REWE Eigenmarke Schokolade Test und beste Sorten
Schokolade gehört zu den beliebtesten Naschereien in deutschen Haushalten, mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 9,2 Kilogramm jährlich. Um herauszufinden, welche Milchschokoladentafeln ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, hat die Stiftung Warentest 22 verschiedene Milchschokoladen getestet, darunter auch vegane Varianten. Besonders erfreulich: Gute Schokolade muss nicht teuer sein, wie die Untersuchung eindrucksvoll zeigt.
Stiftung Warentest: Testübersicht und Bewertungskriterien
In der Ausgabe 12/2025 hat Stiftung Warentest 22 Schokoladentafeln mit einem Kakaogehalt von 30 bis 45 Prozent untersucht. Das Spektrum umfasste 20 Milchschokoladen und 2 vegane Sorten, wobei sechs Produkte das EU-Bio-Siegel trugen. Getestet wurden sowohl bekannte Marken wie Lindt oder Milka als auch Handels-Eigenmarken von Rewe, Edeka, Lidl und Aldi.
Die Prüfer bewerteten die Schokolade nach Geschmack, Aussehen und Mundgefühl. Zudem standen Tests auf Schadstoffe, Verpackung, Deklaration sowie Nährwerte, Koffein- und Theobromingehalt auf dem Programm. Trotz hoher Preisspannen überzeugten viele preiswerte Eigenmarken im Test, während einige teure Edelschokoladen enttäuschten.
Testsieger und Empfehlung: REWE Bio Edel-Vollmilch Schokolade
Ein Highlight unter den Testsiegern ist die REWE Bio Edel-Vollmilch Schokolade mit 37% Kakaoanteil, die im Test die Note „gut“ (1,9) erhielt. Die Tafel kostet etwas über zwei Euro pro 100 Gramm und wurde für ihren sehr facettenreichen Geschmack und das kräftige Kakaoaroma gelobt. Neben ausgezeichnetem Geschmack überzeugt sie durch Fair-Trade- und Nachhaltigkeitssiegel, Schadstofffreiheit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ebenso erwähnenswert ist die Gold Schatz Schokolade von Ritter Sport, die als Preistipp gilt. Die dicke Tafel kostet etwa 1,80 Euro pro 100 Gramm und erhielt die Bewertung 2,4, insbesondere für ihren kräftigen Biss und intensiven Kakao-Geschmack. Diese Schokolade zeigt, dass Qualität und guter Geschmack nicht automatisch teuer sein müssen.
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Weitere empfohlene Produkte
- Lauenstein Confiserie Edel-Vollmilch-Schokolade (45 % Kakao): Preis pro 100g: 7,44 €, Note: 1,9
- REWE Bio Edel-Vollmilch (37 % Kakao): Preis pro 100g: 2,19 €, Note: 1,9
Die ausführlichen Testergebnisse sind kostenpflichtig bei Stiftung Warentest verfügbar.
Schokoladengeschmack im Test: Was macht eine gute Schokolade aus?
Der Geschmack zählt beim Schokoladen-Test besonders: Eine gute Schokolade besitzt einen seidigen Glanz, bricht sauber und schmilzt weich auf der Zunge. Die REWE Bio Edel-Vollmilch Schokolade wurde als aromatisch und kräftig im Kakaogeschmack beschrieben. Ebenso überzeugt sie mit einem ausgewogenen Aroma ohne bitteren Nachgeschmack.
Als Qualitätskriterium gilt der Anteil an Edelkakao, der feine Aromanoten neben dem Kakaocharakter mit sich bringt. Ein hoher Konsumkakao-Anteil hingegen signalisiert häufig eine geringere Qualität. Zudem sind die verwendeten Milchbestandteile wichtig: Hochwertige Schokolade enthält meist Milch- oder Sahnepulver mit höherem Milchfettanteil, wohingegen günstige Sorten oft Magermilchpulver und viel Zucker enthalten.
Preis und Qualität: Teure Schokolade nicht automatisch besser
Stiftung Warentest zeigt, dass teure Produkte nicht zwangsläufig besser abschneiden. So erhielt die teuerste Schokolade im Test, die Edel-Vollmilch von Feinkost Käfer zum Preis von fast 7 Euro pro 100 Gramm, nur die Note „ausreichend“. Kritisiert wurde der fad wirkende und leicht fettige Geschmack sowie eine überdimensionale Verpackung und missverständliche Beschriftung.
Im Gegensatz dazu konnten viele günstige Eigenmarken überzeugen, was den Verbrauchern zeigt, dass guter Schokoladengenuss auch für kleines Geld erhältlich ist.
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Gesundheitsaspekte und Schadstoffbelastung
Im Test wurden sämtliche Schokoladentafeln auf diverse Schadstoffe untersucht, darunter Cadmium, Nickel, Aluminium, Blei, Schimmelpilze, aromatische Kohlenwasserstoffe, Pflanzenschutzmittel und Mineralölkohlenwasserstoffe. Auffällig: Keine der getesteten Schokoladen wies belastende Schadstoffe auf.
Eine Ausnahme bildet die vegane Schokolade „iChoc Planty Classic“, bei der Salmonellen nachgewiesen wurden, was ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellt. Salmonellen können durch die Fettkomponente der Schokolade in den Darm gelangen und Infektionen auslösen, besonders bei Kindern und immunbeeinträchtigten Personen. Die betroffene Charge wurde umgehend zurückgerufen.
