Pralinen selber machen: Das Grundrezept und eine ausführliche Anleitung für Genießer
Pralinen selber zu machen ist eine der schönsten Arten, Kreativität und Genuss zu verbinden. Selbstgemachte Pralinen wie Raffaellos, Zimtkugeln oder Latte Macchiato Pralinés schmecken sogar »trölfmal« besser als gekaufte, denn in ihnen steckt jede Menge Liebe und ein Hauch Magie. Ob zu Weihnachten, Geburtstagen oder einfach als liebevolles Geschenk zwischendurch - es gibt kaum etwas Schöneres, als eigene Pralinen zu verschenken und damit ein Lächeln zu zaubern.
Der folgende Artikel bietet eine maximal ausführliche und praxisnahe Einführung in das Thema Pralinenherstellung - vom klassischen Grundrezept über viele Profi-Tipps und kreative Rezeptideen bis hin zur perfekten Lagerung und Verpackung.
Warum Pralinen selber machen?
- Pralinen sind das ideale kleine Geschenk - egal ob zu Weihnachten, Geburtstagen oder als hübsche Aufmerksamkeit für besondere Menschen.
- Pralinen selbst herzustellen ist eine gemeinschaftliche, kreative Aktivität, die sich wunderbar mit Familie, Freunden oder Kindern umsetzen lässt.
- Die Kunst der Pralinenherstellung bietet zahlreiche Möglichkeiten, eigene Kreationen und Geschmacksvorlieben auszuleben.
- Selbstgemachte Pralinen halten sich, richtig verpackt und gelagert, circa 1-2 Wochen - im Kühlschrank sogar bis zu einem Monat.
- Im Vergleich zum aufwändigen Ruf: Pralinen selber machen ist einfacher als viele denken!
Grundlagen: Das Basisrezept für Pralinen (Ganache-Pralinen)
In der Basis bestehen die meisten Pralinen aus einer Creme (Ganache) aus geschmolzener Schokolade, die mit Sahne, Milch oder ähnlichen Zutaten sowie Gewürzen verfeinert wird. Die klassische Ganache enthält Schokolade und Sahne im Verhältnis 2:1. Für die Füllungen empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger Kuvertüren, mit denen die Pralinen auch umhüllt werden.
Das Grundrezept Schritt für Schritt
- Kuttern und Hacken: Schokolade (z.B. Zartbitter, Vollmilch oder weiß) fein hacken und bereitstellen.
- Sahne erhitzen: Sahne in einem kleinen Topf erhitzen und je nach Rezept Gewürze (z.B. Zimt, Vanille) oder Aromaten dazugeben.
- Schokolade schmelzen: Die heiße Sahne über die Schokolade gießen und mit einem Schneebesen verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Bei Bedarf Butter für extra Cremigkeit zugeben.
- Formen oder Füllen: Die dickflüssige Ganache entweder in Hohlkörper füllen oder mithilfe zweier Teelöffel kleine Portionen abstechen und zu Kugeln rollen.
- Kühlen: Die Pralinenmasse bzw. fertigen Kugeln gut auskühlen lassen - am besten 3-4 Stunden im Kühlschrank, damit sie schnittfest bzw. formbar wird.
- Überziehen und Dekorieren: Die ausgekühlten Pralinen mit temperierter Kuvertüre überziehen, in Kakao, Kokosraspeln, gehackten Nüssen oder Zucker wälzen und nach Wunsch dekorieren.
Tipps und Tricks rund um die Pralinenherstellung
- Zubehör: Empfehlenswert sind Pralinengabel, Pralinengitter, Spritzbeutel und ggf. Pralinenformen aus Silikon oder Polycarbonat.
- Temperatur: Die Kuvertüre sollte beim Überziehen/Überziehen stets die perfekte Temperatur (31-33°C für Zartbitter, 29-30°C für Vollmilch, 27-28°C für Weiße Schokolade) haben.
- Hohlkörper: Für Einsteiger besonders leicht: Fertige Hohlkörper aus dem Fachhandel können direkt befüllt und umhüllt werden. Anfänger können so schnell und einfach größere Mengen an gleichmäßigen Pralinen herstellen.
- Lagerung: Pralinen immer luftdicht verschlossen und kühl (maximal 15-18°C, besser im Kühlschrank) aufbewahren!
- Optik: Ein Grauschleier entsteht, wenn die Schokolade zu heiß oder zu ungleichmäßig abkühlt - beeinflusst nur die Optik, nicht den Geschmack.
Kreative Varianten und beliebte Rezepte
1. Raffaello-Style Pralinen (Kokos-Kugeln)
- Weiße Schokolade fein hacken.
- Den Inhalt einer Dose Milchmädchen in einem Topf unter Rühren erwärmen, bis die Creme heiß ist, dann Schokolade und Kokosflocken (160 g) zugeben und verrühren.
- Masse auskühlen lassen (3-4 Stunden im Kühlschrank).
- Mit zwei kleinen Teelöffeln zu Kugeln formen, nach Wunsch eine Mandel in die Mitte setzen, in Kokos wälzen.
2. Zimtkugeln
- Weiße Schokolade hacken.
- Sahne aufkochen, Schokolade und Butter zugeben, verrühren, mit Puderzucker und Zimt abschmecken.
