Quedlinburg Café Vincent — Käsekuchen: Rezept, Geschichte und Lokalstreit

Die Käsekuchenbäckerei Vincent, zu finden am Schlossberg in Quedlinburg, hat sich auf Käsekuchen spezialisiert. Mit großer Vielfalt und täglich wechselndem Angebot lockt die Käsekuchenbäckerei alle Kuchenliebhaber an. Genieße dein Stück Käsekuchen mit einer Tasse aromatischem Kaffee oder Tee. An schönen Tagen kannst du draußen sitzen und das mittelalterliche Ambiente der Umgebung bestaunen.

Standort und Erreichbarkeit

Fahre mit der Regionalbahn nach Quedlinburg. Vom Bahnhof Quedlinburg erreichst du das Café bequem zu Fuß in etwa 15 Minuten. Nimm auf der A36 die Ausfahrt "Quedlinburg-Zentrum" und folge der B6 in Richtung Quedlinburg. Nach etwa 5 Minuten erreichst du die Stadt.

Die Käsekuchenbäckerei Vincent findet man am Fuße des Schloßbergs in Quedlinburg. Nach dem Abstieg vom Schloßberg kann man hier nett einkehren und ein großes Stück leckeren Käsekuchen genießen.

Schlossberg Quedlinburg mit Café Vincent und Fachwerkhäusern

Ambiente und Café-Beschreibung

Im Fachwerkhaus wurde behutsam restauriert und Besonderheiten wie die riesige Esse erhalten. Und hier fanden endlich auch die alten gusseisernen Nähmaschinentische von Annerose Wehrenpfennig ihren Platz, die sie jahrelang gesammelt hat und für die sich bisher kein Verwendungszweck fand. Zu Caféhaustischen umfunktioniert, kann man es jetzt an ihnen gemütlich machen und den schönen Ausblick auf die restaurierten Fachwerkhäuser und den Schlossberg selbst genießen. Die hölzernen Abdeckhauben der Nähmaschinen wurden kurzerhand zu originellen Deckenlampen umfunktioniert.

Vor der Bäckerei ist eine Aussenbestuhlung mit großen Sonnenschirmen. Im Inneren der Bäckerei/Cafe Vincent hat man die Auswahl zwischen 15-18 verschiedenen Käsekuchen welche in einer Vitrine betrachtet werden können. Eine Preisangabe sucht man jedoch vergebens. Ebensowenig finden sich die Käsekuchenvariationen auf der Speisen- und Getränkekarte. Im Inneren des Gebäudes erreicht man über eine steile schmale Treppe einen alten Raum mit mehreren kleinen Tischchen. Die Toiletten befinden sich im Keller welcher über eine alte Steintreppe erreichbar sind.

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Sortenvielfalt, Rezeptarchiv und Herstellung

Quedlinburg - Außen goldgelb gebacken, innen weiß und cremig - so soll er sein, der perfekte Quedlinburger Käsekuchen. So zumindest heißt es auf den Internetseiten des am Schlossberg gelegenen Cafés „Vincent“, das als Käsekuchenbäckerei mit nach eigenen Angaben bis zu 131 ständig wechselnden Sorten der beliebten Süßspeise vor allem Touristen anlocken will.

Mehr als 15 verschiedene Käsekuchen backt Mitarbeiterin Katrin Kaufmann täglich in der Saison. Und dass ihr mal die Ideen für neue Kreationen ausgehen, darum muss sie sich keine Sorgen machen. Viele Gäste, denen der Käsekuchen geschmeckt hat, schicken ein eigenes Rezept als Dankeschön. Mittlerweile hat Katrin Kaufmann einen dicken Hefter mit neuen Käsekuchenvarianten. Rund 50 verschiedene Käsekuchen umfasst das Rezeptarchiv. Als besonderes Angebot kann man auch die amerikanische Variante des Käsekuchens probieren: den Cheese-Cake. Der wird - im Gegensatz zum deutschen - nicht gebacken. Favorit bei den Käsekuchenbäckerei-Besuchern ist die Variante mit Blutorangen. "Käsekuchen mögen eigentlich alle", ist sich Annerose Wehrenpfennig sicher.