Vegane Schokolade bei REWE
REWE bietet auch vegane Schokoladen an, die entweder dunkle Sorten mit hohem Kakaoanteil oder Milchalternativen auf pflanzlicher Basis enthalten. Der Bio-zertifizierte Schweizer Edelbitter (mindestens 60 % Kakao) erhielt positive Bewertungen in Geschmackstests, insbesondere durch sein fruchtiges Aroma mit milder Bitternote.
Besondere Sorten und Variationen im REWE Sortiment
Neben klassischen Vollmilch- und Zartbitterschokoladen sind bei REWE auch zahlreiche Spezialitäten erhältlich. Hierzu zählen verschiedene Geschmacksrichtungen wie Bourbon Vanille, Schokolade mit Joghurtfüllung, Nussstückchen, Nugat, Marzipan, Krokant, Fondant, Trüffel, Fruchtcremes und sogar scharfe Chili-Füllungen. Besonders beliebt sind auch Softcookies mit Schokostückchen in unterschiedlichen Varianten, die von Kunden durchweg mit Bestnoten bewertet werden.
Kundenbewertungen zu REWE Schokoladenspezialitäten
- „White Choc Lemon“: Weiche Konsistenz, angenehmer Zitronengeschmack, schmackhafte weiße Schokolade.
- „Triple Chocolate Soft Cookies“: Knusprig, voller Schokoladengeschmack, klare Kaufempfehlung.
- „REWE Beste Wahl Softcookies“: Umweltfreundliche Papierverpackung, weiche Konsistenz, hoher Schokostückanteil empfohlen.
- „Bourbon Vanille Schokolade“: Echtes Vanillearoma dank Vanillesamen, sahnig und cremig.
Wissenswertes über Schokolade: Herstellung, Lagerung und Qualität
Woraus besteht Schokolade?
Grundlage jeder Schokolade ist flüssige Kakaomasse, die aus gerösteten, gebrochenen und geschälten Kakaobohnen gewonnen wird. Neben Kakaomasse und Kakaobutter kommen Zucker und Milchprodukte (Milch- oder Sahnepulver) hinzu, außerdem Würzstoffe wie Vanille oder Zimt. Soja-Lecithine dienen als Emulgatoren.
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Qualitätskriterien und Erkennung hochwertiger Schokolade
- Seidiger Glanz und saubere Bruchkanten
- Weiches Schmelzen auf der Zunge ohne sandiges Gefühl
- Hoher Edelkakao-Anteil, der feine Aromen bringt
- Höherer Milchfettanteil in Milchschokoladen
- Regulierung des Zuckeranteils durch gesetzliche Vorgaben
Lagerung und Haltbarkeit
Schokolade sollte kühl, trocken und geruchsfrei gelagert werden, idealerweise zwischen 15 und 18 °C. Temperaturschwankungen und Wärme begünstigen die Bildung von Fettreif, einem weißen Film auf der Oberfläche, der Geschmack und Haltbarkeit nicht beeinträchtigt. Tafeln mit höherem Kakaoanteil haben im Allgemeinen eine längere Haltbarkeit.
Verschiedene Schokoladentypen
| Schokoladentyp | Kakaoanteil | Charakteristik |
|---|---|---|
| Vollmilchschokolade | mind. 30 % Kakao | Weich, cremig, hoher Milchfettanteil |
| Zartbitterschokolade | mind. 50 % Kakao | Bitterer Geschmack, evtl. süße Füllungen |
| Bitterschokolade | mind. 60 % Kakao | Kräftiger, bitterer Geschmack |
| Weiße Schokolade | 0 % Kakao (Kakaobutter mind. 20 %) | Gelblich-weiß, cremig, hoher Milchanteil |
Besondere Schokoladenarten
- Blockschokolade: Häufig für Backzwecke, mehr als 35 % Kakaomasse
- Kuvertüre: Hoher Kakaobuttergehalt (mind. 31 %), ideal zum Überziehen und Backen
- Luftschokolade: Mit Luftblasen, besonders cremig und locker
- Mokkaschokolade: Mit Kaffee- oder Mokkapasta aromatisiert
- Noisette-Schokolade: Enthält 20-40 % fein gemahlene Haselnüsse
- Riegel: Praktisch für den schnellen Genuss, oft mit Füllungen
Qualitätshinweise und gesetzliche Regelungen
Auf Verpackungen finden sich oft Qualitätsbezeichnungen wie „Feine Milchschokolade“ oder „Edelschokolade“. Diese sind an bestimmte Mindestanforderungen an Kakaobutter, Milchtrockenmasse und Kakaoanteil gebunden. So muss Edelschokolade mindestens 40 % Edelkakao enthalten, der aus anerkannten Anbaugebieten stammt.
Seit 2001 dürfen Schokoladen bis zu 5 % andere Pflanzenfette enthalten, beispielsweise Sheanussöl oder Palmöl, was gelegentlich kritisch diskutiert wird, da der Palmölanbau Umweltschäden nach sich ziehen kann. Getreidemehle und Stärke sind in Deutschland nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Kaloriengehalt und Genuss
Eine 100-Gramm-Tafel Schokolade hat zwischen 500 und 600 kcal. Dunklere Sorten enthalten meist weniger Zucker, was jedoch den Kaloriengehalt nicht zwingend reduziert. Schokolade ist ein Genussmittel, das in Maßen genossen werden sollte.
Historischer Hintergrund
Die Herstellung und der Genuss von Schokolade gehen auf die Olmeken in Mittelamerika zurück, die bereits zwischen 1500 v. Chr. und 300 n. Chr. Kakao als Trinkschokolade nutzten. Für die Maya und später die Azteken hatte Schokolade eine rituelle und medizinische Bedeutung. Erst mit der europäischen Kolonialisierung wurde Schokolade als süße Tafelware weltweit populär.
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