Mäuse mit Schokolade fangen – Tipps und bewährte Köder
Das erste Anzeichen ist meist ein leises Kratzen in der Stille der Nacht. Wenig später folgt die Gewissheit: angeknabberte Verpackungen oder die typischen kleinen Kotspuren entlang der Fußleisten. Wer eine Maus fangen will, merkt schnell, dass es mit dem bloßen Aufstellen einer Falle oft nicht getan ist. Mäuse sind unerwünschte Gäste in unseren Wohnräumen, die auch erhebliche Schäden verursachen können. Mit dem Herbstbeginn suchen diese kleinen Nagetiere Unterschlupf in Gebäuden, da die Außentemperaturen fallen und Nahrung knapp wird.
Warum die Wahl des Köders entscheidend ist
Die Wahl des Köders ist entscheidend für den Erfolg bei der Mäusejagd. Mäuse fressen Getreide und so. Mäuse sind bekanntlich Nager und deshalb eignet sich jegliche Rohkost in Form von Möhren, Kohlrabi, Äpfeln etc. sehr gut als Köder. Da Mäuse jedoch Allesfresser sind, kann die Auswahl variieren. Es ist sinnvoll, verschiedene Köder zu testen, um die individuellen Vorlieben der Mäuse zu bestimmen.
Traditionelle Köder wie Käse und Speck sind also nach wie vor sehr geeignete Hausmittel aus dem Küchenschrank. Käse und Mäuse scheinen nach wie vor ein Dreamteam zu sein. Aber auch andere Köder sind für Fallen geeignet. Folgende Lockmittel haben sich als besonders effektiv erwiesen und sind in fast jedem Haushalt zu finden: Erdnussbutter, Nougatcreme, Käse, Speckstückchen (auch angeröstet).
Schokolade als Köder: warum sie wirkt
Aber auch Schokolade hat sich als bewährtes Mittel herausgestellt, um Mäuse anzulocken. Auch Schokolade, Nüsse oder Haferflocken, die mit Erdnussbutter gemischt werden, sind sehr anziehend für die kleinen Nagetiere, so die Biologin Ursula Bauer von Aktion Tier. Schokolade - ein Stück reicht aus. Mäuse reagieren nicht nur auf harten Käse, sondern auch auf andere fett- und proteinreiche Nahrung mit starkem Aroma.
Die besten Hausmittel-Köder im Überblick
- Erdnussbutter: Erdnussbutter ist sehr gut geeignet: sie bleibt am Gaumen haften, die Maus muß sie erst abgelecken, bevor sie den nächsten Bissen nehmen kann.
- Gerösteter Speck: Angebratener Speck (z.B. Dann würde ich es mit Speck oder eben Wurst versuchen. Sollte aber eigentlich auch mit Käse klappen.)
- Nuss-Nougat-Creme und Nüsse: Nüsse - speziell Walnüsse und Haselnüsse. Nuss-Nougat-Creme - einen Teelöffel könnten Sie doch zum Mäuse fangen entbehren, oder?
- Mehl als Spur: Mehl - als Spur einmal durch den Käfig von der Eingangstür zum Türensensor.
- Schokolade: Ein Stück reicht aus.
Erdnussbutter steht bei Mäusen hoch im Kurs. Ein Teelöffel davon auf den Türensensor der Lebendfalle und Sie werden staunen, wie zügig Sie Vollzug vermelden können. Jeder kennt ja die Mäuseplage im eigenen Garten. Diese sind ganz scharf auf Erdnussbutter. Auf die Mäusefalle etwas Erdnussbutter geben und sie fängisch stellen. Klappt…
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Welche Falle soll ich wählen?
Als Erstes müssen Sie für sich entscheiden, ob die Maus die Jagd überleben soll oder nicht. Tierschützer bitten darum, die Tiere möglichst nicht zu töten - auch weil viele Fallen oder Gifte die Nager qualvoll verenden lassen. Lebendfallen: Die kleinen auf einem Holzbrett montierten Metallkäfige, sogenannte Kastenfallen, sind laut den Tierschutzvereinen ideal, um Mäuse zu fangen, da Sie damit die Tiere zwar aus Ihrem Haus schaffen können, aber eben nicht töten.
