Plätzchenteig richtig kühlen: Tipps für perfekte Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen backen ist eine beliebte Tradition, aber manchmal fehlt die Zeit, den Teig sofort zu verarbeiten. Kein Problem, denn Plätzchenteig lässt sich gut kühlen. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihren Plätzchenteig richtig kühlen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Warum Plätzchenteig kühlen?

Das Kühlen des Plätzchenteigs hat mehrere Vorteile:

  • Verbesserte Konsistenz: Durch das Kühlen wird der Teig fester und lässt sich leichter ausrollen und ausstechen.
  • Intensiverer Geschmack: Die Aromen der Zutaten vermischen sich besser und entwickeln sich intensiver, wenn der Teig Zeit zum Ruhen hat.
  • Weniger Klebrigkeit: Gekühlter Teig klebt weniger, was das Ausrollen und Ausstechen erleichtert.
  • Flexibilität: Sie können den Teig vorbereiten, wenn Sie Zeit haben, und ihn später verarbeiten.

Wie lange kann man Plätzchenteig kühlen?

Frisch zubereiteter Keksteig kann 2-4 Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dafür sollte er in Klarsichtfolie gewickelt oder luftdicht verschlossen in einer Frischhaltedose aufbewahrt werden. Plätzchenteig mit rohem Ei sollte nach spätestens 2 Tagen verarbeitet werden.

Je nach Plätzchenteig und -rezept kann die Zeit im Kühlschrank zum Aufbewahren variieren. Wenn der Teig ausreichend gekühlt wurde, bröselt und klebt er nicht und lässt sich einfacher verarbeiten.

Tipps zum Kühlen von Plätzchenteig

  • Verpackung: Wickeln Sie den Teig fest in Frischhaltefolie ein oder legen Sie ihn in eine luftdicht verschlossene Dose, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen.
  • Form: Formen Sie den Teig zu flachen Scheiben, bevor Sie ihn kühlen. Das beschleunigt das spätere Auftauen und Ausrollen.
  • Kühlzeit: Der Teig sollte mindestens 30 Minuten, besser noch länger, im Kühlschrank ruhen. Bei Mürbeteig für Butterplätzchen kühlen Sie den Teig nach dem Kneten für mindestens eine Stunde, am besten jedoch über Nacht. Wenn Sie möchten, können Sie so den Plätzchenteig schon einen Tag vorher zubereiten und am nächsten Tag direkt mit dem Plätzchenausstechen und -backen beginnen. Der Mürbeteig wird eher noch besser, wenn er über Nacht rasten kann.
  • Temperatur: Die ideale Kühltemperatur liegt zwischen 4 und 8 Grad Celsius.
  • Auftauen: Nehmen Sie den Teig rechtzeitig vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annehmen kann und geschmeidiger wird. Direkt nach der Kühlzeit ist die Teigkugel noch sehr hart. Erst kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und dann nochmal kurz mit der Hand durchkneten bzw. flachdrücken.

Probleme und Lösungen beim Kühlen von Plätzchenteig

  • Teig ist zu hart: Lassen Sie den Teig länger bei Zimmertemperatur stehen, bevor Sie ihn ausrollen. Kneten Sie ihn gegebenenfalls noch einmal kurz durch.
  • Teig ist zu weich: Geben Sie etwas zusätzliches Mehl esslöffelweise dazu und lassen Sie ihn erneut kühlen. Gerade Teigreste sollten immer wieder kühlgestellt werden.
  • Teig bröselt beim Ausrollen: Verwenden Sie eine Backmatte aus Silikon oder rollen Sie den Teig zwischen zwei Lagen Folie aus. Ist der Teig beim Ausrollen bröselig, war evtl. zu wenig Fett im Teig oder zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte. Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie ausrollen.

Plätzchenteig einfrieren

Wenn Sie Plätzchenteig für den Vorrat zubereiten möchten, können Sie ihn problemlos für 2-3 Monate einfrieren. Den fertig gekneteten Teig dafür portionsweise in Frischhaltefolie wickeln oder in einen geeigneten Gefrierbehälter geben.

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Wichtig: Den gefrorenen Teig für Plätzchen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und umgehend nach Rezept weiterverarbeiten, damit sich keine Keime bilden können. Achten Sie beim Auftauen nur darauf, dass sich der Teig langsam an die Raumtemperatur anpasst. Das ist nötig, um die Salmonellengefahr die vom rohen Ei ausgeht zu minimieren.

Rezept für einfachen Plätzchenteig

Hier ist ein einfaches Rezept für Plätzchenteig, der sich gut kühlen lässt:

Zutaten:

  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 1 Msp. Backpulver
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
  • 1 Ei (Gr. M)

Zubereitung:

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Vanillezucker in einer Schüssel mischen.
  2. Butter in kleinen Würfeln und Ei dazugeben.
  3. Alles kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Evtl. zum Schluss mit den Händen nacharbeiten.
  4. Den Teig zu zwei Kugeln formen, diese etwas plattdrücken und in Folie gewickelt für mindestens eine halbe Stunde kühlstellen. Länger ist noch besser.

Plätzchen backen

  1. Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
  2. Die erste Teigportion aus dem Kühlschrank holen und kurz Zimmertemperatur annehmen lassen, sodass sie sich besser ausrollen lässt.
  3. Dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder noch besser zwischen Folie bzw. einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausrollen.
  4. Je nach gewünschter Größe ca. 20-30 Plätzchen ausstechen und mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Mit der zweiten Teigportion ebenso verfahren. Teigreste immer wieder zusammenkneten und nochmal kurz kühlen.
  6. Die Plätzchen nach Belieben mit einem verquirlten Eigelb bepinseln.
  7. Je nach Dicke ca. 10-12 Minuten goldgelb backen.

Aufbewahrung der fertigen Plätzchen

Lassen Sie die Kekse unbedingt in Ruhe auskühlen, anstatt sie direkt zu verstauen. Denn: Nur so bleiben die Leckerbissen in Ihrer Form, kleben nicht aneinander und alle Verzierungen bleiben unversehrt. Ihre Plätzchen fühlen sich besonders wohl in klassischen Blechdosen, die es zur Weihnachtszeit überall zu kaufen gibt. Am besten haben Sie für jede Plätzchensorte eine eigene Dose parat, da sonst dominante Aromen wie Kokos oder Kaffee auf die anderen Sorten übergehen können. Für die längere Haltbarkeit Ihrer Plätzchen sollten Sie jede Sorte in einem extra Behältnis aufbewahren. Lagern Sie Plätzchen am besten in einer Metalldose. Je nach Plätzchensorte können Sie sie 3 bis 4 Wochen aufbewahren. Eine Schicht Butterbrot- oder Backpapier zwischen den Plätzchen verhindert, dass sie zusammenkleben.

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