Zitrusmarmelade selber machen — Rezept und ausführliche Anleitung
Kennst du das Land? wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht‘ ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn. Besser als Goethe in seinem Gedicht “Mignon” könnte ich die Sehnsucht nach Sizilien auch nicht beschreiben. Aus diesem Grund habe ich mir mit dieser spritzigen Zitronenmarmelade etwas Sizilien im Glas eingekocht.
Genau jetzt ist die richtige Zeit um sich den Sommer noch ein wenig länger zu konservieren. Und wie ginge dies besser als mit leckerer Marmelade? Ich habe eigentlich erst im letzten Jahr das Marmelade einkochen wirklich für mich entdeckt. Klar, als kleines Mädchen habe ich ein paar Sommer lang mit meiner Oma Erdbeer-Rhabarber-Marmelade gekocht, aber das ist schon lange her. Aber jetzt probiere ich wirklich gern neue Marmeladen-Sorten aus und teile diese auch super gerne hier auf dem Blog.
Was ist der Unterschied zwischen Marmelade, Konfitüre und Gelee?
Marmelade oder Konfitüre - wie heißt es richtig? Spricht man von Marmelade, ist diese laut einem Gesetz von 1983 nur noch für Zitrusfrucht-Aufstriche offiziell richtig. Deshalb ist die Bezeichnung Zitronen Marmelade also bei meinem Rezept absolut richtig. Handelt es sich nicht um Zitrusfrüchte, heißt eine Marmelade zwar im Sprachgebrauch auch so, auf gekauften Gläsern muss aber Konfitüre stehen. Produkte, die nur aus Saft bestehen heißen Gelee. Moderne Varianten, oft mit hohem Fruchtanteil und weniger Zucker, heißen beispielsweise Fruchtaufstrich oder Fruchtmus.
Warum selbstgemacht?
Wenn Du etwas aus dem Glas nimmst, immer mit einem sauberen Löffel oder Messer. Das schützt die Marmelade vor Schimmel und Verderb. Denn Zucker dient hier auch als Konservierungsmittel und steckt weniger darin, ist der Fruchtaufstrich meist kürzer haltbar als klassische 1:1-Marmelade oder Konfitüre. Die überaus leckere und fruchtige Zitronen Marmelade ohne Zucker bietet sich ideal als Füllung für Kuchen und Muffins an. Sehr lecker schmeckt sie auch in Quark, Joghurt, Skyr, Dickmilch oder veganen Alternativen. Sie schmeckt einfach nur köstlich.
Zutaten (Varianten)
Für die klassische Zitronenmarmelade:
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- 4 Amalfi Zitronen (oder 8 mittelgroße andere Zitronen)
- 2 EL Limoncello
- 100 ml Wasser
- ca. 350 g Zucker (oder Gelierzucker 2:1)
Für eine zuckerreduzierte oder zuckerfreie Variante:
- Bio-Zitronen mit essbarer Schale
- Xylit-Gelierzucker (als Ersatz für normalen Gelierzucker)
- Wasser nach Bedarf
Weitere Varianten und Mixe: Orangen, Mandarinen, Blutorangen, Grapefruit, Clementinen oder ein Mix aus Zitrusfrüchten. Für Zitrusmarmelade habe ich Orangen, Mandarinen, Zitronen und Zucker verwendet; diese Marmelade ist perfekt für Frühstück oder als Snack.
Vorbereitung der Früchte
Die Zitronen waschen und abtrocknen. Bio-Zitronen mit essbarer Schale heiß abwaschen und mit einer Küchenbürste abschrubben. Zwei Zitronen schälen, inklusive der weißen Schicht und die Zitronen filetieren. Die Enden der letzten Zitrone abschneiden, die Zitrone inklusive Schale in feine Scheiben schneiden und die Scheiben jeweils vierteln. Die Schalen und Filets vorbereiten.
Zuerst waschen wir die Früchte mit Wasser und Natron unter Verwendung eines rauen Schwamms oder eines Spatels. Wir entfernen die erste Scheibe und schneiden dann die Früchte in sehr dünne Scheiben, ich habe eine Mandoline verwendet. Wir legen die Scheiben in einen Behälter und bedecken sie mit kaltem Wasser. Wir decken sie mit Folie ab und stellen sie für einen ganzen Tag in den Kühlschrank. Am nächsten Tag wechseln wir das Wasser und wiederholen den Vorgang für einen weiteren Tag.
Schritt-für-Schritt-Anleitung (Rezept nach Cettina)
- Die Zitronen waschen und abtrocknen. Zwei Zitronen schälen, inklusive der weißen Schicht und die Zitronen filetieren. Das gewonnene Fruchtfleisch in eine Schüssel geben.
- Den restlichen Saft aus diesen beiden Zitronen noch von Hand ausdrücken und zu den Filets geben. Eine Zitrone ausdrücken und den Saft ebenfalls in die Schüssel geben. Die Zitronenstücke zum Rest geben. Insgesamt sollten es nun ca. 500 g Saft und Zitronen sein.
