Quittenkuchen mit Vanillepudding: Das ultimative Rezept für cremigen Genuss

Quittenkuchen mit Vanillepudding ist ein besonderes Highlight für die kalte Jahreszeit und begeistert vor allem Fans cremiger Kuchen. Wer lieber einen knusprigen Boden mit knusprigen Streuseln bevorzugt, sollte wissen: Die gebackene Vanillecreme ist eher weich und geschmeidig. Quitten sind kein Convenience-Obst: Vor dem Essen muss man sie kochen und auch für einen Kuchen mit Quitten sollten die Früchte geschält, geviertelt und gewürfelt, und dann weicher gedünstet werden. Das Aroma ist dafür fantastisch und einfach mal was anderes.

Quitte: Saisonales Obst mit Herausforderungen und einzigartigem Geschmack

Tatsächlich sind Quitten nicht ganz so bekannte Früchte, obwohl sie optisch sowohl Äpfeln als auch Birnen ähneln und in unzähligen Sorten wachsen. Man kann sie in Apfel- und Birnenquitten einteilen. Während die Apfelquitten sehr hart sind und intensiv schmecken, sind Birnenquitten viel weicher und milder im Geschmack. Roher Verzehr ist meist nur in Ausnahmefällen möglich; vor allem die Kerne enthalten giftige Blausäure und die harte Schale ist ebenso nicht genießbar und sollte daher mit einem Sparschäler entfernt werden. Der Flaum auf der Schale enthält ungenießbare Bitterstoffe und sollte vor dem Schälen gründlich mit einem Stahlschwamm über einer großen Schüssel oder Zeitungspapier entfernt werden.

Quitten-Arten und ihre Eigenschaften

Zutaten: Was braucht man für einen Quittenkuchen mit Vanillepudding?

  • Für den Teig:
    • 350 g Mehl
    • 1 TL Backpulver
    • 100 g Zucker
    • 210 g weiche Butter
    • Eine gute Prise Salz
    • Je nach Variante auch: 250 g Dinkelmehl Type 630, 125 g Rohrohrzucker, 2 Eier, 125 g Butter
    • 85 g gemahlene Mandeln, falls Streusel gewünscht
  • Für die Füllung:
    • 800 g Quitten
    • 250 ml Milch (3,5% Fett)
    • 200 ml Sahne
    • 4 Eigelbe
    • 1 Ei
    • 40 g Zucker + 1-2 EL
    • 40 g Speisestärke + 1 EL
    • 1 Vanilleschote
    • 1-2 Zitronen (Saft, optional)
    • Zusätzlich für Quark-Guss: 500 g Magerquark, 1 Pck. Vanillepuddingpulver
Zutaten für Quittenkuchen mit Vanillepudding

Optionale Zutaten und Variationen

  • Äpfel (als Mischobst, ca. 500 g)
  • Mandelblättchen zum Verstärken des Geschmacks
  • Zimt oder Zimtstange für zusätzliche Würze
  • Quark oder Sahne für mehr Cremigkeit
  • Vollrohrzucker, Apfelsaft oder Holunderblütensirup

Quittenkuchen-Rezept: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Quitten vorbereiten

Die Quitten im trockenen Zustand mit einem Stahlschwamm sauberreiben, um den Bitterstoff-Flaum zu entfernen. Die Quitten waschen, schälen, vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Das Quittenfleisch in ca. 1-2 cm große Würfel oder dicke Spalten schneiden. Tipp: Das Quittenfruchtfleisch rund um das Kerngehäuse abschneiden, da das Gehäuse sehr hart ist.

So werden Quitten richtig vorbereitet

2. Quitten dünsten

Quittenstücke mit 1-2 EL Zucker in einem Topf mit Deckel weichkochen, gelegentlich umrühren. Alternativ mit Zitronensaft, Apfelsaft, Zucker und Gewürzen ca. 10-15 Minuten köcheln, bis die Quitten weich, aber bissfest sind. Bei Bedarf Quittenmus pürieren oder Kompott herstellen für eine glattere Füllung. Sollte viel Saft übrig sein, diesen abtropfen lassen.

Quitten dünsten und verarbeiten

3. Vanillepudding zubereiten

Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schote und Mark mit Milch und Sahne in einem Topf erhitzen. Stärke und etwa 50 ml Milch mit Eigelbe und Ei verrühren. Die heiße Milchmischung langsam unter ständigem Rühren zur Eimasse geben, dann zurück in den Topf und erhitzen, bis die Masse eindickt. Pudding abkühlen lassen. Je nach Variante auch Quark, Sahne, Ei, Puddingpulver und Zucker verrühren und für einen leicht cremigen Guss verwenden.

