„Off pudding“: Bedeutung, Herkunft und kulinarisch‑sprachliche Kontexte

Die Redewendung „off pudding“ wirkt zunächst vertraut, weil das Wort „pudding“ in vielen Sprachen präsent ist - doch die Kombination mit „off“ wirft Fragen auf. Um die Bedeutung und Herkunft von „off pudding“ nachvollziehbar zu machen, hilft ein Blick auf die historische Entwicklung des Begriffs „Pudding“ im Englischen und Deutschen sowie auf typische Verwendungsweisen in Küche und Sprache.

Historische Entwicklung von Pudding: mittelalterliche Wurstform bis moderne Süßspeise

Wortgeschichte von „Pudding“: Von der Wurst zur Süßspeise

Die Herkunft des Wortes Pudding ist unsicher. Übernahme von altfranzösisch bodin (vgl. neufranzösisch boudin ‚Blutwurst‘), seinerseits von lateinisch botulus ‚Wurst‘, liegt nah, ist aber umstritten. Im Englischen seit 1305 belegt, bezeichnete Pudding erst einmal Speisen, die in einen Magen eingenäht gekocht wurden, ab 1444 ist es in der Bedeutung ‚Eingeweide‘ bezeugt. Seine heute übliche britische Bedeutung ‚Nachtisch, Dessert‘ kann man nur bis ins Jahr 1544 zurückverfolgen und ist offensichtlich jünger.

In Großbritannien bezeichnete Pudding ursprünglich ein aus Brot, Gemüse oder Fleisch bestehendes Gericht, das in einer Form im kochenden Wasserbad zubereitet oder gedämpft wird, vor allem in Varianten, die aus der traditionellen englischen oder schottischen Küche stammen. Beispiele sind Black Pudding (im Prinzip eine Blutwurst), Haggis oder der traditionelle süße Christmas Pudding. Im Mittelalter wurden in England „black puddings“ wie Haggis und „white puddings“ auf Getreidebasis unterschieden. Zur Herstellung wurde immer ein Tierdarm als Form und Hülle verwendet. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Puddingtuch in der englischen Küche eingeführt, die erste überlieferte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1617. Im 20. Jahrhundert wurde das Tuch durch Puddingformen ersetzt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden einfache Puddings aus Talg, Mehl und Brotkrumen oder Paniermehl sowie Plum Duff (ein süßer Pudding) in London auf der Straße verkauft. Süße Puddings wurden in England erst im Viktorianischen Zeitalter populär, was in England auch auf den Einfluss der deutschen Küche nach der Heirat von Königin Victoria mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha zurückgeführt wird. Das englische Wort pudding bezeichnete zuerst offenbar die runde und knödelartige Form. Ursprünglich waren vor allem herzhafte Speisen gemeint, aber auch schwere Süßspeisen waren vom Anfang an unter dem Wort miteinbezogen, und im Laufe der Zeit rückten diese in den Mittelpunkt.

„Pudding“ im deutschen Sprachraum: Fachbegriff, Industriebegriff und Alltagswort

Pudding bezeichnet im deutschen Sprachraum heute eine Süßspeise, die mit Speisestärke angedickt wird. Puddinge, auch Puddings, im küchenfachsprachlichen Sinn sind eine Zubereitung aus unterschiedlichen Grundbestandteilen, im Wasserbad gegart, das Bindemittel ist in der Regel Eiermilch, und werden meist warm serviert. Die gastronomische Fachbezeichnung Pudding kann sich sowohl auf pikante (z. B. Gemüsepudding aus Möhren, Erbsen oder Blumenkohl in Ei-Sahne pochiert) als auch auf süße Puddinge beziehen (z. B. Kabinettpudding).

