Marmorkuchen Rezept mit Puderzucker statt Haushaltszucker: extra fein, herrlich saftig, wunderbar locker

Kinder, es gibt Kuchen. Nicht irgendeinen, sondern einen der leckersten Kuchen aller Zweiten: Marmorkuchen! Der Kuchen meiner Kindheit. Der Marmorkuchen hat mir sehr gut geschmeckt. Er war sehr saftig und locker und auch die Süße hat richtig gut gepasst. Ein wunderbarer Marmorkuchen, der extrem saftig ist und eine ganz tolle lockere Konsistenz hat.

Puderzucker statt Zucker? Auch wenn es schön süß sein soll, ist normaler Haushaltszucker nicht zwingend notwendig - Puderzucker lässt sich ohne Probleme als Ersatz verwenden. Geschmacklich gibt es keine Unterschiede zwischen Zucker und Puderzucker. Im Gegensatz zu normalem Zucker löst sich Puderzucker in jeder Art von Kuchenteig und auch in allen anderen Massen, die gesüßt werden sollen, weitaus rascher auf als der übliche Haushaltszucker.

Anschnitt eines Marmorkuchens mit Puderzucker auf Gugelhupf-Form, Nahaufnahme der Marmorierung

Warum Puderzucker im Marmorkuchen so gut funktioniert

Durch den Austausch von Puderzucker gegen normalen Zucker ändert sich nichts an der im Rezept angegebenen Grammzahl. Puderzucker ist folglich leichter und mit weniger Kraft- und Arbeitsaufwand in den Teig einzuarbeiten. Dadurch, dass sich der absolut fein gemahlene Puderzucker so schnell auflöst und mit der jeweiligen Masse verbindet, kannst du durch Probieren direkt nach dem Verrühren erkennen, ob du genug Zucker verwendet hast.

Zucker vs. Puderzucker ist nichts anderes als raffinierter, weißer Haushaltszucker, der so fein gemahlen wurde, dass er in seiner Konsistenz wirklich an Puder erinnert - der Name ist hier Programm. Zucker als solcher wird aus Zuckerrohr und aus Zuckerrüben hergestellt. Er besteht hauptsächlich aus Saccharose.

Zutaten und Mengen für Marmorkuchen mit Puderzucker

Die Zutaten für diesen Marmorkuchen sind nicht außergewöhnlich und wenn du gerne backst, hast du wahrscheinlich schon alle Zutaten im Haus. Die allermeisten wirst Du sicher in Deinem Vorrat haben. Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags.

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  • Mehl: Das klassische Haushaltsmehl Weizenmehl Type 405 lässt sich gut verarbeiten.
  • Vollmilch: mit einem Fettgehalt von 3,5% verwende ich am liebsten.
  • Butter: ist definitiv meine erste Wahl: Weil Butter meinem Marmorkuchen einfach einen ganz anderen Geschmack verleiht als Pflanzenfett.
  • Back-Kakao: Für die Marmorierung des Marmorkuchens brauchst Du Backkakao, der noch einen leichten Restfettbestand hat und bittere Noten.
  • Puderzucker zum Bestäuben.

Alternative: laktosefrei und Varianten

Das Rezept ist eine Abwandlung meines alten Marmorkuchen-Rezepts, weil ich es mit Wasser statt Milch mal laktosefrei backen musste. Letztlich bin ich dabei geblieben, weil ich den Teig so einfach irgendwie viel fluffiger finde. Auf Grund des Kakaos ist Mamorkuchen leider nicht histaminarm. Der Grundteig ist, wenn ihr Eier vertragt, gut bei Histamin-Intoleranz essbar. Einen Marmoreffekt könnt ihr aber zum Beispiel mit Espresso machen.

Form, Vorbereitung und Gelingtipps

Eine Gugelhupf- oder Kranzform einfetten und mit Mehl ausstreuen. Eine Kastenform fetten und bemehlen. Eine gute Backform hat immer eine Antihaftbeschichtung. Und dennoch empfehle ich, die Backform trotzdem gut mit Butter einzufetten. Zum Schluss kannst Du die gefettete Backform mit Mehl, Semmelbrösel oder Grieß bestäuben.

Wichtig ist, dass die Butter weich ist für die Verarbeitung. Denn nur so verbindet sie sich optimal mit dem Zucker, den Eiern und den übrigen Zutaten. Die Eier einzeln und nacheinander in die Masse für den Marmorkuchen unterrühren für einen luftigen Rührteig.

Schritt-für-Schritt-Video: Marmorkuchen mit Puderzucker - Rühren, Marmorieren, Backen

Besondere Methode: Eischnee macht den Rührteig außergewöhnlich locker

Die Zubereitung ist ein wenig ungewöhnlich, weil der Teig in 4 Schritten zubereitet wird. Zudem kommt auch geschlagenes Eiweiß in den Rührteig. Das Besondere an diesem Marmorkuchen ist das geschlagene Eiweiß, das unter den Teig gehoben wird. Nachdem die Eier mit der Butter und dem Zucker schaumig geschlagen wurden, wird der Eischnee mit Mehl in 4 Portionen / Schritten unter diese Buttermasse gehoben. Dadurch wird der Kuchenteig wunderbar fluffig und bekommt eine unheimlich lockere Konsistenz. Ich habe selten einen so lockeren, fluffigen Marmorkuchen gegessen.

