Ist Pudding bei Erkältung gut? Was Milch, High-Protein-Puddings und Hausmittel wirklich bewirken

Erkältungen kommen immer zur falschen Zeit. Aber mit der richtigen Ernährung kannst du deinen Körper dabei unterstützen, schneller wieder gesund zu werden. Wir zeigen dir, welche Lebensmittel und Getränke besonders hilfreich sind, um deine Abwehrkräfte zu stärken und die Erkältung loszuwerden.

Wenn dich eine Erkältung erwischt hat, möchtest du wahrscheinlich nur eins: schnell wieder gesund werden. Neben ausreichend Ruhe spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Genesung. Dein Körper braucht jetzt besonders viele Nährstoffe und Flüssigkeit, um die Erkrankung zu bekämpfen.

Illustration: Erkältung, Schleimhäute, warme Getränke, Puddingschale

Pudding bei Erkältung: Milch, Schleim und der hartnäckige Mythos

Schleim gehört zu den Dingen, die keiner haben will, aber jeder haben muss. Die Schmiere hält Staub, Dreck und Krankheitserreger aus dem Körperinneren fern. Aus gutem Grund heißt die Schutzschicht in Öffnungen wie Mund und Nase Schleimhaut. Und trotzdem: Zu viel Schleim macht keinen Spaß, auch nicht wenn er durch eine harmlose Erkältung entsteht.

Der Glaube, dass Milch die Schleimbildung im Körper anregt, ist ziemlich alt. Bereits im 12. Jahrhundert empfahl der jüdische Mediziner Moses Maimonides Schleimkranken, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die die Flüssigkeiten im Körper verdicken. Auch Milch stand auf seiner Problemstoffliste . Aus damaliger Sicht war das nur folgerichtig: Im Mittelalter führten Ärzte Krankheiten noch auf ein Ungleichgewicht der Körpersäfte wie Blut, Schleim und Galle zurück.

Allein ihr Anblick erzeugt bei vielen ein vollmundiges Gefühl. Beim Trinken bestätigt sich der Eindruck. Was genau geschieht, wenn Milch und Speichel im Mund aufeinander treffen, hat George van Aken vom Wageningen Centre for Food Sciences in den Niederlanden mehrfach untersucht. "Das Gemisch war schleimig und es hatten sich vermehrt Tröpfchen in ihm gebildet", schreiben die Forscher. Je höher der Fettanteil in der Milch war, desto schleimiger wirkte die Milch-Speichel-Mischung.

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"Was da im Mund entsteht, ist Schleim von der Konsistenz her ziemlich ähnlich", fasst Wiewrodt zusammen. Mit dem Erkältungsschleim hat es aber nichts zu tun. "Auf ihrem Weg durch Speiseröhre und Verdauungstrakt kommt die Milch gar nicht mit den schleimbildenden Zellen in den Atemwegen in Kontakt. Wie sollte sie sie da beeinflussen?" Stattdessen könne Milch bei Erkältungen sogar nützlich sein.

Vor mehr als 20 Jahren gaben australische Forscher um Carole Pinnock von der Flinders University knapp 170 Testtrinkern ein Glas Kuh- oder Sojamilch. Den Getränken setzten die Wissenschaftler eine Kakao-Pfefferminz-Mischung zu, sodass man sie am Geschmack nicht mehr unterscheiden konnte. Einige Versuchspersonen klagten anschließend über eine belegte Zunge, Schluckbeschwerden und dickeren Speichel. Allerdings waren unter ihnen ähnlich viele Kuhmilch- wie Sojamilchtrinker.

In einem anderen Versuch hatte Pinnock 51 Menschen mit einem Erkältungsvirus infiziert und deren schleimige Ausscheidungen über zehn Tage in Taschentüchern gesammelt. Die Versuchspersonen sollten dokumentieren, wann und in welchen Mengen sie Milch oder Milchprodukte zu sich nahmen und wie es ihnen danach ging. Auch hier klagten die Schleimtheorie-Gläubigen häufiger über Beschwerden, nachdem sie Milch getrunken hatten.

FAZIT: Die Verschleimungstheorie ist ein Mythos. Zwar fühlt sich Milch, wenn sie sich im Mund mit Speichel mischt, so ähnlich an wie Schleim. Die Schleimproduktion im Körper verstärkt Milch aber nicht.

High-Protein-Pudding: Trendprodukt im Erkältungsalltag - sinnvoll oder überflüssig?

