Rezept: Marmelade aus Kirschsaft herstellen
Kirschen sind einfach köstlich. Sie gehören zu den beliebtesten Früchten im Sommer und sind richtig gesund. Zum Glück kann man aus ihren Früchten Kirschsaft selber machen und für köstliche Rezepte verarbeiten. Dazu eignen sich Sauerkirschen und Süßkirschen als Zutaten gleichermaßen gut. Wir zeigen Ihnen, was man für die Zubereitung braucht und geben Tipps, wie man den Saft herstellt.
Wofür eignet sich selbstgemachter Kirschsaft?
Kirschsaft genießt man pur oder mit Wasser verdünnt. Mit Sprudelwasser wird daraus eine prickelnde Limonade - ideal an heißen Tagen. Kirschsaft peppt fruchtige Cocktails aller Art auf oder gibt Glühwein den besonderen Geschmack. Kirschsaft ist die Grundlage für Kirschgelee und eine geschätzte Zutat für kreative Marmeladenkreationen. Man braucht Kirschsaft für Desserts und auch beim Backen, zum Beispiel für einen fruchtigen Kuchenbelag.
Was braucht man für die Herstellung?
Die einfachste Methode der Saftgewinnung ist das Entsaften durch ein Tuch - so haben schon unsere Großmütter entsaftet. Wer nur gelegentlich kleine Mengen Kirschen zu Saft verarbeitet, braucht daher nichts weiter als ein bis drei Kilogramm Kirschen, Wasser, einen Topf, eine Schüssel, ein Sieb und ein Leinentuch. Wichtig: Achten Sie auf frisches, reifes und tadelloses Obst für die Zubereitung - sortieren Sie alle faulen Früchte aus. Fruchtstiele und Blätter werden entfernt, die Kirschen gewaschen und entsteint.
Kirschsaft selber machen: Grundmethode ohne Entsafter
Kirschsaft kann man auf verschiedene Weise selber machen. Ohne Dampfentsafter kocht man die Kirschen wie Kompott und presst den Saft mit einem Leinen- oder Baumwolltuch aus. Geben Sie die Kirschen in einen Topf und bedecken Sie die Früchte knapp mit kaltem Wasser. Bei kleiner Hitze kochen Sie die Kirschen zu einer Art Mus. Gelegentliches Umrühren durchwärmt alles gleichmäßig. Ist der Saft aus den aufgeplatzten Früchten schön ausgetreten (nach etwa zehn Minuten), fängt man ihn auf. Oft reicht es, ein großes Sieb mit einem Leinentuch auszulegen und den Saft in einer großen Schüssel darunter aufzufangen.
Achtung: Die Schüssel sollte aus Edelstahl oder Porzellan sein - Obstsäuren können Aluminium und andere Glasuren von Tongeschirren angreifen. Dabei entstehen unter Umständen Stoffe, die gesundheitsschädlich sind. Bei der altbewährten Methode der Saftgewinnung spannt man ein Tuch (zum Beispiel eine Stoffwindel) über die Beine eines umgedrehten Hockers und bindet sie dort fest. Darunter bleibt Platz, um eine breite Schüssel aufzustellen. Der Saft kann dann gut abtropfen.
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Praktische Tipps für die Tuch-Methode
- Wenn du die Kirschen nicht in einen Topf, sondern in eine Schüssel abtropfen lässt, solltest du darauf achten, dass diese aus Edelstahl oder Porzellan besteht.
- Um den Kirschsaft haltbar zu machen, füllst du ihn in ein steriles Glas und lagerst ihn anschließend dunkel. So hält er sich bis zu 6 Monate.
- Kirschsaft selber machen ohne Entsafter ist nicht nur einfach, innerhalb von einer Stunde steht der fertige Saft schon auf deinem Tisch.
Schonendere Verfahren: Dampfentsafter und Pressen
Mit einem Dampfentsafter bleiben mehr wertvolle Nährstoffe erhalten und man gewinnt den reinen Kirschsaft. Diese Spezialtöpfe bieten sich im Haushalt an, wenn man häufiger größere Mengen Obst entsaften und aus dem Saft leckere Rezepte zaubern will. Man erhält etwa die halbe Menge an Saft wie man Früchte rein gibt, also rund fünf Liter Kirschsaft aus zehn Kilogramm Früchten. Auch beim Dampfentsafter putzt und wäscht man die Kirschen. Entsteint müssen sie nicht sein, was eine Menge Arbeit spart.
So geht’s: Die Kirschen werden in den oberen Teil des Entsafters, den sogenannten Früchtekorb gefüllt. Der Saft wird durch Wasserdampf aus dem Fruchtgewebe gelöst, denn das Wasser steigt nach dem Erhitzen als Dampf nach oben auf. Nun muss man darauf achten, den erhitzten Saft sofort in gereinigte, vorgewärmte Flaschen randvoll abzufüllen. Großer Vorteil: Der Kirschsaft ist praktisch keimfrei, weil sich der Saft beim Abkühlen zusammenzieht, sodass ein Vakuum in der Flasche entsteht. Auf diese Weise hält er besonders lange.
Natürlich können Sie Kirschen auch wie frisch gepressten Orangensaft einfach auspressen. Um den rohen, naturtrüben Obstsaft herzustellen, entkernt man die gewaschenen Kirschen. Kleine Mengen kann man mit einem manuellen Pürierstab ausdrücken. Daneben gibt es auch elektrische Fruchtentsafter. Nutzt man den elektrischen Pürierstab oder passiert die Kirschen durch die flotte Lotte, hat man eher einen Kirsch-Smoothie - besonders erfrischend für heiße Tage im Sommer. So oder so ist es am besten, den Vital-Saft frisch und unerhitzt zu trinken.
