Milka Fußball Schokolade: Inhaltsstoffe, Kritik und Kontroversen

Die bekannte Milka Alpenmilch Schokolade sorgt seit einiger Zeit für Aufsehen, insbesondere im Hinblick auf ihre Inhaltsstoffe und die Packungsgrößen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich in die Diskussion eingeschaltet und Vorwürfe des unlauteren Wettbewerbs erhoben. Im Folgenden werden die Inhaltsstoffe der Milka Schokolade, die Kritik an der reduzierten Füllmenge und die Reaktionen von Verbrauchern und Hersteller beleuchtet.

Inhaltsstoffe unter der Lupe

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat die Zutatenlisten bekannter Schokoladenmarken, darunter Milka, genauer betrachtet. Während die Verpackung oft ansprechend gestaltet ist, gibt es bei den Inhaltsstoffen Unterschiede.

Kakaobutter und Fette

Ein wichtiger Faktor für die Qualität von Schokolade ist der Anteil an Kakaobutter. Je mehr Kakaobutter enthalten ist, desto hochwertiger ist die Schokolade. Einige Hersteller, wie Merci und Milka, verwenden jedoch günstigeres Butterreinfett, um die Eigenschaften der Kakaobutter zu ersetzen.

Emulgatoren und Aromen

Auch der Einsatz von Emulgatoren gibt Aufschluss über die Qualität. Kakaobutter sorgt von Natur aus für eine geschmeidige Konsistenz, aber in allen untersuchten Schokohasen wurde E 322 (Sojalecithin) verwendet, um die gewünschte Cremigkeit zu erreichen. Milka setzt zusätzlich E 476 (Polyglycerin-Polyricinoleat) ein, das als Stabilisator dient. Bei den Aromen verwenden Merci und Riegelein echten (Bourbon) Vanilleextrakt, während Kinder, Lindt und Milka auf günstigere Alternativen zurückgreifen. Kinder verwendet Vanillin, während Lindt und Milka die Bezeichnung „Aroma“ verwenden, die oft auf künstlich hergestellte Varianten hindeutet.

Grundlegende Zutaten

Ein Schokohase aus Vollmilch besteht hauptsächlich aus Zucker, Kakaobutter, Milchpulver und Kakao. Eine kurze Zutatenliste mit wenigen unverständlichen Zusatzstoffen ist ein Zeichen für höhere Qualität.

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Kritik an reduzierter Füllmenge

Ein Hauptkritikpunkt an Milka Alpenmilch ist die Reduzierung der Füllmenge. Die Schokoladentafeln wiegen nun 90 statt 100 Gramm. Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht darin eine „Mogelpackung“, da viele Verbraucher die Schokolade in der gewohnten Verpackung kaufen und davon ausgehen, dass die Füllmenge gleich geblieben ist. Ein deutlicher Hinweis auf die Reduzierung des Inhalts fehlt, und der Unterschied ist nur im direkten Vergleich erkennbar. Der Zahlenaufdruck auf der Verpackung ist klein und oft von Kartonlaschen verdeckt.

Forderungen der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale fordert, dass Hersteller deutlich und unübersehbar auf eine reduzierte Füllmenge hinweisen müssen. Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg betont, dass ein winziger Zahlenaufdruck nicht ausreicht. Er fordert verbindliche Vorgaben der Bundesregierung und einen Warnhinweis für mindestens sechs Monate bei Produkten mit verringerter Füllmenge.

"Goldener Windbeutel" für Milka Alpenmilch

Der Verein „foodwatch“ verlieh Milka Alpenmilch den „Goldenen Windbeutel“, einen Negativpreis für Unterschiede zwischen beworbenen Qualitätsversprechen und tatsächlichen Eigenschaften von Lebensmitteln. Bei einer Online-Abstimmung wurde die Milka-Alpenmilch-Schokolade zur "dreistesten Werbelüge des Jahres" gewählt.

Reaktionen von Verbrauchern und Hersteller

Die Verbraucher reagierten auf die reduzierte Füllmenge und die Preisentwicklung mit Kritik. Auf Instagram äußerten Nutzer ihren Unmut, einige erklärten Milka zur „Vergangenheit“ oder kündigten an, die Schokolade nicht mehr zu kaufen.

Stellungnahme von Mondelez

Der Hersteller Mondelez verteidigt sein Vorgehen mit gestiegenen Kakaopreisen und Kosten in der Lieferkette. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, dass sich die Kakaopreise in den letzten zwölf Monaten fast verdreifacht hätten und ein Rekordniveau erreicht hätten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, habe Mondelez das Gewicht der Milka-Tafel im Standard- und Großformat angepasst. Mondelez betont, dass Transparenz für die Verbraucher oberste Priorität habe.

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Rechtliche Schritte und Preisentwicklungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Klage gegen Mondelez beim Landgericht Bremen eingereicht. Der Vorwurf lautet auf unlauteren Wettbewerb. Die Verbraucherschützer fordern einen deutlichen Hinweis auf der Verpackung. Das Gericht hat Mondelez die Gelegenheit gegeben, auf die Klage zu reagieren.

Preissteigerungen bei Schokohasen

Neben der reduzierten Füllmenge gab es auch Preissteigerungen bei Milka-Produkten. SumUp hat die Preise der beliebten Schokohasen im Vergleich zum Vorjahr überprüft. Der „Milka Schmunzelhase“ wurde um 42 Prozent teurer.

Milka im Fußball-Sponsoring

Trotz der Kritik engagiert sich Milka weiterhin im Sportsponsoring. Seit Januar 2021 ist Mondelēz International der offizielle Snack-Partner der Bundesliga und 2. Bundesliga. Milka möchte die Emotionen rund um den Fußball nutzen und hat Lukas Podolski und Rudi Völler als Markenbotschafter gewonnen.

Gewinnspiele und Aktionen

Gemeinsam mit den Fußball-Weltmeistern plant Milka Aktionen am Point of Sale. Unter dem Motto „Meisterlich kicken mit Lukas Podolski“ können Shopper ein Treffen mit Lukas Podolski gewinnen.

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