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4. Teig anfertigen und kühlstellen

Mehl, Backpulver, Zucker und Salz (eventuell Mandeln und Zimt) mischen. Kalte Butter in kleinen Stückchen mit Eier oder Eigelb zu einem glatten Teig verkneten. Für ca. 30 Minuten oder auch über Nacht kühlstellen. Den Teig ausrollen und in der Springform als Boden und hohen Rand formen, mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Mürbeteig-Vorbereitung für Quittenkuchen

5. Zusammensetzen und Backen

  1. Boden: Teig auf eine Springform oder Backblech auslegen und einen Rand formen.
  2. Quitten: Die abgetropften Quittenwürfel bzw. Kompott gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
  3. Puddingcreme: Den Vanillepudding oder Quark-Guss darübergeben und glatt streichen.
  4. Optional: Eine Teigdecke zwischen Backpapier ausrollen und auf die Füllung legen.
    Oder Streusel vorbereiten aus Mehl, Butter, Zucker und Mandeln und diese auf dem Kuchen verteilen.
  5. Mandelblättchen: Kurz ohne Fett anrösten und als Finish über die Streusel streuen.
  6. Backen: Im vorgeheizten Backofen bei 180-200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 40-60 Minuten backen. Nach Bedarf letzten 15-20 Minuten mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Aufbau Schichten Quittenkuchen Vanillepudding

Nach dem Backen

Kuchen auf einen Rost heben und mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben. Der Kuchen lässt sich super vorbereiten und kann gut einen Tag durchziehen (gut verpackt), zudem ist er gut in Stücken einzufrieren. Guss und Mandeln sollten am besten frisch auf den Quittenkuchen vom Blech gegeben werden.

Tipps & Varianten für Quittenkuchen mit Vanillepudding

  • Streuselkuchen mit Quittenpüree und Pudding ist ein Klassiker, der immer gelingt. Du kannst das Rezept zeitlich aufteilen und Teig sowie Quitten bereits am Vortag vorbereiten.
  • Quitten schmecken auch hervorragend zusammen mit Hühnchen oder Lamm in der Tajine, oder in Suppen wie der Kürbissuppe.
  • Wer die Quitten putzt und 1 cm groß würfeln, kann sie mit etwas Wasser, Zucker und Zimt in 20 Minuten zu einem feinen Kompott köcheln.
  • Quittenmus lässt sich im Einkochtopf einkochen oder einfrieren und für verschiedene Dessertvariationen verwenden.
Quittenkuchen mit Vanillepudding: Schritt für Schritt gebacken

Häufige Fragen rund um Quitten und ihre Verwendung im Kuchen

  • Wie gelingt Quittenkuchen besonders cremig?
    Die Kombination aus Quittenkompott und selbstgekochtem Vanillepudding macht die Füllung besonders cremig. Für eine lockere Konsistenz ist es wichtig, den Rührteig nur kurz zu bearbeiten.
  • Warum sollte man Quitten nicht roh essen?
    Die enthaltenen Bitterstoffe und das harte Fruchtfleisch machen Quitten im Rohzustand nahezu ungenießbar. Erst durch Dünsten oder Kochen werden sie weich und aromatisch.
  • Wo findet man Quitten?
    Auf Märkten, im Obsthandel oder häufig auch kostenlos über Plattformen wie Kleinanzeigen. Türkische Supermärkte führen meist ganzjährig Quitten.
  • Kann ich Quittenkuchen einfrieren?
    Ja, Quittenkuchen lässt sich sehr gut portionsweise einfrieren. Erst nach dem Auftauen mit Guss und Mandeln verzieren!

Tabelle: Varianten von Quittenkuchen mit Vanillepudding

Variante Teig Füllung Extras Backzeit
Klassisch Mürbeteig Quittenkompott + Vanillepudding Streusel, Mandelblättchen ca. 40-60 Minuten
Mit Quark-Guss Mürbeteig Quitten, Quark, Vanillepuddingpulver Äpfel als Mischobst ca. 50 Minuten
Vegan Rapsmargarine, Dinkelmehl Quitten, Sojamilch, Sojasahne, Vanillepudding Vollrohrzucker ca. 60 Minuten
Vergleich verschiedener Quittenkuchen-Varianten

Fazit: Quittenkuchen für die ganze Familie

So ein köstlicher Quittenkuchen überzeugt selbst den größten Quitten-Skeptiker. Omas Quittenkuchen mit Mürbeteig hält sich gut verpackt locker 2 Tage, wenn er nicht schneller vernascht ist. Vielleicht kommt ihr mit diesem gedeckten Quittenkuchen ja auch auf den Geschmack dieses besonderen Obsts - und testet dann auch unbedingt Omas Quittenbrot aus, eine Art Fruchtkonfekt, das super aussieht und schmeckt!

Quittenkuchen mit Vanillepudding servieren

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