Omas Weihnachtsplätzchen mit Marmelade: Das beste Rezept für Engelsaugen und Spitzbuben

Wenn es draußen nach Zimt, Vanille und frischer Butter duftet, ist es wieder Zeit für Omas traditionelle Weihnachtsplätzchen mit Marmelade. Die Engelsaugen und Spitzbuben sind ein unverzichtbarer Klassiker in jeder Weihnachtsbäckerei und zieren Jahr für Jahr unsere Plätzchenteller. In dieser Anleitung erhältst du fundiertes Backwissen, praxiserprobte Tipps, detaillierte Schritt-für-Schritt-Rezepte und viele praktische Hinweise zu Zutaten, Aufbewahrung und Variationen.

Festlicher Plätzchenteller mit Engelsaugen und Spitzbuben

Traditionelle Marmeladenplätzchen: Engelsaugen & Spitzbuben

Die Engelsaugen bestehen aus einem einfachen Mürbeteig, der auch problemlos schon am Vortag zubereitet werden kann. Sie sind wunderbar zart und mürbe und werden mit Marmelade gefüllt. Das Loch im Teig kannst du mit einem Stiel eines Holzkochlöffels formen. Alternativ geht auch der Stiel eines Schneebesens oder ein Melonenausstecher. Deine Marmelade, bzw. das Gelee sollte unbedingt vor dem Einfüllen in die Plätzchen erhitzt werden - so wird es fließfähiger und lässt sich besser einfüllen. Bei der Wahl der Marmelade sind keine Grenzen gesetzt: Himbeermarmelade, Johannisbeergelee, Erdbeermarmelade oder sogar Aprikosenmarmelade sind möglich. Gelee wird aus Fruchtsaft hergestellt und enthält keine Fruchtstückchen, was besonders schön aussieht und sich leichter auftragen lässt.

Viele Zutaten werden für die mürben Engelsaugen nicht benötigt. Hobbybäcker haben sehr wahrscheinlich bereits alles auf Vorrat im Schrank. Puderzucker sorgt im Vergleich zu Haushaltszucker für einen feineren und zarteren Teig. Dazu kommt Zitrone (am besten in Bio-Qualität), da für manche Rezepte die Zitronenschale verwendet wird.

Warum sind Marmeladenplätzchen so beliebt?

Omas mit Marmelade gefüllten Weihnachtsplätzchen schmecken herrlich und sehen einfach hübsch aus. Kein Wunder, dass Spitzbuben so beliebt sind! Sie sind buttrige Doppelkekse, die mit fruchtiger Marmelade oder Gelee gefüllt und mit feinem Puderzucker bestäubt werden. Typisch ist das ausgestochene Loch im oberen Keks, durch das die Füllung sichtbar wird - oft in Herz-, Stern- oder Kreisform.

Historische Weihnachtsbäckerei mit Kindern

Seit meiner Kindheit, seit ich denken kann, gehören diese Kekse einfach dazu. Es ist einfach schön, wenn man gemeinsam Zeit in der Küche verbringen kann und am Ende so wunderbar mürbe und wirklich köstliche Plätzchen genießen darf. Die Plätzchen mit Marmelade in der Mitte kenne ich bereits seit meiner Kindheit, denn meine Oma hat uns schon immer mit ihren himmlischen Marmeladenplätzchen verzaubert.

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Zutaten und Zubereitung: Omas Rezept für Engelsaugen

  • 250 g Weizenmehl Typ 405
  • 150 g Butter, Zimmertemperatur
  • 1 Ei (Größe M)
  • 75 g Puderzucker + etwas mehr zum Bestäuben
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Johannisbeergelee oder Marmelade nach Geschmack

