre es zum Beispiel mit Orangen-Medovik? Oder hast du schon den Napoleon Kuchen mit Bier-Blätterteig und Plombir Creme, die Torte Napoleon mit Quark und die Grand Napoleon mit Walnüssen und Karamellnote probiert?
| Kuchen | Besonderheit | Schichten | Füllung | Dekoration |
|---|---|---|---|---|
| Napoleon | Blätterteig | Dünn, zahlreich | Vanille-Pudding | Kuchenkrümel |
| Medovik | Honigteig | Bis zu 16 | Schmandcreme | Teigkrümel |
| Vogelmilch | Soufflé-Biskuit | Wenige, dicke | Soufflé | Schokolade, Minze |
Der in Deutschland wohl bekannteste russische Kuchen ist der russische Zupfkuchen. Es handelt sich hierbei um einen Käsekuchen mit Schokoladenstücken. Jedoch ist dieser russische Zupfkuchen gar kein russischer Kuchen, sondern eine Erfindung von Dr.
Praktische Tipps für russische Torten
- Napoleon und Medovik können im Voraus gebacken werden und schmecken nach dem Durchziehen noch besser.
- Die Torten eignen sich bestens für Motivtorten, wobei die Füllung von Medovik nicht fondanttauglich ist - stattdessen eine ganache oder Swiss Meringue Buttercream verwenden.
- Die zubereiteten Torten lassen sich problemlos mehrere Tage kühl lagern.
Zubereitungszeiten und Portionsrechnungen
Wenn du das Rezept von einer Backform zu einer anderen umrechnen möchtest, benutze einen Tortenkalkulator, um die Portionenzahl anzupassen. Für eine ca. 6-7 cm hohe Torte mit einem Durchmesser von 26 cm.
Die wohl aufwändigste Torte ist der Medovik. Sie dauert bei der Herstellung in der Regel etwa 4 bis 5 Stunden. Diese Honigtorte ist jedoch so unglaublich lecker, dass sie ein echtes Highlight auf jedem Fest ist. Die Napoleon-Torte mit Pudding ergibt ca. Tortenblätter zerschnitten werden.
Einfaches Rezept für eine elegante russische Torte
Zutaten:
- 100 g Mehl
- 50 g Butter oder Margarine
- 125 g Puderzucker
- 8 Blatt weiße Gelatine
- 3 Eier (Gr. M)
- 1 Pck. Vanillin-Zucker
- 500 g Magerquark
- 3 EL Zitronensaft
- 100 g gemahlene Mandeln
- 200 g Schlagsahne
- 5 EL Himbeer-Gelee
- 200 g Löffelbiskuit
- 4 EL Rum
- 150 g Himbeeren
- Minzeblättchen zum Verzieren
- Mehl für die Arbeitsfläche
Mehl, Fett in kleinen Stücken, 25 Gramm Puderzucker und zwei Esslöffel kaltes Wasser in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Folie wickeln und eine Stunde in den Kühlschrank legen. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (26 cm Ø) ausrollen und auf den Boden einer Springform legen. Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C) zwölf bis 15 Minuten backen. Für die Creme Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Eigelb, 75 Gramm Puderzucker und Vanillin-Zucker schaumig aufschlagen. Quark, Zitronensaft und Mandeln unterrühren. Gelatine ausdrücken, bei schwacher Hitze auflösen und unter die Quarkcreme rühren. Masse kalt stellen. Eischnee und Sahne getrennt steif schlagen. Sobald die Creme fest zu werden beginnt, zuerst die Sahne, dann den Eischnee unterheben. Himbeer-Gelee auf den Mürbeteigboden streichen. Hälfte der Löffelbiskuits darauflegen, mit Rum beträufeln und die Hälfte der Creme darauf verteilen. Übrige Löffelbiskuits darauflegen, mit dem restlichen Rum beträufeln und die zweite Hälfte der Creme darauf streichen. Torte zwei Stunden kalt stellen. Himbeeren auftauen lassen. Übriges Himbeer-Gelee erwärmen und glatt rühren. Torte mit den Himbeeren bestreuen und mit dem Gelee überziehen. Torte nochmals eine Stunde kalt stellen. Dann mit Minze verzieren und dem übrigen Puderzucker bestäubt servieren.
Ergibt 16 Stücke. Nährwerte pro Portion: 250 kcal, 10 g Eiweiß, 14 g Fett, 21 g Kohlenhydrate.
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