Mia Bella Mini Pralinen: Inhaltsstoffe, Sorten und was sie auszeichnet

Pralinen sind kleine, feine Süßigkeiten, die oft als besondere Leckerei oder Geschenk genossen werden. Die Vielfalt an Pralinen ist enorm, und die Inhaltsstoffe können stark variieren. In diesem Beitrag stehen die Mia Bella Mini Pralinen im Fokus: Wir betrachten die gemeldeten Zutaten, ordnen potenzielle Unverträglichkeiten ein, beleuchten Nachhaltigkeitsaspekte und stellen die Sortenvielfalt pointiert dar.

Unsere Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Angaben für eine Portionsgrösse von 100g. *Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

Sortenübersicht und Zutatenstruktur von Mia Bella Mini Pralinen

Zutatenprofil der Mia Bella Mini Pralinen

Die "Mia Bella Feine Pralinen" sind eine edle Pralinenmischung in 9 Variationen, die in einer 100g-Packung erhältlich ist. Die Zutatenliste ist umfangreich und beinhaltet sowohl traditionelle als auch modernere Komponenten:

  • Zucker: Ein Hauptbestandteil, der für die Süße sorgt.
  • Mandeln: Tragen zum Geschmack und zur Textur bei.
  • Kakaobutter: Ein wesentlicher Bestandteil von Schokolade, der für Schmelz und Cremigkeit sorgt.
  • Kakaomasse: Bestimmt den Kakaogehalt und den charakteristischen Schokoladengeschmack.
  • VollMILCHpulver: Verleiht der Schokolade eine cremige Note.
  • MILCHzucker: Trägt zur Süße bei und verstärkt den Milchgeschmack.
  • Glukosesirup: Ein Süßungsmittel, das auch die Textur beeinflusst.
  • Palmfett: Ein umstrittener Inhaltsstoff, der als günstiges Fett verwendet wird.
  • MagerMILCHpulver: Erhöht den Milchanteil ohne den Fettgehalt zu erhöhen.
  • HaselNÜSSE: Eine beliebte Zutat für Pralinen, die für einen nussigen Geschmack sorgt.
  • Pistazien: Bieten einen einzigartigen Geschmack und eine grüne Farbe.
  • KondensmagerMILCH: Eine konzentrierte Form von Milch, die Süße und Cremigkeit verleiht.
  • Orangenlikör & Marc de Champagne: Aromatisieren die Pralinen und verleihen ihnen eine alkoholische Note.
  • Feuchthaltemittel (Sorbitsirup, Invertase): Verhindern das Austrocknen der Pralinen.
  • Reismehl & WEIZENmehl: Werden wahrscheinlich als Füllstoff oder zur Texturverbesserung verwendet.
  • Alkohol: Wirkt als Lösungs- und Konservierungsmittel für Aromen.
  • Karamellzuckersirup: Sorgt für eine Karamellnote und Farbe.
  • Emulgatoren (Lecithine (SOJA)): Verbinden fett- und wasserlösliche Bestandteile, um eine homogene Masse zu erhalten.
  • Sonnenblumenöl & Butter: Tragen zur Textur und zum Geschmack bei.
  • Stark entöltes Kakaopulver: Verleiht eine intensive Kakaonote und Farbe.
  • Süßmolkenpulver: Ein Nebenprodukt der Milchverarbeitung, das als Füllstoff verwendet werden kann.
  • Kaffee: Aromatisierung.
  • Aromen: Können natürlich oder künstlich sein und tragen zur Geschmacksgebung bei.
  • Aprikose Spirituose: Aromatisierung.
  • Kandierte Orangenschalen: Verleihen einen fruchtigen Geschmack und eine interessante Textur.
  • Weißweinpulver: Aromatisierung.
  • Orangensaftpulver: Aromatisierung.
  • Dextrose: Ein Zucker, der als Süßungsmittel und zur Texturverbesserung verwendet wird.
  • Vanilleextrakt: Ein natürliches Aroma, das den Geschmack abrundet.
  • Salz: Verstärkt den Geschmack.
  • WEIZENstärke: Wird als Bindemittel verwendet.
  • Backtriebmittel (Ammoniumcarbonate, Natriumcarbonate): Werden verwendet, wenn in der Praline gebackene Elemente enthalten sind.

