Geschichte und Herkunft der Neapolitaner Waffeln (Manner Neapolitaner Schnitte)
Leicht und nussig im Geschmack entzücken die beliebten Waffeln in der rosafarbenen Verpackung seit 1898 Groß und Klein. Aber was hat es eigentlich mit ihrer Bezeichnung "Original Neapolitaner" auf sich? In diesem Artikel erfahren Sie den interessanten Hintergrund zur Entstehung, Herstellung und Bedeutung der Neapolitaner Waffeln - am berühmtesten vertreten durch die Manner Neapolitaner Schnitte.
Vom Chocolatier zum Waffel‑Erfinder: Josef Manner und die Anfänge
Alles begann 1890 in der schönen Wiener Innenstadt. In seinem kleinen Geschäft verkaufte Firmengründer Josef Manner 1890 zunächst hauptsächlich Schokolade und Feigenkaffee. Da ihm die Qualität der gelieferten Schokolade jedoch nicht zusagte, gründete er am 1. März 1890 die Chocoladenfabrik Josef Manner und stellte fortan selbst Schokolade her. Josef Manner eröffnete 1889 in Wien ein Geschäft für Schokolade und Feigenkaffee. Sein Ziel: bessere Qualität zu fairen Preisen.
Im Alter von erst 25 Jahren kaufte Josef Manner I. einem kleinen Schokoladenerzeuger dessen Konzession, Lokal und Einrichtung im fünften Wiener Gemeindebezirk in der damaligen Wildenmanngasse ab - und war ab 1. März 1890 frischgebackener Inhaber der „Chocoladenfabrik Josef Manner“. Dieser Standort war jedoch bald zu klein und so übersiedelte das Unternehmen in den 17. Wiener Gemeindebezirk, wo noch heute der Klassiker - die Original Neapolitaner Schnitte produziert wird. Bis 1897 leitete er dort als Schokoladenfabrikant bereits 100 Mitarbeiter.
Geburt der Neapolitaner Schnitte
Die beliebte Manner Waffel wurde allerdings erst neun Jahre später geboren: 1898 fand sie erstmals als "Neapolitaner Waffel No. 239" in einem Sortimentskatalog Erwähnung. Die Manner Original Neapolitaner Schnitte wurde im Jahr 1898 von Firmengründer Josef Manner I. erfunden. Die Manner-Schnitte, heute eine Ikone, erschien 1898 erstmals als „Neapolitaner Schnitte No. 239“.
Der Name verweist auf die Haselnüsse aus der Region Neapel, die mediterrane Sehnsüchte weckten. Aber wenn die Manner Waffel aus Wien stammt, wieso trägt sie dann bis heute den Zusatz "Original Neapolitaner"? Die Antwort ist simpel: Weil die in der Streichmasse enthaltenen Haselnüsse aus der Gegend von Neapel stammen! Diese Gegend galt schon damals als Sehnsuchtsort in Österreich, weshalb sich Josef Manner dazu entschied, den Ort im Namen der Waffel mit einfließen zu lassen.
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Rezeptur, Format und Verpackung: Konstant seit Generationen
Die Größe der Schnitte ist mundgerecht bemessen. Manner Schnitten bestehen aus fünf Lagen zarter Waffel gefüllt mit vier Schichten feinster Haselnuss‑Kakaocreme. Das Format und die Grundrezeptur blieben bis heute unverändert. Seit über 135 Jahren setzt Manner auf original österreichische Rezepturen und höchste Qualitätsstandards. Jede Manner Waffel wird nach strengen Qualitätskriterien gefertigt, um den einzigartigen Geschmack und die knusprige Konsistenz zu bewahren, die Generationen begeistert.
Mit der neuen Verpackung wurde die Manner-Schnitte im Tempo des Jet-Zeitalters zum erfolgreichsten und größten Artikel im gesamten Sortiment. Die rosa Verpackung blieb, wie das Grundrezept, unverändert und ist heute untrennbar mit der Marke Manner verbunden. Das Manner‑Rosa bringt jeden zum Lächeln. Ob du dich selbst beschenkst, jemand anderem eine Packung überreichst oder sie als kleine Aufmunterung in der Schublade oder deiner Tasche entdeckst - das freundliche Strahlen entfaltet sofort seine Wirkung.
Unternehmenswachstum und Marktentwicklung
Wegen des Erfolgs expandierte er 1890, verkaufte Laden und Fabrik und zog in die Hernalser Kulmgasse. Nach dem Ausbau der Fabrik und der Anschaffung moderner Maschinen wurde Manner Marktführer in der Donaumonarchie. Am 23. Oktober 1913 folgte der Börsengang zur „Josef Manner & Comp AG“. Firmengründer Josef Manner verstarb 1947 und erlebte den wirtschaftlichen Aufschwung nicht mehr.