Diese Kastenfallen funktionieren folgendermaßen: Eine Maus wird durch einen Köder angelockt und die Tür schließt sich automatisch, sobald sie die Falle betritt. Die gefangenen Tiere sollte man mindestens 100 Meter vom Haus entfernt freilassen, um ihre Rückkehr zu verhindern. Mindestens 100, besser 500 Meter weit weg von Ihrem Haus lassen Sie das Tier frei. Stellen Sie dafür die Falle auf den Boden, öffnen Sie die Tür und das Tier wird von selbst herausrennen.
Schlagfallen, Giftköder und Klebefallen - Vor- und Nachteile
Die Verwendung von Giftködern und den herkömmlichen Schlagfallen hingegen ist nicht nur qualvoll für die Mäuse, sie birgt auch Risiken für Haustiere und Kinder und wird aus Tierschutzgründen nicht empfohlen. Eine effizientere, wenn auch brutalere Vorgehensweise ist der Giftköder. Ausgelegt in speziellen begehbaren Köderboxen wird der Giftköder den Mäusen quasi als Henkersmahlzeit gereicht.
Viele dieser Gifte lassen die Tiere innerlich verbluten, was Tierschützer aufs Schärfste kritisieren. Vorsicht: Mit dieser Methode laufen Sie Gefahr, dass die Mäuse für Sie unerreichbar hinter der Zimmerwand im Nest verenden, dort dann langsam verwesen, anfangen zu stinken und Sie dann in Ihrer Wohnung nicht nur ein Mäuse- sondern auch ein Geruchsproblem haben.
Achtung bei Klebefallen: Klebefallen zur Schädlingsbekämpfung von Mäusen oder Ratten einzusetzen, ist laut dem Tierschutzgesetz in Deutschland verboten. Gerät die Maus in eine solche Falle, hat das zur Folge, dass sie qualvoll durch einen Schock, das Verdursten oder die Selbstzerfleischung stirbt. Wer eine solche Falle auslegt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro bestraft wird. Wird eine Maus darin gefangen, handelt es sich um den Straftatbestand der Tierquälerei.
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Schlagfallen: Das, was wohl die meisten Menschen als klassische Mausefalle bezeichnen: Ein Stück Holz, auf dem ein Bügel und ein kleiner Spieß montiert sind. Sie platzieren den Fressköder auf dem Spieß und wenn die Maus sich ihn holen will, schnappt der Bügel zu und bricht dem Tier das Genick und das Rückgrat. Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass der Mechanismus Probleme beim Auslösen hatte, zu spät umschnappt und das Tier nur halb erwischt - die Maus also noch eine Weile leidet, bevor sie stirbt.
Wie Sie Fallen richtig aufstellen
Um den Erfolg beim Fangen zu maximieren, sollten die Fallen entlang von Wänden und Laufwegen der Mäuse, wie unter Möbeln, platziert werden, empfiehlt das Umweltbundesamt. Stellen Sie die Falle immer parallel zur Wand auf, sodass die Maus frontal auf den Auslöser zuläuft. Vermeiden Sie seitliches Anlaufen: Läuft eine Maus seitlich über eine Schlagfalle, kann der Bügel sie ungünstig treffen.
Kleiner Trick: Eine ungespannte Aufstellung der bereits mit Köder gefüllten Fallen kann dazu beitragen, dass sich die Mäuse an die Geräte gewöhnen und dann argloser in die Falle tappen, wenn diese aktiviert werden. Der Lockstoff, also das Fressen oder auch spezielle Pasten, wie sie im Fachhandel oder online zu finden sind, wird im hinteren Teil der Falle platziert. Wichtig ist also, dass Sie auf dem Türensensor mehr Lockstoffe verstreuen, sodass das Tier ihn auch wirklich auslöst.
Kontrolle, Pflege und Sicherheitsmaßnahmen
Eine tägliche Prüfung der Fallen ist Pflicht. Es ist auch wichtig, die Fallen regelmäßig zu kontrollieren, um das Verhungern und Verdursten der Tiere zu verhindern. Sollte das Tier Sie bei der Handhabung beißen, reinigen Sie den Biss sofort, desinfizieren Sie ihn und kontrollieren Sie, ob Ihre Tetanusimpfung noch gültig ist. Gehen Sie umgehend zum Arzt und lassen Sie dort im Zweifel die Tetanusimpfung auffrischen.
