Pralinen selber machen: Set, Anleitung und Zutaten
Raus aus dem Corona-Alltag, rein ins süße Vergnügen! Wir haben uns für Valentinstag (oder auch einfach so) etwas Besonderes ausgedacht: - Ein DIY-Pralinenset - Beschenken Sie Ihre Liebste oder Ihren Liebsten mit selbstgemachten Pralinen!
Warum Pralinen selber machen?
Pralinen-Meisterwerke verzaubern uns immer wieder aufs Neue: Sie sprechen unsere Sinne an und sind deshalb schöne Geschenke für besondere Anlässe, auch im Advent oder zu Weihnachten. Schokolade ist süß, Schokolade ist vielseitig und vor allem: Schokolade ist einfach unwiderstehlich. Die Pralinenherstellung ist meist einfacher als allgemein angenommen und Pralinen können vorab zubereitet werden, bevor sie als selbst gemachte Geschenke an Freunde und Bekannte überreicht werden.
Was ist im Pralinenset enthalten?
Das Set kommt mit allem, was man für den schokoladigen Genuss braucht: Hohlkörper (das sind die kleinen Schokokugeln, die du nur noch befüllen musst), Zutaten für die Füllungen, Kuvertüren in Weiß, Vollmilch und Zartbitter, Equipment wie Pralinengabel und -gitter sowie Deko-Glamour für den perfekten Look. In unserem Onlineshop möchten wir die wichtigsten Zutaten, wie Pralinen-Hohlkugeln und -Hohlkörper, Kuvertüre, Pralinengießformen, Transferfolien und Lebensmittelfarben für Ihre eigenen Pralinenproduktionen anbieten, da diese in den meisten Fällen im lokalen Handel nicht erhältlich sind.
Ausstattung und hilfreiches Zubehör
- Besonders hilfreich sind ein Wasserbad (Topf mit Wasser und passgenauem Schälchen) um z.B. Kuvertüre zu schmelzen.
- Beim Temperieren der Kuvertüre hilft auch ein digitales Speise-Thermometer. Küchenthermometer ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für das Schmelzen und Temperieren von Kuvertüre.
- Zum einfachen Handhaben der Pralinen sind größere Teller oder ein Tablett zu empfehlen. Auch ein Pralinengitter (Kuchengitter) sowie Backpapier sollte nicht fehlen.
- Mit Hilfe einer Pralinengabel kann man Pralinen sehr gut mit Schokolade überziehen; in den meisten Fällen geht das aber auch mit einer großen Gabel mit langen Zinken.
- Zum Abtropfen können Sie die fertigen Süßigkeiten auf Pralinengitter aus dem Fachhandel lagern. Diese Gitter kommen auch bei der Herstellung von typischen Trüffeln mit kleinen Schokoladenspitzen zum Einsatz.
Grundzutaten und besondere Ingredienzen
Das A und O für gelungene Pralinen sind gute Zutaten. Investieren Sie lieber ein bisschen mehr in hochwertige Kuvertüre sowie feines Marzipan und Nougat. Verbrauchen Sie auch für die Füllungen - zum Beispiel Likör, Nüsse oder kandierte Früchte - nur beste Zutaten - schließlich wenden Sie auch viel Zeit und Arbeit für die kleinen Schokokugeln auf.
Spezial-Ingredienzen wie Glucosesirup sind zum Beispiel im Konditoreibedarf oder bei diversen Internethändlern erhältlich. Gut zu wissen: Pralinen müssen einen Schokoladenanteil von mindestens 25 Prozent aufweisen, ansonsten spricht man von Konfekt.
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Welche Pralinen-Arten gibt es?
- Die vermutlich bekannteste Pralinen-Art sind Trüffel-Pralinen. Diese werden aus Ganache zu Kugeln geformt und mit Schokolade überzogen.
- Typische Pralinen sind Ganache-Pralinen. Dafür wird Ganache zubereitet, aufgeschlagen und mit einem Spritzbeutel aufgespritzt. Z. B. die Schoko-Spitzen oder Schoko-Baileys®-Trüffel werden anschließend mit Kakao besiebt oder in Krokant gewälzt.
- Marzipan-Pralinen werden aus Marzipan geformt oder ausgestochen und mit Schokolade überzogen oder in Kakao gewälzt (z.B. Marzipankartoffeln).
- Für Früchte-Pralinen wird z.B. aus getrockneten Früchten eine Fruchtmasse geformt, mit Schokolade überzogen oder besprenkelt.
- Um Hohlkörper-Pralinen zu erhalten, wird eine Form (z.B. aus Silikon) mit Schokolade ausgegossen, mit einer Füllung versehen und mit Schokolade verschlossen wie bei den Herz-Pralinen.
- Bei Schichtpralinen werden mehrere leckere Schichten aus Ganache, Schokolade, Marzipan, Früchten oder Krokant zusammengesetzt, in kleine Stücke geschnitten und mit Schokolade überzogen.