- Kalt stellen und mit zwei Teelöffeln zu Kugeln formen.
| Pralinentyp | Zutaten | Zubereitungszeit | Kühlzeit |
|---|---|---|---|
| Zimtkugeln | Weiße Schokolade, Sahne, Butter, Zimt, Puderzucker | 30 Min | 2-3 Std |
| Latte Macchiato Pralinés | Zartbitter-/Vollmilchschokolade, Sahne, löslicher Kaffee, weiße Schokolade | 40 Min | 2-3 Std |
| Spekulatiuspralinen | Weiße Schokolade, Spekulatiuskekse, Sahne, Butter, Spekulatiusgewürz | 45 Min | 2-3 Std |
3. Latte Macchiato Pralinés
- Vollmilch- und Zartbitterschokolade hacken.
- Sahne zum Kochen bringen, löslichen Kaffee darin auflösen und anschließend die gehackte Schokolade einrühren.
- Für die helle Creme: Sahne erhitzen und weiße Schokolade darin schmelzen.
- Beide Cremes kühlen, dann jeweils einen Teil der dunklen und einen Teil der hellen Creme abstechen und mit den Händen zu Kugeln formen.
- In Kakaopulver wälzen.
4. Spekulatiuspralinen (Weihnachtliche Pralinen-Variante)
- Weiße Schokolade hacken und beiseite stellen.
- Sahne aufkochen, Schokolade, Butter, und Spekulatiusgewürz einrühren. Grob zerkleinerte Spekulatiuskekse zufügen.
- Masse abkühlen lassen, mit Teelöffeln abstechen und in gemahlenen Spekulatiusbröseln wälzen.
Formpralinen: Perfekte Optik und kreative Vielfalt
Für fortgeschrittene Chocolatiers sind selbst gegossene Pralinen aus Polycarbonatformen der absolute Höhepunkt. Das Giessen von Pralinen ermöglicht es, Schokoladenkreationen in den verschiedensten Formen - Blumen, Tiere, geometrisch - herzustellen. Hier ist perfekte Temperierung und sorgfältige Arbeit gefragt.
- Die Formen können mit bunter Kakaobutterfarbe ausgemalt oder besprenkelt werden.
- Nach dem Ausformen lassen sich die Pralinen mit metallischen Glitzerfarben bepudern - ein echter Blickfang.
- Zum Ausgießen wird die temperierte Kuvertüre in die Form gefüllt, mehrfach geklopft (gegen Luftblasen), abgeschüttet und anschließend die Ganache eingefüllt.
Nach kurzem Zwischenlagern und Verschließen mit Schokolade springen die fertigen Pralinen besonders einfach aus der Form.
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Pralinenherstellung Schritt für Schritt mit Hohlkörpern
- Schokolade über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen, dabei auf die Temperatur achten.
- Schokoladentemperatur auf 28-31 Grad abkühlen lassen, dann erneut auf 31-33 Grad erwärmen.
- Flüssige Schokolade in die Pralinenform füllen, Luftbläschen durch Klopfen entfernen. Nach 5 Minuten überschüssige Schokolade entfernen, dann für 30 Minuten ruhen lassen.
- Sahne für die Füllung aufkochen, Aroma/Kaffee/Gewürze zufügen, in gehackte Schokolade geben, glatt rühren und abkühlen lassen.
- In die Hohlkörper spritzen, aushärten lassen, dann verschließen und überziehen oder dekorieren.
Praxistipps: Aufbewahrung, Haltbarkeit und Verpackung
- Pralinen sollten an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden, optimal gekühlt im oberen Fach des Kühlschranks.
- Selbstgemachte Pralinen mit Sahnefüllung sind ca. 1-2 Wochen, aus reiner Schokolade bis zu einem Monat haltbar.
- Zum Verschenken eignen sich kleine Papierförmchen, Klarsicht-Pralinentüten oder hübsche Boxen und Schachteln mit Seidenpapier und einer Schleife.
- Mit Lebensmittelfarben, Deko-Perlen, Streuseln und Konfetti lassen sich Pralinen noch edler gestalten - ideal für die Adventszeit!
Häufige Fragen rund um das Pralinen Grundrezept
- Warum werden Pralinen weiß oder bekommen einen Grauschleier?
Pralinen bekommen einen Grauschleier oder weiße Pünktchen, wenn sie nicht perfekt temperiert wurden. Das Ganze ist nicht schädlich, mindert aber die Optik und die Knackigkeit der Schokolade. - Wie lange sind selbstgemachte Pralinen haltbar?
Je nach Füllung ca. 1-2 Wochen, bei reinen Schokoladenpralinen bis zu einem Monat. - Braucht man spezielle Werkzeuge?
Pralinengabeln, Pralinengitter, Spritzbeutel und Formen sind nützlich. Für viele Rezepte reicht jedoch einfache Küchenausstattung. - Was ist eine Ganache?
Eine Mischung aus Kuvertüre und Sahne oder aromatisierter Butter, die als Füllung und Überzug dient.
Pralinen selber machen als Hobby und Geschenkidee
Pralinen selbst herzustellen ist oft gar nicht so schwer, wie viele vielleicht denken. Die Rezepte funktionieren auch ohne spezielles Equipment und bringen gerade als Geschenk oder Mitbringsel jede Menge Freude. Besonders zur Adventszeit, bei Festen oder einfach im Alltag sind selbstgemachte Pralinen ein Highlight!
Und ganz gleich, ob sie perfekt rund oder individuell geformt sind: Schokolade und Liebe verbinden sich zu kleinen Kunstwerken, die Herzen höherschlagen lassen.
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