Schokoladenpudding aus übrig gebliebenen Schoko-Nikoläusen: Resteverwertung mit Genuss
Fast jeder kennt das Problem: Nach Weihnachten oder Ostern türmen sich Schokoladenreste - Nikoläuse, Osterhasen und die großzügige Ausbeute von Festlichkeiten wie Karneval, Halloween oder Sankt Martin. Wer soll diese Schokoladenberge essen? Uns sind die große Menge an Vollmilchschokolade oft zu süß und zu viel. Aber Lebensmittel wegwerfen ist keine Option! Ein kreativer und leckerer Weg zur Schoko-Resteverwertung ist der selbstgemachte Schokoladenpudding aus übrig gebliebenen Schoko-Nikoläusen.
Schokoladen-Reste: Sinnvolle Verwendung statt Verschwendung
Das dunkle Kakao-Gold ist immer ein Grund zum Lächeln. Ich liebe Schokolade und würde übrig gebliebene Reste niemals wegwerfen. Schließlich wurde sie aufwendig hergestellt und steckt voller hochwertiger Inhaltsstoffe. Natürlich ist sie nicht besonders gesund, aber in Maßen darf man sie gerne genießen. So handhabe ich den Schokogenuss auch mit meinen Kindern. Meistens bekommt man Weihnachts- und Osterschokoladen in heller Vollmilch- oder weißer Schokolade. Auch nussige Versionen sind oft dabei. Seltener sind Zartbitter-Artikel mit viel Kakao. Aber egal, welche Farbe die Schokoreste haben, viel anstellen kann man damit immer!
Einfaches Rezept: Schokoladenpudding aus Schoko-Nikoläusen
Der beste Weg, Schokoladen-Nikoläuse sinnvoll zu verwerten, ist ein selbstgemachter Schokoladenpudding mit wenigen Zutaten und Schritt-für-Schritt-Anleitung. Mit einer Multifunktionsküchenmaschine ist es ein Kinderspiel, Schokopudding ohne Tüte selbst herzustellen. Kein Anbrennen, kein ewiges Rühren. Man braucht lediglich drei Zutaten: einen großen Schokonikolaus, Milch und Maisstärke.
Traditionelle Zubereitung für den perfekten Pudding
- Ihr kocht 500 ml Milch in einem Topf, in den auch noch eure Schokolade passt, mit 2-3 Esslöffeln Zucker auf.
Wenn ihr Vollmilchschokolade verarbeiten wollt, nehmt nur 1 Esslöffel Zucker, da die Schokolade schon süß ist.
Bitte immer rühren, damit die Milch nicht anbrennt. - In einem extra Schüsselchen rührt ihr 5 Esslöffel kalte Milch mit 2 gehäuften Esslöffel Speisestärke an.
- In die kochende Milch gebt ihr die kleingebröckelte Schokolade oder Nikoläuse - bitte rühren, damit sich die Schokolade mit der Milch verbindet.
- Nun die aufgelöste Speisestärke in die kochende Milch geben und immer weiter rühren. Die Milch dickt jetzt an. Wenn die Speisestärke in der Milch ist, muss diese noch einmal aufkochen, da dann erst der Verdickungsprozess beginnt.
- Den Pudding in eine oder mehrere Schüsseln füllen und kalt stellen. Er hält sich mind. 1 Woche im Kühlschrank und schmeckt mit geschlagener Sahne besonders gut.
Thermomix-Variante: Blitzschnell zum Schoko-Nikolaus-Pudding
- 100 g Schokolade für 8 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern.
- Schmetterling einsetzen.
- 500 ml Milch (Fettgehalt 1,5%), 40 g Maisstärke und 1/2 TL Vanille in den Mixtopf geben.
- 8 Minuten bei 100°C auf Stufe 3,5 kochen. Falls Konsistenz noch flüssig, unbedingt weiterkochen!
- Sobald die Masse dicker wird, könnt ihr den Pudding umfüllen. Im Kühlschrank wird er dann (über Nacht) hart. Noch warm und frisch schmeckt er aber auch klasse!
Extraportion Genuss: Schoko-Nuss-Creme mit Sahnehaube
Cremige Schoko-Nuss-Dessertcreme aus geschmolzenem Schokoladen-Nikolaus, Sahne und Haselnüssen ist eine besondere Variante der Resteverwertung. Die Creme schmeckt schokoladig und nussig. Oben kommt noch etwas Sahne und Zimt drauf, was das Ganze abrundet. Für die optimale Konsistenz schmilzt du den Schokoladen-Nikolaus zusammen mit der Butter vorsichtig über einem Wasserbad. Achte darauf, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt. Die steif geschlagene Schlagsahne wird anschließend behutsam unter die leicht abgekühlte Schokomasse gehoben, gefolgt von den gemahlenen Haselnüssen.
Damit die Präsentation gelingt, füllst du die noch flüssige Creme in Gläser und setzt mit einem Spritzbeutel eine schöne Sahnehaube obenauf. Wichtig ist die Ruhezeit von mindestens einer Stunde im Kühlschrank, damit die Creme ihre typische Festigkeit erreicht.