1970 fusionierte Manner mit Napoli, Ragendorfer & Co., dem zweitgrößten österreichischen Süßwarenhersteller. An den zwei Standorten, dem Stammwerk in Wien im 17. Bezirk und dem Zweigwerk Wolkersdorf in Niederösterreich, sind etwa 850 MitarbeiterInnen beschäftigt. Hier werden die Produkte der Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt produziert.
Wie die Neapolitaner Waffeln hergestellt werden
Wenn die Schnitte im Einkaufswagerl landet, hat sie bereits viele Schritte in der Herstellung hinter sich. Am Beginn stehen das Rezept und die sorgfältige Auswahl der Zutaten - unter anderem Haselnüsse, ungehärtetes Pflanzenöl und Kakaobutter. Die Rohstoffe werden nach strengen Qualitätskriterien geprüft und mit modernster Technik verarbeitet.
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Der Waffelteig besteht aus Mehl, Pflanzenöl, Salz und Wasser. Er entsteht in einer großen Teigmaschine. Die Zutaten werden von oben eingefüllt, automatisch dosiert, gemischt und gerührt. Anschließend wird der fertige Teig mit einer Pumpe auf Eisenträgern verteilt. Geriffelte Walzen übernehmen die Aufgabe der heißen Waffeleisen. Zwei Minuten bei rund 180 Grad Celsius im Waffelofen reichen aus, um die knusprigen 3‑Millimeter‑Platten auszubacken.
Während die Waffelplatten auskühlen, wird die Cremefülle gemischt: Pflanzenöl, Haselnusspaste, Zucker, Kakaopulver, etwas Vanillezucker und - ganz wichtig - Waffelbrösel für den richtigen Biss. Mehr als 40 Grad Celsius darf die Masse bei der Verarbeitung nicht bekommen. Das Aufeinanderschichten von knusprigen Teigplatten und schokoladiger Creme nennt sich „Verheiraten“. Hierfür wird die Kakaocreme dünn auf die Waffel aufgetragen. Erst nach dem Abkühlen auf 14 Grad Celsius ist die Waffelplatte bereit zum Schneiden. Dann wird sie verpackt und auf Paletten verladen.
So entstehen die Neapolitaner-Schnitten bei Manner: Flüssiger Waffelteig wird in die richtige Form gebracht. Danach presst und erhitzt das Waffeleisen den Teig. Nach dem Pressen: Der rohe Teig hat sich in hauchdünne Waffeln verwandelt. Nun kommt die Kakaocreme in dünnen Schichten auf die Waffelplatten. Bereit für den nächsten Schritt: Die gestapelten Waffelschichten in der Presse. So sehen die Schichtwaffeln nach dem „Verheiraten“ aus, wenn Kakao auf ihnen aufgebracht ist. Das Schneiden der Waffeln erfolgt mit großer Präzision - schließlich sollen alle Schnitten gleich groß sein. Die geschnittenen Neapolitaner-Waffeln vor dem Qualitätscheck. Hier wird die Qualität der Waffeln nochmals kontrolliert.
Tradition trifft Nachhaltigkeit
Besser geht´s nicht? Doch! Bereits seit 2020 setzt Manner 100% zertifiziert nachhaltigen Kakao für die gesamten Markenprodukte ein. Dass wir den Cacao unter Fairtrade‑Bedingungen beziehen, ist uns ein Anliegen. Die kostbaren Kakaobohnen rösten wir selbst in Wien: Solltest du uns einmal besuchen kommen, findest du uns, wenn du dem Duft folgst!
Was steckt hinter dem FAIRTRADE Kakao‑Siegel? Produkte, die mit dem FAIRTRADE‑Siegel ausgezeichnet sind, werden nach den internationalen Standards von Fairtrade International angebaut und gehandelt. Die FAIRTRADE‑Standards sind das Regelwerk, das Kleinbauernkooperativen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einhalten müssen und Handel(n) verändert. Fairtrade verbessert die Einkommenssituation von Kleinbauerfamilien, da die meisten Fairtrade Produkte einen festgelegten Mindestpreis besitzen. Weiteres haben Angestellte das Recht auf Versammlungs‑ und Gewerkschaftsfreiheit. Kinderarbeit oder Diskriminierung ist ebenfalls strengstens verboten. Da auf umweltschonenden Anbau und auf den Schutz von natürlichen Ressourcen geachtet wird, fördern Fairtrade Produkte den Erhalt unserer Umwelt.