Die Ganache: Basis vieler Pralinen
Als Grundlage für viele verschiedene Pralinen dient bei der Herstellung die Ganache. Sie ist verantwortlich für Geschmack und Konsistenz der Süßigkeiten. Es ist eine Masse aus Kuvertüre und Sahne oder auch aromatisierter Butter, die zum Füllen und Überziehen der edlen Schokokugeln verwendet wird. Um den Geschmack zu verfeinern, können Sie zum Beispiel auch Kaffee oder Tee, Liköre, Gewürze wie Chili oder Vanille, Nüsse und Mandeln einsetzen. Dabei sollten Sie beachten, dass die Creme fester ist, je höher der Kuvertüreanteil ist. Die klassische Ganache enthält Schokolade und Sahne im Verhältnis 2:1.
Grundtechniken der Pralinenherstellung
- Pralinen von Hand rollen: Die erkaltete Ganache wird von Hand zu kleinen Kugeln gerollt. Einsatz findet die Methode zum Beispiel bei Trüffeln.
- Füllen von Hohlkörpern: Zur Herstellung gefüllter Pralinen wird flüssige Ganache in vorgefertigte Schokoladenformen, sogenannten Hohlkörpern, gefüllt.
- Ausgießen: Die flüssige Ganache wird in flache rechteckige Formen gegossen. Nach dem Abkühlen lässt sich die Tafelform in kleine, rechteckige Stücke schneiden.
- Aufspritzen: Die warme, flüssige Ganache wird in Spritzbeuteln zu individuellen Formen gespritzt.
Temperieren von Kuvertüre (Kurz-Anleitung)
Für die Hohlkörper die Zartbitterkuvertüre über einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen: Zunächst auf 46 Grad, dann auf 28 Grad abkühlen lassen, um dann erneut auf 31-33 Grad zu erwärmen. Das ist die perfekte Temperatur, um die Hohlkörper zu gießen. Die perfekte Temperatur beim Schmelzen der Kuvertüre liegt bei 38-35°C. Wenn du die Kuvertüre in der Mikrowelle schmilzt, achte auf kurze Zeiten: Die Schokolade sollte nicht zu schnell zu heiß werden.
Schritt-für-Schritt: Hohlkörper gießen und füllen (Beispielrezept)
Die tempertierte Schokolade komplett in eine Silikonform für Pralinen (15 Mulden) füllen. Die gefüllte Form mehrmals auf den Tisch klopfen, damit Luftbläschen entweichen können und du später keine Löcher in den Pralinen hast. 5 Minuten ruhen lassen. Nach der Ruhezeit die überschüssige Schokolade in eine Schüssel abgießen und beiseite stellen. Mit einer Palette die Formen glätten. Die Pralinenhohlkörper für 30 Minuten ruhen lassen.
Wenn dir der Hohlkörper zu dünn ist, kannst du diesen Vorgang einfach nochmal wiederholen. Prüfe vor dem Einfüllen nochmal, ob die Schokolade noch die optimale Temperatur von 31-33 Grad hat.
Beispielfüllung: Weiße Vanille-Ganache (für 15 Pralinen)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Sahne | 80 g |
| Vanilleschote | ½ |
| weiße Kuvertüre | 140 g |
Inzwischen für die Füllung Sahne in einen kleinen Topf geben, die Vanilleschote einschneiden, Vanillemark auskratzen, zur Sahne geben und alles einmal aufkochen. Weiße Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben. Die heiße Sahne in kleinen Portionen über die Schokolade gießen, immer wieder umrühren. Butter in Stücken zur Schoko-Sahne geben und die Füllung für einige Minuten mit dem Pürierstab mixen. In einen Spritzbeutel füllen und die Pralinenhohlkörper bis kurz unter den Rand damit befüllen. Für 3 Stunden fest werden lassen.
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Verschließen, Überziehen und Dekorieren
Die übrige Schokolade, wie in Schritt 1 beschrieben, nochmal temperieren. Die Schokolade auf die Form gießen und mit Hilfe einer Palette verstreichen, um die Pralinen zu verschließen. Sobald die Schokolade fest ist, die Form für 2 Minuten ins Tiefkühlfach stellen. So lassen sich die Pralinen besser aus der Form lösen.
Zum Überziehen der Pralinen Kuvertüre in einem Glasschälchen im Wasserbad schmelzen und temperieren. Zum Überziehen der Pralinen das Schälchen mit Kuvertüre auf ein Tuch stellen. Eine Probe machen, um zu prüfen, ob die Kuvertüre fest wird. Praline mit einer Gabel oder Pralinengabel in die Kuvertüre tauchen. Dabei darauf achten, dass die Praline von allen Seiten mit Kuvertüre bedeckt ist; evtl. die Praline in der Kuvertüre wenden und zurückwenden. Mit der Gabel die Praline aus der Kuvertüre nehmen, am Schälchenrand abklopfen, abstreifen und auf ein Gitter setzen. So kann die Kuvertüre noch etwas besser abtropfen und es bildet sich kein großer Fuß. Bevor die Kuvertüre fest wird, Praline mit der Gabel vom Gitter nehmen und auf einen Bogen Backpapier setzen. Kuvertüre vollständig fest werden lassen.
