REWE Echter Deutscher Honig: Herkunft und Qualität im Fokus
Honig gehört in Deutschland zu den beliebtesten Lebensmitteln. Durchschnittlich essen die Deutschen pro Jahr etwa ein Kilogramm Honig - ein Trend, der auch weltweit zu beobachten ist. Doch woher stammt der Honig, der auf deutschen Frühstückstischen landet, und wie ist es um seine Qualität bestellt? Insbesondere REWE bietet neben konventionellen Honigen auch “Echten deutschen Honig” an, der besondere Anforderungen erfüllen muss.
Herkunft des Honigs: Deutsche Produktion und globale Importe
Um Deutschlands Hunger auf Honig zu decken, müssen 58 Prozent des Honigs importiert werden. EU-weit sind es 40 Prozent. Vor allem aus der Ukraine, Mexiko, Argentinien und China kommen die Importe. Heimische Imker können die hohe Nachfrage nach dem süßen Nahrungsmittel bei Weitem nicht decken. So wird nach immer neuen Herstellungsverfahren und Lieferwegen gesucht.
Honig von REWE: Regionale Produzenten und Bio-Imkerei
Die Kunden wünschen sich echten Honig, am besten aus Deutschland. Mit Hilfe weiterer Imker:innen erzeugen Karin und Gerrit Lang heute in ganz Deutschland Honig in Bio-Qualität. Der wird genau kontrolliert, bevor das flüssige Gold in unseren REWE Regalen landet. Bio-Imkereien bieten Bienen deutlich bessere Bedingungen als konventionelle Betriebe. Dazu trägt der REWE Bio Blütenhonig zusätzlich zum EU-Öko-Siegel das Naturland Label, das für strengere Bio-Richtlinien steht.
Wie entsteht Honig? Die Arbeit der Bienen und Imker
Eigentlich ist es ganz einfach: Den Honig machen die Bienen. Sobald es im Frühling wärmer wird, schlüpfen die Bienen aus ihren Stöcken und werden vom Duft der ersten Blüten magisch angezogen. Die sogenannte Arbeitsbiene ist jetzt unterwegs. Sie hat den Auftrag Nektar zu sammeln. Da er viel Zucker enthält ist er süß und klebrig. Sie bringt den Nektar in den Bienenstock, wo er mit Enzymen angereichert und durch Verdunstung von Wasser zum Honig wird.
Die Imker:innen kontrollieren immer wieder, wie weit die Waben schon verschlossen sind. Daran können sie erkennen, wann der Honig „geerntet“ werden kann. Dann entnehmen sie vorsichtig die Rahmen mit den Waben, um keine Biene zu verletzen. Sie bringen sie in die Imkerei, wo der Honig aus den Waben geschleudert wird.
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Sortenvielfalt bei REWE: Von Blüten- bis Vielblütenhonig
Karin und Gerrit Lang betreiben eine Wanderimkerei. Ihre Bienenvölker bleiben nicht immer am selben Standort, sondern werden dorthin transportiert, wo nektarreiche Pflanzen blühen. Die Wanderschaft beginnt mit der Obstbaumblüte, darauf folgen Raps, Akazie und Linde. Manchmal entsteht dabei ein sortenreiner Honig, meistens aber Vielblütenhonig, wie er bei REWE angeboten wird.
- Sortenreiner Honig hat ganz besondere Aromen, abhängig von der Hauptblüte.
- Vielblütenhonig enthält Anteile von Löwenzahn, Weiden und Wiesenblumen und ist typisch für viele regionale REWE-Honige.
Honigqualität: Preis, Authentizität und Prüfverfahren
Die Preise für Honig unterscheiden sich deutlich: 500 Gramm kosten zwischen drei und acht Euro. "Genau deshalb ist der Honigmarkt so umkämpft, weil man damit auch hohen Gewinn machen kann", erläutert Britta Schautz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin. Weder Preis noch Herkunft verraten etwas über die Qualität, offenbart unser Test von 24 Blütenhonigen.
| Herkunft | Preis (500g) | Qualitätsurteil |
|---|---|---|
| Deutsche Bioimkerei (REWE Eigenmarke) | 5 - 8 € | Sehr hoch, kontrolliert |
| Import (z. B. China, Ukraine) | 3 - 6 € | Oft riskant hinsichtlich Authentizität |
Die Preisspannen sind enorm. Etliche Top-Produkte kosten nicht viel und enthalten Honig aus EU- und Nicht-EU-Staaten. Einige der Guten sind teure Honige aus Deutschland. Manche heimische Erzeugnisse enttäuschen allerdings. 14 von 24 Blütenhonigen im Test sind gut, sechs sind nur ausreichend, einer ist mangelhaft.