Das Herkunftsland der Zutaten ist die EU und nicht die EU. Hersteller ist die Ludwig Schokolade GmbH&Co. KG mit Sitz in Gablonzerstr.

Sorten und sensorische Akzente

Die "Mia Bella Feine Pralinen" sind eine edle Pralinenmischung in 9 Variationen, die in einer 100g-Packung erhältlich ist. Orangenlikör & Marc de Champagne: Aromatisieren die Pralinen und verleihen ihnen eine alkoholische Note. Kandierte Orangenschalen: Verleihen einen fruchtigen Geschmack und eine interessante Textur. Pistazien: Bieten einen einzigartigen Geschmack und eine grüne Farbe. Kaffee: Aromatisierung.

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Herstellungsschritte und Zutatenwirkung bei Mia Bella Mini Pralinen

Unverträglichkeiten und Ernährungsweisen

Gluten

Dieses Produkt enthält Gluten. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind hingegen glutenfrei. Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten führt.

Laktose

Dieses Produkt enthält Laktose. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Laktosegehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch ein. Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der unter anderem in Kuhmilch, Schafsmilch, Ziegenmilch und Stutenmilch vorkommt. Laktose ist auch Bestandteil aller Produkte, die aus Milch hergestellt werden, wie Käse, Joghurt, Buttermilch oder Sahne. Milchzucker steckt zudem als technischer Hilfsstoff in vielen Lebensmitteln. Bei der Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) liegt ein Mangel des Enzyms Laktase vor. Infolgedessen kann die Laktose im Dünndarm nicht gespalten und verdaut werden, so dass der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm gelangt. Dies führt zu Symptomen wie Völlegefühl, Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten.

Vegan/vegetarisch

Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Vegan-Status oder sind die Angaben unvollständig bzw. nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Codecheck.info kann nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren. Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise. Dabei wird auf den Konsum von Produkten verzichtet, die tierischen Ursprungs sind oder Bestandteile tierischen Ursprungs beinhalten. Dazu zählen Lebensmittel und Kosmetika, die Inhaltsstoffe aus Fleisch, Fisch, Meerestieren, Milch, Ei und Honig enthalten. Veganismus wird meistens aus gesundheitlichen Aspekten und ethischer Überzeugung betrieben. Gründe dafür können unter anderem Tierschutz, Tierrecht und Umweltschutz sein.

Dieses Produkt kann Bestandteile von toten Tieren enthalten. Auf Grund von fehlenden, widersprüchlichen oder unverständlichen Daten ist keine definitive Einschätzung möglich. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Sind die Verpackungsangaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Codecheck.info kann nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren.

Das Wort vegetarisch leitet sich vom lateinischen "vegetare" (= beleben) bzw. "vegetus" (= frisch, lebendig, belebt) ab. Vegetarismus kennzeichnet daher als eine Lebens- und Ernährungsweise, die "lebendig" und "belebend" ist. Vegetarier essen deshalb neben pflanzlichen Nahrungsmitteln ausschließlich solche Produkte, die von lebenden Tieren stammen. Dazu zählen mitunter Milch, Eier und Honig. Gemieden werden hingegen Fleisch und Fisch, aber auch alle daraus hergestellten Produkte, wie z. B. Säfte, Joghurts oder Cornflakes mit Gelatine, Schmalz oder Käse mit tierischem Lab. Lab muss bisher nicht deklariert werden, da es international nicht als Lebensmittelzusatz-, sondern als Produktionshilfsstoff eingestuft wird. Tierisches Lab wird aus der Magenschleimhaut junger Kälber entnommen und weiterverarbeitet. Als Vegetarier muss man sich also genauestens informieren, welchen Käse tierisches Lab enthält. Wenn ein Hersteller auf seinem Produkt angibt, dass der Käse Lab enthält, handelt es sich um einen freiwilligen Hinweis. Vegetarismus wird meistens aus gesundheitlichen Aspekten und ethischer Überzeugung betrieben. Gründe dafür können unter anderem Tierschutz, Tierrecht und Umweltschutz sein. Aber auch nicht vegetarisch lebende Menschen, sogenannte Flexitarier, greifen immer häufiger zu vegetarischen Alternativen, um ihren Verbrauch von tierischen Produkten zu reduzieren.

