Rausch Schokolade Weihnachtsmann — Herstellung, Sortiment und Nachhaltigkeit
Das Berliner Familienunternehmen Rausch verbindet seit mehr als 100 Jahren traditionelle Chocolatierskunst mit nachhaltiger Hightech-Produktion am Standort Peine. Die Geschichte von Rausch beginnt 1918 mit einer Berliner Confiserie und entwickelt sich im Lauf der Jahrzehnte zum Hersteller für hochwertige Schokolade aus Edelkakao. Als Berliner Familienunternehmen in fünfter Generation kreiert Rausch seit über hundert Jahren exzellente Schokoladen aus reinen Zutaten und nach höchsten Qualitätsstandards.
Historischer Hintergrund und Unternehmensentwicklung
Wilhelm Rausch, Sohn eines Konditormeisters und Chocolatiers, eröffnete 1918 in Berlin die Rausch Privat-Confiserie zur Herstellung von Pralinen, Schokoladen und Honigkuchen. Wilhelm Rausch betrieb sieben eigene Confiserie-Geschäfte in Berlin. Die drei Kinder führten das Unternehmen fort. Im Jahre 1971 trat Jürgen Rausch, der Sohn von Gerhard Rausch, in das Unternehmen ein und übernahm zehn Jahre später die Leitung. Er ließ 1982 eine zweite Schokoladenfabrik zur Herstellung von Edel-Schokoladen in Peine erbauen.
1998 entstand dort das Rausch SchokoLand mit einem Schokoladen-Museum, einem Schokoladen-Café, einer Schauproduktion, dem seinerzeit größten Schokovulkan der Welt und einem Werksverkauf. Im Jahre 1989 kaufte Rausch den seit 1863 bestehenden einstigen preußischen Hoflieferanten Fassbender samt allen Rezepturen auf und eröffnete 1999 das Geschäft Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Mit 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche ist es das größte Schokoladenhaus Europas.
Seit 2011 wird das Unternehmen in 5. Generation von Robert Rausch geführt, der eine Neuausrichtung der Marke vornahm und sich von Fassbender trennte. Robert Rausch übernimmt die Neuausrichtung der Marke: Aus Fassbender & Rausch wird Rausch. Er führt das Familienunternehmen ins digitale Zeitalter. Der Anspruch bleibt dabei unverändert: Unvergleichliche Schokolade von bester Qualität herzustellen.
Produktion in Peine: Technik, Kapazität und Nachhaltigkeit
Am Standort Peine produziert Rausch jährlich rund 20.000 Tonnen Schokolade für internationale Märkte. Mit innovativen Verpackungslösungen, eigener Energieerzeugung, ressourcenschonender Produktion und nachhaltigem Kakaoanbau entwickelt Rausch die Schokoladenherstellung konsequent weiter. Strom liefern Photovoltaik-Module auf etwa 20.000 Quadratmetern der Produktionsfläche in Peine. „Wir erzeugen etwa 25 Prozent unseres Energiebedarfs selbst“, erklärt der Geschäftsführer.
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Am Standort Peine mit seinen 300 Beschäftigten wird zum Erhitzen der Schokolade Abwärme aus der Kühlung zurückgewonnen dank intelligenter Wärmepumpen-Technik. Das Unternehmen investiert in recyclingfähige Papierverpackungen, Photovoltaik, Wärmerückgewinnung, Elektromobilität und nachhaltige Lieferketten.
Verpackungsrevolution: Die Umstellung von Folie auf Papier
In der Schokoladen-Produktion von Rausch in Peine rollt bis zum Ende des Jahres eine kleine Revolution vom Band: „Statt Folie werden unsere Minis künftig in echtes Papier verpackt, dass nach PAP-22-Standard in der Papiertonne entsorgt werden kann“, kündigt Robert Rausch an, Geschäftsführer der Rausch GmbH. Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der Verpackungs-Revolution. Das Papier darf nur hauchdünn sein, erfordert eine hohe Flexibilität und Reißfestigkeit, gleichzeitig soll es aber auch die wertvollen Aromen der Schokolade bewahren. Die neue Verpackung soll sukzessive für das gesamte Sortiment Anwendung finden. Nur eines von vielen Beispielen für die langfristige Denkweise im mehr als 100 Jahre alten Familienunternehmen Rausch.
