Pralinen Kugeln selber machen: Rezept und Anleitung
Pralinen gelten als die Königsdisziplin der Chocolatierskunst. Trotzdem hat der Gedanke, selbstgemachte Pralinen zu verschenken, einfach etwas Schönes - also hab ich’s gewagt. Mit unseren Pralinen-Rezepten können auch Einsteiger köstliche Pralinen selber machen.
Liebevoll verpackt in Pralinenförmchen, edlen Schächtelchen oder schönen Tütchen sind Pralinen zu jeder Jahreszeit ein willkommenes und ganz persönliches Geschenk aus der Küche, zum Beispiel in der Weihnachtszeit oder zum Muttertag. Die Pralinenherstellung ist meist einfacher als allgemein angenommen und Pralinen können vorab zubereitet werden, bevor sie als selbst gemachte Geschenke an Freunde und Bekannte überreicht werden.
Pralinenset: Der ideale Einstieg
Ich hatte für meine Dreierlei Pralinen zum Verschenken das Pralinenset zum Start in die Pralinenproduktion von Pati-Versand ausprobiert und kann schon einmal an dieser Stelle verraten, dass die DIY Pralinenherstellung damit richtig Spaß gemacht hat! Das Set kommt mit allem, was man für den schokoladigen Genuss braucht: Hohlkörper (das sind die kleinen Schokokugeln, die du nur noch befüllen musst), Zutaten für die Füllungen, Kuvertüren in Weiß, Vollmilch und Zartbitter, Equipment wie Pralinengabel und -gitter sowie Deko-Glamour für den perfekten Look.
Kein kompliziertes Rumprobieren, kein Chaos in der Küche. Ich bin einfach der Anleitung gefolgt und zack - meine erste Pralinenbox sieht besser aus, als die aus dem Feinkostladen!
Zutaten und Equipment für Pralinen Kugeln
- Pralinenhohlkörper (am besten aus Schokolade)
- Kuvertüre in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Zartbitter, Vollmilch, Weiß)
- Zutaten für die Füllungen: Sahne, Marzipan, Fruchtpulver, Glukosesirup, Butter, Aromapaste
- Pralinengitter, Pralinengabel, Spritzbeutel mit Lochtülle, Einstichthermometer
- Transferfolien und Lebensmittelfarben für Deko
Empfohlene Ausrüstung für Einsteiger
Die Rezepte sind so ausgewählt, dass du nicht gleich eine ganze Profiausstattung mit Pralinenwerkzeugen benötigst. Für alle Pralinen-Rezepte, bei denen Kuvertüre zum Überziehen verwendet wird, empfehlen wir aber für das richtige Temperieren ein Einstichthermometer. Für das anschließende Trocknen der Pralinen benötigst du außerdem ein einfaches, aber ausreichend feines Auskühlgitter.
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Grundtechniken der Pralinenherstellung
Überzugsverfahren
Beim Überzugsverfahren wird die Pralinenfüllung zu Kugeln oder Quadern geformt und mit Schokolade überzogen bzw. in Schokolade getaucht, wie man es beispielsweise auch mit Mini-Donuts macht. Solange die Schokolade noch leicht flüssig ist, können die Pralinen mit Puderzucker, Kakaopulver, Fruchtpulver, Kakaosplittern oder fein gehackten Nüssen dekoriert werden.
Hohlkörperverfahren
Bei solchen Pralinen-Rezepten gießt man flüssige Schokolade in Metallförmchen und lässt sie darin erstarren. Der entstandene Pralinenhohlkörper wird mit Cremes, Likör u.Ä. gefüllt und anschließend mit einem Schokoladenplättchen versiegelt. Danach kann er aus der Form genommen und nach Geschmack zusätzlich dekoriert werden. Pralinenhohlkörper gibt es aber auch in unterschiedlichen Formen und verschiedenen Schokoladensorten fertig zu kaufen.
Schichtverfahren
Beim Schichtverfahren werden verschiedenfarbige Schokoladen-, Karamell- oder Nougatmassen übereinandergeschichtet und nach dem Erkalten in Würfel geschnitten. Die Technik an sich erfordert wenig Aufwand, man sollte nur etwas Zeit einplanen, da eine Schicht immer vollständig ausgehärtet sein muss, bevor die nächste aufgetragen werden kann.