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Zusatzstoffe und technologische Hilfen: Was steckt drin?

Feuchthaltemittel: Sorbit/Sorbitsirup

Als Zwischenprodukt des Kohlenhydratstoffwechsels ist Sorbit natürlicherweise in vielen Früchten, insbesondere in Pflaumen enthalten. Die chemisch zu den Alkoholen gehörende Verbindung hat etwa die halbe Süßkraft des Zuckers. Mit etwa 2,4 kcal/g ist der Energiegehalt von Sorbit auch etwas geringer als der des Zuckers. Im Gegensatz zu diesem, ist für die Verwertung des Sorbits im menschlichen Stoffwechsel aber kein Insulin nötig. Sorbitsirup enthält dagegen neben Sorbit auch Mannit auch kurzkettige Mehrfachzucker. Sorbit ist leicht wasserlöslich und stabil gegen Hitze und Säuren. Weil es Wasser aus der Luft anzieht, verhindert es das Austrocknen von Lebensmitteln. Sorbit wird darüber hinaus eingesetzt, um Lebensmittel weich zu halten. Auf der Zunge hat es einen leicht kühlenden Effekt. Zulassung gilt für fast alle Lebensmittel in beliebig hoher Menge, obwohl über 20g pro Tag zu einer stark abführenden Wirkung und Krämpfen führen können. Diese Menge kann z. B. in 30 g Diät-Konfitüre enthalten sein.

Texturgeber: Carrageen und Euchema-Extrakt

Carrageen ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe langkettiger Kohlenhydrate (Polysaccharide), die in den Zellen verschiedener Rotalgenarten vorkommen. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Lebensmittels eignet sich Carrageen zur Herstellung sehr stabiler Gele oder auch zäher Flüssigkeiten. Bei hoher Dosis kann die Aufnahme von Mineralstoffen (z. B. Kalium) behindert werden. Abführende Wirkung möglich. In Tierversuchen zeigt sich ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aufnahme kleiner Carrageen-Moleküle und Geschwürbildungen im Magen-Darm-Trakt sowie Veränderungen im Immunsystem. Kleine Carrageen-Moleküle sind nicht für Lebensmittel zugelassen, allerdings fehlen Nachweisverfahren und weitere Forschung zu kleinen Carrageen-Molekülen. Größere Moleküle, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, haben diese negativen Eigenschaften nicht. Weitere Prüfung, ob sich große Moleküle im Darm zu kleinen, bedenklichen Molekülen abbauen können, ist erforderlich.

Ausschließlich aus Euchema-Algen wird ein Extrakt gewonnen, der reich an langkettigen Kohlenhydraten (Polysacchariden) ist. Die Mischung der verschiedenen Polysaccharide ist annähernd die gleiche wie in Carrageen (E 407). Bei hoher Dosis kann die Aufnahme von Mineralstoffen (z. B. Kalium) behindert werden. Kleine Carrageen-Moleküle können die Darmschleimhaut schädigen und Tumore im Darm verursachen. Sie kommen aber nicht in Lebensmitteln vor. Größere Moleküle, die die Lebensmittelindustrie normalerweise einsetzt, haben diese negativen Eigenschaften nicht. Trotzdem muss weiter geprüft werden, ob sich große Moleküle im Darm zu kleinen, bedenklichen Molekülen abbauen können. Wissenschaftler fordern: Kinderlebensmittel sollten vorsichtshalber frei von Carrageen sein. In Einzelfällen allergieauslösend.

