Milka Schokolade: Geschichte, Sorten und Besonderheiten der weißen und schwarzen Variante
Wer kennt sie nicht, die berühmte Milka-Kuh und die damit assoziierte Milchschokolade? Milka ist eine der bekanntesten Schokoladenmarken Europas und steht für zarten Genuss, Vielfalt an Sorten und eine unverwechselbare Markenidentität.
Entwicklung und Geschichte von Milka
Es war im Jahr 1901, als der Markenname “Milka” erstmals registriert wurde. Das Interessante dabei ist, dass der Name eine Zusammensetzung aus den Wörtern “Milch” und “Kakao” ist. Im Deutschen Reich wurde das Warenzeichen "Milka" am 12. Oktober 1904 beim Reichspatentamt zum Schutz angemeldet und zum 8. registriert. Seitdem wird die Milka-Schokolade in Lörrach hergestellt und in einem lilafarbenen Umschlag angeboten, versehen mit dem Bild einer Kuh im Alpenpanorama.
Am 17. November 1825 gründete der Schweizer Zuckerbäcker Philippe Suchard eine Confiserie in Neuenburg. Er warb für ein neuartiges handgemachtes Dessert, die « [le] chocolat fin de sa fabrique » (französisch für „feine Schokolade aus eigener Herstellung“), deren Rezept jedoch nicht überliefert ist.
1826 erwarb er im Nachbardorf Serrières eine ehemalige Wassermühle und baute dort eine maschinelle Produktion von Tafelschokolade auf. Zunächst war Milka “Suchard”, doch seitdem Jacobs Suchard von Kraft Foods im Jahr 1990 übernommen wurde, verschwand auch der Name Suchard von der Verpackung der Schokolade.
1970 fusionierte Suchard mit Tobler zu der Firma Interfood S.A., was sich auch auf die Eigentumsverhältnisse von Milka auswirkte. Interfood wurde 1982 inklusive Milka durch den Kaffeehersteller Jacobs übernommen und die Firma Jacobs Suchard AG gegründet. Nach der Übernahme durch Kraft Foods wurde nach und nach auf den Namen „Suchard“ auf der Verpackung verzichtet. Rezepturen wurden verändert.
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Die Bedeutung von Farbe und Verpackung
Viele vergessen, dass die Farbe lila eine herausragende Rolle für Milka spielt. Sie war und ist sogar so bedeutend, dass sie als erste Farbmarke überhaupt in ganz Europa geschützt wurde. Dabei wird die Farbe eisern gegen Konkurrenten verteidigt. Als Keks-Fabrik Hans Freitag einen lilalen Grundton für eines ihrer Produkte verwendete, wurde per Gerichtsentscheid festgelegt, dass ausschließlich Milka die Farbe lila in Verbindung mit Schokoladenwaren verwenden darf.
Das Markenzeichen von Milka, die Milch-Kuh, hat seit 1973 ebenfalls eine lila Farbe. Das sogenannte Milka-Lila war 1995 die erste abstrakte Farbmarke, die im weiten Sinn europaweit geschützt wurde. Der Konzern verteidigte die Farbmarke erfolgreich gegen andere Hersteller, wobei der Bundesgerichtshof 2004 in einem Grundsatzurteil entschied, dass die Farbe Lila und verwechselbare Farbtöne bei Verpackung von Schokoladenwaren weiterhin nur für Milka-Produkte verwendet werden dürfen.
In den 1960er- und 70er-Jahren gestaltete die in Bludenz lebende Grafikerin und Kinderbuch-Illustratorin Susi Weigel für jene Milka-Schokolade-Tafeln, die zu Ostern und Weihnachten in den Handel kamen, saisonale Schmuckhüllen. „Suchard hatte keine Saisonware wie Ostereier oder Weihnachtsmänner im Sortiment […]. Stattdessen wurde die 100g-Tafel als geeignetes Geschenk zu Ostern und Weihnachten beworben.“ Viele dieser Anzeigen, Werbeaufsteller und Thekendisplays wurden zwischen 1960 und 1977 von Susi Weigel für die Suchard Bludenz gestaltet.
Werbung und Markenkultur
Viele erinnern sich sicherlich noch an den barttragenden alten Greis namens Peter Steiner, der mit dem lockeren Spruch “It´s cool man” durch die Fernsehbilder ging. In den 1990er Jahren wurde durch die Milka-Fernsehwerbung der Werbeschauspieler und Musiker Peter Steiner bekannt, dessen Lied „It’s cool man“ es sowohl in die deutsche als auch in die österreichische und Schweizer Hitparade schaffte.
Herstellung und Produktionsstandorte
Heute wird der größte Teil der Schokolade in Lörrach produziert, wobei das Volumen bei über 100.000 Tonnen verschiedenster Sorten liegt. Weitere Standorte sind Österreich (Bludenz), Straßburg, das als Zentrum für Pralinen fungiert, Bratislava (Slowakei) sowie Poznan in Polen. Riegel werden in Belgien (Leo) hergestellt. Der Schokoladenhersteller ist so allgegenwärtig, dass im Heim-Standort Lörrach eine Straße nähe des Werkes in “Milkastrasse” getauft wurde. Schokolade wird unter anderem im baden-württembergischen Lörrach, im vorarlbergischen Bludenz und im bulgarischen Swoge hergestellt.
