Rewe Lübecker Marzipan: Informationen und Besonderheiten

Vom Marzipan-Schwein über leckere Pralinen bis zur köstlichen Marzipantorte: Gerade zu besonderen Anlässen hat süßes Marzipan mit seinem dezenten Mandelgeschmack Hochkonjunktur. Marzipan verfeinert nicht nur Süßwaren und verziert Torten mit einer köstlichen Marzipandecke. Dank seiner weichen Konsistenz eignet es sich auch sehr gut, um kleine Figürchen zu formen - wie das berühmte Marzipan-Schwein für Silvester.

Was ist Marzipan?

Marzipan besteht hauptsächlich aus gemahlenen Mandeln und Zucker. Seine Rohmasse wird in Deutschland meist aus zwei Teilen süßer und bitterer Mandeln und einem Teil Zucker (maximal 35 Prozent) hergestellt. Qualitativ gibt es große Unterschiede: Besonders hochwertiges Marzipan enthält weniger Zucker oder besteht sogar zu 100 Prozent aus süßen Mandeln. Optisch erkennst du es an einer leicht gelblichen Farbe. Das berühmte Lübecker Marzipan enthält nur 10 Prozent Zucker, während andere Edelmarzipan-Sorten um die 30 Prozent enthalten und fast weiß sind.

Lübecker Marzipanstück mit goldener Verpackung

Herstellung von Marzipan

Für die Produktion von feinem Marzipan wird zunächst eine Rohmasse hergestellt. Dafür werden die Mandelkerne gereinigt und in heißem Wasser gebrüht, damit sich die Haut lösen lässt. Sie wird mithilfe von Gummiwalzen abgezogen. Im Anschluss werden die Mandelkerne in Mühlen oder Granitwalzen zerkleinert. Zurück bleibt ein Mandelbrei, der mit Puderzucker vermischt und bei etwa 105 Grad Celsius geröstet wird. Danach wird die Rohmasse noch mal mit Zucker versetzt und abgekühlt.

Je nach Hersteller werden dem Marzipan noch weitere Zutaten wie Rosenwasser oder Invertzucker (eine Mischung aus Frucht- und Traubenzucker) beigemischt. Auch die Qualität der Mandeln macht den Unterschied, wobei sich weder entbitterte Bittermandeln noch Bergmandeln eignen. Ist von Marzipan als Backzutat die Rede, meint man für gewöhnlich die Marzipanrohmasse, die aus geriebenen und gewalzten Mandeln und Zucker besteht. Der Zuckeranteil darf maximal 35 Prozent betragen. Mandeln und Zucker werden im Wasserbad über einem Kupferkessel langsam geröstet und ständig gerührt, bis sich die gesamte Mischung von der Kesselwand löst.

Rohmasse, Kneten und Aromatisieren

Um aus der Rohmasse eine weiche Marzipandecke für deine Torte herzustellen oder Marzipanfiguren formen zu können, musst du Puderzucker hineinkneten. Du kannst die Marzipanmasse weiter modifizieren, indem du beispielsweise Kirschwasser, Vanille- oder Zitronenaromen für den Geschmack oder Lebensmittelfarbe für eine tolle Optik hinzufügst.

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Unterschied Marzipan vs. Persipan

Anstatt Marzipan verwenden manche Hersteller von Süßwaren etwa für Dominosteine oder Schokolade das sogenannte Persipan. Es ähnelt Marzipan im Aussehen und Geschmack, wird allerdings nicht aus Mandeln hergestellt. Stattdessen verwenden Hersteller süße oder entbitterte Aprikosenkerne. Das macht Persipan viel preisgünstiger als Marzipan.

Welche Arten von Marzipan gibt es?

Marzipan ist nicht gleich Marzipan - es gibt starke Qualitätsunterschiede. Neben den variablen Zutaten wie Rosenwasser spielt auch die Gewichtung der klassischen Zutaten eine Rolle: Berühmt ist zum Beispiel das Lübecker Marzipan, das ausschließlich in seiner Heimatstadt Lübeck hergestellt werden darf. Bis heute ist das Rezept streng geheim. Fakt ist allerdings, dass die Lübecker Marzipan-Variante zu 90 Prozent aus Marzipanrohmasse besteht. Niederegger scheint außerdem auf Rosenwasser zu setzen - zumindest wird es auf der Webseite als Standardzutat der Marzipanrezeptur aufgelistet.

