Rezept: Engelsaugen mit Marzipan — zarte Mürbeteig‑Plätzchen mit fruchtiger Füllung
Du bist auf der Suche nach den perfekten Weihnachtsplätzchen? Dann habe ich hier genau das richtige Rezept für dich! Engelsaugen oder auch „Husarenkrapfen“ sind ein echter Weihnachtsgenuss, auch wenn sie heute das ganze Jahr über serviert werden. Früher allerdings waren sie ein Festtagsgebäck, das nur hochrangigen Staatsmännern vergönnt war, genauer gesagt den Husaren.
Warum dieses Rezept gelingt
Obwohl Engelsaugen aus super einfachen Zutaten bestehen, sind sie perfekt für echte Genussmomente. Schuld daran ist der zarte Mürbeteig, der etwas weicher als herkömmlicher Keksteig zubereitet wird. Das Geheimnis ist die Verwendung von Eigelb statt ganzen Eiern. Das macht den Mürbeteig reichhaltiger. Ich liebe es, süße Engelsaugen zu backen, weil die Einkaufsliste dafür immer schön kurz bleibt. Meistens habe ich sogar alle Zutaten im Vorratsschrank.
Zutaten (klassische Basis mit Marzipan-Variante)
| Für den Teig (Basis) | Menge |
|---|---|
| Weizenmehl (Type 405) | 250 g (oder 120-200 g je Variante) |
| Puderzucker (gesiebt) | 30-70 g |
| Vanillezucker / Vanillepaste | 1 Päckchen / nach Geschmack |
| Zitronenschale (abgerieben) | 1 TL |
| kalte Butter oder Margarine | 150 g (oder 50 g Margarine in anderen Rezepten) |
| Eigelbe | 2-3 Eigelbe (je Rezept) |
| Salz | 1 Prise |
| Marzipanrohmasse (für Marzipan‑Variante) | 50-100 g |
| Likör (optional, z. B. Amaretto oder Mandellikör) | 1 EL |
| Gelee oder Marmelade (zum Füllen) | 100 g (Himbeere, Johannisbeere, Erdbeere oder Aprikose) |
| Puderzucker zum Bestäuben | 2 EL |
Die Zutatenliste ist kurz und enthält nur Sachen, die man eigentlich sowieso zu Hause hat: Mehl, Butter, Ei, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Salz und Marmelade. Natürlich kannst du auch eine andere Füllung nehmen. Dazu später mehr.
Zubereitungsschritte - Grundanleitung
- Die Eier trennen. Mehl mit Puderzucker mischen, sieben und in eine Rührschüssel geben. Vanillezucker, Zitronenschale und Salz hinzugeben.
- Butter in kleine Würfel schneiden und mit den Zutaten mischen, alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eigelbe zuletzt untermischen. Nicht zu lange, sondern nur, bis alle Zutaten miteinander verbunden sind.
- Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 1 Stunde (besser 30-60 Min.) kalt stellen; über Nacht ist auch möglich.
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 180°C) vorheizen.
- Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 10 Minuten leicht temperieren lassen. Den Teig zu einer langen Rolle formen und daraus 50-60 gleichgroße Portionen teilen oder walnussgroße Portionen abstechen. Aus jeder Portion eine kleine Kugel formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
- Mit dem Stiel eines Kochlöffelsstiels oder einem runden Stiel eine Mulde in jede Kugel drücken, ohne den Teig zu durchstechen.
- Die Konfitüre oder das Gelee in einem Topf kurz erhitzen, bis sie flüssig ist. Mit einem Spritzbeutel, einer Dekorierflasche oder einem kleinen Löffel in die Vertiefungen füllen. Wenn die Marmelade beim Backen zurückgeht, kannst du nach dem Backen erneut auffüllen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze) ca. 10-15 Minuten backen. Die Kugeln sollen dabei schön hell bleiben. Direkt nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.
- Wenn die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Tipps für perfekte Konsistenz und Form
- Der Teig muss zügig und nur so lange geknetet werden, bis er geschmeidig ist - nicht überarbeiten.
- Wickle den Teig in Frischhaltefolie und kühle ihn mindestens 1 Stunde, so lässt er sich besser formen.
- Forme kleine Kugeln und setze sie mit Abstand aufs Blech; der Teig geht im Backofen noch leicht auf.
- Stelle das Blech vor dem Backen nochmal 15 Minuten kalt, damit die Kugeln im Ofen nicht verlaufen. Im Winter geht das draußen auf der Terrasse oder dem Balkon.
- Ofen vorheizen ist wichtig: die Plätzchen brauchen von Anfang an hohe Temperatur, damit sie nicht zerlaufen.
