Backen mit Marmelade: Rezepte und Tipps für Tartes, Kuchen & Kekse
Marmelade ist beliebter Brotaufstrich, Kindheitserinnerung und vielseitige Zutat zugleich. Sie können sie aber auch zum Backen verwenden. So werden zum Beispiel Nussecken mit Marmelade besonders fruchtig. Marmelade zu Eiscreme oder in einen Pfannkuchen gestrichen ergibt ein köstliches Dessert. Und wenn Sie Ihren Hauptspeisen einmal eine süße Note geben möchten, können Sie z.B. Saucen mit Marmelade abschmecken.
Warum Marmelade zum Backen so praktisch ist
Auch heute noch ist die bittersüße Marmelade aus Orangen die einzige, die im Englischen weiterhin auch Marmelade heißt. Jede andere Marmelade wird "jam" genannt. Ungeachtet aller Vorschriften bezeichnet der Volksmund auch heute noch die meisten Fruchtaufstriche als Marmelade. Und ob nun Marmelade drauf steht oder auch tatsächlich Marmelade drin ist, ist ja im Grunde auch zweitrangig. Denn bei aller Definition zählt schließlich nur, dass es Ihnen schmeckt.
Marmeladen Rezepte sind heiß begehrt und nur die besten Rezepte schaffen es in unser Ranking. Erdbeermarmelade, Kirschmarmelade, Johannisbeermarmelade, Aprikosenmarmelade, Orangenmarmelade oder Hagebuttenmarmelade zählen zu den beliebtesten Sorten. Der verwendete Fruchtaufstrich in den Rezepten gilt als Empfehlung und kann je nach Geschmack durch die persönlich bevorzugte Konfitüre ausgetauscht werden!
Grundlegende Tipps beim Backen mit Marmelade
- Marmelade beim Einkochen: Wer es süß mag, sollte Marmelade generell etwas mehr Zucker zugeben, da ihr Geschmack meist leicht säuerlich ist. Auch eine gute Idee: Der Marmelade beim Einkochen eine aufgeschlitzte Vanilleschote beifügen.
- Geliermittel-Alternativen: Gesünder ist die Verwendung von Apfel-Pektin und Apfeldicksaft anstatt Gelierpulver und Zucker.
- Handhabung beim Backen: Wenn Marmelade zu flüssig ist, vorher kühlen - insbesondere bei Rezepten wie Marmeladen-Keksen sorgt gekühlte Marmelade dafür, dass sie beim Backen nicht zu stark verläuft.
- Texur & Optik: Wer genug Zeit hat, lässt Tartes nach dem Ausrollen und Befüllen noch mal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben. So wird der Teig wieder etwas fester und die Gitterstruktur bleibt visuell eher erhalten.
Crostata - die klassische italienische Marmeladen-Tarte
Es gibt Marmeladen-Crostata, eine italienische Tarte, ihr lieben. Für mich schmeckt die Marmeladentarte eindeutig nach Urlaub und Italien. International bekannt ist dieser Kuchen übrigens unter dem italienischen Namen Crostata. Standesgemäß wird er in Italien mit Aprikosenkonfitüre gebacken.
Für den Tarteteig Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel (oder der Schüssel eines Food Processors, der bei Tartes sehr praktisch ist, da er die Butter quasi nur in das Mehl schneidet und nicht so viel rührt) vermengen. Butter in Stücken und leicht verquirltes Ei mit Eigelb samt ca. 2 EL eiskaltes Wasser dazu geben und nur so lange mit einem solchen Teigschneider, Messer oder kalten Händen oder eben aber einem Food Processor verarbeiten, bis der Teig zusammen kommt und zu einer Teigkugel formbar ist. Wirkt er noch allzu trocken, kann man gerne noch ganz wenig Wasser beimengen.
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Als solche Teigkugel dann leicht ziegelartig flach drücken und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde lang kalt stellen. Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine nicht zu hohe Tarteform (am besten mit herausnehmbarem Boden) mit ca. 21-23 cm Durchmesser bereithalten.
Zunächst ca. 2/3 des Teiges entnehmen, den Rest zurück in den Kühlschrank stellen. Herausgenommenen Teig auf einer bemehlten Unterlage mit einem Nudelholz ca. 5 mm dünn ausrollen. Der Kreis sollte größer sein als der Durchmesser der Form, denn die Seiten der Form möchten ja auch noch bedeckt sein. Wichtig ist hierbei, immer darauf zu achten, dass die Unterlage und auch der Teig obenauf leicht mit Mehl bedeckt sind, der Teig klebt sonst und lässt sich weder gut ausrollen noch später in die Form heben.