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Kulturelle Bedeutung und Verbreitung
Die Manner‑Schnitte ist unser beliebtestes veganes Produkt. Schon als sie zum ersten Mal 1898 in einem Sortimentskatalog des Hauses Manner vorkam, damals unter dem eher sachlichen Namen „Neapolitaner Schnitte No. 239“. Weltweit werden pro Sekunde zwei Packungen Manner‑Schnitten vernascht. Derzeit werden alleine im Manner Shop am Stephansplatz in Wien täglich bis zu 4.000 Manner Schnitten verkauft. Pro Tag sind das sogar rund 72.000 Stück.
Die rosa Schnitte ist ein echtes Wiener Original: Seit der Firmengründung ziert die Wiener Sehenswürdigkeit Stephansdom die Verpackung der Haselnusschnitte. Damit ist Manner das einzige Unternehmen, das den Stephansdom als eingetragene Schutzmarke verwenden darf. Um die Verbundenheit zu der Sehenswürdigkeit zu symbolisieren, zahlt Manner den Lohn eines Steinmetzes, der für Arbeiten am Dom zuständig ist. Dieser Steinmetz trägt deswegen einen rosa Overall anstatt eines Blaumanns.
Neapolitaner-Schnitten im historischen Kontext der Waffelgeschichte
Die Geschichte der Waffeln reicht bis ins antike Griechenland zurück, wo flache Kuchen namens „Obelios“ zubereitet und zwischen zwei Metallplatten gebacken wurden. Im Mittelalter entwickelten sich die griechischen „Obelios“ in Europa zu dünnen, knusprigen Waffeln, die in dekorativen Eisenformen gebacken wurden. Bis ins 13. Jahrhundert hinein waren Waffeln bei Menschen aus allen Gesellschaftsschichten beliebt.
Die in Österreich verbreiteten Neapolitaner‑Schnitten bestehen aus mehreren hauchdünnen Waffelblättern und sind mit einer Creme aus Haselnüssen und Kakao gefüllt. Ihren Namen verdanken sie der Herkunft der Haselnüsse, diese kamen aus Neapel. Die „Waffel“ als Begriff tauchte während der Renaissance auf und leitet sich vom niederländischen Wort „wafel“ ab, das Kuchen oder Honigwabe bedeutet.
Weltweite Waffelvarianten als Kontext
- Belgische Waffeln: Brüsseler und Lütticher Waffeln mit ihren speziellen Texturen und Formen.
- Amerikanische Waffeln: dichter, oft auf Backpulverbasis.
- Skandinavische Herz‑Waffeln: dünn und zart, oft mit Kardamom aromatisiert.
- Bubble Waffles (Hongkong): moderne Variante mit runden Vertiefungen.
Die Manner Neapolitaner Schnitte steht in dieser Vielfalt als ein Produkt, das traditionelle Waffelkunst (dünne, knusprige Waffelblätter) mit industrieller Präzision und einem klar definierten Markenbild verbindet.
Fakten und Zahlen
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Erstnennung Neapolitaner Schnitte | 1898 („Neapolitaner Schnitte No. 239“) |
| Gründung Chocoladenfabrik Josef Manner | 1. März 1890 |
| Mitarbeiter | ca. 850 (Stammwerk Wien & Zweigwerk Wolkersdorf) |
| Verkauf (global) | 2 Packungen pro Sekunde |
| Täglicher Verkauf am Stephansplatz Shop | bis zu 4.000 Packungen |
| Nachhaltiger Kakao | 100% zertifiziert seit 2020 |
Warum die Neapolitaner Schnitte so beliebt ist
Die Manner Waffeln schmecken ganz besonders… und einzigartig gut! Natürlich liegt es an den ganz besonders feinen Zutaten: Nur die besten Haselnüsse ergeben einen so herrlich nussigen Geschmack. Die kostbaren Kakaobohnen rösten wir selbst in Wien. Es liegt aber natürlich auch an unserem Originalrezept: Schon seit 1890 ist der Geschmack unserer Manner-Waffel unverkennbar. Der Gründer und Erfinder Josef Manner entwickelte die kleine Köstlichkeit aus echter Zuneigung zu den Menschen - jeder sollte das süße Glück genießen können. Diese Zutat - Liebe - ist wohl die wertvollste, die wir den Naschereien jeden Tag sorgsam hinzufügen.
Nicht zuletzt liegt es auch an der Verpackung: Das Manner‑Rosa bringt jeden zum Lächeln. Und sobald du die Packung öffnest, schaffst du die nächste Erinnerung: Knusprig, nussig, zart, cremig und voller Liebe!
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