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Entgegen klassischer Definition für Süßspeisen verwendet die Lebensmittelindustrie die Bezeichnung Pudding für Flammeris mit überwiegender Stärkebindung, die kalt serviert werden, seit den 1930er Jahren, wobei der Name Flammeri in Vergessenheit geriet. Der (heutige) Unterschied zwischen Flammeri, industriell genannt Pudding, und einem Pudding im küchenfachsprachlichen Sinn liegt darin, dass Flammeris mit Stärke gebunden und kalt serviert werden, Puddinge hingegen mit Eiern (Eierstich- oder Brandmasse) gebunden und im Wasserbad gekocht werden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts bieten große Molkereien und Lebensmittelfirmen industriell hergestellten sogenannten Fertigpudding an, oft auf Basis von Instantpulver, auch fälschlicherweise Puddingpulver genannt. Hauptbestandteil ist Mais-, Reis- oder Weizenstärke. Weitere Zutaten sind Zucker, teilweise Sahnepulver, Kakao oder Vanille sowie Aromen. Dieser sogenannte „Pudding“ kann anschließend mit verschiedenen weiteren Zutaten aromatisiert werden.

Die Bezeichnung „Pudding“ für eine Süßspeise wurde laut dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm im deutschen Sprachraum im 18. Jahrhundert aus dem Englischen übernommen. Laut Habs/Rosner taucht der Begriff Pudding im deutschen Sprachraum erstmals 1701 als „Poding“ in der Haus- und Landbibliothek eines Andreas Glorez in Mähren auf, spielte Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch noch keine wesentliche Rolle und wurde erst nach 1760 populär, angeblich durch englische Romane von Henry Fielding und Tobias Smollett. Sie verweisen jedoch darauf, dass es in Deutschland und Österreich auch vorher bereits ähnliche Speisen gegeben habe, die im Süddeutschen als Knopf und im Norddeutschen als Grützwurst bekannt seien.

Vom Puddingtuch zur Form: Herstellungstechniken im Wandel

Klassische Zubereitungstechniken

Puddinge werden oft hergestellt, indem man eine Brandmasse aus Milch, Butter, Zucker und Weizenmehl bereitet, die mit Eigelb, Geschmacksstoffen und Eiklarschnee fertiggestellt wird. Typisch ist das Pochieren im Wasserbad in der Backröhre in feuerfesten, gefetteten Gefäßen, wobei Ei als Bindemittel fungiert. Wird nun diese Platine nach dem Puddingstürzen abgezogen, strömt Luft ein und das Dessert gleitet locker aus dem Becher. Rohr in der Mitte im Wasserbad gegart und mit Fruchtsoße serviert wurde. in Servietten gewickelt und darin gegart.

Semantik von „off“ und der Weg zur Lesart „off-putting“

Im englischen Sprachgebrauch existiert das Adjektiv „off-putting“ im Sinne von „abschreckend“, „abstoßend“ oder „verstörend“. Die geläufige Schreibung ist hyphenisiert („off-putting“). In informellen Quellen und durch Verhörer entsteht bisweilen die Form „off pudding“, die semantisch an „off-putting“ andockt, jedoch orthografisch falsch ist. Pudding‑Variationen auf eine falsche Fährte. Popularized by a young fellow named Gage. The act of procrastinating while eating pudding. Allowing one's ass hole to be licked.

Solche umgangssprachlichen (teils derben) Spielarten sind keine Standardbedeutungen, sondern scherzhafte oder vulgäre Umdeutungen, die mit der etablierten Lexemhistorie des Wortes „pudding“ nicht zusammenfallen. Pudding im Tuch. Was in den USA und im deutschen Sprachraum als Pudding bezeichnet wird, ist eine Milchspeise, die im Englischen seit dem 19. In Frankreich bezeichnet pouding eine Art Kuchen, also eine Sonderform des süßen bread pudding (Brotpudding).

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„Off pudding“ versus „off-putting“: Verwechslungsquellen

  • Die lautliche Nähe zwischen „putting“ und „pudding“ begünstigt eine fehlerhafte Schreibung.
  • Die starke kulturelle Präsenz von „Pudding“ als Dessert führt zu humoristischen Fehlassoziationen.
  • Im Alltag entstehen Pseudo-Definitionen, die in Wörterbüchern und seriösen Quellen nicht belegt sind.

Kulinarische Kontexte, die die metaphorische Lesart begünstigen

In Meyers Konversations-Lexikon heißt es Ende des 19. Jahrhunderts: „Die englischen Puddinge enthalten in der Regel viel fein gehacktes Rindsfett, werden in einem mit Butter bestrichenen leinenen Tuch in Salzwasser gar gekocht und mit Wein- oder Brandysaucen gegessen. (…) Man hat süße Puddinge und solche mit Fleisch, Leber, Fisch, Krebsen, Austern und Gemüse. Bis zum 18. Jahrhundert war die Basis jedoch immer Rindertalg, auch bei süßen Varianten. Danach sei der warm gegessene gekochte Pudding zunehmend beliebt geworden, der manchmal vor dem Servieren mit Rum flambiert werde.

