Quittenkuchen mit Hefeteig und Streusel – Traditionelles Rezept
Quittenkuchen mit Hefeteig und Streusel ist ein echter Klassiker der Herbstbäckerei und ein Genuss für alle, die das Aroma der Quitten lieben. Der luftige Hefeboden, die saftigen Quittenspalten und die knusprige Streuselkruste verbinden sich zu einem herzhaften Kuchenerlebnis, das perfekt zum Kaffee oder als süßer Abschluss eines Familienessens passt.
Das Rezept wurde von Susann entwickelt und gebacken und mit viel Liebe von Maria verfasst. Quittenkuchen nach diesem traditionellen Bauplan gelingt besonders aromatisch und lässt sich wunderbar abwandeln - auch für größere Blechkuchen oder kleine Springformen.
Zutaten für Quittenkuchen mit Hefeteig und Streusel
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Quitten, frisch | 750 - 1800 g (je nach Blechgröße) |
| Milch | 100 - 275 ml |
| Weizen- oder Dinkelmehl | 250 - 550 g |
| Hefe (frisch oder Trocken) | ½ - 1 Würfel / 1 Päckchen |
| Zucker & Vanillezucker | nach Geschmack, ca. 50 - 275 g plus 1 Pck. Vanillezucker |
| Eier (Größe M) | 1 - 3 Stück |
| Butter oder Margarine | ca. 60 - 225 g |
| Crème fraîche / Schmand | 150 - 400 g |
| Speisestärke / Puddingpulver | 40 - 80 g / 0,5 Päckchen |
| Mandelblättchen | 100 g (optional) |
| Zitronensaft | 5 - 6 EL, nach Geschmack |
| Zimt | nach Geschmack |
Vorbereitung der Quitten
Quitten im rohen Zustand enthalten viele Bitterstoffe und sind praktisch ungenießbar. Die Kerne sind sogar leicht giftig, da sie Blausäure enthalten - also stets entfernen! Die Schale ist sehr hart, daher unbedingt mit einem Sparschäler abschälen.
Zum Verarbeiten werden Quitten zunächst abgerieben, um den Flaum zu entfernen, dann geschält, das Kerngehäuse herausgeschnitten und die Früchte in dünne Spalten oder Würfel geteilt. In Zitronenwasser legen, da Quitten sehr schnell braun werden.
Die Quitten in einem großen Topf mit Wasser, Zucker und Zitronensaft sowie eventuell etwas Zimt je nach Vorliebe ca. 10-30 Minuten weich dünsten oder kochen. Die gekochten Früchte auf einem Sieb abtropfen und abkühlen lassen.
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Hefeteig für den Quittenkuchen herstellen
- Mehl mit Trocken- oder Frischhefe, etwas Zucker und lauwarmer Milch (nicht heißer als 40 °C!) in einer Schüssel mischen. In der Mitte eine Mulde bilden, Hefe hinein, mit 2-4 EL Milch verrühren, leicht mit Mehl bedecken und 15-20 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
- Butter, weiteren Zucker und ein Ei (optional auch etwas Salz) hinzufügen, alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt 30-60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat.
- Den fertigen Hefeteig auf einer bemehlten Fläche ausrollen - je nach verwendeter Form: aufs Backblech legen oder in eine gebutterte Springform geben und einen Rand hochziehen.
Der cremige Guss
Für den Klassiker Quittenkuchen mit Guss wird eine Mischung aus Crème fraîche (alternativ Schmand oder Quark), Eiern, Vanillezucker, Zucker und etwas Speisestärke oder Puddingpulver glattrühren. Die Masse wird gleichmäßig über den Hefeteig gegossen, bevor die Quittenspalten darauf verteilt werden. Der Guss sorgt für einen saftigen, leicht vanilligen Geschmack und bewahrt die Quittenaromen.
Streusel vorbereiten
- Dinkel- oder Weizenmehl mit braunem oder weißem Zucker und Mandeln mischen, kalte Butter in Würfeln dazugeben und mit den Händen rasch zu einem bröseligen Teig verkneten.
- Die Streusel für mindestens 30-60 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie knusprig bleiben.
- Je nach Rezept können für die Streusel auch geriebene Zitronenschale, etwas Zimt oder Vanillezucker zugegeben werden - das verfeinert Aroma und Duft.
Quittenkuchen zusammensetzen und backen
- Backblech oder Springform fetten und mit Mehl ausstäuben (oder Backpapier einlegen).
- Hefeteig ausrollen, darauf den Crème-fraîche-Guss verteilen.
- Die vorbereiteten Quittenspalten gleichmäßig auf dem Guss verteilen.
- Streusel großzügig darüberstreuen, zusätzliche Mandelblättchen können für mehr Crunch sorgen.
- Im vorgeheizten Backofen ca. 35-45 Minuten bei 160-175 Grad backen (Umluft: 150 °C) - der Kuchen sollte goldbraun sein, die Streusel knusprig.
Nach dem Backen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Wer mag, kann den noch warmen Kuchen mit etwas Zucker bestreuen.
Tipps und Varianten
- Gesündere Variante: Ersetzen Sie das Mehl durch eine Vollkornvariante und reduzieren Sie den Zuckeranteil. Statt Zucker können Sie auch natürlichen Süßstoff wie Ahornsirup oder Datteln verwenden.
- Alternativen zu Quitten: Wer keine Quitten bekommt oder nicht mag, kann das Rezept auch mit Äpfeln oder Birnen nachbacken oder kombinieren.
- Vorbereitung und Aufbewahren: Quittenkuchen lässt sich gut einfrieren und kann so auch im Winter in Stücken genossen werden.
Wissenswertes und Gesundheit
Quitten sind sehr ballaststoffreich - das enthaltene Pektin kann einen gereizten Darm beruhigen und fördert die Verdauung. Besonders Birnenquitten lassen sich für diesen Kuchen leicht verarbeiten, da sie weicher und milder sind als Apfelquitten.
Im rohen Zustand enthalten Quitten viele Bitterstoffe, beim Garen werden sie jedoch samtig und aromatisch.
Beliebtheit und Serviervorschläge
Quittenblechkuchen ist ein fruchtiger Genuss, der perfekt zum Kaffee passt. Vor allem im Herbst und Winter ist dieser Kuchen beliebt. Erfinderisch serviert, schmeckt er sowohl zu einer Tasse Tee als auch als Nachspeise mit einem Hauch Puderzucker.
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Nährwerte (Schätzung pro Portion)
| Energie | Kohlenhydrate | Fett | Eiweiß |
|---|---|---|---|
| ca. 300 kcal | 40 g | 11 g | 5 g |
Mit diesem Rezept gelingt ein Quittenkuchen, der für Familie und Gäste gleichermaßen ein Genuss ist. Viel Freude beim Nachbacken und Genießen!
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