Zutaten-Infografik: Zucker, Kakaomasse, Milchkomponenten, Nüsse, Emulgatoren

Palmfett und Palmöl: Umwelt- und Sozialaspekte

Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmfett. Folgender Inhaltsstoff kann aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt sein: Glycerin. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der wild lebenden Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% gesunken. Seit 2016 gilt auch der Borneo Orang-Utan als unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2 Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete. Diese speichern riesige Mengen von Kohlenstoff. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird bei der Brandrodung und den damit einhergehenden, alljährlichen Torf- und Buschbränden viel CO2 emittiert. Die Waldbrände in Indonesien im Jahr 2015 setzten mehr klimaschädliches CO2 frei als zeitgleich die ganzen USA. Um den Klimawandel zu stoppen, ist deshalb ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten notwendig.

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Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein. Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil geht in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln. Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel die Palmöl enthalten entsprechend deklariert werden. Für Kosmetika gibt es aber noch keine Deklarationspflicht.

In Kosmetika gibt es viele Begriffe, hinter denen sich Bestandteile der Ölpalme verstecken können, wie beispielsweise Sodium palmate oder Elais guineensis. Ausserdem können viele chemischen Rohstoffe wie beispielsweise Fettsäuren, sowohl aus der Ölpalme wie auch aus anderen Pflanzen hergestellt werden. Dies macht es fast unmöglich, den Kauf von Palmprodukten ganz zu vermeiden. Auch CodeCheck kann deshalb nicht bei allen Produkten wissen, ob sie Bestandteile der Ölpalme enthalten. Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Zudem fehlen bisher Kriterien, welche der Treibhausgasproblematik Rechnung tragen und seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Kriterien. Greenpeace kritisiert unter Anderem, dass der RSPO in einigen Fällen nachweislich nicht in der Lage war die nachhaltigen Anbaumethoden der zertifizierten Lieferanten sicherzustellen.

Kakao-Herkunft und Nachhaltigkeit: UTZ Certified

UTZ ist eines der verbreitetsten Label für nachhaltigen Kaffee, Tee und Kakao. UTZ Certified ist ein Nachhaltigkeitsprogramm und Label für Kaffee, Kakao und Tee. Es soll Landwirten ermöglichen, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, die Produktivität zu steigern und dabei Sozialstandards und Umweltschutzaspekte zu berücksichtigen. Das Label kann sowohl an Händler und Hersteller von Endprodukten als auch an Produzenten vergeben werden. Um das Label zu erhalten, müssen diese sich im UTZ Certified Good Inside Portal registrieren und einen Vertrag mit einer unabhängigen, von UTZ zugelassenen Zertifizierungsstelle abschließen.

Händler und Hersteller müssen die Kriterien für die Lieferkette (Chain of Custody) und Produzenten die Kriterien des Verhaltenskodex (Code of Conduct) einhalten. Bei den Kriterien für die Lieferkette gilt insbesondere, dass nachvollziehbar ist, woher die Ware stammt. Außerdem muss es ein Kontrollsystem geben, mit dem die zertifizierten Händler und Hersteller belegen können, dass ihre Ware auch von entsprechenden Produzenten stammt. Bei Mischprodukten muss ein bestimmter Anteil von Rohstoffen zertifiziert sein, damit ein Produkt das Label tragen darf.

Für die Produzenten gelten eine Vielzahl von Einzelkriterien. Bei Kaffee beispielsweise gibt es davon insgesamt 172. Diese beinhalten unter anderem die sogenannte gute landwirtschaftliche Praxis, ein gutes Farm-Management und sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Kinderarbeit muss ausgeschlossen sein und die Umwelt geschont werden. Ein Teil der Kriterien muss bereits zu Beginn der Zertifizierung erfüllt sein, von Jahr zu Jahr müssen mehr dazu kommen. Die Zertifizierungsstelle kontrolliert vor der Vergabe und dann jährlich vor Ort und über Belege, ob die Kriterien erfüllt sind. Fällt die Prüfung zufriedenstellend aus und stimmt das sogenannte UTZ Standards and Certification Department der Zertifizierung zu, wird das Zertifikat gültig. Ein sogenannter Normenausschuss beschließt über Anpassungen oder neue Kriterien.