In der schottischen Küche wird ein süßer Pudding in der Art des Christmas Pudding als Clootie dumpling bezeichnet (clootie = Tuch, dumpling = Kloß). In der Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz aus dem 18. Jahrhundert wird der Pudding auch als „englischer Kloß“ bezeichnet. Aus einem englischen Kochbuch übernommen wurden einige Rezepte, die bereits Ähnlichkeit mit den späteren deutschen Puddings haben.

Englischer und schottischer Pudding: Talg, Tuch, Formen und Sauce

Vom herzhaften zum süßen Bildträger

Schon König Georg I. aus Niedersachsen hatte im englischen Volksmund den Spitznamen „Pudding-George“, doch wird sein Einfluss auf die englische Küche als eher gering eingeschätzt. Süße Puddings wurden in England erst im Viktorianischen Zeitalter populär. Parallel dazu gab es den deutschen Ausdruck Serviettenkloß. Süß- und Mehlspeisen, die heute auf Deutsch meistens als Pudding bezeichnet werden, hießen im 19.

Vergleich: Fachbedeutung, Industriebegriff und metaphorische Fehllektüre

Aspekt Belegter Inhalt Bezug zu „off pudding“
Historische Bedeutung Speisen im Darm/Tuch, oft herzhaft; später süße Varianten Kein Beleg für „off pudding“ als feste Redewendung
Deutsche Fachsprache Eiergebundener, warm servierter Pudding (Wasserbad) Keine Verbindung zu „off“ als Präfix
Industrieller „Pudding“ Stärkebasierte, kalt servierte Flammeri Allenfalls humoristische Umdeutungen
Umgangssprache/Internet Scherzhafte, teils derbe Pseudo‑Definitionen Quelle der falschen Schreibweise „off pudding“

Rezeptfragmente und Technikhinweise im historischen Umfeld

Nehmet einen Suppenlöffel voll Mehl, eben so viel Rahm (…) ein Ey, und ein wenig geriebene Muscatennuß, und kocht es zusammen in einer hölzernen Schüssel eine Stunde lang. Der modernste Pudding bei Krünitz ist wohl ein Rezept mit Sago, Milch und Eiern, der ebenfalls in einer Schüssel gekocht wird. Mandeln, Rosinen und Apfelstücke dazu geben und ab in den Backofen. Hälfte unter den Pudding ziehen.

Wird nun diese Platine nach dem Puddingstürzen abgezogen, strömt Luft ein und das Dessert gleitet locker aus dem Becher. Rohr in der Mitte im Wasserbad gegart und mit Fruchtsoße serviert wurde. und danach gestürzt wird.

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Bezeichnungswandel in verschiedenen Sprachen

Was in den USA und im deutschen Sprachraum als Pudding bezeichnet wird, ist eine Milchspeise, die im Englischen seit dem 19. In Frankreich bezeichnet pouding eine Art Kuchen, also eine Sonderform des süßen bread pudding (Brotpudding). Die Bezeichnung „Pudding“ für eine Süßspeise wurde laut dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm im deutschen Sprachraum im 18. Jahrhundert aus dem Englischen übernommen.

Da der Name „Pudding“ bis zu Anfang des 20. In Kochbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird der Pudding klar als in einer Form im Wasser gegart beschrieben, während industriell geprägte Flammeris seit den 1930er Jahren die Kaltvariante im Alltagssinn prägten. Im Kochbuch „Die Süddeutsche Küche“ der österreichischen Kochbuchautorin Katharina Prato werden (in der 53. Auflage um 1915) Puddings im Kapitel „Köche, Aufläufe, Puddings“ vorgestellt, wobei Köchen und Puddings gemeinsam ist, dass sie (neben anderen Garungsmethoden) vor allem in einer Form im Wasserbad gekocht werden.