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- Lörrach (Deutschland): Hauptproduktionsstätte
- Bludenz (Österreich): Produktion und saisonale Schmuckhüllen
- Straßburg (Pralinenzentrum)
- Bratislava (Slowakei) und Poznan (Polen): weitere Produktionsorte
- Belgien: Riegelproduktion (Leo)
Milka Sorten: Von weiß bis schwarz
Milka bietet heute eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, darunter klassische und innovative Sorten. Der Kreativität der Schokolatiers sind hierbei keine Grenzen gesetzt und so werden die Sorten ständig erweitert. Auch saisonbedingte Spezialitäten wie Bratapfel werden, allerdings nur im Winter, angeboten.
Bei den vielen verschiedenen Sorten von Milka findet mit großer Sicherheit jeder seinen Favoriten. Neben Klassikern wie Alpenmilch, Erdbeer und Haselnuss gibt es im Sortiment mittlerweile auch mehrere außergewöhnliche Kombinationen zu entdecken. Zu diesen gehören zum Beispiel Kooperationen mit Oreo, Daim oder Tuc, aber auch die Collage- oder Wave-Tafel kann sich sehen lassen.
| Sorten | Gewicht | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Milka Die Kleine Alpenmilch | 45g | 0,99 € | Kleine Tafel, klassischer Geschmack |
| Milka Alpenmilch | 90g, 100g, 250g | 1,99 € / 5,59 € | Original, Klassiker |
| Milka Oreo Sandwich | 92g | 1,99 € | Co-Branding mit Oreo |
| Milka Weiße Schokolade | 90g | 1,99 € | Weiße Vollmilchschokolade |
| Milka Zartherb | 90g | 1,99 € | Schwarze/dunkle Schokolade |
| Milka Dark Milk | 85g | 1,99 € | Dunkle Alpenmilch Sorten |
| Milka Noisette, Erdbeer, Haselnuss | 90-100g | 1,99 € | Nuss-, Frucht-, Creme-Varianten |
| Milka Mmmax Oreo, Strawberry Cheesecake | 300g | 5,59 € | Großtafel, besondere Edition |
Die Standard Tafeln haben meist 100g, einige Ausnahmen wie zum Beispiel Tuc mit 87g oder Oreo Sandwich mit 92g gibt es aber dennoch. Die Großtafeln sind meist mit 300g Schokolade gefüllt und die Kleine hat aktuell nur eine Sorte und bringt 40g auf die Waage. Die neuesten Sorten Dark Milk sorgen bei 85g für Schokoladengenuss.
Milka Schokoladentafeln - Übersicht nach Sorten
- Milka Standard Tafeln: Peanut Crisp, Oreo Sandwich, Triple Choco Kakao, Collage Himbeere, Waves mit Karamellperlen, Bunte Kakaolinsen, Tuc Cracker, LU Kekse
- Milka Klassik: Alpenmilch, Erdbeer, Haselnuss, Noisette, Ganze Haselnüsse, Kuhflecken, Joghurt, Trauben-Nuss, Weiße Schokolade, Caramel, Zartherbe Alpenmilch Schokolade, Luflée, Alpenmilchcrème
- Milka Großtafeln: Mandel Karamell, Peanut Caramel, Oreo, Schoko & Keks, Toffee Ganznuss, Alpenmilch, Ganze Haselnüsse, Noisette, Triolade, Luflée Caramel, Nuss-Nougat-Crème, Crispy Joghurt
- Milka die Kleine: Alpenmilch
- Milka Dark Milk: Dunkle Alpenmilch, Gesalzenes Karamell, Mandel, Himbeer
Schokoladentafeln mit anderen Konzernmarken sind die Sorten „Milka & Oreo“, „Milka & Daim“ und seit 2012 „Milka & TUC Crackers“ und „Milka & LU Kekse“.
Das Sortiment ergänzen Sonderproduktionen in exotischen und anlass- oder saisonal bezogenen Geschmacksrichtungen (z. B. Zu Ostern werden große Schokohasen und kleine Schokoeier (zum Auslöffeln) angeboten.
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Produktinnovationen und Kritik
Milka ist eine Marke für Schokoladenprodukte des US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Mondelez International. Es gibt mittlerweile schon seit über 115 Jahre die Marke, die bis heute die Regale füllt. Durch Produktinnovationen wie Milka Dark Milk, Tender (Biscuitrolle im Schokoriegelformat), Milka Luflée (Luftschokolade als Schokoriegel), Milka Schoko & Keks Minis, Milka Snax und haselnusscreme Aufstrich bewahrt Milka ihre Marktführerschaft. Jede Innovation sorgt für neue Aufmerksamkeit.
Milka ist eine der wenigen Schokoladen-Marken außerhalb des Hochpreissegments, von der Tafeln mit einem geringeren Gewicht als den üblichen 100-Gramm-Tafeln angeboten werden. Es wurden Sorten angeboten, deren Umverpackung zwar so groß wie die einer 100g-Tafel schienen, deren Inhalt aber 93, 90, 87 und dann 81 Gramm wog.