Schritt-für-Schritt: Marmorkuchen mit Puderzucker statt Haushaltszucker

Variante 1: Klassisch mit getrennten Eiern und Eischnee

  1. Backofen vorheizen auf 180 °C Ober-/Unterhitze. Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen und die Kuchenform mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  2. Die Eier trennen und die Eigelbe und Eiweiße in getrennte Schüsseln geben. Die weiche Butter mit 140 g Zucker, dem Mark der Vanilleschote und dem Zitronenabrieb hell cremig rühren.
  3. Das Eiweiß mit einer Prise Salz halbfest schlagen. 120 g Zucker einrieseln lassen und zu einem schnittfesten Schnee schlagen.
  4. Die Milch erwärmen und das Mehl und das Backpulver miteinander vermischen. In insgesamt 4 Schritten immer etwas Mehl auf die Buttermasse sieben, ein wenig Milch zugießen sowie eine Portion Eischnee zufügen und die Zutaten mit einem Holzlöffel oder Schneebesen vorsichtig unterheben.
  5. Die Hälfte des Teigs in die Kuchenform geben und die andere Hälfte mit dem Kakaopulver vermischen. Den Kakaoteig in die Form füllen und mit einer Gabel den dunklen Teig unter den hellen Teig ziehen.
  6. Im vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten backen. Danach leicht auskühlen lassen und stürzen.

Hinweis: Damit der Marmorkuchen schön saftig bleibt, ist es wichtig, weiche Butter zu verwenden und den Kuchen nicht zu lange zu backen.

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Variante 2: Schnellrezept mit Puderzucker - direkt und unkompliziert

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Butter in die mit Rührhaken ausgestattete Edelstahlschüssel geben. 3 Minuten auf Stufe 2 mixen.
  2. Die Eier zugeben und etwa 1 Minute auf stufe 3 verrühren, bis ein homogener Teig entsteht.
  3. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und 2/3 der Teigmasse in die Form geben.
  4. Den Kakao in die restliche Teigmasse geben und 30 Sekunden auf Stufe 3 verrühren.
  5. Die restliche Teigmasse in die Form geben und schnell verrühren, damit sich die beiden Teigteile vermengen.
  6. 55 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C backen.

Du möchtest einen kleinen Marmorkuchen backen? Falls Du einen Mini Marmorkuchen mit einer 16 cm Guglhupf-Form backen möchtest, ist das kein Problem. Dann halbiere einfach die Zutatenmenge aus der Marmorkuchen Rezept-Karte.

Marmorierung, Backzeit und Stäbchenprobe

So bekommst Du ein schönes Marmormuster in den Teig: Den dunkeln Rührteig verteilst Du anschließend gleichmäßig in der Form auf dem hellen Teig. Dann nimmst Du eine Speisegabel und ziehst diese mit spiralförmigen Bewegungen durch den Teig. So entsteht eine Marmorierung.

Die Backform für etwa 30 Minuten in den Backofen geben. Zwischendurch mit einem Schaschlikstäbchen die Stäbchenprobe machen. Bei dieser gebräuchlichsten Garprobe sticht man mit einem Holzspieß an der dicksten Stelle in die Mitte des Kuchens hinein. Kleben beim Herausziehen noch Teigreste am Stäbchen, muss der Kuchen noch einmal zurück in den Ofen. Die Stäbchenprobe nach 5-10 Minuten nochmal wiederholen.

Infografik: Schritte der Stäbchenprobe und Marmorierung mit der Gabel

Servieren, Aufbewahren, Toppings

Puderzucker hieß bei meiner Oma noch Verzierung, heute Topping 😉 . So oder so macht sich Puderzucker auf dem Kuchen sehr gut. Erst bestäuben, wenn der Kuchen ausgekühlt ist, sonst schmilzt der Zucker. Schoko Guss aus Kuvertüre ist auch eine gute Möglichkeit, den Kuchen zu dekorieren.

Nach dem Backen und Abkühlen einmal umgekehrt auf ein Kuchengitter stellen, ein paarmal drauf klopfen und die Schwerkraft einige Minuten arbeiten lassen. So löst sich saftiger Marmorkuchen gut aus der Form und bleibt nicht kleben. Er ist schnell vorbereitet, gelingt immer, bleibt tagelang saftig und man kann ihn auch gut mitnehmen.