Da Mäuse auch beißen und aufgrund der unzähligen Bakterien in ihrem Mund der Biss für einen Menschen sehr unangenehm werden kann, sollten Sie beim Umgang unbedingt stabile Handschuhe tragen. Entsorgung: Berühren Sie Fänge nur mit Handschuhen. Staub vermeiden: Fegen Sie Kot niemals trocken auf. Beim Wegputzen des Mäusekots immer Handschuhe und auch einen Mundschutz tragen.
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Prävention: So halten Sie Mäuse fern
Um sie fernzuhalten, können jedoch Maßnahmen wie das Abdichten von Fenstern (insbesondere im Keller!) und Türen hilfreich sein. Engmaschige Gitter sind hier zu empfehlen. Mäuse nagen sich mühelos durch Bauschaum, Holz oder Plastik. Die einzige mechanische Barriere, die wirklich standhält, ist Stahlwolle. Stopfen Sie Rohrdurchführungen und Spalten fest mit Stahlwolle aus und versiegeln Sie diese danach.
- Flicken und stopfen Sie die Löcher in Ihrer Hausfassade, im Gebälk und auf dem Dach.
- Befestigen Sie spezielle, engmaschige, weniger als fünf Millimeter breite Gitter vor den Kellerfenstern und Lichtschächten.
- Dichten Sie Türen mit Gummis ab und halten Sie sie geschlossen.
- Lebensmittel immer in Glas-, Hartplastik- oder Metallbehälter umfüllen und Müll täglich rausbringen.
- Entfernen Sie sämtliche Futterquellen und machen Sie Ihr Zuhause unattraktiv für Nager.
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten
Ultraschall-Wellen zum Mäusevertreiben: Die Wirkung der Ultraschallgeräte, um Mäuse zu fangen beziehungsweise zu vertreiben, ist umstritten. Manche Experten sagen, dass sich die Tiere davon überhaupt nicht beeindrucken lassen, da sie sich so lange es noch was zu fressen gibt, sehr anpassungsfähig verhalten und sich auch an Ultraschall-Wellen gewöhnen würden. Andere meinen, dass Ultraschallwellen mit wechselnden Frequenzen durchaus dazu geeignet sind, Nagetiere aus dem Haus, sogar aus dem Garten zu vertreiben.
Abschreckung mit einer Katze: Legen Sie sich eine Katze zu oder leihen Sie eine vom Nachbarn. Diese geht dann auf Mäusejagd, aber allein schon der Geruch eines Stubentigers schreckt Mäuse ab. Falls Sie keine Lust auf ein Haustier haben, verteilen Sie an den Laufstrecken der Mäuse Baumwollsäckchen mit Katzenhaaren oder auch Katzenstreu.
Wann Sie den Profi rufen sollten
Bevor Sie in Ihrer eigenen Wohnung zum Gast der Mäusegroßfamilie werden, sollten Sie einen Experten mit der Lösung Ihres Problems beauftragen. Einen Kammerjäger wird wahrscheinlich auch ein Vermieter so rasch wie möglich rufen. Doch bis die Mäuse endgültig verschwunden sind, haben Sie als Mieter gesonderte Rechte. Informieren Sie den Vermieter beim ersten Verdacht eines Mausebefalls. Solange die Mäuse nicht aufgrund von Eigenverschulden in Ihrer Wohnung hausen, ist die Beseitigung Sache der Vermieter.
Wichtiges in Kürze
- Mäuse können im Haus Schäden verursachen und Krankheiten übertragen. Schnelles Handeln ist wichtig, um eine Plage zu verhindern.
- Mit Lebendfallen können Sie Mäuse tierfreundlich fangen und ca. 500 Meter vom Haus entfernt wieder freilassen.
- Effektive Köder aus dem Haus sind Erdnussbutter, Speck, Nüsse und Schokolade.
- Tödliche Giftköder sind umstritten; Klebefallen sind in Deutschland verboten.
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