Die große, ursprünglich 300 Gramm schwere Tafel behielt ebenfalls optisch nahezu ihre früheren Abmessungen, wog oft aber nur 270 Gramm, was sie unter Beibehaltung des Verkaufspreises damit unter Umständen teurer als drei 100-Gramm-Tafeln machte. Da die Erscheinung der neuen Produkte mit geringerem Gewicht dem der ursprünglich üblichen Verpackungen ähnelte, erhoben Verbraucher Vorwürfe ihrer Irreführung, und die Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte am 13. Mogelpackung des Jahres 2025.
Milka stand auch 2025 in der Kritik, als die 100-Gramm-Tafel auf 90 Gramm reduziert wurde, nachdem zuvor der Preis von 1,49 Euro auf 1,99 Euro erhöht worden war. Dabei ist die Größe der Packung gleich geblieben, die Tafel ist aber um 0,7 mm dünner geworden, sodass Kunden das geringere Gewicht kaum auffällt.
Darüber hinaus stand Milka dafür in der Kritik, dass sich bei einigen Schoko-Weihnachtsmännern die Gewichts- und sonstigen Pflichtangaben nicht direkt von außen erkennbar befinden.
Besonderheiten der weißen und schwarzen Milka-Schokolade
Im Sortiment von Milka finden sich zahlreiche Sorten von weißer und schwarzer Schokolade. Die Milka Weiße Schokolade ist eine Milchschokolade mit hohem Milchanteil und cremigem, süßem Geschmack. Milka Zartherb und Milka Dark Milk sorgen für dunklere, intensivere Schokoladenerlebnisse und sind bei Schokoladenliebhabern besonders beliebt.
Milka Dark Milk bietet eine Kombination aus intensiver Kakao-Note und zarter Alpenmilch - erhältlich in Varianten wie Gesalzenes Karamell, Mandel und Himbeer. Die zartherbe Variante steht für klassische dunkle Schokolade mit leicht herbem Charakter.
Die große Sortenvielfalt umfasst Kombinationen wie Milka Oreo White, die weiße Schokolade und knusprige Oreos vereint, sowie klassische schwarze Tafeln wie Milka Zartherb oder Dark Milk. Die Mischung aus Innovation und Tradition macht Milka einzigartig.
Preise, Größen und Verfügbarkeit
Die Preisgestaltung der Milka-Tafeln bewegt sich im Bereich zwischen 0,99 € für die kleine Tafel und 5,59 € für Großtafeln. Die Standard-Tafeln wie Milka Alpenmilch, Oreo, Bunte Kakaolinsen, Weiße Schokolade, Zartherb, Joghurt, Haselnuss und Co. sind fast immer mit ca. 100g im Regal vertreten. Großtafeln wie Milka Mmmax Oreo oder Strawberry Cheesecake wiegen 300g und sind teurer.
Es kann immer wieder dazu kommen, dass weitere Sorten auf den Markt kommen oder spezielle Limited Edition nur für kurze Zeit erhältlich sind. Außerdem kann es regionale Unterschiede geben und bei den verschiedenen Händlern wie Kaufland, Rewe, Edeka und Co. kann es vorkommen, dass einige Sorten vergriffen sind. Dann lohnt es sich, die aktuellen Angebote zu prüfen.
Milka und das Co-Branding
Schokoladentafeln mit anderen Konzernmarken sind die Sorten „Milka & Oreo“, „Milka & Daim“ und seit 2012 „Milka & TUC Crackers“ und „Milka & LU Kekse“. Milka Chips Ahoy! ergänzt das Angebot mit Co-Branding-Produkten. Diese Vielfalt zeigt, wie innovativ und anpassungsfähig die Marke ist.
Außerdem ist Milka durch diverse Marketing- und Werbekampagnen sowie regelmäßige saisonale Produkte wie Milka Osterhasen und Weihnachtsspezialitäten immer präsent.
Weitere Produktkategorien und Innovationen
- Nussini (seit 1986)
- I love Milka (herzförmige Schokopralinen, 1987)
- Tender (Biscuitrolle im Schokoriegelformat, seit 1993)
- Milka Leo (seit 1993)
- Milka Luflée (Luftschokolade als Schokoriegel, seit 1998)
- Milka Schoko & Keks Minis (seit 1999)
- Milka M-joy (in vier Sorten, 2004)
- Milka Snax (seit 2011, in vier Sorten)
- Milka Haselnusscreme-Aufstrich (seit 2020)
Milka: Kurz & bündig
Milka ist eine traditionsreiche Marke, deren ikonische lila Verpackung und Kuh-Markenzeichen seit Generationen für zarte Schokolade stehen. Die Sortenvielfalt reicht von klassischer Alpenmilch über weiße und dunkle Schokolade bis zu kreativen Co-Brandings und saisonalen Spezialitäten. Mit innovativen Produktlinien, immer neuen Sorten und der sorgfältigen Verteidigung ihrer Markenidentität bleibt Milka ein fester Bestandteil europäischer Genusskultur.
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