Gefahr von Panschereien: Wie wird Honig verfälscht?
Eine 2023 veröffentlichte Untersuchung der Europäischen Kommission ergab, dass fast jede zweite getestete Honigprobe gestreckt war, zum Beispiel mit Sirup auf Mais-, Reis- oder Zuckerrübenbasis. Besonders betroffen: Importe aus China. Bei dem geschützten Naturprodukt Honig ist das Mischen - etwa mit Zuckersirup - jedoch verboten. Importhonig wird oft mit Zuckersirup gepanscht. Auf einer EU-Liste der am häufigsten verfälschten Lebensmittel kommt Honig regelmäßig in die Top 10.
- Die Sirup-Produkte, mit denen der Honig gepanscht wird: Flüssige Süßstoffe, Bienen-Enzym, Glukose, Mais, Hochfruchtsirup für Honig.
- Sie alle können zum Beispiel auf chinesischen Online-Plattformen gekauft werden.
Gepanschter Honig ist nur schwer nachzuweisen, denn Fälscher benutzen dafür hoch modifizierte Sirupe. Die Herstellung wird dadurch verbilligt.
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Kontrollen und moderne Nachweismethoden: DNA-Analyse auf dem Vormarsch
Um gefälschte Honige aufzuspüren, nutzen Labore bislang chemisch-physikalische Methoden, die Zuckerprofile bestimmen und Zuckersirup-Rückstände aufspüren. Erste Labore setzen daher auf moderne DNA-Analysen, bei denen die im Honig enthaltene DNA untersucht wird, um Pflanzenarten zu identifizieren, die die Bienen besucht haben. Das Ergebnis: 80 Prozent der Proben seien gefälscht.
DNA-Test: Authentizität und Kritik am neuen Verfahren
Authentischer Honig besitzt ein DNA-Profil, das sich zweifelsfrei von verändertem oder gestrecktem Honig unterscheidet. ZDF frontal wollte es genau wissen und schickte Honig-Eigenmarken von Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Penny und Netto sowie den Honig von Marktführer Langnese in zwei unterschiedliche Labore nach Estland und Österreich zum DNA-Test. Das Ergebnis: Die meisten Proben waren nach Einschätzung der Labore nicht authentisch bzw. nicht plausibel.
- Goldland Blütenhonig von Aldi: nicht authentisch/auffällig
- Maribel flüssiger Bienenhonig von Lidl: nicht authentisch/nicht plausibel
- Ja! Blütenhonig von Rewe: nicht authentisch/nicht plausibel
- Gut & Günstig Blütenhonig von Edeka: nicht authentisch/nicht plausibel
- Vom Land Blütenhonig von Netto: nicht authentisch/nicht plausibel
- Die Flotte Biene von Langnese: nicht authentisch/nicht plausibel
Auch das ARD Kompetenzcenter Verbraucher hat ein Labor mit der Untersuchung einer Stichprobe beauftragt. Mit dabei: Eine Auswahl von Honigen von Edeka und REWE, darunter zwei Eigenmarken, zwei mittelpreisige Produkte und ein Fairtrade-Honig. Das Ergebnis der DNA-Analyse: Vier der sechs Honige fallen durch - ihr DNA-Profil weiche zu stark vom typischen Profil ab.
Die Industrie zeigt sich vom Ergebnis unbeeindruckt. Hersteller wie Langnese oder Breitsamer bezweifeln, dass die diskutierte DNA-Methodik geeignet sei, zuverlässig echte Honige von gestreckten Honigen zu unterscheiden. Kritiker mahnen, dass die hinterlegten Datenbanken zum Teil nicht vollständig repräsentativ oder ausgereift seien.
Unabhängige Stimmen und Expertenmeinungen
Es gibt unabhängige Experten, die dem Verfahren vertrauen. Professor Florian Leese etwa betont: "Für mich ist besonders überzeugend, wenn zwei Labore zu dem gleichen Ergebnis kommen - zwei Labore, die viel Erfahrung haben." Die Politik nimmt die Ergebnisse der DNA-Untersuchung ernst. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Kontakt zum Labor in Estland aufgenommen und betont, das Akkreditierungsverfahren für die neue Testmethode laufe bereits.
