Mövenpick Pudding und Rewe Inhaltsstoffe: Eine Analyse von Vanillepudding und Dessertcremes
Vanillepudding ist ein beliebter Nachtisch, aber Vanillegeschmack ist nicht immer gleichbedeutend mit echter Vanille. Viele Verbraucher legen Wert darauf, dass der Geschmack von echten Vanilleschoten stammt. In diesem Artikel werden 26 Puddings und Dessertcremes untersucht, die laut Werbung nach Vanille schmecken. Ziel ist es, Klarheit über die Inhaltsstoffe und die Qualität der Vanillearomatisierung zu schaffen.
Der feine Unterschied: "Vanille" vs. "Vanillegeschmack"
Echte Vanille ist eines der begehrtesten und teuersten Gewürze der Welt. Dies führt oft dazu, dass Hersteller versuchen, die kostbaren Schoten durch billigere Aromen zu ersetzen oder sogar zu fälschen. Für den Verbraucher ist es jedoch oft schwer zu erkennen, ob ein Produkt als "Vanillepudding" bezeichnet wird oder ob es sich lediglich um Pudding mit "Vanillegeschmack" handelt.
Laut den (rechtlich nicht bindenden) Leitsätzen für Puddings und andere süße Desserts sollte ein Pudding oder Dessert, der die Bezeichnung "Vanille" oder "Bourbonvanille" trägt, den Vanillegeschmack ausschließlich aus Bestandteilen echter Vanille bzw. Bourbonvanille beziehen. Im Gegensatz dazu darf ein Dessert oder Pudding mit der Bezeichnung "Vanillegeschmack" diesen Geschmack zu 100 Prozent mit (synthetisch) hergestellten Aromastoffen nachbilden. Hier kommen Inhaltsstoffe wie Anisaldehyd zum Einsatz.
Die Aromatisierung im Test
Ein spezialisiertes Labor untersuchte das Vanillearomaspektrum aller getesteten Produkte. Das Aromaprofil echter Vanille ist hochkomplex und besteht aus über 400 Einzelkomponenten, wobei Vanillin mit einem Anteil von rund 90 Prozent der Hauptaromastoff ist. Die Menge an echter Vanille, die in einem Vanillepudding verwendet wird, kann stark variieren. Nur bei drei Produkten im Test war der im Labor gemessene Gehalt an echter Vanille "hoch" oder "sehr hoch".
Bewertung von Aromastoffen
Obwohl Produkte mit "Vanillegeschmack", die Aromastoffe verwenden, den Leitsätzen entsprechen, wurde in der Bewertung eine Note abgezogen. Eine Studie aus dem Jahr 2022 deutet darauf hin, dass zugesetzte Aromen zu übermäßigem Essen und somit zu Gewichtszunahme führen können. Frühere Untersuchungen des Technologie-Transfer-Zentrums Bremerhaven (TTZ) hatten bereits gezeigt, dass Kinder, die frühzeitig an aromatisierte Lebensmittel gewöhnt wurden, diese später dem Original vorzogen.
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Wie wird Vanillegeschmack erzeugt?
Vanillegeschmack kann durch verschiedene Zutaten erzeugt werden:
- Vanilleextrakt: Diese Lösung enthält den überwiegenden Anteil der natürlichen Vanillearomabestandteile, die zuvor den Schoten entzogen wurden.
- Gemahlene extrahierte Vanilleschoten: Dies ist das, was bei der Herstellung von Vanilleextrakt übrig bleibt.
- Natürliches Aroma oder Aroma: Diese setzen sich aus einzelnen, industriell hergestellten Aromastoffen zusammen und können sowohl Vanille als auch jeden anderen Geschmack nachahmen.
Testverfahren im Detail
Für den Test wurden 26 Puddings oder Dessertcremes eingekauft, die laut Auslobung nach Vanille schmecken. Dabei wurde darauf geachtet, von jeder Marke sowohl ein Produkt mit der Bezeichnung "Vanille" als auch eines mit "Vanillegeschmack" auszuwählen. Vegane, laktosefreie Produkte, Puddings mit Einlagen, Soßen oder "High Protein"-Auslobung sowie Mischungen mit anderen Geschmacksrichtungen wurden ausgeschlossen.
Neben der Untersuchung des Vanillearomaspektrums wurde bei Produkten mit der Herkunftsangabe "Bourbon" überprüft, ob das Aromaprofil auf die Bourbonvanilleart Vanilla planifolia hindeutet. (Natürliche) Aromen wurden sowohl per Deklaration erfasst als auch im Labor auf schwerflüchtige, vanillefremde Aromastoffe untersucht. Es wurde überprüft, ob Produkte, die zur Erzielung des Vanillegeschmacks (natürliche) Aromen einsetzen, dies leitsatzkonform mit der Bezeichnung "mit Vanillegeschmack" kennzeichnen und ob diese Produkte zusätzlich auch authentisches Aroma aus der Vanillepflanze beinhalten.
Abwertungskriterien
Die Testergebnisse zur Vanille-Aromatisierung führten in folgenden Fällen zu einer Abwertung um jeweils eine Note:
- Der Nachweis von auffallend hohen Gehalten der vanillefremden Aromastoffe Anisaldehyd und Maltol in einem als "Vanillepudding" bezeichneten Produkt. Diese Aromastoffe können zur Nachbildung bzw. Verstärkung des Vanillegeschmacks eingesetzt werden.
- Die Verwendung von (natürlichem) Aroma als aromatisierende Zutat für den Vanilleeindruck.
Veganes Eis im Vergleich
Veganes Eis erfreut sich wachsender Beliebtheit. Um herauszufinden, welche Produkte empfehlenswert sind, wurden zwölf vegane Eiscremes (sieben konventionelle und fünf Bio-Produkte) auf Schadstoffe, Zusatzstoffe und Geschmack untersucht. Veganes Eis basiert meist auf Pflanzenfetten oder -drinks wie Hafer, Mandel, Kokos oder Cashew.
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Im veganen Eis-Test wurden fünfmal die Bestnote „Sehr Gut“ vergeben. Besonders negativ fiel dagegen das Cremissimo Bourbon Vanille, vegan auf, da es stark erhöhte Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) enthielt. Auch das Mövenpick Urban Moments Cherry Brownie, vegan wurde kritisiert, da es mehrere Pestizidrückstände enthielt.
Kritik an Zusatzstoffen und Aromen in veganem Eis
In einigen veganen Eissorten (Cremissimo, Mövenpick und Florida Eis) wurde der Stoff Carrageen gefunden. Im Florida Eis war zusätzlich Carboxymethylcellulose enthalten. Natürliche Aromen wurden nur in einem Produkt (Mövenpick) entdeckt, was ebenfalls abgewertet wurde, da Aromen einen Geschmack vortäuschen, der mit natürlichen Zutaten allein nicht möglich wäre.
Sensorik: Schmeckt Vanille wirklich nach Vanille?
Im Sensoriktest zeigte sich, dass nicht jedes Eis hält, was das Etikett verspricht. Vanille sollte nach Vanille schmecken, was aber nicht immer der Fall ist. Das Eis von Cremissimo wies beispielsweise einen starken Vanillegeschmack auf, obwohl nur wenig Vanille enthalten war. Bei anderen Sorten war es umgekehrt: Trotz hohem Vanilleanteil ging der Vanillegeschmack fast unter. Dies liegt vermutlich an der grundlegenden Zusammensetzung der Eiscreme.
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