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Wissenswert: Puderzucker als Ersatz - Praxiswissen kompakt

Du möchtest backen oder eine Süßspeise zubereiten und stellst plötzlich voller Schrecken fest, dass du keinen Zucker mehr zuhause hast? Aber keine Sorge - gewöhnlichen Haushaltszucker kannst du in jedem Rezept durch Puderzucker ersetzen, ohne etwas an der Rezeptur verändern zu müssen. Tipp: Wir empfehlen dir, Puderzucker immer ganz genau mit einer Küchenwaage abzuwiegen. Gerade, wenn du einen Kuchenteig ohne Handrührgerät oder Küchenmaschine nur mit einem Löffel rühren möchtest, ist Puderzucker ideal.

Wenn du aufgrund seiner Vorteile zukünftig gerne mit Puderzucker backen möchtest, kannst du ihn ohne Probleme selbst herstellen. Gib´ einfach die benötigte Menge Zucker in die Kaffeemühle oder den Mixer und zermahle ihn so lange, bis er eine ganz feine, fast schon mehlige Konsistenz erreicht hat. Lust auf einen leckeren Kuchen mit Puderzucker-Guss?

Tradition und Anlass: Der Marmorkuchen als Allrounder

Das Marmorkuchen Rezept meiner Oma ist für mich Kindheitserinnerung pur. Für selbstgebackenen Marmorkuchen haben wir die Kaffeetafel gedeckt mit Kuchenteller, Servietten, Kaffeetassen, Zuckerdose, Milchkännchen und feinen Gabeln. Diese Kaffeetafel-Tradition liebe ich noch heute. Denn ein saftiger Marmorkuchen ist ein stets beliebter Kuchen-Klassiker bei Klein und Groß. Ein saftiger Marmorkuchen passt auf jede klassische Kaffeetafel mit allen Generationen am Tisch: zum Kindergeburtstag, als Partymitbringsel, auf jedem Kuchen-Buffet in Schule oder Kindergarten und auch fürs Picknick.

Rezeptkarte: Puderzucker-Variante mit Mengen

ZutatMenge
Mehl175 g
Puderzucker200 g
Backpulver1 Päckchen
Vanillezucker1 Päckchen
Butter175 g
Eier3
ungezuckertes Kakaopulver15 g

Schritte: Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Butter in die mit Rührhaken ausgestattete Edelstahlschüssel geben. Die Eier zugeben und etwa 1 Minute auf stufe 3 verrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und 2/3 der Teigmasse in die Form geben. Den Kakao in die restliche Teigmasse geben und 30 Sekunden auf Stufe 3 verrühren. Die restliche Teigmasse in die Form geben und schnell verrühren, damit sich die beiden Teigteile vermengen. 55 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C backen.

Alternative Grundrezeptur ohne Haushaltszucker

Marmorkuchen ohne Zucker - ein wunderbar gesundes Rezept für einen einfachen Rührkuchen ohne Zucker. Eier, Honig und Apfelmus mit einem Handrührgerät verrühren. Anschließend Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Vanille, Salz und Milch hinzugeben und unterheben. Nun den dunklen Teig in die Backform geben und mit einer Gabel den hellen mit dem dunkeln Teig leicht verquirlen.

Schrittgrafik: Zutaten für Marmorkuchen mit Puderzucker und Alternativen (Milch/Wasser, Kakao/Espresso)

Backzeiten, Temperaturen und Praxis

  • Backofen vorheizen auf 180 °C Ober-/Unterhitze.
  • Kuchen im heißen Ofen ca. 55 Minuten backen.
  • Anschließend 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.
  • Jetzt gibst Du den Marmorkuchen für ca. 45-50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen.

Rührteig braucht Platz zum ausdehnen, ca. 3 cm sollte zum Rand hin Platz sein sonst kann es passieren, dass der Teig überläuft.

Noch mehr Tipps für Lockerheit und Struktur

Omas Marmorkuchen Rezept mit den genauen Zutaten-Angaben und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern findest Du wie immer > weiter unten < in der Rezept-Karte. Wie beim Rührteig üblich, gibst Du das Mehl gemeinsam mit der Milch zur Ei-Butter-Masse und rührst es unter. Dabei ist wirklich ratsam, beides nur kurz unterzurühren, maximal 20 bis 30 Sekunden. Backprofis nehmen deshalb für diesen Arbeitsschritt nur einen Rührlöffel oder Schneebesen.

Den fertigen Rührteig füllst Du, wie bereits geschrieben, in die gut eingefettete Form, die idealerweise noch mit Mehl, Paniermehl oder Hartweizengrieß ausgestreut ist. Den dunklen Teig füllst Du oben auf den hellen Teig und verstreichst ihn gleichmäßig.

Servieridee und Feedback

Dann hoffe ich mal, dass ich dich auf diesen wunderbaren Marmorkuchen mit Puderzucker neugierig gemacht habe. Solltest du das Rezept nachgebacken haben, freue ich mich sehr über eine nette Bewertung. Auch ein netter Kommentar lässt mich strahlen und ist ein schöner Lohn für meine Mühe.

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