Den ausgerollten Teig vorsichtig in die Form hieven. Das klappt ganz gut, wenn man ihn auf dem Nudelholz aufwickelt und dann in die Form gleiten lässt. Keine Bange, wenn man Risse oder Lücken sieht. Einfach zusammen kneifen oder etwas vom restlichen Teig flicken. An den Seiten nur sachte und leicht andrücken, überschüssigen Rand einfach abrollen oder abschneiden (diesen kann man noch für die Streifen obenauf nutzen). Man könnte den Tarteboden jetzt einmal kurz blindbacken oder in den Kühlschrank geben. Muß man aber nicht.
Konfitüre oder Marmelade einmal kurz durchrühren, dann einfüllen und etwas glatt streichen. Restlichen Teig (auch hier wieder mit Mehl arbeiten) etwas dünner als eben ausrollen, in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden (gerne dekorativ mit einem gewellten Teigrad, ein Pizzaschneider tut es aber auch), dann diagonal über die Tarte legen. An den Rändern leicht andrücken. Überschüssige Ränder wieder abschneiden. Tartestreifen mit etwas Milch bestreichen.
Die Crostata dann für ca. 25-30 Minuten auf mittlerer Einschubleiste in den zuvor vorgeheizten Ofen geben. Abkühlen lassen und genießen.
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Marmeladenkuchen aus Rührteig - schnell, saftig, variabel
Dieser Marmeladenkuchen eignet sich perfekt für spontane Kuchen-Gelüste. Dieser Kuchen hat mich schon oft gerettet! Gerettet deshalb, weil es von dem Moment, in dem mich die Lust auf ein Stück Kuchen überkommt, genau 15 Minuten dauert, bis ich den fertigen Teig in den Ofen schiebe. Die Zutaten für diesen so leckeren und saftigen Marmeladenkuchen finden sich nämlich fast immer in meinem Küchen- bzw. Vorratsschrank.
Während der Ofen vorheizt, verrührt ihr Butter und Zucker zu einer hell-cremigen Masse. Am besten nutzt ihr dazu ein Handrührgerät oder ihr habt eine geeignete Küchenmaschine, die für euch die Arbeit übernimmt. 4-5 Min. könnt ihr da ruhig rühren, bis die Masse wirklich schön locker und fluffig ist.
Vervollständigt wird der Rührteig nun nur noch durch Mehl, Backpulver, eine Prise Salz und cremigem Joghurt. Ich habe immer einen großen Vorrat an griechischem Sahnejoghurt im Kühlschrank, aber es geht auch jeder andere Naturjoghurt. Auch saure Sahne oder Schmand passen gut.
Die Hälfte vom Rührteig füllt ihr in eine vorbereitete Kastenform und gebt dann ca. 100 g Marmelade darauf. Dabei ist es ganz egal, ob ihr Himbeer- oder Erdbeermarmelade, Hagebutte, Pflaume oder Orange wählt. Nehmt die Marmelade, die euch am besten schmeckt bzw. die ihr bereits zu Hause habt. Auf die Marmelade kommt der restliche Rührteig und darauf weitere 100 g Marmelade. Nun zieht ihr den Teig mit einer großen Gabel spiralförmig durch, wie ihr es auch von einem Marmorkuchen kennt. Gebacken wird der Kuchen für ca. 50-60 Min.
Frisch gebacken schmeckt der Marmeladenkuchen am besten! Ihr könnt ihn aber bis zu 3 Tagen bei Zimmertemperatur aufbewahren, dafür am besten luftdicht in einer Dose verpacken.
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Einfacher Joghurtkuchen mit Marmelade - saftig & wandelbar
Mein einfacher Joghurtkuchen mit Marmelade gehört wirklich zur Kategorie „Einfach Backen“ mit Basiszutaten, die Ihr wahrscheinlich schon zuhause habt. Ihr könnt den Kuchen einfach so machen, oder Ihr gebt noch etwas Fruchtmarmelade dazu, wie ich es in diesem Joghurt-Kuchen Rezept gemacht habe. Ihr könnt mit diesem Rezept auch gerne kreativ werden, weil es einfach zu variieren ist.
Den Ofen auf 175°C (155°C Umluft) vorheizen, den Boden einer Springform (Ø 20 cm) mit Butter einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel die Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron, Salz) gut vermischen. In einer zweiten Schüssel die Zutaten (Eier, Joghurt, Vanillezucker, geschmolzene Butter, Zucker) vermischen und den Mehl-Mix vorsichtig einrühren. Achtung: Nicht zu viel rühren!