Die Grund-Käsemasse ist immer die gleiche. Manchmal werden weitere Zutaten vor dem Backen untergerührt, z.B. Rosinen oder Kakao, manchmal nach dem Backen etwas auf dem Kuchen verteilt, z.B. Mich haben gleich die Preise auf der Karte geschockt: eine einfache Tasse Kaffee 2,60 €, ein Milchkaffee fast 4 €. Man merkt vielleicht schon, dass es mich nicht vom Hocker gerissen hat. Die Käsemasse war ganz nett, aber nicht soooo… außergewöhnlich wie erwartet.

Beobachtungen zu Geschmack und Varianten

Die Käsemasse war mit Kakao angereichert, nicht die beste Idee. Vanille war nicht zu schmecken. Die Kuchen waren schön locker und frisch und haben sehr lecker geschmeckt. Die Preise sind etwas höher, aber gerechtfertigt. Die so heftig als „Geschmackskrönung“ beworbene und angepriesene Käsekuchen kann aus meiner Sicht so nicht bestätigt werden.

Für HerrnH sollte es am letzten Tag noch ein Mal Käsekuchen sein. Leider war er etwas enttäuschend: nicht schmeckende Melone und Orangen in Spalten, beides mit Schale!, Paprika und anderes Salatgeeignetes, darüber der Käse (eine Art Harzer aus Ziegenmilch mit weißem Kern) in dünnen Scheibchen. Draussen auf einem Aufsteller war ein Salat mit Westerhäuser Ziegenkäse und Honig-Senf-Dressing angeboten, das hörte sich lecker an, der sollte es für HerrnH sein.

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Vitrine mit vielen Käsekuchenvarianten im Café Vincent

Ruhm, Medien und der lokale Kuchenstreit

So zumindest heißt es auf den Internetseiten des am Schlossberg gelegenen Cafés „Vincent“, das als Käsekuchenbäckerei mit nach eigenen Angaben bis zu 131 ständig wechselnden Sorten der beliebten Süßspeise vor allem Touristen anlocken will. Doch dass auch das genau gegenüberliegende Café und Restaurant „Am Finkenherd“ die „Käsekuchen-Krone“ für sich beansprucht, merkt man beim Betrachten der Eigenwerbung, die auf Schildern vor den Lokalen prangt: „Lasst euch nicht von anderen täuschen“, heißt es auf einem Aufsteller des Cafés „Vincent“ etwa, während die Konkurrenz mit dem „besten Käsekuchen Quedlinburgs“ lockt.

Beide Cafés sind von Kuchenliebhabern längst nicht unentdeckt geblieben - darauf lassen die voll besetzten Freisitze der jeweiligen Lokale gerade an sonnigen Nachmittagen vermuten. Warum also diese aggressive Eigenwerbung?

Der Betreiber des Cafés „Am Finkenherd“ versucht eine Erklärung dafür zu finden: „Wir fühlen uns im täglichen Wettbewerb teilweise benachteiligt, da der Nachbar mit seinem medialen Alleinstellungsmerkmal wirbt“, sagt Volker Stübig. Damit spielt der Gastronom auf das breite mediale Interesse am gegenüberliegenden Lokal an, zum Beispiel durch die Dreharbeiten zur MDR-Sendung „Musik für Sie“.

Gehe es nach Stübig, könne der Kuchen hauptsächlich durch die starke Präsenz in den Medien überzeugen, „habe aber durch den Überzug aus Gelatine beispielsweise eher wenig mit dem traditionellen Käsekuchen zu tun“, wie er findet. Auch, was die deutlich größere Auswahl der täglich dort angebotenen Ware betrifft, stelle sich der Gastronom die ernsthafte Frage, wie die Betreiber des Cafés „Vincent“ es schaffen könnten, jeden Tag alles frisch zu backen.

Konflikte und Folgen

Auch berichtet er von Situationen, bei dem der benachbarte Wirt Reservierungsgäste, die sich aus Versehen in das falsche Lokal gesetzt hatten, nicht zu Stübig zurückgeschickt haben soll. Ob diese Vorwürfe tatsächlich der Wahrheit entsprechen, bleibt ungeklärt. Der Betreiber des benachbarten Cafés wollte sich trotz mehrmaliger Nachfrage der MZ nicht dazu äußern. Laut seinem Anwalt gab es jedoch in der Vergangenheit sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen den beiden.