Edelkakao, Direktbezug und eigene Plantagen
Für die Schokoladen von Rausch werden ausschließlich erlesene Edelkakaos ausgewählter Partner sowie der eigenen Kakaofarm in Costa Rica verwendet. Um dem eigenen Anspruch an hoher Edelkakao-Qualität gerecht zu werden, gründete Rausch 2014 in Costa Rica eine eigene Forschungsplantage für Edelkakao - die RAUSCH TRES EQUIS - FINCA DE CACAO. Mit Hilfe eines Expertenteams vor Ort wird seitdem Edelkakao kultiviert und daran geforscht. Die Farm erstreckt sich über etwa 40 Hektar. Sie liegt in Sichtweite des beeindruckenden, 3325 Meter hohen Vulkans Turrialba und grenzt an einen der costaricanischen Wild Corridor-Nationalparks.
Seinen Edel-Kakao bezieht Rausch ohne Zwischenhändler von den Kakaobauern. Von der Qualität überzeugt sich der Geschäftsführer gern selbst und reist mit seinem Team regelmäßig zu den Plantagen, auf denen der Edel-Kakao heranwächst. In Costa Rica baut Biologin und Kakao-Expertin Dr. Elsa Hegmann derzeit mit indigenen Völkern ein Projekt zum Kakao-Anbau auf. Auch in Papua-Neuguinea entsteht derzeit eine Kooperation neu.
Auf der eigenen Plantage von Rausch in Costa Rica trägt die Arbeit die ersten Früchte: Das Unternehmen hat aus Weideland eine Edelkakao-Plantage in Form eines vielfältigen Agroforstsystems aufgebaut. Statt Monokulturen wachsen dort verschiedene Nutzpflanzen, die sich gegenseitig stabilisieren. Große Bäume sollen starke Winde abschwächen, gezielte Bewässerungssysteme in Trockenzeiten Ressourcen effizienter ausnutzen.
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Langfristig will Robert Rausch in Costa Rica eine der größten und modernsten Kakaoplantagen weltweit aufbauen, in der Agrardrohnen Schädlingsbefall erkennen und autonome Roboter Schneidearbeiten vornehmen. Auf eigenen Plantagen in Costa Rica entwickelt Rausch moderne Agroforstsysteme mit intelligenten Bewässerungslösungen und innovativen Technologien wie Agrardrohnen zur Analyse von Pflanzenwachstum und Schädlingsbefall.
Vom Rohstoff zur fertigen Schokolade: Qualitätssicherung und Forschung
Die Leitung der Kakao- und Forschungsabteilung sorgt dafür, dass die Qualität und Verfügbarkeit unseres wichtigsten Rohstoffes - dem Rohkakao - sichergestellt wird. Dr. Christina Rohsius: „Ich begleite den Edelkakao vom Anbau über die Nachernteprozesse bis zur Lagerung im Ursprung und Verschiffung nach Deutschland. Dabei prüfe ich bei jedem Schritt die Qualität.“ Seit 2012 ist Dr. Elsa Hegmann bei Rausch, forschte an der Qualität neuer Edelkakaosorten und leitete seit 2018 das Rausch Edelkakaoinstitut in Costa Rica.
Das Direct Trade-Modell des Unternehmens konzentriert sich auf den unmittelbarsten Weg, um nachhaltige und faire Schokolade herzustellen. Diese exklusiven Schokoladen sind nur in den Rausch Schokoladenhäusern Berlin und Peine sowie im Rausch Onlineshop erhältlich.
Sortiment: Minis, Tafeln, Trinkschokolade und der klassische Schoko-Weihnachtsmann
Im Sortiment finden sich neben feinsten Schokoladentafeln und Pralinen auch Rausch Minis mit einem Stückgewicht von 6,7 Gramm - in Anlehnung an die in den 1950er Jahren erfundenen Rausch Schokoladen-Barren - und Schokoladen-Sticks mit 40 Gramm. Im geschmückten Werksverkauf und Café bietet die Firma Rausch ihre Schokolade mit weihnachtlichen Motiven an.
Der klassische Schokoweihnachtsmann darf im Sortiment nicht fehlen. Trotz neuer Trends wie der sogenannten Dubai-Schokolade bleibt der Schokoladen-Weihnachtsmann in der Zeit ums Fest beliebt. „Die Deutschen naschen insbesondere zu den Festtagen traditionell. Pure Leidenschaft für das Chocolatiers-Handwerk sind seit über 100 Jahren Teil unserer Familientradition“, so das Unternehmen.
