Milchbrei für Babys ohne Zuckerzusatz gesund zubereiten
Wenn das Baby etwa sechs Monate alt ist, beginnt die Zeit der Beikost. Wer den Babybrei selbst zubereitet, weiß nicht nur genau, was drinsteckt, sondern spart auch Geld. Mit den richtigen Zutaten bekommt das Baby alles, was es für ein gesundes Wachstum braucht.
Warum selbstgemachter Milch-Getreide-Brei sinnvoll ist
Bei Fertigbreien im Gläschen ist die Zusammensetzung der Nährstoffe dagegen nicht immer optimal. Im Jahr 2021 hat die Stiftung Warentest 20 Babybreie getestet und nur sieben als empfehlenswert eingestuft. Die Milch-Getreide-Breie enthielten viel Zucker und Schadstoffe. Außerdem fanden sich in den Gläschen Spuren des Schadstoffes Furan, der beim Sterilisieren der Fertigbreie entsteht. Obendrein können Eltern Geld sparen, wenn sie keine Gläschen kaufen, sondern den Babybrei selbst zubereiten.
Den Babybrei selber machen wäre eine gute Alternative? Stimmt! Denn das geht wirklich einfach, und wenn Sie unsere Tipps befolgen, wird der Babybrei garantiert gut und gesund!
Wann mit Beikost und Milchbrei beginnen
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, ab dem fünften, spätestens ab dem siebten Monat mit Beikost bei Babys zu beginnen. Das bedeutet, die Milchmahlzeiten schrittweise durch Babybrei zu ersetzen. Denn nach einem halben Jahr benötigt Ihr Kind mehr Energie und Nährstoffe für seine Entwicklung. Muttermilch ist zwar die gesündeste Nahrung für Säuglinge, doch ab einem gewissen Alter reicht sie als einzige Nahrungsquelle nicht mehr aus - genauso wenig wie Ersatzmilch. Wenn der erste Brei gegeben wird, sollte das Baby schon Interesse für Essen zeigen, den Kopf halten und mit etwas Hilfe essen können.
Grundprinzipien: Kein Zucker, keine unnötigen Zusatzstoffe
Generell gilt: Salz, Zucker oder andere Süßungsmittel sollten Sie bei der Baby-Ernährung vermeiden. Bei vielen Kindern sind dann schon die ersten Zähnchen da. Das Essen sollte noch eine weiche Konsistenz haben, da die Kaumuskulatur noch nicht so stark ausgebildet ist. Den Babybrei selber machen ist die gesündeste Variante. Die Supermarktregale sind voll mit allen möglichen Sorten für fertigen Abendbrei in Gläsern oder Tüten, die du nur mit Wasser anrühren musst. Daher empfehle ich dir, den Milch-Getreide-Brei selber zu machen.
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Welche Zutaten sind geeignet?
- Getreide: Verwende für den Abendbrei am besten spezielle Getreideflocken für Babys. Als Empfehlung für den ersten Getreidebrei kannst du Hafer oder Dinkel (oder Weizengrieß) verwenden. Hirse passt gut im Milchbrei.
- Milch: Mit der Einführung des Milch-Getreide-Brei geht meist auch die Gewöhnung an Kuhmilch einher. Es hat sich bewährt, das Baby stufenweise in kleinen Schritten an richtige Milch zu gewöhnen: Rühre den Milch-Getreide-Brei anfangs mit einer einfachen Pre-Milch an. Die aktuelle Empfehlung der DGE und des BZfE im Rahmen der Allergieprävention lautet ganz klar ja zur Verwendung von Kuhmilch für die Zubereitung des Abendbreis, jedoch soll Kuhmilch im 1. Lebensjahr nicht pur zum Trinken angeboten werden.
- Obst: Obst gibt dem Abendbrei einen milden Geschmack und versorgt dein Baby mit Vitaminen und Mineralstoffen. Du kannst fertiges Obstmark oder Obstmus ohne Zucker für den Getreide-Milch-Brei verwenden oder einfach frisches Obst kochen und zerdrücken. Früchte mit hohem Säuregehalt wie Orangen können zu Wundsein im Windelbereich führen. Verwenden Sie lieber säurearme Obstsorten wie Birnen.
- Fett: Etwa ein Teelöffel Rapsöl oder ein Esslöffel Öl je nach Rezept sorgt für essenzielle Fettsäuren und steigert die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Ein einfaches, bewährtes Rezept für Milchbrei ohne Zuckerzusatz
Mit nur 3 Zutaten - Milch, Haferflocken und Banane - zauberst Du im Handumdrehen einen leckeren Milchbrei, der ab dem 6. Monat geeignet ist. Dieses Rezept lässt sich mit Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung zubereiten.
ZUTATEN: 60 g Brei, 100 ml Muttermilch (alternativ: Säuglingsanfangsnahrung), 15 g Banane, 1 EL zarte Haferflocken.
Zubereitung: Die Banane schälen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit der Muttermilch und den zarten Haferflocken in einen Topf geben und für ca. 5 Minuten erwärmen, bis die Haferflocken schön weich sind. Gelegentlich umrühren. Die Masse in eine hohe Schüssel geben, mit einem Pürierstab sehr fein pürieren und auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Die richtige Temperatur kannst Du zum Beispiel an der empfindlichen Innenseite des eigenen Handgelenkes testen und im Zweifel lieber etwas kälter als zu heiß füttern.