Formen und Dekorieren
Statt Pralinen mit der Hand zu formen oder mit einem Messer aus einer flächig verteilten Pralinenmasse zu schneiden, können Pralinen mithilfe spezieller Silikon- oder Plastikförmchen in Herz-, Stern- und andere Motivformen gebracht werden.
Köstliche Füllungen für Pralinen Kugeln
Die meisten Pralinen-Rezepte basieren auf der Verwendung von Marzipan, Nougat oder einer Ganache, einer Creme aus Schokolade und Sahne. Diese Grundzutaten lassen sich mit unterschiedlichsten Beigaben endlos abwandeln - je nach Geschmack, Jahreszeit oder Anlass:
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- Gewürze: Vanille, Zimt, Kardamom, Nelken, Sternanis, Chili, Lavendelblüten, Rosmarin.
- Früchte: Zitronenabrieb, Orangenschalenabrieb oder Fruchtpulver, Fruchtpüree.
- Nüsse und Flakes: Mandeln, Haselnüsse, Cornflakes, Reiscrispies, Krokant, Karamellsplitter.
- Alkohol: Likör, Obstbrände, Amaretto, Rum, Kirschwasser.
- Kaffee und Tee: Lösliches Kaffeepulver, Teepulver.
Schokolade richtig verarbeiten: Kuvertüre temperieren
Wer Pralinen mit einer Kuvertüre überziehen möchte, sollte die Kuvertüre zuvor temperieren, damit sie gleichmäßig aushärtet und ihren Glanz behält. Temperiert man die Kuvertüre nicht, so bildet sich der typische graue Schleier, den man von zu lange oder schlecht gelagerter Schokolade kennt. Die klein gehackte Kuvertüre wird bei 40 °C im Wasserbad unter ständigem Rühren geschmolzen. Die geschmolzene Kuvertüre auf 25-30 °C herunterkühlen. Das geschieht unter kräftigem, ununterbrochenem Rühren - entweder werden Kuvertürenraspel hinzugegeben („Impfen“) oder die Kuvertüre wird auf eine kühle Fläche gestellt. Schließlich wird die Kuvertüre auf genau 32 °C erwärmt - das ist ihre ideale Verarbeitungstemperatur.
Pralinen Rezepte: Dreierlei Kugeln zum Verschenken
Zartbitter-Orangen-Trüffel
- Sahne mit Fruchtpulver vermischen, Glukosesirup hinzugeben und aufkochen.
- Kuvertüre hinzufügen, verrühren und anschließend abkühlen lassen.
- Masse in die Hohlkugeln füllen und 12 Stunden fest werden lassen.
- Hohlkugeln verschließen und mit Pralinengabel in temperierter Zartbitterkuvertüre wenden. Hälfte der Pralinen in Zucker-Fruchtpulver-Mix wenden, zweite Hälfte mit Orangen Crispies toppen.
- Auf Backpapier setzen und kühl stellen.
Wiener-Mandel-Pralinen
- Sahne mit Glukosesirup aufkochen. Vom Herd nehmen und Kuvertüre zugeben, kurz rühren bis sie geschmolzen ist.
- Butter und Aromapaste einrühren, Masse glatt rühren und abkühlen lassen.
- Hohlkugeln mit der Masse befüllen und 12 Stunden fest werden lassen.
- Hohlkugeln verschließen und in temperierter Vollmilchkuvertüre wenden. Eine Hälfte mit Silberperlen, zweite Hälfte mit flüssiger weißer Schokolade dekorieren.
- Auf Backpapier setzen und kühl stellen.
Weiße Amaretto-Pralinen
- Prèmo Pralinenmasse kurz erwärmen und Aroma-Öl einrühren.
- Masse in die Hohlkörper bis kurz unter den Rand abfüllen, 12 Stunden fest werden lassen.
- Hohlkugeln mit weißer Schokolade verschließen und in temperierter, weißer Schokolade wenden.
- Hälfte der Pralinen auf Pralinengitter hin und her rollen ("igeln"), zweite Hälfte mit flüssiger Zartbitterkuvertüre dekorieren.