Es handelt sich um ein Label, das zu wesentlichen Verbesserungen beim Anbau, bei der Verarbeitung und beim Handel von Nahrungsmitteln beiträgt. Das Label fördert Nachhaltigkeit, indem es die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen der Produzenten verbessert. Dennoch ist es weder ein klassisches Fairhandels-Label, noch ein Ökolabel, da konventionelle Landwirtschaft nach guter landwirtschaftlicher Praxis gefördert wird und die Preise sich über reine Marktmechanismen bilden. Das Programm konzentriert sich besonders auf das Management landwirtschaftlicher Betriebe, auch von Kleinbauern. Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt, der Vergabeprozess ist transparent. Umfassende und regelmäßige Kontrollen machen das Label glaubwürdig. Der deutsche Absatzmarkt ist für UTZ CERTFIED von großer Bedeutung. Für deutsche Verbraucher ist es allerdings schwer und zeitaufwändig, sich umfassend über den Standard zu informieren, da tiefergehende Informationen auf der Webseite verstreut und zudem nur auf Englisch erhältlich sind.

Nachhaltigkeitslabel: UTZ Certified und Lieferkettenkriterien

Vergleich und Einordnung: Industrielle Mischung vs. Spezialitäten

Die Herstellung erfolgt wahrscheinlich in industriellem Maßstab, was sich in der langen Zutatenliste und der Verwendung von Emulgatoren und Aromen widerspiegelt. Die "Mia Bella Feine Pralinen" sind eine Mischung aus verschiedenen Pralinen mit einer breiten Palette an Zutaten. Sie enthalten sowohl traditionelle Zutaten wie Mandeln und Haselnüsse als auch modernere Zutaten wie Glukosesirup und Palmfett.

"Ritonka's Knafeh Chocolate" und "Love in a Box" Pralinen setzen auf eine Kombination aus traditionellen und exotischen Zutaten. Die Verwendung von Knafeh und Pistazien verleiht diesen Schokoladen einen einzigartigen Geschmack und eine besondere Textur. Die manuelle Verpackung der "Love in a Box" Pralinen deutet auf eine hochwertigere und individuellere Herstellung hin. Qantu Schokoladen werden in Kanada von Elfi und Maxime seit 2016 hergestellt. Bean-to-Bar bedeutet, dass die Schokoladenhersteller den gesamten Prozess von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel selbst kontrollieren. Dies ermöglicht es ihnen, die Qualität und den Geschmack der Schokolade maßgeblich zu beeinflussen.

Schnellüberblick: Zutatenmatrix und Kennzeichnung

Kriterium Mia Bella Mini Pralinen
Packungsgröße Angaben für eine Portionsgrösse von 100g.
Milchbestandteile VollMILCHpulver, MagerMILCHpulver, MILCHzucker, Süßmolkenpulver, KondensmagerMILCH
Getreide/Gluten WEIZENmehl, WEIZENstärke, Reismehl (glutenfrei), Dieses Produkt enthält Gluten.
Nüsse/Kerne HaselNÜSSE, Mandeln, Pistazien
Fette/Öle Kakaobutter, Butter, Sonnenblumenöl, Palmfett
Emulgatoren Lecithine (SOJA)
Feuchthaltemittel Sorbitsirup, Invertase
Aromen/Spirituosen Orangenlikör, Marc de Champagne, Vanilleextrakt, Aromen, Aprikose Spirituose, Weißweinpulver
Hinweis Kennzeichnung *Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden... Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.

Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts sind relevant.

Pralinen-Box geöffnet: neun Variationen, Nüsse, Likörfüllungen

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