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Engelsaugen

  1. Aus Mehl, Butter, Ei, Puderzucker, Vanillezucker, Abrieb der Zitrone und einer Prise Salz zügig mit der Hand einen Teig kneten. Zu einem platten Rechteck formen und in Frischhaltefolie einschlagen, für mindestens 1 Stunde kühlen. Der Mürbeteig muss unbedingt im Kühlschrank ruhen!
  2. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  3. Aus dem Teig gleichmäßige kleine Kugeln formen (bei mir je 10 g) und aufs Backblech setzen. Den Stiel eines Kochlöffels in etwas Mehl tauchen und mit kreisenden Bewegungen eine Mulde in jede Kugel machen, ohne den Boden zu durchlöchern.
  4. Das Johannisbeergelee in einem kleinen Topf erhitzen. In einen Spitzbeutel o.ä. füllen und die entstandenen Vertiefungen zu 2/3 damit füllen. Nicht zu voll machen, sonst läuft es beim Backen über!
  5. Die Engelsaugen für ca. 12 Minuten backen, sie sollten nur leicht Farbe bekommen. Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen.
  6. Für noch mehr Glanz und Fruchtigkeit können die Engelsaugen nach dem Backen noch einmal mit etwas Marmelade gefüllt werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung Engelsaugen backen

Die Engelsaugen können in einer Plastik- oder Blechdose aufbewahrt werden und halten ca. vier bis fünf Wochen, wenn die Marmelade mitgebacken wird. Sie verlieren durch die Feuchtigkeit der Marmelade ihre knusprige Konsistenz und sind dann leicht weich. Das muss so!

Spitzbuben - Marmeladeplätzchen nach Omas Originalrezept

Spitzbuben, auch Linzer Plätzchen oder Hildabrötchen genannt, sind ein echter Plätzchen-Klassiker und gehören zu Weihnachten in jede Keksdose. Charakteristisch für die Plätzchen ist das ausgestochene Loch im oberen Keks, durch das die Konfitüre sichtbar wird - oft in Form eines Herzens, Sterns oder Kreises. Die genaue Geschichte: Der Name „Spitzbube“ stammt aus dem 19. Jahrhundert und war ursprünglich ein umgangssprachlicher Ausdruck für Spion oder Spitzel. Durch das „Fenster“ im oberen Keks kann man die Konfitüre quasi „ausspionieren“.

Zubereitung von Spitzbuben und Engelsaugen

Für die Füllung eignen sich besonders gut rotes Johannisbeergelee, aber auch Himbeer-, Erdbeer-, Pflaumen- oder Aprikosenmarmelade funktioniert wunderbar. Am besten ohne Stückchen und Kerne - das sorgt für eine schöne Optik und ein besseres Mundgefühl.

Zutaten und Zubereitung für Spitzbuben

  • 200 g Weizenmehl, Typ 405
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 125 g Butter (kalt, in Stücken)
  • 1 Ei (Gr. M)
  • 75 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Gelee oder Marmelade nach Wunsch
  • Puderzucker zum Bestäuben
  1. Für den Mürbeteig: Mehl und Mandeln in eine Schüssel geben, mit Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Ei rasch zu einem homogenen Teig verkneten. In Frischhaltefolie für mind. 30 Minuten kalt stellen.
  2. Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig ca. 3 mm dünn ausrollen. Plätzchen ausstechen (Durchmesser ca. 5 cm). Bei der Hälfte der Plätzchen in der Mitte ein etwa 1 cm großes Loch ausstechen.
  3. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und etwa 8-10 Minuten backen, bis sie leicht Farbe bekommen. Komplett auskühlen lassen.
  4. Gelee oder Marmelade leicht erwärmen. Ein Klecks auf die Unterseite ohne Loch geben, Deckel auflegen und leicht andrücken.
  5. Zum Abschluss mit Puderzucker bestäuben und in der Plätzchendose stapeln.
Spitzbuben richtig ausstechen und füllen

Variationsmöglichkeiten und Tipps für perfekte Marmeladenplätzchen

  • Teig portionsweise verarbeiten, immer kühlen damit der Mürbeteig nicht zu weich wird.
  • Für Extraglanz und Fruchtigkeit die Marmelade nach dem Backen nochmals ergänzen.
  • Die Konsistenz: Anfangs sind die Spitzbuben noch knusprig, durch die Marmeladenfüllung werden sie weich und mürbe.
  • Für die Füllung neben Marmelade auch einmal mit Nuss-Nougat-Creme oder Zitronencreme experimentieren.
  • Anstelle von Gelierzucker kann man auch Pektin oder Speisestärke zum Andicken verwenden.
  • Marmelade immer erwärmen, so lässt sie sich besser auftragen.