Den Teig mit einem Gummispachtel in die vorbereitete Form löffeln und die Oberfläche glätten. Die Marmelade teelöffelweise auf der Teigoberfläche verteilen. Mit einer kleinen Messerspitze die Marmelade in den Teig spiralförmig ziehen (nicht umrühren, sondern nur ein bisschen unterheben). Die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und backen bis der Kuchen goldbraun ist und ein eingestochener Zahnstocher sauber wieder herauskommt (40-45 Minuten). Sobald der Kuchen abgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben oder nach Belieben garnieren.
Marmeladen-Kekse - einfach, familienfreundlich, vielseitig
Diese Marmeladen-Kekse sind einfach in der Zubereitung und schnell gebacken. Sie sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und lassen sich mit jedweder Marmelade füllen. Die Herstellung ist denkbar einfach: Mehl mit Backpulver und Salz vermischen, eine Mulde formen, kalte Butter in kleinen Stückchen, Eigelbe und Zucker dazugeben, zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, den Backofen auf 175-180 Grad Umluft vorheizen. Für die Kekse jeweils ein kleines Stückchen Teig abbrechen und zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser rollen. Anschließend mit dem Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in die Teigkugel drücken. In die Mulde einen Klecks gekühlte Marmelade setzen. Die Kekse in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 12-15 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.
Die Marmeladen-Kekse sind übrigens nicht nur in der klassischen Kekse-Backen-Saison zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit. Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und Helferinnen und macht es so zu einem kleinen Event.
Weitere Backideen mit Marmelade
- Linzer Torte - nach Omas Original-Rezept: Immerhin 250 Gramm Himbeer- oder Johannisbeermarmelade werden für diesen Kuchen verbraucht.
- Sachertorte: Für die Sachertorte werden 200 g Aprikosenkonfitüre zwischen die Kuchenhälften gestrichen.
- Streuselkuchen mit Marmelade: Ein Blech mit knusprigen Butterstreuseln und Marmeladenschicht - ideal für große Runden.
- Blätterteigdreiecke mit Marmelade: Schnelles, spontanes Gebäck aus Blätterteig und Marmelade.
- Biskuitrolle mit Marmelade füllen: Anspruchsvoll, aber sehr lohnenswert.
Praktische Vorratstipps
Marmelade selber zu machen, boomt derzeit so sehr, dass es sogar Leute geben soll, die extra Beeren und andere Früchte im Supermarkt kaufen, um einen Brotaufstrich daraus zu kochen! Dabei verarbeitete man das Obst einst notgedrungen zu Marmelade, weil man es so haltbar machen konnte. Nach dem Einkochen sollte die heiße Marmelade in sterilisierte Gläser abgefüllt werden und abkühlen. In erster Linie dient Marmelade als Brotaufstrich, aber sie lässt sich auch wunderbar zum Backen verwenden.
Würzen, Variieren, Kombinieren
Gewürze können den Geschmack stark beeinflussen. Für Weihnachten und die kälteren Tage lassen sich Marmeladen und Gelees mit Zimt, Nelken und Bio-Orangen-Schale abschmecken. Und fast genauso einfach wie Marmeladenkuchen ist das Experimentieren mit Mehlarten, Zuckerarten oder dem Austausch eines Drittels Mehl durch fein gemahlene Mandeln. Der Fantasie beim Backen mit Marmelade sind kaum Grenzen gesetzt.
Tabelle: Übersicht klassischer Marmeladen-Backrezepte (Kurz)
| Rezept | Hauptzutat Marmelade | Schwierigkeit | Backzeit |
|---|---|---|---|
| Crostata | Aprikose, Erdbeere, Pfirsich | einfach-mittel | 25-30 Min. |
| Marmeladenkuchen (Rührteig) | Orangen-, Himbeer-etc. | einfach | 50-60 Min. |
| Joghurtkuchen mit Marmelade | beliebig | einfach | 40-45 Min. |
| Marmeladen-Kekse | fein passiert | einfach | 12-15 Min. |
Wohin also mit der ganzen Marmelade? Da trifft es sich gut, dass Rezepte mit Marmelade tatsächlich zur Genüge vorhanden sind! Bei einigen wird pro Kuchen ein ganzes Glas Marmelade fällig. Wie ihr seht, gibt es genügend Mittel und Wege, den Marmeladenvorrat zu reduzieren - und dabei köstliche Backwaren zu zaubern.
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