Proteinprodukte boomen: Neben Fitness-Riegeln, eiweißreichen Broten und angereichertem Müsli sind auch diese Artikel bei Fitnessbewussten und zum Abnehmen voll im Trend: High-Protein-Puddings. Wie gesund sind die Eiweiß-Desserts wirklich? Wir haben uns drei Produkte näher angesehen und klären auf rund um den Eiweißtrend.

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High-Protein-Pudding finden Sie in verschiedensten Varianten nahezu in allen Supermärkten. Wir haben uns folgende drei Produkte näher angesehen:

  • High-Protein-Schoko-Pudding von Ehrmann
  • High-Protein Pudding mit Schoko von REWE
  • High-Protein-Pudding Schoko von Dr. Oetker

So viel Protein steckt in High-Protein-Puddings. Jeder Mensch benötigt durchschnittlich 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 70 Kilogramm schweren Person sind das 56 Gramm Eiweiß täglich. Bei einer Portion von 200 Gramm High-Protein-Pudding nehmen Sie mit allen drei untersuchten Puddings 20 Gramm Eiweiß auf.

Woher kommt das Eiweiß in High-Protein-Puddings? In allen drei Puddings stammt das Protein vor allem aus zugesetztem Milcheiweiß. Verschiedene Eiweiße lassen sich unterschiedlich gut vom Körper verwerten. Die biologische Wertigkeit ist ein Maß dafür, wie gut der Körper ein Nahrungseiweiß in körpereigenes Protein umwandeln kann.

Milcheiweiß stellt diesbezüglich eine gute Quelle dar. Noch besser ist jedoch die Kombination verschiedener Proteinquellen, in denen sich Aminosäureprofile (Bausteine des Proteins) optimal ergänzen. Ein prominentes Beispiel sind Ei und Kartoffeln oder Hülsenfrüchte und Getreide - wie Bohnen und Mais oder Linsen und Reis. Sie müssen also nicht immer auf tierische Produkte zurückgreifen.

Außerdem ist Mehr nicht immer besser - isolierte Proteine versorgen nur bedingt. Gerade bei High-Protein-Produkten finden sich oft jede Menge Zusatzstoffe. Auch in den drei untersuchten Puddings sind eine Reihe an Süßungsmitteln (Acesulfam K, Sucralose, Cyclamat, Saccharin), Verdickungsmitteln (Natrium-Carboxy-methylcellulose, Carrrageen), Stabilisatoren (Natriumphosphat) und Aromen zu finden.

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Sie verleihen dem Produkt die typische Konsistenz, den Geruch und Geschmack. Unverzichtbar sind vor allem Aromen überall dort, wo Produzenten sensorisch unbefriedigende Rohstoffe oder Verfahren einsetzen. Essen Sie häufig aromahaltige Produkte, gewöhnen Sie sich möglicherweise an diesem Geschmack und natürliche Produkte schmecken zunehmend fad.

Auch Süßungsmittel sind nicht unbedingt eine gesündere Alternative. Sie enthalten zwar keine Kalorien, doch Studien zeigen: Künstliche Süßstoffe sind aufgrund ungünstiger Auswirkungen auf Stoffwechsel und Appetit zur Gewichtsreduktion eher ungeeignet. Ebenso sollten Sie Lebensmittel mit künstlich zugesetzten Phosphaten nicht übermäßig essen. Zu viel davon kann die Nieren schädigen (.pdf).

Infografik: Nährwerte High-Protein-Pudding vs. natürliche Proteinquellen

Nutri-Score und Erkältungskost: Warum A nicht automatisch gesund heißt

Alle drei Produkte tragen den Nutri-Score A: Sie müssten doch super gesund sein? Der Nutri-Score ist ein sehr vereinfachtes Bewertungssystem. Zahlreiche Zusatzstoffe wie Süßstoffe oder Aromen berücksichtigt er bei festen Lebensmitteln nicht.

Unternehmen können den Nutri-Score auf ihren Produkten durch Tricksen kostengünstig verbessern. Sie setzen mehr Zusatzstoffe ein, um beispielsweise den Fettanteil zu verringern oder den Zuckergehalt mit Süßstoffen auszugleichen. Die entsprechenden Produkte sind dadurch aber nicht als gesünder zu bewerten.

Bei unseren getesteten Produkten sind der Fettgehalt (1,5 -1,6 Gramm pro 100 Gramm) und der Zuckergehalt, (4,0-4,3 Gramm pro 100 Gramm) recht geringgehalten. Hier werden also kaum Negativ-Punkte gesammelt. Auch die verhältnismäßig hohe Proteinmenge pro 100 Gramm lassen den Nutri-Score günstig aussehen.