Haltbarkeit und Lagerung
Pralinen sind je nach Rezept in verschlossenen Dosen einige Wochen haltbar. Sie sollten kühl und dunkel aufbewahrt werden. Das ist wichtig, damit sich Geschmack und Textur erhalten.
Verpackungsideen zum Verschenken
Pralinen sind fertig - viel Aufwand, Zeit und Liebe stecken in den kleinen Kugeln. Demnach verdienen sie auch eine Verpackung der ihrer würdig ist. Selbstgemachte Pralinen lassen sich einfach, aber effektvoll verpacken und verschenken. In einer Pralinenkapsel kommt jede Praline einzeln besonders gut zur Geltung. Pralinenkapseln gibt es in unterschiedlichsten Farben zu kaufen. In Schachteln oder Boxen lassen sich Pralinen hochwertig verpacken, besonders wenn die Schachtel vorher mit Seidenpapier ausgelegt wird. Pralinenbeutel aus Klarsichtfolie eignen sich besonders gut zum Verschenken. Einfach die gezauberten Pralinen vorsichtig in die Tüte legen, eine liebe Botschaft, selbst gebastelte Anhänger oder Farbtupfen, zum Beispiel Konfetti beifügen und mit einer hübschen Schleife verschließen - perfekt.
Sehr hochwertig und dekorativ verpacken Sie Ihre Pralinen in einer Box oder Schatulle. Wenn Sie unter die Pralinen noch eine hübsche Serviette oder Seidenpaper legen, wird's besonders edel! Die meisten Patzer lassen sich sogar mit Hilfe der richtigen Verpackung kaschieren, sodass dem glücklichen Erhalter des Geschenkes gar nicht auffällt, dass Sie (noch) kein Profi sind.
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Rezepte aus dem Starterset: Dreierlei Pralinen (Kurzüberblick)
Ich hatte für meine Dreierlei Pralinen zum Verschenken das Pralinenset zum Start in die Pralinenproduktion ausprobiert und kann schon einmal an dieser Stelle verraten, dass die DIY Pralinenherstellung damit richtig Spaß gemacht hat! Das Set kommt mit allem, was man für den schokoladigen Genuss braucht. Die Rezepte für alle drei Pralinensorten finden ihr weiter unten und funktionieren auch ohne Nutzung des Startersets.
| Praline | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Zartbitter-Orangen-Trüffel | Sahne mit Fruchtpulver und Glukosesirup aufkochen, Zartbitterkuvertüre dazu, in Hohlkugeln füllen, 12 Stunden fest werden lassen, verschließen und in temperierter Zartbitterkuvertüre wenden; Hälfte in Zucker/Fruchtpulver, Hälfte mit Orangen Crispies. |
| Wiener-Mandel-Pralinen | Sahne mit Glukosesirup aufkochen, Kuvertüre zugeben, Butter und Aromapaste einrühren, Hohlkugeln befüllen, 12 Stunden fest werden lassen, verschließen und in temperierter Vollmilchschokolade wenden; Hälfte mit Silberperlen, Hälfte mit weißer Schokolade dekorieren. |
| Weiße Amaretto-Pralinen | Prèmo Pralinenmasse kurz erwärmen, Aroma-Öl einrühren, in Hohlkörper füllen, 12 Stunden fest werden lassen, verschließen und in temperierter weißer Schokolade wenden; Hälfte "igeln" auf Pralinengitter, Hälfte mit Zartbitter dekorieren. |
Tipps, Tricks und Motivation
Wir zeigen Ihnen, wie Sie die süße Sünde ganz einfach selber kreieren können. Viele Tipps und Tricks rund um die Pralinenherstellung finden sich auch im regelmäßig erscheinenden Pralinenmagazin von Frau Dr. Wiebalck-Zahn. Wer sich unter Anleitung an dieses Thema herantasten möchte, findet vielleicht auf unserer Pralinenkursseite einen Kursanbieter ganz in seiner Nähe. Es bedarf nur der Freude etwas Neues auszuprobieren und die ersten Erfolge stellen sich alsbald ein.
Pralinen selber herzustellen, eignet sich als gemeinsame Aktivität mit der Familie, Freunden und Kindern. Die Pralinenproduktion kann natürlich auch gemeinsam gemeistert werden, mit den Kindern oder per Videocall mit der besten Freundin. Sie werden sehen, dass es viel einfacher wird, wenn sich jeder auf einen Arbeitsschritt konzentriert. Dann ist es nicht mehr schwer, an einem Nachmittag mehrere Hundert Pralinen selbst zu machen.
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