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Welches der beiden Cafés nun den besseren Käsekuchen herstellt und serviert - auch das bleibt am Ende offen. Ein nicht repräsentativer Test der Quedlinburger Lokalredaktion fiel mit zwei zu zwei Stimmen unentschieden aus. Laut dem Gastronomen Volker Stübig ist es schließlich genau das, was zähle: „Man sollte sich einfach vollkommen unvoreingenommen selbst ein Bild vom Kuchen machen und sich nicht blenden lassen“, empfiehlt er.

Reportage über Käsekuchenbäckerei Vincent und den Kuchenstreit in Quedlinburg

Besuchermeinungen: Lob und Kritik

  • „Die Kuchen waren schön locker und frisch und haben sehr lecker geschmeckt. Die Preise sind etwas höher, aber gerechtfertigt.“ (Jürgen)
  • „Die Werbung verspricht mehr als der Kuchen bietet. Nach einer halben Stunde Wartezeit kam das Bestellte. Leider saurer Kaffee und Kuchen, der nach dem ersten Bissen einfach nicht mehr appetitlich ist.“ (Hubert)
  • „Die Käsemasse war ganz nett, aber nicht soooo… außergewöhnlich wie erwartet.“
  • „Wir besuchten das Vincent Café, um die Käsekuchenvielfalt zu genießen. Das gelang uns auch.“

Regionale Ausflüge und Aktivangebot

Altstadt Quedlinburg - Stiftskirche St. Servatius - Schloßberg - Stiftskirche St. Raus aus der Stadt und ab in die Natur. Wer eine sportive Strecke und unterschiedlichen Untergrund mag, ist hier genau richtig. Dieser Streckenabschnitt zwischen der Welterbestadt Quedlinburg und Halberstadt wurde 2024 eröffnet als nunmehr 7. Die Tour führt über Westerhausen vorbei am Königstein (Kamelfelsen) durch Börnecke Richtung Spiegelsberge bei Halberstadt. Die Brasserie Gleis 1 hat dem Schlossbahnhof Ballenstedt neues Leben eingehaucht.

Praktische Hinweise für Besucher

Die auffallende Werbung des selbsternannten Käsekuchenkönigs auf dem Quedlinburger Schlossplatz ist meines Erachtens ein wenig zu viel des Guten! Bei unserem Aufenthalt waren beide Bedienungen eindeutig überfordert. Die so heftig als „Geschmackskrönung“ beworbene und angepriesene Käsekuchen kann aus meiner Sicht so nicht bestätigt werden. NICHT noch einmal!!

Man sollte sich einfach vollkommen unvoreingenommen selbst ein Bild vom Kuchen machen und sich nicht blenden lassen. Viele Gäste, denen der Käsekuchen geschmeckt hat, schicken ein eigenes Rezept als Dankeschön. Mittlerweile hat Katrin Kaufmann einen dicken Hefter mit neuen Käsekuchenvarianten.

Aspekt Angaben / Beobachtungen
Sorten Bis zu 131 Sorten angegeben; täglich 15-18 in der Vitrine; >15 täglich in Saison
Beliebte Varianten Blutorange, Birne-Schoko, Mandarine, Himbeere, amerikanischer Cheese-Cake
Ambiente Restauriertes Fachwerkhaus, Nähmaschinentische als Tische, Außenbestuhlung
Kritikpunkte Preisgestaltung, Service-Schwankungen, unterschiedliche Geschmacksbeurteilungen
Besonderes Rezeptarchiv mit rund 50 Varianten; Gäste schicken Rezepte; Medienpräsenz

Das Ergebnis der intensiven "Was-Machen-Wir-Draus-Grübelei" kann man seit April des Jahres 2000 nicht nur sehen, sondern auch riechen. Denn mehrmals täglich zieht der unwiderstehliche Duft von frisch gebackenem Käsekuchen durch das alte Fachwerkgemäuer. Hier haben die Käsekuchenbäckerei und das Café Vincent ihr Domizil gefunden. Auch wenn im Käsekuchen kein Fitzelchen Käse ist, ist der Name doch Programm.

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