Ausgeglichen wird das cremige Mundgefühl allerdings zum Beispiel mit Verdickungsmitteln oder modifizierter Stärke. Und die umstrittenen Süßstoffe ersetzen den Zucker.

Wie viel Eiweiß brauchst du bei Erkältung - und aus welchen Quellen?

Bei einer 70 Kilogramm schweren Person sind das 56 Gramm Eiweiß täglich. Um etwa die gleiche Menge an Protein aufzunehmen, könnten Sie stattdessen zum Beispiel auch folgendes essen:

  • 2 Scheiben Vollkornbrot mit Hummus oder
  • 300 Gramm Naturjogurt mit circa 6 Esslöffel Haferflocken oder
  • ein Ei, ein bis zwei Hände voll Nüsse

Ernähren Sie sich abwechslungsreich, decken Sie Ihren Eiweißbedarf problemlos über natürliche Eiweißquellen. Mehr nicht immer besser - isolierte Proteine versorgen nur bedingt.

Erklärvideo: Mythos Milch und Schleim - Was bei Erkältung wirklich hilft

Erkältung und Essverhalten: Was hilft wirklich?

Ernährungstipps bei Erkältung: So unterstützt du deinen Körper. Wenn deine Abwehrkräfte gegen eine Erkältung ankämpfen, braucht dein Körper jede Unterstützung, die er bekommen kann. Mit diesen Lebensmitteln kannst du dein Immunsystem stärken und den Heilungsprozess unterstützen.

Wärmende Suppen, Getränke und bewährte Hausmittel

1. Wärmende Suppen und Brühen: Der Klassiker bei Erkältung. Wenn du krank bist, gibt es kaum etwas Besseres als eine heiße Suppe, die dich von innen wärmt. Sie sorgt für ein wohlig-warmes Gefühl und wirkt auch noch entzündungshemmend. Darüber hinaus versorgt die Brühe deinen Körper mit Flüssigkeit und wichtigen Nährstoffen, während die Wärme deine Schleimhäute feucht werden lässt und so das Atmen erleichtert.

3. Ingwer, Honig und Zitrone: Die perfekte Mischung gegen Halsweh. Ein heißer Ingwertee mit einem Spritzer Zitronensaft und einem Löffel Honig kann wahre Wunder wirken. Der scharfe Ingwer hat entzündungshemmende Eigenschaften, während der Honig deinen gereizten Hals beruhigt und die Zitrone dein Immunsystem unterstützt.

Heiße Milch mit Honig. Ein echtes Hausmittel, das beruhigend wirkt, besonders wenn du Husten oder Halsweh hast. Die warme Milch entspannt den Hals, und der Honig wirkt entzündungshemmend. Trinke am besten eine Tasse vor dem Schlafengehen, um gut durch die Nacht zu kommen.

Zwiebelsirup gegen Husten. Um diesen zuzubereiten, schneidest du eine Zwiebel in Scheiben, legst sie in ein Glas und bedeckst sie mit Honig. Lass das Ganze ein paar Stunden ziehen, bis sich der Sirup gebildet hat. Zwiebeln enthalten schwefelhaltige Verbindungen, die antibakteriell wirken und den Hustenreiz mildern.

5. Viel trinken: So hilfst du deinem Körper bei Erkältung. Ausreichend Flüssigkeit ist besonders wichtig, wenn du erkältet bist. Wasser, Kräutertees und warme Brühen helfen nicht nur, deinen Körper mit Flüssigkeit zu versorgen, sondern halten auch deine Schleimhäute feucht, was das Atmen und Schlucken erleichtert.

Foto: Heiße Brühe, Ingwertee mit Zitrone, Milch mit Honig

Leicht verdaulich, vitaminreich, darmfreundlich

4. Deshalb ist es wichtig, auf leicht verdauliche Lebensmittel zu setzen, die deinen Magen nicht unnötig belasten. Folgende Lebensmittel haben einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Das sind Lebensmittel, die die Entstehung von gesunden Darmbakterien fördern. Dazu zählen beispielsweise Pilze, Agave, Zwiebeln, Tomaten, Roggen, Honig, Hülsenfrüchte und auch einige Milchprodukte wie Joghurt.