Bekannt ist außerdem Königsberger Marzipan mit seiner angebräunten Oberfläche. Die Marzipanrohmasse wird mithilfe der sogenannten Flämmung geröstet. Dadurch erhält es ein Röstaroma, das an gebrannte Mandeln erinnert. Seit dem Barock gibt es zum Beispiel Pistazienmarzipan, das in der Confiserie für feine Pralinen genutzt wird. Eine besondere Art ist außerdem mexikanisches Marzipan aus gerösteten Kürbiskernen.

Verschiedene Marzipansorten: Lübecker, Königsberger, Pistazienmarzipan

Qualitätsstufen der Marzipanrohmasse

  • Stufe M00: Das Marzipan dieser Stufe hat die beste Qualität. Es besteht aus erlesenen Mandeln und der Anteil an Bittermandeln fällt mit zwei bis drei Prozent gering aus.
  • Stufe M0: Die Marzipanrohmasse hat einen höheren Gehalt an zugesetzten Bittermandeln. Er beträgt bis zu fünf Prozent, wodurch das Marzipan nur eine mittlere Qualität aufweist.
  • Stufe M1: Auch diese Marzipanrohmasse ist von mittlerer Qualität und hat mit bis zu zwölf Prozent den höchsten Anteil an Bittermandeln. Bruchmandeln können ebenfalls enthalten sein.

Nährstoffe: Was ist alles in Marzipan drin?

Marzipan ist eine echte Leckerei, die aufgrund des hohen Mandelanteils recht viel Fett enthält und daher in Maßen genossen werden sollte. Immerhin handelt es sich bei den Fetten zum Großteil um essenzielle Fettsäuren wie Ölsäure und Linolsäure. Ölsäure gehört zu den Omega-9-Fettsäuren, Linolsäure ist eine Omega-6-Fettsäure. Außerdem finden sich in Marzipan Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor.

Nährwerte pro 100 g Menge
Kalorien 498 kcal
Kohlenhydrate 59 g
Eiweiß 8 g
Fett 25 g
Ballaststoffe 3,7 g
Kalium 209 mg
Magnesium 120 mg
Calcium 43 mg
Phosphor 220 mg

Mandeln enthalten viele einfach ungesättigte Fettsäuren, die helfen können, den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel zu senken. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans. Hier reicht schon eine kleine Menge am Tag. Die meisten Ernährungswissenschaftler empfehlen etwa 20-30 Gramm täglich (ca. eine kleine Hand voll).

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Lagerung und Haltbarkeit von Marzipan

Marzipan ist fast unbegrenzt haltbar, solange es gut verpackt an einem trockenen und kühlen Ort gelagert wird. Bewahre es am besten im Kühlschrank in Frischhaltefolie oder einer Plastikdose auf. Dadurch bleibt es frisch und trocknet nicht aus. Außerhalb des Kühlschranks solltest du Marzipan in einem gut verschlossenen Behälter luftdicht aufbewahren. Schütze es außerdem vor Sonnenlicht, damit es nicht austrocknet. Auch wenn Marzipan sich sehr lange hält, empfiehlt es sich immer, es möglichst frisch zu essen.

Verarbeitung von Marzipan: Backen, Formen, Verzieren

Marzipan gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Größen zu kaufen. Figuren aus der leckeren Masse, Pralinen oder Schokolade mit Marzipanfüllung kannst du als Süßigkeit snacken. Ansonsten ist Marzipan besonders beim Backen köstlicher Torten und Kuchen beliebt. Er wird zum Beispiel auch gerne in Weihnachts- oder Osterstollen sowie Hefezöpfen verwendet. Auch Plätzchen mit Marzipangeschmack sind in der Weihnachtszeit ein wahrer Genuss.

Tortenfans können sich mit Marzipan voll und ganz austoben: Es schmeckt nicht nur im Teig oder in Füllungen, sondern eignet sich ideal zum Verzieren feiner Torten. Lecker sind Marzipan-Mandel-Kombinationen wie Mandelhörnchen oder Marzipan-Mandel-Plätzchen. Auch für Pralinen eignet sich Marzipan ganz wunderbar: Ob Walnuss-Marzipan-Pralinen oder gefüllte Marzipan-Pralinen mit Schokoladenüberzug - hier kommen Leckermäuler auf ihre Kosten.