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Schritt-für-Schritt zur Schoko-Nuss-Creme
- Den 125 g Schokoladen Nikolaus zerkleinern und ein paar Krümel Schokolade für die Dekoration beiseitelegen.
- Die restliche Schokolade mit 50 g Butter über einem Wasserbad schmelzen.
- Zwischenzeitlich die 150 g Schlagsahne zu einer festen Sahne aufschlagen. Pro Portion zwei Esslöffel der Sahne in einen Spritzbeutel oder alternativ eine geeignete Tüte füllen und beiseite stellen.
- Wenn die Schokolade mit der Butter geschmolzen sind, diese unter die Schlagsahne heben. Danach die 30 g gemahlene Haselnüsse hinzugeben und ebenfalls unterheben.
- Die sehr weiche Schoko-Nuss-Creme in passende Gläser füllen und im Anschluss die Sahne aus dem Spritzbeutel darauf verteilen. Mit 2 Prisen Zimt bestreuen und ein paar Krümel Schokolade darüber verteilen.
Tipps & Tricks für die Schokoladen-Pudding Zubereitung
- Töpfe, in denen ihr Milch gekocht habt, immer mit kaltem Wasser einweichen und spülen. Das Eiweiß in der Milch löst sich optimal mit kaltem Wasser.
- Im Pudding mit Vollmilchschokolade wird der Zucker dann - genau wie in Backwaren - etwas herunter verdünnt. Mein Rezept kommt komplett ohne Zuckerzusatz aus.
- Mein Trick bei der Verwertung der Schokoladen-Reste ist übrigens, Vollmilchschokolade mit einer Tafel zu kombinieren, die 85% Kakao (oder mehr) enthält. Das Verhltnis 3:1 schmeckt mir persönlich am besten.
- Wer es gerne süß mag, lässt den Kakao einfach weg. Zusätzlichen Zucker benötigt man bei Vollmilchschokolade eigentlich nicht.
Weitere kreative Ideen zur Schokoladenresteverwertung
Vollmilchschokolade kannst du prima in Stücke hacken und in dein nächstes Bananenbrot oder Bananenmuffins geben. Das Gebäck kommt ganz ohne Zucker aus und entwickelt deshalb nur eine milde Natursüße. Gegrillte Banane ist eine halbwegs gesunde Snack- oder Dessertidee, die du auch im eigenen Ofen zubereiten kannst. Knusprige Schoko-Crossies gelingen mit jeder Schokosorte: Du benötigst lediglich Schokolade und Cornflakes im Verhältnis 2:1 sowie ausreichend Zeit fürs Trocknen.
| Schokoladenrest | Mögliche Verwendung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Vollmilch-Schokolade | Bananenbrot, Muffins, Crossies, heiße Schokolade | Eher süß, weniger Kakao |
| Zartbitterschokolade | Schokokuchen, Ganache, Pudding | Mehr Kakao, herber Geschmack |
| Weiße Schokolade | Deko für Kuchen, Kekse, Cronuts | Sehr süß, buttrig |
| Nussige Schokolade | Schoko-Nuss-Creme, Crossies | Nussiger Geschmack |
Auch auf dem Dessert machen sich Schokoladen-Reste gut. Bei der Donauwelle im Glas können sogar auch Plätzchen-Reste verbraucht werden. Mit geschmolzener Schokolade lassen sich nach Belieben Muffins, Cake-Pops und Kekse verzieren.
Gesundheitliche Aspekte und Schokoladensorte
Ernährungswissenschaftlich vorteilhafter ist dunkle Schokolade: Im Gegensatz zu Vollmilch-Schokolade enthält sie mehr Proteine und sogenannte Flavinoide, die sich vorteilhaft auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken könnten. Außerdem steigt und fällt der Blutzuckerspiegel langsamer, sodass sie länger sättigt und keine Heißhungerattacken nach sich zieht. Während in Vollmilch relativ viel Milchfett und Zucker enthalten sind, ist bei bei Bitter-Schokolade der Kakaofett-Anteil deutlich höher. Vollmilch-Schokolade ist in der Herstellung etwas günstiger und wird für in Masse produziert. Leider ist es gar nicht so leicht, dunkle, saisonale Schokogestalten aufzutreiben. So bleibt uns der zu verarbeitende Vollmilch-Schokoladenberg jedes Jahr erhalten.
Fazit: Resteverwertung macht glücklich und ist einfach umgesetzt
Schokoladen-Reste wegwerfen ist einfach keine Option! Kreative Rezepte wie dieser Schokoladenpudding aus Schoko-Nikoläusen helfen, nicht nur die Schokoladenvorräte sinnvoll und lecker zu verbrauchen - sie machen auch der ganzen Familie Freude. Jahr für Jahr kommen immer wieder neue Ideen zur Resteverwertung hinzu. Ps. Im Hinblick auf die nahende Osterhasen Armee lohnt es sich, Platz im Süßigkeitenschrank zu schaffen!
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