Varianten und Tipps
- Du kannst den Abendbrei alternativ ebenfalls mit Pre-Milch oder Muttermilch oder ggf. auch pflanzlicher Milch zubereiten.
- Als Getreidesorten für den Abendbrei eignen sich beispielsweise Hafer, Dinkel oder auch Hirse.
- Es gibt verschiedene Möglichkeiten, welche Getreideflocken du für den Abendbrei verwenden kannst: Normale Getreideflocken wie z. B. feine Haferflocken oder normaler Vollkorngrieß, Schmelzflocken oder auch spezielle Baby-Instantbreie.
- Instant-Getreideflocken sind speziell aufbereitete Getreideflocken für Babys. Diese Flocken müssen nur in Flüssigkeit (Wasser, Milch oder Saft) gerührt werden und sind schnell verzehrfertig zubereitet.
Milchbrei einfrieren und Vorrat anlegen
Wenn Sie größere Mengen Babybrei auf Vorrat zubereiten, können Sie viel Zeit und Arbeit sparen. Nachdem Sie den Brei gekocht haben, lassen sie ihn abkühlen. In der Zwischenzeit reinigen Sie die Gefäße, die Sie zum Einfrieren verwenden möchten, gründlich mit heißem Wasser, damit keine Keime in den Brei kommen. Ist der Brei kalt, wird er portionsweise abgefüllt. Nun die Gefäße luftdicht verschließen. Bei -18 °C ist der Brei bis zu zwei Monate haltbar. Geben Sie das Öl und den Obstsaft aber erst kurz vor dem Essen dazu.
Beikostplan: Reihenfolge der Breie
Für den Anfang eigenet sich am besten ein Gemüsebrei, zum Beispiel aus Karotten, Zucchini, Kürbis oder Pastinaken. Viele Eltern geben ihrem Baby zuerst einen Mittagsbrei mit Gemüse und Kartoffeln. Als nächstes folgt oft der Milch-Getreide-Brei als Zwischenmahlzeit oder Abendbrei. Der Brei aus Kartoffeln und Fleisch geht über in ein Mittagessen. Die Milchmahlzeiten und der Milch-Getreide-Brei können als Frühstück und Abendessen gefüttert werden.
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Sicherheit, Konsistenz und Trinkmenge
Das Essen sollte noch eine weiche Konsistenz haben, da die Kaumuskulatur noch nicht so stark ausgebildet ist. Tipp: Bei festeren Nahrungen Gemüse und Kartoffeln mit der Gabel zerdrücken oder feines Vollkornbrot ohne Rinde anbieten. Schon während der Beikosteinführung sollte immer etwas Wasser angeboten werden, damit sich das Kind an das Trinken gewöhnt. Solange Sie Ihr Kind voll stillen oder ihm das Fläschchen geben, muss es in der Regel nicht zusätzlich etwas trinken. Isst es dagegen drei Breimahlzeiten am Tag, muss es mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, täglich etwa 200 Milliliter.
Allergieprävention und Auswahl von Lebensmitteln
Die aktuelle Empfehlung der DGE und des BZfE im Rahmen der Allergieprävention lautet, Kuhmilch in verarbeiteter Form für die Zubereitung des Abendbreis zu verwenden; Kuhmilch sollte im 1. Lebensjahr nicht pur zum Trinken angeboten werden. Tauschen Sie Fleisch ab und zu gegen absolut grätenfreies Fischfilet. Es gibt Hinweise, dass der Genuss von Fisch im Babyalter das Allergierisiko senkt. Nach Meinung des Netzwerks „Gesund ins Leben“ ist „Baby-led-weaning“ nicht so gut geeignet wie die schrittweise Einführung von Babybrei, weil das Konzept den Energie- und Nährstoffbedarf des Kindes nicht ausreichend berücksichtigt.
Häufige Fragen und praktische Hinweise
- Mein Baby schreit beim Breiessen: Geben Sie ihm erst ein wenig Mutter- oder Fläschchenmilch, um es zu beruhigen und den ersten Hunger zu stillen. Dann kann es mit dem Brei losgehen.
- Mein Baby isst den Brei nicht: Wenn Ihr Baby die Beikost wieder ausspuckt, hilft nur Geduld. Sie können auch eine andere Gemüsesorte testen oder ein, zwei Wochen mit der nächsten Breigabe warten.
- Was verbirgt sich hinter „Baby-led-weaning“? Der Begriff bedeutet, dass Babys selbst den Zeitpunkt und die Auswahl der Nahrung mitbestimmen. Experten sehen Risiken bei der Nährstoffversorgung.
- Wie viele Mahlzeiten sind normal? Im 2. Lebenshalbjahr brauchen Babys etwa 400-500 ml Säuglingsmilch am Tag zusätzlich zur Beikost.
Praxis-Tabelle: Beispielportionen und Zutaten
| Mahlzeit | Beispielrezept | Zutaten (Beispiel) |
|---|---|---|
| Mittags | Gemüse-Kartoffel-Brei | 100 g Gemüse, 50 g Kartoffeln, 80 ml Wasser, 1 TL Pflanzenöl |
| Nachmittags | Getreide-Obst-Brei | 100 g Obst, 90 ml Wasser, 20 g Vollkorngetreideflocken, 1 TL Rapsöl |
| Abends | Milch-Getreide-Brei | 60 g Brei, 100 ml Muttermilch/Pre, 15 g Banane, 1 EL Haferflocken |
Milchbrei selber machen geht ganz einfach! Wenn Sie unsere Tipps befolgen, wird der Milchbrei garantiert gut und gesund.
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