Eine Besonderheit sind Marzipan-Früchte - die sind nicht nur lecker, sondern sehen auch toll aus und eignen sich daher besonders gut zum Verschenken. Neben Früchten werden auch noch die verschiedensten anderen Lebensmittel aus Marzipan geformt - ob nun Würstchen, Gemüse oder Brezeln.

Marzipanfrüchte und Marzipanfiguren als Geschenk

Herkunft und Geschichte

Seit wann es Marzipan gibt und woher es kommt, ist unklar. Allerdings belegen Schriften aus dem Jahr 800, dass damals in Indien eine süße Speise aus Mandeln und Zuckerrohrsaft hergestellt wurde. Marzipan, wie wir es heute kennen, entwickelte sich aber vermutlich erst sehr viel später. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammt Marzipan aus Persien und kam im Mittelalter durch die Araber vom Orient nach Europa. Es dauerte nicht lange, bis Marzipan beim Adel zur beliebten Süßspeise avancierte. Später, zur Epoche des Barock, entdeckte man allmählich das Potenzial von Marzipan als Backdekoration.

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Belegt ist, dass die ersten Marzipanmanufakturen im 17. Jahrhundert unabhängig voneinander gegründet wurden: im heutigen Estland vom Schweizer Konditor Lorenz Caviezel und in Lübeck von Johann Georg Niederegger. Damals war Marzipan den oberen Schichten vorbehalten. Das liegt vor allem daran, dass Zuckerrohr sehr teuer war. Lübeck gilt seit Jahrhunderten als die inoffizielle Hauptstadt des Marzipans. Wer richtiges Lübecker Marzipan sagt, meint in der Regel Marzipan, das nach den strengen Vorgaben der Lübecker Marzipanordnung hergestellt wird.

Lübecker Marzipan: Geschützte Herkunft und Tradition

Seit 1996 ist „Lübecker Marzipan“ eine geschützte geografische Angabe in der EU. Nur Hersteller aus Lübeck, die sich an die strengen Produktionsrichtlinien halten, dürfen das Produkt so nennen. Richtiges Lübecker Marzipan ist mehr als eine Süßigkeit - es ist ein Stück Kultur, Tradition und Handwerkskunst. Hersteller wie Niederegger, Carstens oder Marzipanland setzen seit Generationen auf traditionelle Herstellungsverfahren.

Herstellung von Lübecker Marzipan in einer Manufaktur

Marzipan bei REWE: Einkauf, Verwendung und Rezepte

Marzipanrohmasse für deine Torten und Backkreationen kannst du bei REWE kaufen. In unserem Sortiment findest du sogar bereits ausgewalzte Rohmasse, die du als Tortendecke verwenden kannst. Marzipan zum Backen und Naschen: Marzipan ist nicht nur in Backkreationen wie Kuchen, Plätzchen und Torte eine leckere Angelegenheit, als Süßigkeit ist es ebenfalls bei vielen Menschen beliebt. Einige Marzipanprodukte haben zu überregionalem Ruhm gefunden.

Wenn du Desserts und Süßspeisen aus Marzipan zaubern willst, empfiehlt sich ein Blick in unsere REWE Rezeptwelt. Hier findest du tolle Rezeptvorschläge wie: Lustige Candy-Äpfel mit Gesicht, Marzipan-Mohn-Creme mit Apfelsoße, Weihnachtliche Marzipantorte mit Mohn. Bei REWE halten wir, neben köstlichem Marzipan, sämtliche weiteren Zutaten für dich bereit, die du für die Zubereitung deiner Rezepte benötigst.

Praktische Hinweise und Allergene

Kann Spuren von Haselnüssen, Walnüssen, Pistazien, Weizen, Gerste, Milcherzeugnissen und Ei enthalten. Schalenfrüchte, d.h. Mandel (Amygdalus communis L.), Haselnuss (Corylus avellana), Walnuss (Juglans regia), Kaschunuss (Anacardium occidentale), Pecannuss (Carya illinoies) sind zu beachten.

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