- Auf Backpapier setzen und kühl stellen.
Weitere beliebte Pralinen Kugeln: Zitronenkugeln & Kokoskugeln
Zitronenkugeln
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Weiße Kuvertüre | 180 g |
| Bio-Zitrone (Schale & Saft) | 1 |
| Butter | 60 g |
| Sahne | 3 EL |
| Lebensmittelfarbe | 1 Tropfen (gelb) |
| Salz | 1 Prise |
| Puderzucker | (zum Wälzen) |
- Kuvertüre hacken. Zitrone abwaschen, Schale abreiben und auspressen.
- Butter mit Zitronenschale und Saft, Salz im Topf schmelzen. Sahne dazugeben und erhitzen.
- Butter-Mischung durch Sieb über gehackte Schokolade gießen, Lebensmittelfarbe dazu, rühren bis glatt. Mind. 2 Stunden kalt stellen.
- Mit Teelöffel Kugeln abstechen und zu Kugeln formen. In Puderzucker wälzen.
Zitronenkugeln luftdicht im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1-2 Wochen aufbrauchen.
Kokoskugeln
- Kokosflocken in zwei Portionen teilen. Einen Teil mahlen, Mandeln zugeben und gemeinsam mahlen.
- Weiße Schokolade mit Sahne im Wasserbad schmelzen, regelmäßig rühren.
- Mandel-Kokos-Mischung mit der Schokoladenmasse vermengen, kühl stellen.
- Nach Festwerden kleine Mengen abstechen und zu Kugeln rollen, in restlichen Kokosflocken wälzen.
Kokoskugeln sind etwa 10-14 Tage im Kühlschrank haltbar. Beim Verschenken solltest Du auf eine Lagerung im Kühlschrank hinweisen.
Tipps und Tricks für die perfekte Praline
- Wer sich an Pralinen noch nicht ganz herantraut, kann einfache Rezepte wie Jam Bites und süße Knallbonbons ausprobieren.
- Pralinen mit der Familie, Freunden und Kindern gemeinsam herstellen - jeder konzentriert sich auf einen Schritt, so ist eine große Menge schnell gemacht.
- Hochwertige Zutaten wie feine Kuvertüre, edles Marzipan und frische Nüsse sorgen für das perfekte Geschmackserlebnis.
- Für besondere Aromatik: Probiere außergewöhnliche Zutaten wie Lavendelblüten, Chili oder Rosmarinöl.
- Pralinen luftdicht und kühl aufbewahren, damit sie frisch bleiben.
Pralinen Kugeln verschenken
Dreierlei Pralinen zum Verschenken sind eine tolle Möglichkeit, Familien und Freunden zum Geburtstag oder Weihnachten eine Freude zu machen. Besonders meine Oma liebt Pralinen - und wenn sie sich schon über die gekauften Schokotrüffel so sehr freut, kann ich es kaum erwarten, ihr Gesicht zu sehen, wenn sie erfährt, dass ich sie dieses Mal selbst gemacht habe. Liebe geht halt einfach durch den Magen.
Tipp zum Verpacken: Wenn du die Zitronenkugeln verschenken möchtest, kannst du sie in etwas Puderzucker wälzen und in beschriftete Geschenkgläser füllen.
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Häufige Fragen zur Pralinenherstellung
- Wie lange sind selbstgemachte Pralinen haltbar? Meist 1-2 Wochen, im Kühlschrank aufbewahren.
- Brauche ich Profiwerkzeug? Nein, viele Rezepte funktionieren auch ohne besondere Ausrüstung.
- Kann ich größere Mengen selber machen? Ja, insbesondere mit Hohlkörpern gelingt das sehr einfach.
- Welche Schokolade eignet sich? Hochwertige Kuvertüre mit hohem Kakaobutteranteil ist ideal.
Mit unseren Tipps, Techniken und Rezepten gelingen Dir harmonische Pralinen Kugeln zum Verschenken oder Selbstgenießen. Die Pralinenherstellung bietet eine schöne Mischung aus Kreativität, Entspannung und Genuss - fast wie eine kleine, süße Meditation.
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