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Die Produktpalette umfasst feinste Schokoladenkreationen aus Edelkakao. Etwa das Getränk „JUICY CACAO“, welches ebenfalls im Schokoladenhaus in Peine erhältlich ist: Ein erfrischender Saft aus der Pulpa der Kakaofrucht - dem weißen Fruchtfleisch, das sonst ungenutzt bliebe. In Kooperation mit dem Unternehmen Pacha bekämpft Rausch so Lebensmittelverschwendung und fördert südamerikanische Kakaoplantagen.
Beispiele aus dem Sortiment und Sonderprodukte
- Rausch Minis (6,7 g) - künftig in recyclingfähigem Papier verpackt.
- Plantagen-Schokolade - herkunftsreine Edelkakaos in Tafelform.
- Trinkschokolade Ecuador 70 % - beliebt bei Mitarbeiterinnen und Kunden.
- Saisonale Weihnachtsvarianten mit weihnachtlichen Motiven und klassischen Figuren wie dem Schoko-Weihnachtsmann.
- JUICY CACAO - Saft aus der Pulpa der Kakaofrucht zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Rausch Schokoladenhäuser: Erlebnis, Café und Verkauf
1998 entstand das Rausch SchokoLand; 2023 eröffnete Rausch ein Schokoladenhaus in Peine. Dieses beinhaltet ein Café mit Terrasse und Spielplatz, eine Lounge, einen Werksverkauf sowie 44 E-Ladesäulen, von denen 32 in einer Kooperation mit Tesla errichtet wurden. Auf drei Stockwerken des Schokoladenhauses am Gendarmenmarkt befinden sich ein Schokoladenladen ein Deli, sowie ein Café und eine Patisserie, die seit dem Umbau gläsern ist. Hier können Gäste die Patissiers beobachten, wie von Hand einzigartige Kreationen gefertigt werden.
Mitarbeiter, Handwerk und Kundenstimmen
Das Team vor Ort umfasst langjährige Mitarbeitende mit Leidenschaft für das Produkt. „Rausch ist ein Familienunternehmen in der 5. Generation, das für uns Mitarbeitende zu einer zweiten Familie geworden ist. Das Unternehmen entwickelt sich ständig weiter und ist innovativ“, sagt eine Teamleiterin. Kai Kraft, Erstverkäufer, arbeitet seit fast 11 Jahren bei Rausch und schätzt die vergleichsweise kurzen Dienstwege und die Nähe zur Familie Rausch.
Kunden loben Geschmack und Schmelz: „Rausch Schokolade? ist die beste Schokolade, die ich kenne. Der Geschmack und der Schmelz sind einmalig. Von Rausch Schokolade konnte ich bisher noch jeden überzeugen.“ Ein anderes Kunden-Feedback: „Einzigartiger zartschmelzender Kakaogeschmack und das ohne Lecithin.“
Rausch und der Wettbewerb im Weihnachtsgeschäft
In der Zeit vor Weihnachten konkurrieren zahlreiche Hersteller mit speziellen Figuren und Trends. Die Schokoladenfabrik „Rausch“ hat sich gegen die Dubai-Schokolade in Tafelform entschieden und statt dessen auf Dubai-Pralinen gesetzt. „Dubai hat uns eine neue Generation von Kunden in die Schokoladenhäuser gebracht“, sagt der Geschäftsführer des Schokoladenhauses in Peine. Doch das Weihnachtsgeschäft dreht sich bei Rausch nicht nur um diesen Trend.
Die Firma Rausch bietet sowohl traditionelle Weihnachtsklassiker als auch neue Interpretationen an und bleibt damit im Wettbewerb relevant und traditionsbewusst zugleich.
Kurzübersicht: Wichtige Daten
| Standort | Leistung |
|---|---|
| Peine | Produktion: ~20.000 t Schokolade/Jahr; 300 Beschäftigte; Photovoltaik ~20.000 m² |
| Costa Rica | Eigene Finca (ca. 40 ha), Agroforstsystem, Forschungsplantage |
| Berlin | Historische Confiserie, größtes Schokoladenhaus Europas am Gendarmenmarkt |
Rausch verbindet nachhaltigen Kakaoanbau in den Ursprungsländern mit moderner Produktion in Peine und internationalem Vertrieb. Die Kombination aus Familientradition, direktem Rohstoffbezug, Forschung vor Ort und innovativer Produktion prägt das Unternehmen und sein Angebot - vom klassischen Schoko-Weihnachtsmann bis zu edlen Plantagen-Schokoladen.
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