Roy Hammer und die Pralinées: Bandgeschichte, Info und live Erlebnisse
Sie sind immer ein Garant für eine tolle Party. Und so begeistern Roy Hammer, Trude Blum und die Pralinées die zahlreichen Besucher in der Hugenottenhalle. Vor gut zehn Jahren - exakt am 18. November 2006 - feierte die Kultband „Roy Hammer & die Pralinées“ ihr Zehnjähriges in der Hugenottenhalle. Jetzt steht das Jubiläum zum 40-jährigen Bestehen der Halle an. Und wieder gaben sich Roy Hammer und seine Mitstreiter ein Stelldichein. Am Samstagabend wird die Schlager-Party zur großen Sause. Roy Hammer und seine Band, die seit 20 Jahren in unveränderter Besetzung spielen, verstehen es wieder einmal prächtig, die zahlreichen Gäste dort abzuholen, wo sie sich zu Hause fühlen: in der Welt der Neuen Deutschen Welle.„Ich freue mich, dass Ihr alle gekommen seid und ich bin sicher, dass wir mit Roy Hammer wieder einen ganz tollen Abend erleben werden.“ Damit hat Hugenottenhallen-Chef Thomas Leber natürlich recht.
Eingefunden hat sich hauptsächlich die Generation 40plus. „Wir waren doch alle mal jung und sind genau mit den Schlagern groß geworden, die Roy spielt - das prägt und bleibt“, beschreibt Erster Stadtrat Stefan Schmitt den Wehmut nach den deutschen Titeln aus den 70er und 80er Jahren. Er zählt genauso zu den Besuchern wie Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner„Die Jeans von damals passt zwar nicht mehr, aber dafür ist das Herz jung geblieben“, scherzt die immer noch jugendlich wirkende Besucherin, die mit einem Teil ihrer damaligen Clique gekommen ist. Nadine Hornung ist dagegen zwar erst 18, dennoch hat sie ihre Mutter Andrea gerne begleitet, die sich mal wieder so richtig aus toben will. „Ich bin mit Roy Hammer aufgewachsen, war früher auf vielen Konzerten. Wenn er schon mal hier in Neu-Isenburg ist, dann geht man doch gerne hin“, erzählt sie. Als Roy Hammer endlich loslegt, ist sie schon ganz vorne an der Bühne mit dabei.
Und dann geht die Party ab, so wie damals. Nach dem Hit „Sha-na-na“, ist die Stimmung sofort da. Als ob es erst gestern gewesen wäre, beweisen beim Song „How do You do, ich liebe Dich“, fast alle ihre Textsicherheit. Roy Hammer lässt es sich natürlich nicht nehmen, von der Bühne zu seinen Fans in den Saal zu steigen. „Es ist so schön, auf der Welt zu sein“ ist ein weiterer Song, der den Herz-Schmerz der begeisterten Gäste im Saal weiter entfacht. Alle schwelgen dabei in den schönsten Träumen. Diese rundum gelungene Jubiläumsparty wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Die Schlagzeuger und Musiker der Band haben den Stil entscheidend geprägt. Die Schlagerkombo Roy Hammer und die Pralinées feiert ihren 15. Geburtstag. Das Jubiläumskonzert findet am Samstag in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle statt. So fangen Karrieren an. Schlagzeuger Mingo Siewert von der frisch gegründeten Roy-Hammer-Band ruft mal eben im Sinkkasten an und sagt zu Rudi Link, dem Chef des Hauses: "Bub, ich hab' da so 'ne Schlagerkombo." Gesagt, gebucht. Der erste Auftritt stand. 1996 war das.