2. Vitamine als Booster für dein Immunsystem. Vitamin C, Vitamin D und Zink sind dafür bekannt deinem Körper zu helfen, seine Abwehrkräfte zu mobilisieren. Obstsorten wie Orangen, Zitronen und Kiwis sind wahre Vitaminbomben, die dir dabei helfen können, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Was du besser meidest, wenn du krank bist

Welche Lebensmittel solltest du bei einer Erkältung besser meiden? Zuckerreiche Speisen: Süßigkeiten, Limonaden und andere zuckerhaltige Lebensmittel können dein Immunsystem schwächen. Zucker fördert Entzündungen im Körper und kann die Abwehrkräfte beeinträchtigen, was die Genesung verlangsamt.

Fettige und schwere Mahlzeiten: Frittierte Speisen oder fettige Gerichte wie Pizza und Burger belasten das Verdauungssystem. Für den Körper ist es schwierig, sie zu verarbeiten. So fehlt ihm die Energie, um sich auf die Bekämpfung der Erkältung zu konzentrieren.

Pudding im Vergleich: Nährwert, Zusatzstoffe und bessere Alternativen

Bei einer Portion von 200 Gramm High-Protein-Pudding nehmen Sie mit allen drei untersuchten Puddings 20 Gramm Eiweiß auf. Bei unseren getesteten Produkten sind der Fettgehalt (1,5 -1,6 Gramm pro 100 Gramm) und der Zuckergehalt, (4,0-4,3 Gramm pro 100 Gramm) recht geringgehalten.

Produkt/AlternativeEiweiß pro PortionZucker/FettZusatzstoffe
High-Protein-Pudding (200 g)ca. 20 g4,0-4,3 g Zucker; 1,5-1,6 g Fett/100 gSüßstoffe, Verdickungsmittel, Stabilisatoren, Aromen
300 g Naturjogurt + 6 EL Haferflockenähnlichvariabelgering
2 Scheiben Vollkornbrot mit Hummusähnlichgeringgering
Ei + 1-2 Hände Nüsseähnlichgeringgering

Sie verleihen dem Produkt die typische Konsistenz, den Geruch und Geschmack. Ausgeglichen wird das cremige Mundgefühl allerdings zum Beispiel mit Verdickungsmitteln oder modifizierter Stärke. Und die umstrittenen Süßstoffe ersetzen den Zucker.

High-Protein-Puddings lohnen sich nicht. Sie bieten keinen gesundheitlichen Vorteil und kosten nur mehr Geld. Die Puddings enthalten jede Menge Zusatzstoffe wie Süßungsmittel, Verdickungsmittel, Stabilisatoren oder Aromen. In der Regel wird der hohe Eiweißgehalt durch isolierte, künstlich hinzugefügte Proteine erreicht.

Praktische Einordnung: Wann ist Pudding bei Erkältung okay?

Stattdessen könne Milch bei Erkältungen sogar nützlich sein. Heiße Milch mit Honig. Ein echtes Hausmittel, das beruhigend wirkt, besonders wenn du Husten oder Halsweh hast. Die warme Milch entspannt den Hals, und der Honig wirkt entzündungshemmend.

Ernähren Sie sich abwechslungsreich, decken Sie Ihren Eiweißbedarf problemlos über natürliche Eiweißquellen. Sie müssen also nicht immer auf tierische Produkte zurückgreifen. Noch besser ist jedoch die Kombination verschiedener Proteinquellen, in denen sich Aminosäureprofile (Bausteine des Proteins) optimal ergänzen.

Gut zu wissen: Sehr süße oder auch fettige Speisen sind nie gut für den Körper. Also auch wenn du gesund bist, solltest du sie nur in geringem Maße essen. Essen Sie häufig aromahaltige Produkte, gewöhnen Sie sich möglicherweise an diesem Geschmack und natürliche Produkte schmecken zunehmend fad.

Schema: Entscheidungsbaum „Pudding bei Erkältung - ja oder nein?“

Quellenbasierte Hinweise: Was Studien zu Erkältungskost zeigen

Rennard BO, Ertl RF, Gossman GL, Robbins RA, Rennard SI. Chicken soup inhibits neutrophil chemotaxis in vitro. Chest. 2000;118(4):1150-1157.

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Welche Behandlungen geben unserer Psyche Stabilität und bieten neue Perspektiven? Erkältungen kommen immer zur falschen Zeit. Möchtest du mehr über die heilsame Wirkung von Kräutern erfahren? In unserem Artikel Gesunde Kräuter: Die besten Küchenkräuter und ihre heilende Wirkung erfährst du, wie du Kräuter gezielt einsetzen kannst, um dein Immunsystem zu stärken.

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