Fermentierung als Alternative
Sie können Kirschsaft auch über die Fermentierung selber machen. Dabei gibt man Starterkulturen zu den zerstampften Kirschen. Ähnlich wie Sauerteig beim Brot enthält die Starterkultur förderliche Bakterien, die man braucht, um den Fermentierungsprozess einzuleiten. Das Ferment wird in die Fruchtmaische eingerührt und soll mindestens zwei Stunden einwirken. Auch hier kann die gute alte Stoffwindel wieder zum Einsatz kommen. Ausgepresst kommt ein naturtrüber Saft heraus. Wer will, gewinnt klaren Saft mittels natürlicher "Klärer": Man rührt sie in den naturtrüben Saft, wo sich nach kurzer Zeit die Trübstoffe absetzen. Nun muss man nur noch den Überstand abgießen. Auch diesen Kirschsaft kann man auf herkömmliche Weise erhitzen und haltbar machen.
Haltbarmachen: Abfüllen und Sterilisieren
Bevor Sie den selbst gemachten Kirschsaft in Flaschen füllen, muss er nochmal aufgekocht werden. Den kochend heißen Kirschsaft füllt man randvoll in die Flasche. Achten Sie darauf, dass die Flaschen möglichst steril sind. Vor dem Abfüllen muss man sie gründlich mit sehr heißem Wasser ausspülen. Schraubdeckel, Gummiringe oder Gummikappen macht man durch kurzes Aufkochen keimfrei - sauberes Arbeiten ist das A und O für eine lange Haltbarkeit! Übrigens: Versüßt man den Saft mit Zucker, hält er noch länger. Je nach Geschmack kann man bereits beim Kochen der Fruchtmasse Zucker zugeben. Auch andere Aromen wie Zitronensaft, Vanille oder Zimt sind als weitere Zutaten möglich. Oder Sie mischen den Saft gleich mit anderen Früchten wie Stachel- oder Johannisbeere. Beim Kochen gehen natürlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente verloren, die in Kirschen reichlich vorhanden sind.
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Temperaturhinweis
Tipp: Man kann den gepressten Kirschsaft aber auch einfrieren oder durch kurzes Erhitzen haltbar machen. Für Fruchtsäfte reichen Temperaturen von 78 Grad Celsius.
Rezeptidee: Marmelade aus Kirschsaft (Grundprinzip)
Kirschsaft selber machen und genießen: Wir zeigen dir mit unserem Rezept, wie du das fruchtige Getränk in der eigenen Küche herstellen kannst. Du benötigst nicht einmal einen Entsafter. Kirschen sorgfältig verlesen, waschen und entsteinen. Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und in einen Topf setzen. Kirschen mit Garflüssigkeit in das Sieb gießen und 30 Minuten abtropfen lassen. Begeistert vom Rezept? Aus knackigen Kirschen wird süßer Saft.
Für eine Marmelade auf Basis von Kirschsaft kannst du den gewonnenen Saft mit Gelierzucker nach Packungsanweisung einkochen oder mit Pektin, Fruchtfleisch und ggf. zusätzlichem Zucker zu gewünschten Konsistenz bringen. Kirschsaft ist die Grundlage für Kirschgelee und eine geschätzte Zutat für kreative Marmeladenkreationen.
Variations- und Aromentipps
- Versüßt man den Saft mit Zucker, hält er noch länger.
- Auch andere Aromen wie Zitronensaft, Vanille oder Zimt sind als weitere Zutaten möglich.
- Oder Sie mischen den Saft gleich mit anderen Früchten wie Stachel- oder Johannisbeere.
- Kirschsaft selber machen geht auch ohne Zucker. Hierbei wird das Ergebnis ein wenig saurer. Alternativ kannst du auch Süßkirschen verwenden.
Weiterverarbeitung und Serviervorschläge
Selbst gemachten Kirschsaft genießt man als Fruchtsaft, verarbeitet ihn als Gelee und in Desserts weiter oder aromatisiert Speisen und Getränke damit. Getränke mit Kirschen - vielfältig und lecker. Wenn du nach alkoholischen Getränken mit Kirschsaft suchst, ist eventuell hier etwas für dich dabei: Kirsch-Campari (anstatt Campari Orange), Kirsch-Mojito, Kirsch Hugo, Cherry Sour. Wenn du alkoholfreie Getränke bevorzugst, probiere doch einmal unser Rezept für einen leckeren Kirsch-Rote-Beete-Smoothie. Die Kombination aus frischem Kirschsaft, roter Bete, Peperoni und Agavendicksaft machen aus diesem Smoothie eine herrliche fruchtig-würzige Erfrischung.
Kurzanleitung: Schritt-für-Schritt
- Kirschen sorgfältig verlesen, waschen und entsteinen.
- Geben Sie die Kirschen in einen Topf und bedecken Sie die Früchte knapp mit kaltem Wasser.
- Bei kleiner Hitze kochen Sie die Kirschen zu einer Art Mus (ca. 10 Minuten), bis der Saft ausgetreten ist.
- Leinentuch in ein großes Sieb legen und den Saft in eine Schüssel ablaufen lassen.
- Saft aufkochen, ggf. Zucker und Aromen zugeben, für Marmelade mit Gelierzucker weiter einkochen.
- Heiß in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
Praktisches Mengenverhältnis
Man erhält etwa die halbe Menge an Saft wie man Früchte rein gibt, also rund fünf Liter Kirschsaft aus zehn Kilogramm Früchten. Bei kleinen Mengen reichen ein bis drei Kilogramm Kirschen für erste Versuche.
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