- Bleib in der Nähe während der Backzeit - jeder Ofen backt etwas anders. Nimm die Plätzchen nach der Zeit raus; sie werden beim Abkühlen fest.
Marzipan‑Variante - aromatische Engelsaugen
Für die Marzipan‑Variante Mehl, Puderzucker, Eigelbe und Mandellikör in eine Schüssel geben. Marzipan fein würfeln oder raspeln. Butter und Marzipan zu den restlichen Zutaten zugeben und alles gut verkneten. Ca. 30 Min. kalt stellen. Teig zu Kugeln formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Mit einem Kochlöffelstiel Mulden hineindrücken. Gelee kurz erwärmen und in die Vertiefungen geben. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 200°C (Heißluft 180°C) ca. 15 Min. backen. Mit ein paar Tropfen Bittermandelöl schmecken sie noch mehr nach Marzipan.
Variationsideen für Füllungen und Teig
- Klassisch: Himbeermarmelade oder Johannisbeergelee.
- Alternativen: Erdbeere, Pflaume oder Aprikose; auch Nuss‑Nougat‑Creme (z. B. Nutella) oder Karamellaufstrich funktionieren wunderbar.
- Für ein feines Nussaroma 60 g Mehl durch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln ersetzen.
- Für besondere Aromen einen Esslöffel Amaretto oder Mandellikör in den Teig geben.
Füllung vor oder nach dem Backen?
Klassisch fülle ich die Marmelade vor dem Backen in die Mulden der Plätzchen, weil das in meinen Augen einfacher ist. Falls die Marmelade beim Backen etwas zurückgeht oder du die Husarenkrapfen erst nach dem Backen befüllen möchtest, ist das kein Problem: Einfach die Marmelade erhitzen, bis sie flüssig ist, und nachträglich einfüllen. Anschließend müssen die Plätzchen allerdings nochmal 2-3 Stunden trocknen.
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Aufbewahrung, Haltbarkeit und Einfrieren
- In einer gut verschließbaren Keksdose bleiben sie an einem kühlen, dunklen Ort mehrere Wochen haltbar. Wichtig ist, dass die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, bevor du sie in die Dose füllst und diese verschließt.
- Zwischen jede Schicht lege ich Backpapier, damit die Plätzchen nicht zusammenkleben.
- Engelsaugen kannst du auch einfrieren - sogar mit Marmeladenfüllung, wenn diese mitgebacken ist. Packe die ausgekühlten Plätzchen in einen gefriergeeigneten Behälter und lege Backpapier zwischen die Schichten. Im Gefrierschrank halten sie sich mehrere Monate.
- Der Mürbeteig lässt sich auch vorbereiten: Den fertig gekneteten Teig in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Roher Teig kann luftdicht verpackt eingefroren werden.
Backe mit Kindern - gemeinsam Spaß haben
Das Formen der Engelsaugen ist kinderleicht, deshalb eignen sie sich super zum Plätzchenbacken mit Kindern. Aus dem gekühlten Teig musst du einfach nur kleine Kugeln formen und mit dem Stiel eines Kochlöffels eine Mulde hineindrücken. Mit deiner Familie kannst du nach dem Backen ja eine kleine Verkostung durchführen.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum heißen die Plätzchen Engelsaugen?
Klar, die runden Kekse sehen aus wie Augen und schmecken himmlisch lecker. Aber haben Engel rote Augen? In manchen Regionen werden die Plätzchen auch Husarenkrapfen genannt. Der Name macht für mich schon ein bisschen mehr Sinn: Die Reitertruppen der Husaren hatten Uniformen mit Knöpfen, die ein bisschen so aussahen wie die Kekse.
Was tun, wenn die Marmelade beim Backen zurückgeht?
Kein Problem - die Marmelade kann nach dem Backen erneut eingefüllt werden. Einfach die Marmelade erhitzen, bis sie flüssig ist, und in die Vertiefungen füllen. Anschließend müssen die Plätzchen noch etwas trocknen.
Wie lange müssen Engelsaugen backen?
Im Allgemeinen 10-15 Minuten bei 180°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze). Die Kugeln sollen hell bleiben. Jeder Ofen hat eine andere Power, behalte die Plätzchen deshalb im Auge.
Serviervorschläge und Geschenkideen
- Engelsaugen sind ein echter Hingucker auf dem Plätzchenteller, vor allem in der Adventszeit und zu Weihnachten.
- Packe sie in schöne Dosen oder Tütchen mit Backpapier zwischen den Schichten - ideal als Geschenk aus der Weihnachtsbäckerei.
- Variante mit weniger Zucker oder mit Nussanteil passt gut, wenn du die Süße reduzieren möchtest.
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