Dieses Samstag heißt es: „15 Jahre Roy Hammer und die Pralinées - die Kultband feiert Geburtstag.“ Für das Jubiläumskonzert ist die Hugenottenhalle in Neu-Isenburg gebucht, die immerhin bis zu 2000 Menschen fasst. Und der Laden verspricht, brechend voll zu werden. Unterstützt werden die Lokalhelden von Gästen wie NDW-Ikone Markus. „Ein bisschen aufgeregt sind wir schon“, bekennt Roy Hammer. „Aber es ist alles super organisiert.“ Der singende Moderator und seine Pralinées Billy Lasagno, Señor Mezzaluna, Doktor Gottlieb Böhm, Suzi Wong und Trude Blume sind ein eingespieltes Team. Die 130 Titel des Repertoires sitzen, können jederzeit abgerufen werden. „Aber wir tendieren inzwischen zum großen Medley - einfach nur die Refrains anspielen“, sagt Hammer. Das große Udo Jürgens-Medley, das große Marianne Rosenberg-Medley. „So kann man aus den alten Liedern auch immer wieder neue machen.“
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In den Anfängen lief die schrille Schlagerkombo nur als Spaßband nebenher. Doch der musikalische Seitensprung wurde bald erfolgreicher als die eigentlichen Projekte. Bei Roy, der eigentlich Jörg Hammer heißt und von Freunden "Butzi" genannt wird, war das die Gruppe Lange Latte Eschersheim. Als Kind der Nordweststadt, als die „Nordi“ noch nicht von Rappern besetzt war, frönte Jörg dem Hard Rock. Mit Covern von den Eagles oder den Doobie Brothers fanden die Musiker vor allem in der Wetterau vor den Toren der Stadt ihre Fans. Als Roy Hammer widmete Jörg sich zunächst den 60er-Jahre-Schlagern, solchen Kalibern wie der „Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe“, dem „Kriminaltango“ oder „Pigalle“. „Das war wirklich schweres Zeugs mit Wahnsinnsarrangements. Wir haben uns den Wolf geprobt, und die Leute wollten es gar nicht hören“, erzählt Roy.
Schließlich war es auch die Zeit, als Die Orthopädischen Strümpfe die Szene aufmischten. „Wir haben dann gemerkt, wenn wir die Siebziger-Hits schwer verrocken, kommt das bei den Leuten tausendmal besser an.“ Also packte der Gitarrist die Säge aus, die Sängerin kam dazu, die Neue Deutsche Welle wurde ins Programm integriert, die Schlager mit harten Rockriffs durchsetzt - der eigene Hammer-Sound war geboren. „Wenn man das mit Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn vergleicht, haben wir vier Solostimmen - dadurch wird das nie langweilig. Das hebt uns von allen anderen ab“, sagt Roy.
Gleich im zweiten Jahr spielten sie mehr als 60 Auftritte, heute ist es gut die Hälfte. Schließlich stehen alle Sechs noch im Berufsleben als Anwältin, Musiklehrer, Instrumentenverleiher. Ein Fast-Renter ist auch dabei. Und Hammer, der der Oma zu Liebe eine Lehre als Stahl- und Betonbauer absolvierte, arbeitet als Orchesterwart bei der hr-Bigband. Zu seinen Aufgaben gehört, sich um die Noten zu kümmern, die Bühnen fremder Hallen zu checken, auch mal die Hammond zum Orgel-Doktor zu transportieren und für einen reibungslosen Konzertablauf zu sorgen. Die Bigband, die 1946 als „Tanzorchester von Radio Frankfurt“ gegründet wurde und unter Orchesterleiter Heinz Schönberger Sänger wie Tony Marshall und Heino begleitete, wird heute vor allem mit Jazz assoziiert. Zwei Facetten, die für Jörg Hammer alias Roy gut unter einem Hut vereinbar sind. „ROY HAMMER & DIE PRALINÉES“ - Eine bunt schillernde skurrile Band, die den deutschen Schlager zu viel mehr macht, als nur ausrangierter Faschingsmusik. Wo diese glänzenden Persönlichkeiten auftreten, bleibt kein Fuß ohne Blasen und keine Hüfte starr. Roy Hammer und die Pralinées sind Meister des Spitzen-entertainments mit den Perlen des deutschen Schlagers. Man weiß nie, was einen erwartet. Humoristisch und stets für neue Überraschungen, stimmlich wie auch optisch, erwecken sie die Lust auf deutschen Schlager. Trude Blume - ein besonderer Wirbelsturm auf der Bühne - interpretiert ebenso Marianne Rosenberg wie auch Nena gekonnt mit Leib und Seele. Wo immer Roy Hammer mit seinen Musikern auftritt, geschieht Seltsames. Zuschauer fühlen sich wie in eine Las Vegas Show versetzt und von der musikalischen Akrobatik verzaubert. Dem Charme und der Begeisterungsfähigkeit dieser lustigen Truppe - die von je her Altersgruppen von 8 bis 88 zu verschmelzen versteht - widersteht niemand.
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