Produktions- und Traditionslinien

This practice of pudding making based on the traditional family recipe has been carried on down through the years and the group now use a modern purpose built factory for the slaughter of animals and manufacture of the puddings. Seit Ende des 19. Jahrhunderts bieten große Molkereien und Lebensmittelfirmen industriell hergestellten sogenannten Fertigpudding an, oft auf Basis von Instantpulver, auch fälschlicherweise Puddingpulver genannt.

Industrieller Fertigpudding vs. traditioneller Wasserbad-Pudding

Zusammenhang zur vermeintlichen Redewendung „off pudding“

Die geläufige Form in zeitgenössischem Englisch ist „off-putting“ mit der Bedeutung „abschreckend“, „abstoßend“. „Off pudding“ entsteht als falsche Schreibweise oder als scherzhafte Verballhornung, die mit dem kulturhistorischen Begriff „Pudding“ spielt. Pudding‑Variationen auf eine falsche Fährte.

Weil Pudding im Englischen historisch sowohl herzhafte als auch süße, schwere Speisen bezeichnete, konnte „pudding“ zum bildhaften Träger von Bedeutungen werden, die Fülle, Schwere oder Üppigkeit evozieren; die Präposition/Partikel „off“ in „off-putting“ signalisiert hingegen Abneigung und hat sprachhistorisch nichts mit „pudding“ zu tun. Die heute übliche britische Bedeutung ‚Nachtisch, Dessert‘ kann man nur bis ins Jahr 1544 zurückverfolgen und ist offensichtlich jünger.

Stilistische Hinweise für korrekte Verwendung

  • Im formellen Englisch wird „off-putting“ geschrieben; „off pudding“ ist orthografisch falsch.
  • In kulinarischen Kontexten bezeichnet „pudding“ konkrete Speisen, nicht affektive Reaktionen.
  • Die humoristischen Netzdefinitionen sind keine seriösen Quellen und widersprechen der belegten Lexikographie.

Die gastronomische Fachbezeichnung Pudding kann sich sowohl auf pikante als auch auf süße Puddinge beziehen. Der (heutige) Unterschied zwischen Flammeri, industriell genannt Pudding, und einem Pudding im küchenfachsprachlichen Sinn liegt darin, dass Flammeris mit Stärke gebunden und kalt serviert werden, Puddinge hingegen mit Eiern gebunden und im Wasserbad gekocht werden.

Infografik: off-putting vs. off pudding (Fehlschreibung)

Exemplarische Produkt- und Zutatenumfelder

confectionery, ice cream products, puddings; cheese and milk preparations in the form of snacks ... ; pastry and confectionery, in particular with a milk base, confectionery and chocolate products, ice cream waffles, muesli preparations, mainly consisting of milk, sour cream, buttermilk, sour milk, yoghurt, kefir, quark, prepared fruits and/or cereals; semolina pudding ... milk or cheese base ... ; fruit sauces; snacks ...

Einfach den Transportwagen ankoppeln, Nacherwärmen bzw. be done with rice pudding filled in stuff bags, which is enriched with curing herbs. fold half of it into the pudding.

Historische Notizen und Kuriosa

1864 wurde in Wien der angeblich weltweit größte Pudding hergestellt, der 630 Kilogramm gewogen habe und u. a. In Meyers Konversations-Lexikon heißt es Ende des 19. Jahrhunderts: „Die englischen Puddinge enthalten in der Regel viel fein gehacktes Rindsfett, werden in einem mit Butter bestrichenen leinenen Tuch in Salzwasser gar gekocht und mit Wein- oder Brandysaucen gegessen.“

Die Definition von Habs/Rosner Ende des 19. Jahrhunderts lautet „ein großer Kloß aus Mehl, Ei und Butter (…), der in einem Tuch oder einer Blechform in kochendem Wasser gar gesotten wird (…)“. Allerdings ist der Ausdruck Pudding bereits bei Schandri und Buchmeier Ende des 19. Jahrhunderts ganz klar als eine Speise, die in einer Puddingform im Wasser gegart wird, beschrieben.

Kulinarische Zeitleiste: vom „englischen Kloß“ zum Dessert im Becher

Zusatz: Puddingstürzen und Servieren

Wird nun diese Platine nach dem Puddingstürzen abgezogen, strömt Luft ein und das Dessert gleitet locker aus dem Becher. und danach gestürzt wird. Rohr in der Mitte im Wasserbad gegart und mit Fruchtsoße serviert wurde.

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