Rote Grütze Rezepte: Ein norddeutscher Klassiker selbstgemacht

Rote Grütze ist ein norddeutscher Klassiker, der aus einer Mischung von frischen Beeren und Kirschen zubereitet wird. Dieses Dessert, bekannt als "Roode Grütt", ist nicht nur in Norddeutschland, sondern auch in Skandinavien beliebt. Der Begriff "Grütze" bezieht sich auf die stärkehaltige Basis, während "rot" auf die Farbe der Früchte hinweist. Es gibt auch weniger bekannte, andersfarbige Varianten wie gelbe Grütze mit Pfirsich und Ananas oder grüne Grütze mit Kiwi und grünem Apfel.

Was ist Rote Grütze?

Für viele Norddeutsche ist rote Grütze eine klassische Nachspeise aus der Kindheit, die es oft bei Oma mit selbstgemachter Vanillesauce gab. Rote Grütze ist eine Süßspeise, die ihren Ursprung wohl in Norddeutschland hat und aus Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Johannisbeeren besteht, die mit Stärke abgebunden werden.

Warum Rote Grütze selber machen?

Heutzutage sind Fertigprodukte weit verbreitet, aber die Zubereitung von Rote Grütze mit wenigen Zutaten ist einfach und ermöglicht es, genau zu wissen, was enthalten ist. Selbstgemacht schmeckt es einfach besser!

Zutaten und Zubereitung

Zutaten

  • 500 g gemischte Beeren (z. B. Erdbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren)
  • 300 g Sauerkirschen
  • 3 EL Speisestärke oder Vanillepuddingpulver
  • 250 ml roter Johannisbeer- oder Kirschnektar (oder -saft)
  • 1 Bio-Zitrone (optional)
  • 75 g Zucker (oder mehr, je nach Geschmack und Süße der Früchte)
  • 1 Pck. Vanillezucker (optional)

Tipps zur Auswahl der Zutaten:

  • Früchte: TK-Beerenmischungen oder frische Früchte können verwendet werden. Bei TK-Beeren ist oft mehr Zucker erforderlich, da sie saurer sind.
  • Bindemittel: Statt Speisestärke kann auch Vanillepuddingpulver verwendet werden, um einen Vanillegeschmack zu erzielen.
  • Saft: Anstelle von Kirschsaft können auch Johannisbeersaft oder Erdbeersaft verwendet werden.

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten: Kirschen entsteinen und halbieren. Erdbeeren vom Grün befreien und vierteln. Johannisbeeren mit einer Gabel von den Stielen ziehen. Beeren gründlich verlesen, waschen und trocken tupfen. Erdbeeren gegebenenfalls halbieren. Kirschen waschen, trocken tupfen, entstielen und entkernen.
  2. Stärke anrühren: Speisestärke mit 6 EL Fruchtnektar verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Vom Kirschsaft 4 EL Saft in einen Messbecher geben und mit der Stärke verrühren.
  3. Fruchtbasis kochen: Restlichen Nektar oder -saft, Zucker, Vanilleextrakt und Zitronensaft (oder Vanillezucker) in einem großen Topf aufkochen. Restlichen Saft zusammen mit dem Zucker / Vanillezucker in einen Topf geben und einmal aufkochen, damit der Zucker sich auflöst.
  4. Andicken: Angerührte Stärke unter Rühren in den kochenden Nektar gießen und 2-3 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dabei ständig weiterrühren, bis die Mischung etwas eindickt. Wieder aufkochen lassen und die Stärke angießen. Salz zufügen und die Beeren 1-2 Minuten köcheln lassen, bis die Masse andickt.
  5. Früchte hinzufügen: Die vorbereiteten Früchte, Himbeeren und Blaubeeren in den angedickten Nektar geben, vorsichtig unterheben und kurz zusammen erhitzen. Wer es etwas "musiger" mag, lässt die Grütze ein paar Minuten länger köcheln. TK-Beeren in den Topf geben und vermischen.
  6. Köcheln lassen: Die Grütze bei mittelhoher Hitze für 5-6 Minuten einkochen und dabei große Stücke mit einem Stampfer etwas zerdrücken.
  7. Abkühlen: Die Grütze vom Herd nehmen, in eine große Schale oder Dessertgläser umfüllen und abkühlen lassen. Sofort Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche der heißen Grütze legen, damit sich keine Haut bildet. Abgedeckt auskühlen lassen.
  8. Servieren: Die Rote Grütze noch lauwarm oder kalt servieren.

Variante mit Sago

Wer zum Binden der Grütze statt Speisestärke lieber Sago verwenden möchte, kocht den Fruchtnektar auf und gibt 30 g Perlsago hinein. Die Mischung bei schwacher Hitze unter Rühren 15-20 Minuten köcheln lassen, bis die Körner durchsichtig und weich sind. Dann die Früchte zugeben, kurz darin erhitzen und wie oben beschrieben verfahren.

Schnelle Variante mit TK-Früchten

Für eine schnellere Zubereitung können tiefgekühlte Früchte verwendet werden. Die gefrorenen Früchte in den angedickten Nektar geben, kurz erhitzen und fertig. Besonders lecker ist die Kombination von tiefgefrorenen Beeren und Kirschen mit frischen Erdbeeren!

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Tipps und Tricks für die perfekte Rote Grütze

  • Zuckermenge anpassen: Die Zuckermenge hängt von der Süße der verwendeten Früchte ab. TK-Beeren sind oft saurer und benötigen mehr Zucker.
  • Aroma: Für eine feine Zimt-Note eine halbe Zimtstange beim Kochen hinzufügen.
  • Konsistenz: Wer es "musiger" mag, lässt die Grütze ein paar Minuten länger köcheln.

Serviervorschläge

Rote Grütze ist vielseitig und kann auf verschiedene Arten genossen werden:

  • Klassisch: Mit Vanillesoße, flüssiger oder angeschlagener Sahne, Milch oder Vanilleeis.
  • Fruchtig-frisch: In Joghurt oder Quark gerührt.
  • Als Topping: Auf Waffeln, Milchreis, Panna Cotta oder Eis.

Mein Sohn liebt belgische Waffeln mit roter Grütze und meine Frau serviert sie gern mit Milchreis. Mir reicht ein wenig Vanillesoße aus, um glücklich zu sein.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

  • Kühlschrank: Frisch zubereitete Rote Grütze hält sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage.
  • Einfrieren: Rote Grütze kann eingefroren werden und ist so mehrere Monate haltbar. Nach dem Auftauen sollte sie einmal aufgekocht werden, um die Konsistenz zu erhalten.
  • Einmachen: Für einen Vorrat kann die heiße Rote Grütze randvoll in saubere Einmachgläser gefüllt und fest verschlossen werden. Bei kühler und dunkler Lagerung hält sie sich so etwa 4 Wochen lang.

Nährwerte (pro Portion)

  • Kalorien: 238 kcal
  • Eiweiß: 2 g
  • Fett: 1 g
  • Kohlenhydrate: 51 g

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