Napoleon Torte Rezept mit Blitzblätterteig und Beeren
Heute gibt es einen echten Torten Klassiker für euch, meine Lieben. Die Napoleon Torte ist eine Schichttorte mit bis zu 12 Böden und die werden traditionell aus Blätterteig hergestellt. Aber keine Bange vor diesem Torten Träumchen. Ich verrate euch mein Blitzblätterteig Rezept, das ich damals nach meiner Teilnahme beim "Das Große Backen" aus dem Zelt mitgebracht habe. Ganz einfach und schnell gemacht, aber für dieses Prachtstück für jeden Kaffeetisch, könnt ihr genau so gut fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal eures Supermarktes benutzen.
Was ist eine Napoleon-Torte?
Im Grunde ist die Napoleon Torte nichts anderes als ein klassisches, französisches Mille-Feuille, nur mit noch mehr Schichten. Das Besondere an der Napoleon-Torte ist ihr Aufbau aus mehreren Schichten gebackenen Blätterteigs. Diese werden jeweils mit einer cremigen Füllung bestrichen und übereinandergestapelt. Rundherum kommen knusprige Blätterteigkrümel dazu, was einen schönen Kontrast zur luftigen Creme ergibt. Ob mit Vanillepudding, Kondensmilch oder Cremefüllung, jede Variante hat ihren eigenen Reiz.
Zutaten (Basisrezept für 10-12 Schichten bzw. Ø20-24 cm oder 18 x 18 cm)
- 500 g Mehl
- 500 g gefrorene Butter (in kleine Stücke geschnitten) - für Blitzblätterteig
- 250 g eiskaltes Wasser
- 2 TL Zucker
- 1/4 TL Salz
- 2 TL Weißweinessig
Für die Füllung (Variante mit gezuckerter Kondensmilch)
- 400 ml Milch 3,5%
- 3 Eigelb
- 2,5 EL Speisestärke
- 2 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Vanilleschote
- 300 g weiche Butter
- 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (397 g)
Blitzblätterteig - Zubereitungsschritte
- Mehl, Wasser, Salz, Zucker und Essig in der Küchenmaschine zu einem groben Teig zusammen kneten.
- Dann langsam immer mehrere Stücke gleichzeitig, unter langsamen Schlagen der Maschine, die harten Butterstücke dazu geben. Ihr seht das sich die Butter dabei mit dem Teig quasi ummantelt.
- Lasst die Maschine nur so lange laufen bis alle Butterstücke untergearbeitet, aber noch gut zu sehen sind.
- Den Teig dann zu einem Rechteck formen, 10 x 15 cm und für 15 Minuten in den Kühlschrank oder Frierer geben (je nachdem wie warm es draußen ist).
- Nach dem Ruhen den Teig auf einer bemehlten Fläche auf 15 x 35 cm rechteckig ausrollen. Eine doppelte Tour geben, d.h. den Teig so falten das 4 Teigschichten übereinander liegen. Sofort den Teig noch einmal auf 15 x 35 cm ausrollen und noch einmal doppelt touren. Wieder in Folie einpacken und erneut 15 Minuten kühlen.
- Den Teig anschließend noch einmal für eine dritte und vierte Tour ausrollen. Das ganze noch einmal 15-30 Minuten in den Kühlschrank geben.
- Den Backofen nun auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Teig in 10-12 Stücke aufteilen, dann mit wenig Mehl darunter auf einem Stück Backpapier die einzelnen Portionen ca. 0,3-0,5 cm ausrollen. In rund oder quadratisch ausstechen und mit dem Backpapier darunter auf ein Backblech legen.
- Den Boden mit einer Gabel richtig gut einstechen und im vorgeheizten Ofen für ca. 10 Minuten goldgelb backen lassen. Die Böden sollten durch sein, aber nicht zu dunkel werden. So dann hintereinander alle Böden backen.
Praktische Back-Tipps
- Ich schneide mir immer alle Backpapier Unterlagen in der richtigen Größe vorher zurecht. Darauf ausgerollt und ausgestochen kann ich den Blätterteig ohne Probleme auf das Blech heben.
- Man muss nicht immer 12 Böden für die Torte verwenden, mir persönlich ist das zuviel, die Torte wird mir dann zu hoch und mächtig. Ich habe hier 8 Böden verwendet.
- Ihr könnt auch mehr Böden herstellen und diese nach dem Backen einfrieren, sie halten dann mehrere Monate.
- Für diese Torte kann auch fertiger Blätterteig aus dem Supermarkt verwendet werden, dann nehmt aber bitte den Butter-Blätterteig den es z.B. bei Edeka oder Rewe in der Tiefkühlung gibt.
Vanille-Buttercreme mit gezuckerter Kondensmilch - Zubereitung
- Eigelbe zusammen mit dem Zucker, Prise Salz, Mark der Vanilleschote und der Speisestärke in einer Schüssel verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, 2-3 EL Milch dazu geben, es sollte alles klümpchenfrei sein.
- Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote (da ist noch Gutes drin) in einem Topf aufkochen lassen. Dann in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren in die Eimasse gießen.
- Alles wieder in den Topf geben und unter weiterem, ständigen Rühren aufköcheln lassen. Bitte nicht auf zu hoher Temperatur. Ca. 2 Minuten aufwallen lassen, dann verliert sich der Stärke Geschmack und den fertigen Pudding über ein Sieb in eine Schüssel geben.
- Auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und komplett auskühlen lassen.
- Butter weiß schaumig aufschlagen und dann die gezuckerte Kondensmilch dazu geben. So lange rühren bis eine feine Buttercreme zusammen kommt.
- Den ausgekühlten, aber bitte nicht kalten Pudding Esslöffelweise dazu geben und noch einmal alles aufschlagen.
Aufbau der Torte und Finish
Den 1ten Boden mit ein wenig Creme auf eine Tortenplatte "kleben" und dann mit einer nicht zu großen Portion Füllung bestreichen. Das Verhältnis Boden und Creme sollte ca. 1:2 sein. Ich habe hier 7 Böden gefüllt und dann einen Tortenring um die Napoleon Torte gesetzt und diese dann für mehrere Stunden in den Kühlschrank gestellt. Danach den Ring lösen und die Torte einmal komplett mit der restlichen Creme einstreichen. Blätterteig Brösel mit den Händen an der Außenseite der Torte leicht andrücken. Stellt die Tortenplatte dabei auf eine Silikonmatte, so könnt ihr die Krümel die abfallen, immer wieder andrücken und alles bleibt sauber.
Alternative Aufbau-Variante mit fertigen Blätterteigkreisen
- Rolle den Blätterteig aus. Stich mit dem Tortenring aus jeder Teigrolle einen Kreis aus. Backe die Kreise etwa 15 Minuten goldbraun und knusprig. Lasse alle Teigplatten vollständig auskühlen.
- Vermenge drei Viertel der gezuckerten Kondensmilch mit 250 ml Schlagsahne. Rühre alles kurz glatt, ohne zu lange zu schlagen.
- Schlage 750 ml Schlagsahne steif. Gib Sahnesteif, Schmand, Frischkäse und den restlichen Teil der Kondensmilch hinzu und rühre alles kurz unter.
- Halbiere die 6 gebackenen Blätterteigkreise vorsichtig waagerecht. Bestreiche die unteren Hälften jeweils mit ein paar Löffeln der flüssigen Zwischenschicht. Lege die oberen Hälften wieder darauf und schichte die Scheiben mit Creme zwischen den Lagen.
- Bestreiche die gesamte Torte mit der restlichen Creme und zerkrümle die gebackenen Blätterteigreste, um die Torte außen zu bedecken. Stelle die Torte für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, gerne auch länger.
Dekoration mit Beeren
Man muss nur noch mit ein paar Beeren und Blüten dekorieren, besser geht's doch nicht, oder? Frische Beeren wie Himbeeren oder Erdbeeren bringen Farbe, Frische und eine angenehme Säure, die die reichhaltige Creme wunderbar ergänzt. Eine säuerliche Himbeersoße passt ebenfalls sehr gut - tiefgefrorene Himbeeren mit etwas Zucker aufgekocht ergeben eine schnelle, leckere Sauce.
Zeitplan, Aufbewahrung und Serviervorschläge
- Man sollte die Napoleon Torte unbedingt 1-2 Tage bevor ihr sie euren Gästen serviert, herstellen, damit sie richtig gut durchziehen kann.
- Das ist keine Torte die ihr schnell am Morgen fertig macht und am Nachmittag gegessen wird, denn dann lassen sich die Blätterteig Schichten nicht gut schneiden und die Creme braucht ihre Zeit um schön einziehen zu können.
- Die Böden kann man super einfrieren, was bedeutet, dass diese Torte perfekt lange im Voraus zubereitet werden kann.
- Die Napoleon-Torte passt gut zu besonderen Anlässen oder zum entspannten Genießen. Serviere sie mit frischen Beeren, einem Klecks Sahne oder einer fruchtigen Sauce.
Geschichtlicher und kulinarischer Kontext
Diese Napoleon-Torte stammt ursprünglich aus Russland, auch wenn der Name leicht an den berühmten französischen Kaiser erinnert. Vielleicht ähnelt ihre ursprüngliche Form ein wenig seiner Hutform. Die Italiener beanspruchen das Rezept ebenfalls und nennen es „Napolitan“, also angeblich aus Neapel. Wir konzentrieren uns jedoch auf das Wichtigste: Diese Torte ist einfach sehr lecker. Knuspriges Blätterteiggebäck trifft auf luftige Sahne und eine cremige Füllung.
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Tipps für perfekte Ergebnisse
- Verarbeite die Tortenböden gut gekühlt und lasse sie nicht zu weich werden. Nur so bekommen sie beim Ausbacken eine feine Struktur, die an Blätterteig erinnert.
- Beim Ausrollen möglichst wenig oder gar kein Mehl zugeben. Der Teig muss so kalt sein, dass er nicht kleben kann.
- Wenn du die Blätterteigschichten goldbraun backst und darauf achtest, dass die Creme geschmeidig und luftig bleibt, gelingt dir das Kunstwerk mühelos.
- Je länger die Torte durchzieht, desto besser verbinden sich Texturen und Aromen.
Wichtiger Hinweis
Warnung: diese Torte ist viel Arbeit! Insbesondere die Böden herzustellen dauert seine Zeit! Aber wer sich traut, wird mit einer Torte beglückt, bei der buttige Blätterteigböden mit einer süßen Karamell- oder Vanillecreme durchzogen werden, ein Genuss!
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