- Die Zitronenmischung und 100 ml Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze um ein Drittel einkochen lassen. Dabei entstehenden Schaum abschöpfen.
- Die Zitronenmischung nun abwiegen, mit der gleichen Menge an Zucker vermischen und den Limoncello hinzugeben.
- Nochmals aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze ca. 10-15 Minuten köcheln lassen.
- Die Marmelade noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Aus einer anderen, zuckerreduzierten Anleitung:
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- In einen großen Topf geben und den Xylit-Gelierzucker dazugeben und langsam erwärmen. Dabei mit einem Kochlöffel gut durchrühren.
- Die Masse zum Kochen bringen. Schnell bildet sich etwas Saft, vier bis fünf Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Flamme runterschalten und die Marmeladeeinkochen lassen. Die Fruchtmasse wird zunehmend dickflüssiger, deshalb immer wieder mit dem Kochlöffel gut durchrühren, damit nichts anbrennt.
- Nach 50 Minuten einen halben Liter Wasser zugießen. Nun die Gelierprobe machen: Einen Klecks der Marmelade auf einen Teller geben. Geliert er, ist die Zitronen Marmelade fertig.
- Nun in saubere, fest verschließbare Gläser füllen.
Alternative einfache Zubereitung
Aus den Zitrusfrüchten die Filets herausschneiden (einzelne Fruchtspalten "häuten"). In einem Topf zum Kochen bringen und pürieren. Nochmals aufkochen lassen, und den Gelierzucker nach Anleitung dazu verarbeiten. Das Ganze noch heiß in Gläser füllen, erkalten lassen und fertig.
Tipps, Haltbarkeit und Serviervorschläge
- Zuckerreduzierte Marmelade hält sich ungeöffnet etwa ein Jahr. Wird ein Glas geöffnet, stellst Du es am besten immer in den Kühlschrank.
- Wenn Du etwas aus dem Glas nimmst, immer mit einem sauberen Löffel oder Messer.
- Die Marmelade eignet sich als Brotaufstrich, Füllung für Kuchen und Muffins, oder als Aroma-im-Quark und Joghurt.
- Bei Verwendung von Gelierzucker 2:1 oder 3:1 sparst Du Zucker; die Marmelade enthält dann deutlich weniger Kalorien pro Esslöffel.
- Produkte mit Xylit sind auch für Menschen geeignet, die Zucker reduzieren möchten; ein Esslöffel mit 20 g hat gerade einmal 20 Kalorien und liefert keine blutzuckerwirksamen Kohlenhydrate.
Varianten und Austausch von Früchten
Ich wollte gestern die Zutaten für Deine Marmelade kaufen und dabei ist ein Problem aufgetreten. Und zwar es gab keine Blutorangen, meinst Du, dass es auch mit einer anderen Frucht, wie zum Beispiel einer Grapefruit?? Eine sehr einfaches Rezept mit frischem Obst der Saison! Für diese Marmelade habe ich Orangen, Mandarinen, Zitronen und Zucker verwendet. Diese Marmelade ist perfekt für unsere süßen Kreationen jeglicher Art oder wir können sie einfach zum Frühstück, als Snack oder als Nachmittagssnack genießen.
Die Nektarinen schälen, halbieren, entkernen und pürieren. (Das zeigt: über den Tellerrand lohnt sich - man kann aus noch so vielen anderen Obstsorten tolle Marmelade einkochen.)
Hygiene und Sterilisieren
Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, füllen wir sie sofort in sterilisierte Gläser. Wir schließen die Gläser gut und drehen sie um, um den Vakuumeffekt zu erzielen. Die Marmelade noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Häufige Fragen
- Welche Zitronen sind am besten? Ich kann jedem von euch nur wärmstens ans Herz legen Amalfi Zitronen mal auszuprobieren. Sie haben ein wunderbares Aroma und sind nicht einfach nur sauer.
- Was, wenn keine Blutorangen verfügbar sind? Du kannst andere Zitrusfrüchte wie Grapefruit oder Orange verwenden - die Marmelade bleibt sehr aromatisch.
- Kann ich Geliermittel weglassen? Produkte, die nur aus Saft bestehen heißen Gelee; für eine streichfähige Marmelade ist Gelierzucker oder Geliermittel ratsam.
Rezeptübersicht (Kurz)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Zitronen (Amalfi oder andere) | 4 (oder 8 mittelgroße) |
| Limoncello | 2 EL |
| Wasser | 100 ml |
| Zucker / Gelierzucker | ca. 350 g (oder Xylit-Gelierzucker) |
Die Zubereitung ist einfach: Zitronen vorbereiten, einkochen, mit Zucker oder Gelierzucker mischen, kurz köcheln lassen und heiß in Gläser füllen. Danach genießt Du ein Glas voller Sonnengeschmack und eine Geschmacksexplosion im Mund.
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