Viele meiner Leser berichten, dass sie schon als Kind Marmeladeplätzchen mit ihren Großeltern gebacken haben und jetzt diese Tradition mit ihren eigenen Kindern fortführen. Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und macht es zu einem echten Familien-Event - die Marmeladen-Kekse schmecken hinterher gleich noch mal so gut.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Die selbst gebackenen Plätzchen mit Marmelade sind ungefähr 2-3 Wochen haltbar. In luftdicht verschlossenen Keksdosen bleibt dein Gebäck frisch und lecker. Engelsaugen halten sich durch das Mitbacken der Marmelade 4-5 Wochen, sie werden jedoch im Laufe der Zeit durch die Füllung etwas weicher. Deshalb Weihnachtsgebäck immer vollständig abkühlen lassen, bevor du es in die Dose legst und an einem trockenen, kühlen Ort lagern.

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Häufige Fragen zu Marmeladenplätzchen

  • Wie dick sollten die Plätzchen ausgerollt werden? 2-3 mm sind ideal für Spitzbuben, 10 g kleine Kugeln sind optimal für Engelsaugen.
  • Wie bekommt man Marmelade dicker? Einfach mit etwas Gelierzucker oder Speisestärke aufkochen und abkühlen lassen.
  • Kann der Teig vorbereitet werden? Ja, im Kühlschrank hält sich der Teig 2-3 Tage, tiefgekühlt sogar mehrere Monate.
  • Welche Ausstecher sind traditionell? Klassisch sind runde, wellenförmige, Herz- oder Sternformen mit mittigem Loch.
  • Kann man auch Nüsse verwenden? Bei den klassischen Spitzbuben kann ein Teil des Mehls durch Mandeln ersetzt werden - das sorgt für noch mehr Aroma.
Klassisches Ausstecherset und kreative Dekorationsmöglichkeiten

Nährwerte von Omas Marmeladenplätzchen (Beispiel-Spitzbube)

Pro Stück Kcal Eiweiß Fett Kohlenhydrate
1 Stück 107 1 g 5 g 15 g
Vergleich verschiedener Marmeladen für Plätzchen

Kreative Varianten für festliche Marmeladenplätzchen

Klassisch werden die Plätzchen mit feinem Gelee oder Konfitüre gefüllt. Probiere für eine bunte Mischung auf dem Plätzchenteller einmal verschiedene Sorten: Johannisbeergelee (rot oder schwarz) für eine feine Säure, Himbeermarmelade für fruchtige Süße und Nuss-Nougat-Creme für eine schokoladige Alternative. Kleine Sterne, Herzen oder runde Löcher in den Deckeln machen die Plätzchen zu einem besonderen Hingucker.

Die Marmeladen-Kekse sind übrigens nicht nur in der klassischen Kekse-Backen-Saison zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit. Versucht sie gerne mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie so den Jahreszeiten an.

Weihnachtsteller mit gemischten Marmeladeplätzchen und Engelsaugen

Zusammengefasste Backtipps für perfekte Marmeladeplätzchen nach Omas Art

  • Teig immer ausreichend kühlen - so wird er mürbe und lässt sich leicht formen oder ausrollen.
  • Beliebige Marmelade oder Gelee verwenden - je nach Geschmack und Anlass.
  • Marmelade immer leicht erwärmen, damit das Füllen leicht gelingt.
  • Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben - das sorgt für den festlichen letzten Schliff.
  • Marmelade beim Füllen nicht zu großzügig dosieren, sonst läuft sie beim Backen über.

Mit diesen Tipps gelingen dir garantiert himmlisch zarte und aromatisch gefüllte Weihnachtsplätzchen, die auf keinem Plätzchenteller fehlen dürfen.

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