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Dr. Matthias Kopetzky, Wirtschaftsforensiker, verteidigt die neue DNA-Analyse beim Honig: "Bei den Gerichten ist die DNA-Methode so eingeführt, dass wir Leute, die damit überführt werden, ein Leben lang ins Gefängnis stecken. Aber für den Honig soll es nicht reichen." Gleichzeitig wüssten auch die Fälscher, wie analysiert werde, sodass die Prüfmethoden stetig weiterentwickelt werden müssen.
Gesetzliche Vorgaben, Qualitätssicherung und Verbraucherhinweise
„Echter deutscher Honig“, „Spitzenqualität“ oder „bio“ - wenn Honige mit besonderer Herkunft, Qualität oder Produktionsweise werben, müssen sie strengere Anforderungen erfüllen als die Honigverordnung verlangt. Erkennungszeichen für ein hohes Maß an Naturbelassenheit sind bestimmte Messwerte wie ein möglichst geringer Gehalt an Hydroxymethylfurfural (HMF) sowie eine möglichst hohe Aktivität des Enzyms Investase.
- Die gesetzlichen Anforderungen an Blütenhonig sind vergleichsweise offen - er kann aus dem Nektar aller möglichen Blüten und Pflanzen gewonnen werden.
- Waldhonig stellt besonders hohe Anforderungen an die Herkunft: Er muss aus Honigtau von Laub- und Nadelbäumen gewonnen werden.
Die Stiftung Warentest hat Produkte des Segments Blütenhonig für den Test ausgewählt, sie haben im Handel die größte Marktbedeutung. Die Qualitätsunterschiede zeigen sich unter anderem in Aussehen und Geschmack. Typischerweise ist die Konsistenz cremig bis teilkristallin. Die Produkte schmecken süß, blumig und ausgewogen - teils sogar aromatisch.
Wer echten, hochwertigen Honig kaufen will, sollte auf die Herkunftsangabe und die Siegel achten. Der Imker rät, deutschen Honig zu kaufen, auch wenn dieser bis zu acht Euro pro Glas kosten könne.
Testergebnisse: Marken, Qualität und Preis-Leistung
Die Stiftung Warentest hat in einem neuen Test 24 Blütenhonige untersucht und festgestellt: Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch bessere Qualität. Getestet wurden bekannte Marken wie Langnese und Breitsamer, Handelsmarken von Aldi, Lidl, Edeka und REWE sowie Bioprodukte von Alnatura, Bihophar, Rossmann und dm. Auch zwei Honige mit dem Label „Echter deutscher Honig“ waren dabei.
14 der 24 getesteten Honige konnten mit einem „guten“ Urteil überzeugen. Sechs Produkte erhielten nur ein „ausreichend“, ein Honig wurde sogar mit „mangelhaft“ bewertet. Besonders erfreulich: Unter den besten Produkten befinden sich auch einige günstige Alternativen aus dem Supermarkt und Discounter.
- „Breitsamer Frühlingssummen“ (erhältlich bei REWE) wurde mit der Note 1,8 zum Testsieger gekürt.
- „Gut Bio Honig cremig“ von Aldi und „Maribel cremiger Blütenhonig“ von Lidl (beide Note 1,9) zeigten ebenfalls sehr gute Qualität.
Viele der preiswerteren Produkte erhielten die Note „gut“, insbesondere in den Kategorien Geschmack, Authentizität und Schadstofffreiheit. Einige heimische Erzeugnisse enttäuschten allerdings, einzelne Fälschungen wurden aufgedeckt.
REWE Honig: Engagement für Qualität und Nachhaltigkeit
Karin und Gerrit Lang sowie weitere Imker arbeiten mit REWE zusammen und erzeugen Honig in Bio-Qualität. Für die Eigenmarke REWE Bio arbeiten wir mit dem Ökoverband Naturland zusammen. Der steht für strengere Bio-Richtlinien, als die EU-Öko-Verordnung vorgibt: besser für Umwelt, Tiere, Menschen und dich. Kein Flügelstutzen: Laut EU-Öko-Verordnung dürfen die Flügel der Bienenkönigin nicht beschnitten werden. Keine Pestizide: Bio-Imker halten strengere Vorgaben ein. Der produzierte Honig wird genau kontrolliert, bevor er als REWE Bio Honig ins Regal kommt.
Der Einkauf im Supermarkt ist häufig nur ein schnelles Abarbeiten der Einkaufsliste. Es ist alles da, was man braucht - oder was die Hersteller denken, was man braucht. Doch bei Honig lohnt sich der genaue Blick auf die Produktkennzeichnung, Herkunft und Qualitätssiegel.
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